Wettbewerb bei den Produkten der Mittel- und Gegenständeliste
(05.3523)- Redetext
- RedetextElisabeth Baume-Schneider(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
Je vous invite à suivre l'avis de la commission de votre conseil et donc à classer les motions 05.3522 et 05.3523.
Vu l'historique très complet qui a été réalisé, je vais réduire ma prise de parole à l'essentiel. Le Conseil fédéral estime que les demandes des auteures des motions ont été remplies par la révision de la liste des moyens et appareils (LiMA) d'une part, et, d'autre part, par les travaux en cours dans le cadre de l'initiative parlementaire Humbel 16.419.
En effet, la révision de la LiMA de 2015 à 2021 a permis d'atteindre certains objectifs, en particulier l'optimisation et la concrétisation du système de fixation des montants maximaux de rémunération. En octobre 2024, un premier monitorage sur l'évolution des coûts de la LiMA de 2016 à 2021 a été publié. Entre 2016 et 2021, les coûts totaux et les coûts par personne assurée de la LiMA ont connu une croissance nettement inférieure à ceux de l'assurance obligatoire des soins. En effet, les coûts totaux ont augmenté de près de 7 pour cent pour la LiMA, tandis qu'ils augmentaient de 15 pour cent pour l'assurance obligatoire des soins. Les coûts par personne ont augmenté de près de 4 pour cent pour la LiMA et de 11 pour cent pour l'assurance obligatoire des soins. On peut imaginer que cette progression plus lente des coûts de la LiMA, par comparaison à celle de l'assurance obligatoire des soins, pourrait justement être attribuée à la révision de ladite LiMA.
Il a également été précisé que, à la suite de la décision de la commission soeur du 10 avril dernier, une table ronde réunissant les parties prenantes sera organisée pour discuter des questions restées en suspens par rapport à l'initiative parlementaire Humbel 16.419. Les travaux de mise en oeuvre sont donc en cours.
Je vous remercie de classer les deux motions concernées.
- RedetextJosef Dittli(FDP.Die Liberalen)Schweiz
An der Geschäftsnummer sehen Sie, wie alt dieses Geschäft ist, wie alt diese beiden Motionen sind - sie sind zwanzigjährig. Es ist nicht so, dass in diesen zwanzig Jahren nichts gegangen wäre, aber diese beiden Motionen waren bisher immer noch nicht vollständig umgesetzt.
Kurz zum Inhalt und zur Geschichte: Mit diesen beiden Motionen wurde der Bundesrat beauftragt, die rechtlichen Bestimmungen so zu verändern, dass die Vergütung von Mitteln und Gegenständen durch Tarifverträge zwischen Leistungserbringern und Krankenversicherern geregelt wird. Das Parlament änderte in der Folge die Motion ab und beauftragte den Bundesrat, zu prüfen, ob die Rechtsgrundlagen dahin gehend anzupassen sind, dass die Preise für die Produkte, die auf der Mittel- und Gegenständeliste (Migel) aufgeführt sind, ausgehandelt und in einem Tarifvertrag festgelegt werden können. Dies löste eine Gesamtrevision der Migel aus, die Ende 2021 abgeschlossen wurde. Dies führte dazu, dass der Bundesrat im Jahre 2022 die Abschreibung der Motionen beantragt hat.
Unser Rat beschloss in der Folge, 2022 und 2024, zweimal die Abschreibung. Der Nationalrat hingegen wollte noch nicht abschreiben und verlängerte die Frist mit entsprechenden Aufträgen. Ihre Kommission stellt fest, dass ihre Schwesterkommission ihre Arbeiten an der parlamentarischen Initiative 16.419 weiterverfolgt. So hat die SGK-N an ihrer Sitzung vom 7./8.[NB]November 2024 beschlossen, den Vorentwurf zu aktualisieren und weiterführende Fragen abzuklären.
Auf der Grundlage dieser Arbeiten hat die SGK-N an der Sitzung vom 10./11.[NB]April dieses Jahres die Verwaltung mit der Organisation eines runden Tisches beauftragt. An diesem runden Tisch soll zusammen mit betroffenen Akteuren eine Lösung gefunden werden, die auf einem System mit verhandelten Tarifen basiert, mehr Wettbewerb zulässt und praktikabel ist. Damit wird auch der Prüfauftrag aus den vorliegenden Motionen erfüllt.
Nun ist der Ball wieder bei uns, und wir müssen entscheiden, ob die Frist für die Behandlung der Motionen nochmals verlängert wird oder ob die Motionen abgeschrieben werden sollen. Halten wir an der Abschreibung fest, werden die beiden Motionen voraussichtlich endgültig abgeschrieben, da unsere Schwesterkommission an ihrer Sitzung vom 10.[NB]April 2025 bereits signalisiert hat, die Motionen auch abzuschreiben, sollte der Ständerat nochmals die Abschreibung beschliessen.
Vor diesem Hintergrund beantragt Ihnen Ihre Kommission einstimmig, diese beiden Motionen abzuschreiben.
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- RedetextElisabeth Baume-Schneider(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
Je remercie le rapporteur pour toutes ses précisions sur la temporalité des différentes décisions.
En effet, les motions dont il est question chargent le Conseil fédéral de modifier les dispositions légales de manière à ce que le remboursement des moyens et appareils soit réglé par des conventions tarifaires entre fournisseurs de prestations et assureurs-maladie.
Im Bericht über die Motionen und Postulate des Jahres 2021 beantragte der Bundesrat, die beiden Motionen abzuschreiben. Er ist der Ansicht, dass die Anliegen der Motionärinnen bereits durch die Revision der Mittel- und Gegenständeliste einerseits und die laufenden Arbeiten im Rahmen der parlamentarischen Initiative Humbel 16.419, "Wettbewerbspreise bei Medizinalprodukten der Mittel- und Gegenständeliste", andererseits erfüllt sind.
Nous considérons en effet que la révision de la liste des moyens et appareils (LiMA) menée de 2016 à 2021 a permis d'atteindre les objectifs suivants: l'optimisation et la concrétisation du système de fixation des montants maximaux de rémunération; la prise en considération des prix à l'étranger pour la fixation de ces montants maximaux de rémunération; le prix le plus bas, issu de la comparaison des prix pratiqués en Suisse et à l'étranger, fait office de montant maximal de rémunération; la réalisation d'économies potentielles d'environ 40 millions de francs en raison des baisses de ces montants maximaux; l'examen des critères d'efficacité, d'adéquation et d'économicité des positions de la LiMA; une transparence accrue en raison des précisions apportées aux positions existantes et d'une meilleure délimitation des positions.
Le but de l'initiative parlementaire Humbel 16.419, "Dispositifs médicaux figurant sur la liste des moyens et appareils. Instaurer la concurrence sur les prix", était également la négociation des prix des prestations de la LiMA. Pour concrétiser cet objectif, un projet de modification de la loi fédérale sur l'assurance-maladie et un rapport explicatif ont été élaborés et mis en consultation à l'automne 2019. Certes, les travaux ont ensuite été suspendus - somme toute pour une bonne raison, à cause de la pandémie -, mais ils ont été repris en 2024. Lors de sa séance du 19 mars de cette année, la Commission de la sécurité sociale et de la santé publique de votre conseil a pris connaissance des travaux liés à l'initiative parlementaire Humbel et s'est prononcée en faveur du classement des deux motions, ce dont le Conseil fédéral lui est reconnaissant. Nous considérons donc que les objectifs des motions sont atteints avec la révision de la LiMA et que le traitement de l'initiative parlementaire 16.419 Humbel est en cours.
Je vous invite donc à suivre votre commission et à classer les deux motions 05.3522 et 05.3523.
- RedetextJosef Dittli(FDP.Die Liberalen)Schweiz
Aufgrund der Geschäftsnummer sehen Sie, wie alt dieses Geschäft ist, wie alt diese beiden Motionen sind, nämlich 19-jährig. Es ist nicht so, dass in diesen 19 Jahren nichts gegangen ist, aber die beiden Motionen waren bisher immer noch nicht vollständig umgesetzt. Nun liegt der Antrag für Abschreibung vor.
Noch etwas zum Inhalt und zur Geschichte: Mit diesen beiden Motionen sollte der Bundesrat beauftragt werden, die rechtlichen Bestimmungen so zu verändern, dass die Vergütung von Mitteln und Gegenständen durch Tarifverträge zwischen Leistungserbringern und Krankenversicherern geregelt wird.
Der Nationalrat stimmte den Motionen am 19.[NB]März 2007 zu. Der Ständerat nahm die Motionen am 2.[NB]Oktober 2008 in einer abgeänderten Fassung, in der Form eines Prüfungsauftrages, an. Mit dieser Änderung wurde der Bundesrat beauftragt, zu prüfen, ob die Rechtsgrundlagen dahin gehend anzupassen sind, dass die Preise für die Produkte, die auf der Mittel- und Gegenständeliste (Migel) aufgeführt sind, ausgehandelt und in einem Tarifvertrag festgelegt werden. Der Nationalrat hat der abgeänderten Fassung des Ständerates am[NB]3.[NB]März 2009 zugestimmt.
Der Bundesrat beantragte in seinem Bericht vom 4.[NB]März 2022 über Motionen und Postulate den Räten, die Motionen abzuschreiben. In seinen Augen ist nach der Gesamtrevision der Mittel- und Gegenständeliste, die Ende 2021 abgeschlossen wurde, durch den Vergleich mit den Preisen im Ausland [PAGE 342] eine Anpassung der Höchstvergütungsbeträge nach unten möglich. Weiter verwies der Bundesrat auf die parlamentarische Initiative Humbel 16.419, "Wettbewerbspreise bei Medizinalprodukten der Mittel- und Gegenständeliste", welche dieselben Anliegen wie die Motionen verfolgt. Es hat also zwischenzeitlich eine Revision der Migel stattgefunden, mit der die meisten Forderungen dieser Motionen, aber eben nicht alle, umgesetzt wurden.
Der Nationalrat sprach sich am 7.[NB]Juni 2022 ohne Gegenantrag gegen die Abschreibung aus, weil eben noch nicht alles umgesetzt wurde. Der Ständerat stimmte am 9.[NB]Juni 2022 für die Abschreibung. Der Nationalrat sprach sich am 12.[NB]Juni 2022 erneut gegen eine Abschreibung der Motionen aus, und der Ständerat ist dann dem Beschluss des Nationalrates gefolgt. Folglich sind sie immer noch nicht abgeschrieben.
Gemäss Artikel 122 Absatz 5 ParlG hat der Bundesrat den Auftrag, Motionen innert einem Jahr oder, wenn der Antrag auf Abschreibung von beiden Räten abgelehnt wurde, innert einer zusammen mit der Ablehnung des Abschreibungsantrages gesetzten Frist zu erfüllen. Hält er diese Frist nicht ein, so wird gemäss Parlamentsgesetz in beiden Räten auf Antrag der zuständigen Kommissionen über eine erneute Fristverlängerung oder die Abschreibung entschieden.
Nun, was ist passiert? In seinem Bericht vom 1.[NB]März 2024 über Motionen und Postulate der eidgenössischen Räte im Jahre 2023 hat der Bundesrat zuhanden der zuständigen Kommissionen den Stand der Arbeiten zur Umsetzung der Restanzen der Motionsanliegen zusammengefasst. Er erwähnt darin die laufenden Arbeiten zur Umsetzung der parlamentarischen Initiative 16.419, deren Behandlungsfrist kürzlich bis zur Frühjahrssession 2026 verlängert wurde.
Die Kommission hat Kenntnis genommen, dass zwischenzeitlich die ursprünglichen Motionen grossmehrheitlich umgesetzt worden sind und dass die verbleibenden Restanzen nun über die parlamentarische Initiative 16.419 umgesetzt werden sollen. Ihre Kommission ist daher der Ansicht, dass der Auftrag an den Bundesrat in die parlamentarische Initiative aufgenommen wurde und die beiden Motionen abgeschrieben werden können.
Ihre Kommission beantragt deshalb mit 8 zu 2 Stimmen, die beiden Motionen abzuschreiben.
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- RedetextGisèle Ory(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
La motion Heim et la motion Humbel Näf se préoccupent des tarifs des moyens et appareils médicaux. Les auteures estiment que leur prix n'est pas toujours fixé de la manière la plus économique et aimeraient mettre en place une solution plus avantageuse de détermination du prix. Elles estiment que les prix maximaux remboursés sont quelquefois trop élevés. Elles demandent en somme que l'on abandonne le système du montant maximal remboursé et que l'on passe à un prix négocié.
Ce modèle propose que ce soient les caisses-maladie qui négocient les tarifs et fixent le plafond des montants maximaux remboursés. Ce n'est pas un modèle simple, parce que nous avons plus de 80 caisses qui devraient négocier ces tarifs indépendamment les unes des autres ou s'entendre pour déléguer cette compétence à un organisme neutre, qui aurait alors un pouvoir considérable, ce qui ne serait pas forcément souhaitable. En outre, le prix serait fixé par une négociation dont le résultat pourrait être aléatoire et il pourrait y avoir deux prix différents pour le même produit: le prix remboursé par la caisse conformément à la négociation et le prix demandé en magasin. Le fait de confier la négociation aux caisses peut poser encore un problème supplémentaire, celui d'éliminer de la discussion ceux qui sont le plus directement concernés, à savoir les patients.
Pour ces différentes raisons, j'ai proposé en commission de rejeter ces deux motions et de pousser la réflexion un peu plus loin, parce que la préoccupation qu'elles évoquent est tout à fait pertinente. Ce sont 260 millions de francs qui sont actuellement à la charge de la LAMal pour les moyens et appareils médicaux. Même si on ne peut pas faire autant d'économies que le supposent les auteures des deux motions, on peut cependant penser qu'il y a un potentiel d'économies. [PAGE 814]
La majorité de la commission partage cet avis. Actuellement la liste des moyens et appareils (LiMA) ne fixe pas de prix, mais un montant maximal remboursé. Cela veut dire que lorsque l'on fait pression sur les montants LiMA, par exemple en les abaissant de 10 pour cent, on n'exerce aucun effet sur les prix, mais on prend le risque qu'une partie du prix doive être payé par le patient, le prix remboursé devenant inférieur au prix en magasin.
Le fait de fixer un montant maximal remboursé sans avoir aucun pouvoir sur le prix est donc problématique pour le patient. Les motions Heim et Humbel Näf permettraient d'éviter cela et auraient donc cet avantage par rapport au système actuel. Le malade aurait la certitude que le prix négocié par l'assureur serait totalement remboursé, mais il n'aurait en revanche pas de garantie en ce qui concerne la qualité ou le confort et pourrait être amené à se contenter d'une qualité inférieure correspondant au coût le plus bas possible négocié par l'assureur s'il veut être remboursé.
Actuellement, le montant maximal remboursé figurant sur la LiMA ne correspond déjà que partiellement au prix moyen des produits disponibles sur le marché. Ces montants ne sont révisés que rarement; or les prix fluctuent beaucoup. Et depuis que l'on a baissé les montants maximaux remboursés de 10 pour cent, ils correspondent de moins en moins aux prix du marché.
Pour pouvoir garantir la qualité, avoir la certitude que personne ne doit payer une partie du prix de sa poche et maintenir la concurrence sur les prix, il n'y a qu'une solution: la fixation du prix de chaque produit par un organe neutre, en principe par une négociation entre le fabricant et l'OFSP, à partir d'un prix "ex factory" réaliste et d'une rémunération honnête du distributeur.
Nous atteindrions de cette manière tous les objectifs que nous nous fixons. Ni les fabricants ni les distributeurs ne pourraient augmenter leurs prix au-delà du montant maximal remboursé. Ils devraient s'engager à ne pas augmenter les prix négociés s'ils veulent être remboursés. En outre, les patients ne seraient pas obligés de mettre une partie du prix de leur poche. On éviterait qu'il y ait des rentes de monopole. La concurrence fonctionnerait au niveau du prix sorti d'usine, qui serait négocié individuellement avec les fabricants et les importateurs. On éviterait la tendance à adapter les prix vers le haut, c'est-à-dire vers le montant maximal remboursé. La formation des prix serait totalement transparente et, comme tous les prix administrés depuis l'entrée en vigueur de la nouvelle loi sur les cartels, il s'agit de prix maximaux.
Pour mieux contrôler les prix, on pourrait proposer un système de comparaison des prix avec ceux des mêmes produits à l'étranger, même si ce serait probablement un peu plus difficile à mettre en place que pour les médicaments, parce que beaucoup de moyens et d'appareils médicaux ne sont distribués qu'en Suisse, ou sous des formes différentes en Suisse et à l'étranger. Les prix pourraient être comparés régulièrement. Pour éviter qu'un produit ne soit vendu à des prix différents s'il est remboursé ou non, il faudrait tracer l'exception à l'article 44 alinéa 1 LAMal pour les produits qui seraient totalement remboursés.
On pourrait aussi imaginer un modèle qui consisterait en une amélioration du système du montant maximal remboursé. Dans ce cas, pour qu'un moyen ou appareil médical soit remboursé, on ferait un appel d'offres auprès des fabricants, pour savoir quels sont les produits à disposition, quelle est leur qualité et à quel prix ils sont disponibles. On comparerait les prix, et l'OFSP fixerait alors le montant maximal remboursé dans la tranche inférieure des produits et prix disponibles sur le marché, en tenant évidemment compte des diverses qualités. Tous les produits qui se situeraient au-dessus du prix maximal fixé ne seraient pas remboursés, ceux qui seraient au-dessous devraient respecter leur prix d'usine annoncé et seraient inscrits sur la liste des moyens et appareils. On pourrait ensuite fixer la part de la distribution indépendamment.
Cela nécessite encore une réflexion approfondie, vu que ces motions sont aujourd'hui transformées en mandats d'examen. Je pense qu'elles peuvent être adoptées. Nous donnons ainsi mandat au Conseil fédéral d'étudier de manière approfondie ces différents modèles et de nous présenter un modèle qui résolve les problèmes que nous avons évoqués et permette de maintenir les prix à un niveau économique pour une qualité donnée.
- RedetextUrs Schwaller(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)Schweiz
Die Vergütung der Mittel und Gegenstände erfolgt heute aufgrund einer allgemeinen Produktebeschreibung und mit einem behördlich festgelegten Höchstvergütungsbetrag; dies im Gegensatz zur behördlichen Preisfestsetzung im Einzelfall oder aufgrund einer vertraglichen Tarifvereinbarung. Der Bundesrat beantragt Ablehnung der Motionen bzw. beantragte Ablehnung der Motionen, und zwar mit der Begründung, dass bei konsequenter und regelmässiger Herabsetzung der heutigen Höchstvergütungsbeträge oder auch mit Pauschalvergütungen gesamtheitlich höhere Kosteneinsparungen bewirkt werden könnten als mit Tarifverträgen.
Der Nationalrat hat die Motionen am 19. März 2007 ohne Opposition angenommen. Der Departementsvorsteher, Bundespräsident Couchepin, hat sich mit der Annahme der Motionen grundsätzlich einverstanden erklärt und die Umwandlung in einen Prüfungsauftrag beantragt. Die ständerätliche Kommission spricht sich mit 10 zu 0 Stimmen für Annahme der Motionen aus - ich sage bewusst "Motionen", weil wir ja beide gemeinsam behandeln und dann getrennt abstimmen. Der Wechsel vom heutigen Höchstvergütungssystem zu einem Tarifsystem scheint ein gangbarer und zielführender Weg zu sein. Unabdingbar ist für die Mehrheit der Kommission aber, dass das Tarifvertragssystem dem Kartellgesetz unterstellt wird, da ansonsten nichtüberprüfbare und nichtanfechtbare Preisabsprachen zu befürchten sind. Für die so ergänzten Motionen hat sich die Kommission mit 6 zu 5 Stimmen ausgesprochen.
Zusammenfassend beantragt Ihnen die Kommission, wie der Nationalrat die Motionen - ergänzt mit dem Prüfungsauftrag in Sachen Unterstellung unter das Kartellgesetz - anzunehmen.
- Redetext
- SpeechSpeechSchweiz
Präsidentin (Egerszegi-Obrist Christine, Präsidentin): Der Bundesrat ist mit den Motionen einverstanden; er hat seine Opposition aufgegeben.
[VS]
05.3522, 05.3523
Angenommen - Adopté
[PAGE 389]
- RedetextPascal Couchepin(FDP.Die Liberalen)Schweiz
Il est vrai que le tarif des produits figurant dans la liste des moyens et appareils (LiMA) suscite un certain nombre d'interrogations. Nous avons d'ailleurs déjà pris des mesures de réduction linéaire des tarifs dans ce domaine, mais nous pensons qu'il faut aller plus loin et dans le sens de la motion.
Le système actuel de la LiMA permet déjà le type de contrat que réclame de manière impérative la motion. Donc, si la motion était acceptée - ce qui ne serait pas choquant pour nous -, nous proposerions dans le deuxième conseil de la transformer en postulat afin de laisser plus de liberté. La motion va dans le sens de ce que nous souhaitons; simplement, nous préférerions la forme du postulat qui est moins contraignante quant aux moyens de mettre en oeuvre les objectifs de la motion. Nous vous proposons donc d'accepter la motion et nous proposerons de la transformer en postulat au deuxième conseil.
- RedetextJürg Stahl(Schweizerische Volkspartei)Schweiz
Wenn wir schon einmal der gleichen Meinung sind, sollten wir das nicht allzu lange mit weiteren Reden und den gleichen Argumenten unterstreichen. Trotzdem freut es mich, dass ein wichtiges Problem angesprochen wurde. Hier können wir als Nationalrat auch ein entsprechendes Zeichen setzen.
Jeder und jede von uns kennt störende Beispiele. Einige wurden heute genannt. Die Tarife sind tatsächlich zu hoch, und das Beinahemonopol wird etwas zu extensiv betrieben und ausgenutzt. Es sind zu hohe Kosten, welche von den Prämienzahlenden über die Solidarität getragen werden müssen. Es lohnt sich, wenn der Bundesrat diesen verstärkten Wettbewerb in der Migel wirklich ernsthaft prüft. Die Stellungnahme liegt ja schon einige Zeit zurück. Vielleicht bemüht sich der Bundesrat tatsächlich, dieses störende Problem anzupacken.
Es liegt in der Verantwortung aller Beteiligten - auch die Kommission wurde angesprochen. Ich bitte Kollegin Bea Heim, da wir hier einmal Unterstützung bieten können, dass sie uns dann beim verstärkten Wettbewerb in der Spitalfinanzierung oder im KVG generell einmal unterstützen wird.
Ich bezweifle, dass das Sparpotenzial wahnsinnig gross ist, aber es geht um eine Grundhaltung, die wir in diese Diskussion hineintragen sollten.
Ich bitte Sie, die Motion anzunehmen.
- RedetextRuth Humbel(Die Mitte)Schweiz
Meine Motion hat die gleiche Stossrichtung wie die meiner Vorrednerin. Sie verlangt, dass die Höchstvergütungspreise in der Migel durch ein Vertragssystem, das heisst durch Verträge zwischen Krankenversicherern und Leistungserbringern, abgelöst werden.
Der Bundesrat begründet seine ablehnende Haltung damit, dass mit dem Prinzip der Höchstvergütungsbeträge Vertragslösungen bereits heute möglich sind. Das stimmt. Aber wer hat ein Interesse daran, Verträge abzuschliessen, wenn derjenige, der keinen Vertrag hat, wesentlich höhere Preise verrechnen kann?
Der Bundesrat schreibt auch, dass eine Prüfung nach Kartellgesetz nicht mehr möglich wäre, wenn die Migel dem Tarifsystem des KVG unterstellt würde. Diese Argumentation scheint mir nicht stichhaltig zu sein: Zum einen habe ich noch nie gesehen, dass die Weko im obligatorischen Krankenversicherungsbereich preisdämpfend gewirkt hätte, zum anderen müsste dieses Prinzip, wenn es eine wirksame Möglichkeit im Kampf gegen hohe Preise wäre, auch auf andere Leistungsgebiete angewendet werden. Tatsache ist aber vielmehr, dass heute trotz Preisreduktionen in der Migel zum Teil massiv überhöhte Preise bezahlt werden, im Gegensatz zu vertraglichen Lösungen - da gibt es Differenzen: bei Injektionsmaterialien beispielsweise oder auch bei Inkontinenzmaterialien von bis zu 30 Prozent oder mehr -, wobei diese Verträge immer auf wackligen Füssen stehen: Wenn sich jemand nicht mehr an den Vertrag halten will, kann er die höheren Preise verrechnen, und die Versicherer müssen dann die höheren Preise bei anderen Anbietern trotzdem bezahlen, wenn ein Patient diese Mittel und Gegenstände beim Leistungserbringer mit den höheren Preisen beziehen will.
Ich habe übrigens auch im Bereich des Gesundheitswesens, insbesondere im obligatorischen Krankenpflegebereich, noch keinen Entscheid der Wettbewerbskommission gesehen, der kostendämpfend gewirkt hätte. Im Gegensatz zur Weko hat der Preisüberwacher im Gesundheitswesen, namentlich im Bereich der obligatorischen Krankenpflegeversicherung, namhafte Erfolge zu verzeichnen und einige kostendämpfende Entscheide gefällt.
Sachlich richtig wäre es, wenn der Bundesrat auch im Bereich der Mittel und Gegenstände die Pflichtleistungen definieren würde, die Preisgestaltung aber den Vertragspartnern, das heisst den Leistungserbringern und den Versicherern, überlassen würde, gemäss den üblichen Bestimmungen des Krankenversicherungsgesetzes.
Ich bitte Sie daher, diese Motion anzunehmen.
- RedetextBea Heim(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
Versicherte wie Versicherungen sind immer wieder erstaunt ob den hohen Preisen, die in der Schweiz für Hilfsmittel bezahlt werden müssen, sei es in der Invalidenversicherung oder im Rahmen der Krankenversicherung, die in dieser Motion das Thema ist. Was will die Motion? Sie will, dass im Bereich der medizinischen Hilfsmittel der Mittel- und Gegenständeliste (Migel) mehr Markt zum Tragen kommt, dass ein Aushandeln von Marktpreisen möglich wird, eine Abkehr also von der Höchstvergütungspolitik, die wir mit unseren Krankenkassenprämien berappen.
260 Millionen Franken betrug die Gesamtvergütung im Jahr 2004 im Bereich der Migel zulasten der Krankenversicherung. Dass aber offenbar viel Luft in dieser Branche liegt, zeigt erstens der Preisüberwacher im Rahmen der Invalidenversicherung, wo er mit neuen Verträgen erreichte, dass die Hörgeräte plötzlich 30 Prozent billiger wurden. Zweitens belegen dies x Beispiele: von den Krücken, für die einzelne Hersteller nur einen Drittel des Preises verlangen, den Patienten und Kassen bezahlen, über den Blutzuckermessstreifen, der für die Hälfte des normalerweise den Kassen verrechneten Preises zu haben wäre, bis zu den Einlagen bei Blasenschwäche, die bis zu 70 Prozent billiger sein können.
Unverständlich aus Versichertensicht ist, dass der Bund gerade in diesem Bereich an der Festschreibung von Höchstpreisen festhält und eigentlich den Wettbewerb verweigert. Es liegt doch auf der Hand: Wenn eine Sozialversicherung verpflichtet wird, festgelegte Maximalpreise zu bezahlen, hat kein Unternehmer Interesse, die Ware billiger abzugeben; ja, der Unternehmer wäre gar kein Unternehmer, würde er nicht diesen Rahm abschöpfen. Selbst das BAG räumt ein, dass dieses System dazu geführt habe, dass sich die Hersteller von Medizinalprodukten am Maximalpreis orientieren.
Wenn meine Informationen stimmen, liegt das Problem offenbar auch in der Zusammensetzung der beratenden Kommission, indem die Preisvorschläge von Arbeitsgruppen [PAGE 388] kommen, in denen auch die Hersteller sehr gut vertreten sind. Ist übrigens, Herr Bundesrat, der Vorwurf einer grossen Kasse, dass mit den Höchstpreisen nicht nur der Wettbewerb verhindert, sondern auch Pfründe gesichert werden, gänzlich aus der Luft gegriffen? Der "Beobachter" zitiert zudem den Präsidenten von Fasmed, dem Verband der Schweizer Hersteller und Lieferanten von Medizinaltechnik, wie folgt: "Der Markt funktioniert durchaus. Es sind unsere Kunden .... die bei uns zu Marktpreisen einkaufen, aber bei den Kassen den Migel-Höchstbetrag einfordern und die Differenzen behalten."
Der Bundesrat selbst zeigt Einsehen - ich zitiere ihn hier -: Er will bei der Weiterentwicklung des Vergütungssystems die wettbewerbsrechtlichen Elemente noch stärker gewichten, Möglichkeiten zu Vertragslösungen bestünden durchaus.
Ich bitte Sie, die Motion anzunehmen. In der Stellungnahme zur beinahe gleichen Intervention von Frau Ruth Humbel Näf signalisiert der Bundesrat, dass er bei einer Annahme der Motion in der Kommission des Zweitrates den Antrag stellen würde, die Motion in einen Prüfungsantrag abzuändern - und prüfen muss man diesen Mechanismus ganz sicher. Es liegt ein Sparpotenzial in der Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages drin.
Ich bitte Sie darum, die Motion anzunehmen.
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