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Fische. Damit unsere Flüsse, Seen und Teiche lebendig bleiben

(24.4317)MotionÜberwiesen an den Bundesrat
Schweiz09.12.2024
Speeches(18)
Sorted by Speech date, Descending
18 Results
  • Redetext
    Stefan Engler(Die Mitte)
    Schweiz
  • Redetext
    Albert Rösti(Schweizerische Volkspartei)
    Schweiz

    Ich möchte nochmals betonen, dass der Bundesrat die Annahme sehr bewusst beantragt und auch mit der Ergänzung leben kann, weil er es auch als wichtig erachtet, dass wir für die Fische etwas tun. Wir können den Aktionsplan im Rahmen der bestehenden Ressourcen machen, und mit der Ergänzung betreffend fleischfressende Vögel werden wir auch allenfalls eine Verordnungsänderung machen. Ich bitte dann einfach um Rückendeckung, da Massnahmen gegen Vögel von der Öffentlichkeit sehr kritisch beobachtet werden. Also werden wir hier vorsichtig vorgehen müssen.

    Sagen Sie auch den Kantonen, dass sie bereits heute über Massnahmen verfügen. Gerade für den Kormoran können Kantone weiter gehen, als sie dies heute tun. Wir haben die Berufsfischer aufgerufen, die Massnahmen, die möglich sind, zu treffen, und erst wenn diese ausgeschöpft sind, sind wir der Meinung, dass wir die Verordnung auf Bundesebene anpassen. Aber wir sind hier wirklich etwas vorsichtig, weil die Bevölkerung sehr sensibel reagiert, wenn es darum geht, Vögel zu dezimieren. Aber wir sehen den Widerspruch, wenn Zehntausende von Fischen gefressen werden und gleichzeitig die Fischer Einschränkungen haben, wie viel sie fischen dürfen.

    Das sind Widersprüche, die wir lösen wollen und müssen, und das können wir, wenn Sie uns mit dieser Motion den entsprechenden Auftrag geben, denn dann haben wir die Rückendeckung.

  • Redetext
    Baptiste Hurni(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz

    Presque tout a été dit puisque personne ne combat cette motion, et c'est une très bonne chose. Je me permets juste d'ajouter quelques mots. Je n'ai pas de liens d'intérêts, si ce n'est celui d'être conseiller aux États neuchâtelois. Or, le lac de Neuchâtel - vous le savez peut-être - est le lac le plus touché par l'évolution des cormorans, ce qui pose un certain nombre de problèmes. Il y a une année ou deux, on a dépassé le seuil suivant[NB]: les cormorans mangent aujourd'hui plus de poissons dans le lac de Neuchâtel que les pêcheurs n'en pêchent. Vous le savez[NB]: je me suis déjà préoccupé souvent dans ce conseil, ou avant, au Conseil national, de la situation sociale des pêcheurs, qui est extrêmement grave, et encore plus grave en Suisse romande, puisque la structure du métier est un peu différente. En Suisse alémanique, souvent les pêcheurs professionnels ont une autre activité à côté - donc quand la pêche va moins bien, cela n'est pas agréable, mais pas dramatique -, tandis qu'en Suisse romande, il y a encore des pêcheurs professionnels à 100 pour cent, mais de moins en moins, parce que les établissements ont tendance à faire faillite.

    Si je prends aujourd'hui la parole, c'est pour vous demander, Monsieur le conseiller fédéral, si vous y parvenez, de mettre en oeuvre le plus rapidement possible cette motion, parce que si vous tardez trop, il y a un risque qu'il n'y ait plus beaucoup de pêcheurs professionnels dans notre pays.

  • Redetext
    Daniel Jositsch(Parteilos)
    Schweiz

    Ich äussere mich noch einmal, wobei ich meine Interessenbindung als Präsident des Schweizerischen Fischereiverbandes offenlege. Herr Regazzi hat mir verdankenswerterweise praktisch das Votum gestohlen, deshalb kann ich es sehr kurz machen: Wir unterstützen einerseits das Anliegen der ursprünglichen Motion Vara im Sinne des Gewässerschutzes. Andererseits unterstützen wir aber auch den klaren Hinweis, dass die Interessen der Fischerei gewahrt werden sollen, insbesondere natürlich jene der Berufsfischerei, die bei der vom Nationalrat vorgenommenen Ergänzung betreffend Kormorane und Gänsesäger besonders im Fokus steht. Es braucht hier eine Regulierung. Rund drei Viertel der Fische, die, wenn ich es so sagen darf, verspeist werden, werden von Kormoranen oder von Gänsesägern verspeist und nicht von Menschen. Zum Schutz der Berufsfischerei ist es daher dringend notwendig, dass wir handeln.

    Deshalb unterstützen wir mit Überzeugung die ergänzte bzw. abgeänderte Motion Vara.

  • Redetext
    Fabio Regazzi(Die Mitte)
    Schweiz

    Vorweg gebe ich Ihnen meine Interessenbindung bekannt: Ich bin Hobbyfischer.

    Die Lage unserer Fischbestände ist ernst. In vielen Fliessgewässern gehen die Populationen seit Jahren deutlich zurück. Wenn wir die Fischbiodiversität langfristig sichern wollen, braucht es eine kohärente nationale Strategie, die bestehende Massnahmen bündelt, priorisiert und gezielt weiterentwickelt. Genau das verlangt diese Motion.

    Ebenso entscheidend ist jedoch, dass wir die Ursachen des Rückgangs vollständig und ehrlich analysieren. In der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates wurde deshalb intensiv diskutiert, inwiefern auch der [PAGE 197] Prädationsdruck durch fischfressende Vogelarten wie Kormorane oder Gänsesäger berücksichtigt werden muss.

    J'ai déjà abordé cette problématique auparavant au moyen d'une initiative parlementaire concernant le harle bièvre. Les deux commissions ont donné suite à cette initiative parlementaire. Je me réjouis que la préoccupation soit désormais reprise dans le cadre de cette motion. Cela montre que le débat a porté ses fruits et que la question est prise au sérieux.

    Die UREK-N hat den Motionstext entsprechend ergänzt. Der Bundesrat soll bei der Ausarbeitung der Strategie den Interessen der Berufs- und Hobbyfischerinnen und -fischer Rechnung tragen, die Gefahr durch bestimmte Vogelarten berücksichtigen und, falls notwendig, deren Schutzstatus prüfen. Diese Ergänzung stärkt die Vorlage. Sie sorgt für einen ganzheitlichen Ansatz und verhindert, dass relevante Einflussfaktoren ausgeblendet werden. Es geht nicht um ein Gegeneinander von Arten, sondern um ein ausgewogenes Management im Interesse einer gesunden Biodiversität insgesamt.

    Ich unterstütze daher sowohl die Motion als auch die von der Kommission beantragten Präzisierungen und bitte Sie, ebenfalls zuzustimmen.

  • Redetext
    Mathilde Crevoisier Crelier(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz

    Il semble que les motions dont je fais rapport aujourd'hui soient destinées à être discutées au préalable par le Conseil fédéral ou le président de la commission. Ce n'est pas du tout grave. La motion qui nous occupe a été traitée par la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie le 20 janvier dernier. Celle-ci avait été déposée par la conseillère aux États Céline Vara en 2024 et adoptée par notre conseil sans opposition. Le Conseil national, pour sa part, y a apporté une modification. C'est la raison pour laquelle nous devons statuer à nouveau sur la question.

    Initialement, la motion chargeait le Conseil fédéral de prendre, dans le cadre d'un plan d'action, des mesures adéquates pour renforcer la protection des espèces de poissons et pour améliorer la qualité des habitats aquatiques. Le Conseil national, le 9 septembre 2025, a adopté pour sa part un ajout sur recommandation de sa Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie, qui prévoyait d'intégrer au texte de la motion les intérêts des pêcheurs et pêcheuses professionnels et de loisirs, ainsi que le danger que représentent certaines espèces d'oiseaux, telles que le cormoran ou le harle bièvre.

    Notre Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie a adopté cette version modifiée du Conseil national. Elle soutient cette version, estimant qu'en intégrant la thématique des oiseaux piscivores dans l'approche globale d'un plan d'action, le Conseil fédéral pourra ainsi tenir compte de l'intégralité des facteurs qui menacent les populations de poissons et apporter ainsi une réponse équilibrée et fondée aux différents intérêts en présence, qu'il s'agisse des intérêts de la pêche, mais aussi des milieux naturels et de la biodiversité aquatique.

    Vous l'avez compris[NB]: notre commission vous invite ainsi à adopter cette motion modifiée.

  • Redetext
    Stefan Engler(Die Mitte)
    Schweiz
  • Redetext
    Maja Riniker(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz
  • Redetext
    Albert Rösti(Schweizerische Volkspartei)
    Schweiz

    Die vorliegende Motion fordert einen Aktionsplan Fische. Ein solcher Aktionsplan legt die [PAGE 1362] Rahmenbedingungen für den Schutz und die Förderung von Arten fest.

    Die Fänge der Berufs- und Angelfischerei sind vielerorts rückläufig. Es bestehen somit auch Defizite. Der Bundesrat anerkennt den Handlungsbedarf und hält einen Aktionsplan Fische für zielführend. Ein solcher Aktionsplan wird primär bestehende Massnahmen zur Aufwertung und Vernetzung der Gewässerlebensräume unter einem Dach bündeln und gezielt Synergien stärken. Er wird allfällige Lücken identifizieren und die relevanten Betroffenen auch einbinden. So kann ein Aktionsplan weitgehend kostenneutral umgesetzt werden und dennoch Wirkung erzielen. Zudem würde er die zweite Phase des Aktionsplans Biodiversität sinnvoll ergänzen.

    Der Ständerat hat die Motion in der Frühjahrssession angenommen. Die UREK-N schlägt eine Ergänzung des Wortlauts vor. Sie will die Berufs- und Angelfischerei ins Zentrum stellen. Zudem soll der Fokus gezielt auf fischfressenden Vögeln und deren Schutzstatus liegen. Das können wir nachvollziehen und entsprechend unterstützen.

    Aus Sicht des UVEK sollte ein Aktionsplan alle Teilaspekte eines Themas betrachten. Darauf basierend können Handlungsfelder priorisiert und besonders Betroffene identifiziert werden. Die Thematik der fischfressenden Vögel wird gegenwärtig zudem im Rahmen der parlamentarischen Initiative Regazzi 24.431, "Gänsesäger. Schutzstatus senken, um gefährdete Fischarten zu retten und die Biodiversität in den Gewässerlebensräumen zu fördern", behandelt. Die UREK-S hat von der Verwaltung einen Bericht erstellen lassen, welcher alle fischfressenden Vögel behandelt. Dieser Bericht wird in einen Aktionsplan Fische einfliessen, wenn Sie der Motion inklusive der Ergänzung Ihrer Kommission heute zustimmen.

    Der Bundesrat beantragt Ihnen die Annahme der Motion.

  • Redetext
    Christophe Clivaz(Die Grünen)
    Schweiz

    La Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie a procédé le 23 juin et le 11 août à l'examen préalable de cette motion déposée le 9 décembre 2024 par l'ex-conseillère aux États Céline Vara. Le Conseil fédéral recommande son adoption et le Conseil des États l'a adoptée sans opposition le 11 mars 2025.

    Considérant la dramatique diminution des populations de poissons et l'aggravation du statut de menace de nombreuses espèces en Suisse, la motion charge le Conseil fédéral d'élaborer un plan d'action Poissons sur le modèle du plan d'action Écrevisses suisses, afin de protéger les habitats et d'améliorer la biodiversité aquatique.

    Les poissons jouent un rôle central dans l'écosystème aquatique. Ils régulent par exemple les équilibres biologiques et contribuent à la qualité de l'eau ainsi qu'au cycle des matériaux. Leur protection revêt donc une grande importance sur le plan écologique. En Suisse, l'état des populations piscicoles est alarmant[NB]: plus de la moitié des espèces indigènes sont considérées comme menacées et certaines ont déjà disparu.

    Malgré les bases légales existantes et certains programmes, il manque à ce jour une stratégie nationale coordonnée pour regrouper systématiquement des mesures telles que le monitorage, la protection des espèces, les zones protégées et la mise en réseau des systèmes aquatiques.

    La commission soutient donc la demande formulée dans la motion d'élaborer une telle stratégie afin d'assurer à long terme la biodiversité piscicole. L'objectif est de contrer le recul dramatique des espèces de poissons en prenant des mesures ciblées et coordonnées de manière efficace, notamment par la renaturation et l'assainissement écologique des aménagements hydroélectriques.

    Une discussion a eu lieu au sein de la commission pour savoir si le texte de la motion devait être ou non modifié afin de mentionner explicitement les intérêts des pêcheurs ainsi que le sujet des oiseaux piscivores, deux points déjà évoqués dans les discussions de la commission soeur du Conseil des États.

    À l'issue d'un vote serré, par 13 voix contre 12, la commission a opté pour une modification du texte. Elle estime qu'il faut aussi prendre en considération les intérêts des pêcheurs professionnels et de loisir ainsi que l'influence des oiseaux piscivores tels que le cormoran ou le harle bièvre. La commission a en conséquence ajouté ces deux points au texte de la motion.

    La commission vous propose, par 17 voix contre 4 et 4 abstentions, d'adopter la motion selon sa proposition d'amendement.

  • Redetext
    Monika Rüegger(Schweizerische Volkspartei)
    Schweiz

    Die Motion fordert die Ausarbeitung einer nationalen Strategie zum Schutz der Fischbiodiversität in der Schweiz. Mit einem Aktionsplan Fische soll dem Rückgang der einheimischen Fischpopulationen Rechnung getragen werden, dies einerseits durch den Erhalt der Lebensräume der Fische und andererseits durch die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen.

    Als Vorbild soll der bereits bestehende Aktionsplan Flusskrebse Schweiz dienen. Es soll eine schweizweite Koordination stattfinden bei bestehenden Massnahmen wie der Verbesserung der Lebensbedingungen durch Revitalisierungen, dem Ausscheiden von Gewässerräumen, der ökologischen Sanierung der Wasserkraft und der Verbesserung der Wasserqualität. Die Motion steht im Kontext des Bundesgesetzes über die Fischerei. Dieses bezweckt, die einheimischen Fischarten und deren Bestände zu schützen, ihre Lebensräume zu erhalten und zu verbessern sowie eine nachhaltige Nutzung der Fisch- und Krebsbestände zu gewährleisten.

    Die Bestände der Fischarten und die Fänge der Angel- und Berufsfischerei sind vielerorts rückläufig. Der Aktionsplan erlaubt eine Auslegeordnung, um mit den vorhandenen Ressourcen Synergien zu nutzen und durch den gezielten Einsatz bestehender Massnahmen mehr Wirkung zu erzielen. So soll der Aktionsplan weitgehend kostenneutral sein.

    Ich komme nun zur Kommissionsarbeit und nehme es vorweg: Die Kommissionsmehrheit sieht den Handlungsbedarf und unterstützt das Anliegen der Motion, wie das zuvor schon der Ständerat gemacht hat. Es soll eine Strategie ausgearbeitet werden, um die Fischbiodiversität langfristig zu sichern. Wie schon in der Ständeratsdebatte wurde auch bei uns in der Kommission kontrovers diskutiert und darauf hingewiesen, dass der Rückgang der Fische in unseren Schweizer Seen auch auf die Konkurrenz aus der Luft durch bestimmte Vogelarten wie Kormorane oder Gänsesäger zurückzuführen sei. Dazu gab es verschiedene Anträge, um auch die Problematik der fischfressenden Vögel aufzunehmen. Man war sich einig, dass die Interessen der Berufsfischer und Hobbyfischer unbedingt in einem solchen Aktionsplan einzubeziehen sind.

    Eine knappe Mehrheit hat die Ergänzung gutgeheissen, wonach der Gefahr durch bestimmte Vogelarten wie Kormorane oder Gänsesäger genügend Rechnung getragen werden solle und, wenn nötig, deren Schutzstatus zu überprüfen sei. Schliesslich stimmte die Kommission mit 17 zu 4 Stimmen bei 4 Enthaltungen der Motion mit dieser Ergänzung des Textes zu, die Kommission empfiehlt Ihnen also die Annahme mit dieser Ergänzung.

    Ich habe noch genügend Zeit und werde Ihnen diese Ergänzung vorlesen: "Dabei hat er den Interessen der Berufsfischerinnen und Berufsfischer sowie der Hobbyfischerinnen und Hobbyfischer und der Gefahr, die von bestimmten Vogelarten wie Kormoranen oder Gänsesägern ausgeht, sowie der Notwendigkeit, deren Schutzstatus zu prüfen, Rechnung zu tragen."

    Die Kommission beantragt Ihnen also, die Motion gemäss ihrem Änderungsantrag anzunehmen.

  • Redetext
    Maja Riniker(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz
  • Redetext
    Andrea Caroni(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz
  • Redetext
    Albert Rösti(Schweizerische Volkspartei)
    Schweiz

    Das Bundesgesetz über die Fischerei gibt uns einen klaren Auftrag. Das Gesetz bezweckt, die einheimischen Fischarten und deren Bestände zu schützen. Ihre Lebensräume sollen erhalten und verbessert werden, und es soll eine nachhaltige Nutzung der Fisch- und der Krebsbestände gewährleistet werden. Von daher ist die Grundlage klar.

    Das Anliegen der Motion ist ein Aktionsplan. Der Bundesrat ist, wie es jetzt im Rat gesagt wurde, auch der Meinung, dass wir mit einer Auslegeordnung und dann vor allem mit der Nutzung von Synergien und dem gezielten Einsatz bestehender Massnahmen mehr Wirkung erzielen können. Denn auch für den Bundesrat ist unbestritten, dass es einen Druck auf die Fischbestände, aber auch auf die Artenvielfalt gibt. Dieser Druck besteht, unter anderem auch aufgrund von invasiven Arten. Diesem Druck wollen wir mit einem solchen Aktionsplan klar begegnen. Wir werden versuchen, das Anliegen im Rahmen der bestehenden Ressourcen umzusetzen, und wir werden in dieser Frage sicher auch mit der Motionärin und dem Präsidenten des Schweizerischen Fischerei-Verbandes in Kontakt bleiben.

    Ich bin Ihnen entsprechend dankbar, wenn Sie die Motion annehmen.

  • Redetext
    Fabio Regazzi(Die Mitte)
    Schweiz

    Ich lege zuerst meine Interessenbindung offen: Ich bin nicht nur Jäger, ich bin auch Fischer. (Heiterkeit) Aber hier geht es nicht hauptsächlich um Fischerei, sondern um Biodiversität.

    Der dramatische Rückgang der Fischbestände in der Schweiz erfordert gezielte und wirksame Massnahmen. Wir haben von der Motionärin die besorgniserregenden Zahlen gehört. Der vorgeschlagene Aktionsplan Fische bietet einen klaren Rahmen, um den Schutz der Fischarten und ihrer Lebensräume zu gewährleisten. Ein zentraler Punkt ist dabei die Renaturierung der Gewässer und die Schaffung von Schutzgebieten, die eine nachhaltige Entwicklung der Fischpopulationen ermöglichen.

    In den letzten Jahren wurden erhebliche Investitionen in Massnahmen zur ökologischen Sanierung der Wasserkraft getätigt, um die Fischbestände zu fördern und die ökologische Balance in unseren Gewässern wiederherzustellen. Bereits vor zwanzig Jahren identifizierten zudem das Wasserforschungsinstitut Eawag und das BAFU im Rahmen des Forschungsprojektes Fischnetz mögliche Massnahmen, um der Abnahme des Fischbestandes entgegenzuwirken. Im Zusammenhang mit den Massnahmen, die im Bericht Fischnetz aufgezeigt werden, wird auch auf die Gefahr durch spezifische Vogelarten wie den Gänsesäger hingewiesen, dessen aggressives Fressverhalten und starke Verbreitung die Fischbiodiversität gefährden. Die Experten empfehlen konkret, den Schutzstatus des Gänsesägers zu senken, eine Massnahme, die auch eine von mir eingereichte parlamentarische Initiative fordert.

    Vous voyez qu'il existe déjà différents efforts et approches pour résoudre le problème. La motion Vara constitue toutefois un complément précieux aux démarches déjà entreprises et vise à mettre en place une stratégie plus poussée et coordonnée au niveau national, qui garantit que les mesures de protection des espèces de poissons soient mises en oeuvre de manière efficace et ciblée.

    Dans cette optique, l'initiative parlementaire que j'ai déposée visant à réduire le degré de protection du harle bièvre poursuit le même objectif, à savoir la préservation des espèces de poissons menacées d'extinction et, donc, de la biodiversité. L'initiative parlementaire en question est actuellement en examen au sein de la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie. J'espère qu'elle pourra aussi bénéficier d'un large soutien, pourquoi pas aussi de celui de notre collègue Vara.

    Ich komme zum Schluss. Diese Motion verfolgt einen umfassenden Ansatz, um den Rückgang der Fischpopulationen zu stoppen und um die Qualität unserer Gewässer zugunsten der Biodiversität nachhaltig zu verbessern.

    Ich lade Sie ein, der Motion zuzustimmen.

  • Redetext
    Daniel Jositsch(Parteilos)
    Schweiz

    Als Präsident des Schweizerischen Fischerei-Verbandes möchte ich natürlich Frau Vara ganz herzlich für ihre Motion und Anregung danken. Frau Vara hat in eindrücklicher Art und Weise geschildert, wie sich die Situation heute für die Fische darstellt, und darauf hingewiesen, dass drei Viertel der Fischarten massiv bedroht sind.

    Die Gründe, warum das natürliche Umfeld der Fische heute in einem sehr schlechten Zustand ist, sind zahlreich, das kann nicht an einem Punkt festgemacht werden. Das ist der Grund, warum die Motion Vara von zentraler Bedeutung ist und vom Bundesrat zur Annahme empfohlen wird. Sie kann in ihrer Bedeutung kaum überschätzt werden, weil sie eben eine Auslegeordnung möchte. Es wird eine Gesamtschau gefordert, und es wird eine schweizweite Koordination angeregt.

    Die Motion ist auch ergebnisoffen. Sie sagt nicht, was getan werden muss, sondern vor allem, dass eben das Richtige [PAGE 176] getan werden muss. Deshalb ist sie auch ausserordentlich lösungsorientiert. Von dem her ist ein solcher Aktionsplan zu begrüssen. Ich glaube, das ist der einzige Weg, auf dem wir eine nachhaltige Lösung für dieses Problem finden können.

    Deshalb möchte ich Sie bitten, diese Motion ebenfalls anzunehmen.

  • Redetext
    Céline Vara(Die Grünen)
    Schweiz

    Je ne vais pas parler de loups, ni même de loups de mer qui vivent dans les eaux froides de l'Atlantique Nord. Non, je vais vous parler des poissons qui vivent sous nos latitudes.

    Avant qu'il ne quitte le Conseil des Etats, notre collègue socialiste Roberto Zanetti, alors président de la Fédération suisse de pêche, nous disait: "Si on ne fait rien, on ne verra bientôt plus de poissons dans nos lacs et rivières. Nos enfants penseront que les poissons, ce sont des rectangles congelés." Il ne pouvait pas si bien dire. Le constat, c'est que la dramatique diminution des populations de poissons en Suisse est vertigineuse. Plus de 75 pour cent des poissons indigènes ont disparu ou sont en voie de disparition - trois quarts!

    Cela fait une vingtaine d'années que je discute avec les pêcheurs et les pêcheuses qui sont aux premières loges pour constater, de leurs propres yeux, la nette diminution des effectifs, mais aussi, pour les poissons qui restent, la dégradation de leur santé et, bien évidemment, de leurs habitats. Ces pêcheurs et pêcheuses, ils, elles, nous écoutent. Certains sont même dans les tribunes aujourd'hui. Et ils, elles, espèrent beaucoup de ce plan d'action national pour les poissons.

    Aujourd'hui, représentés par notre collègue socialiste Daniel Jositsch, actuel président de la Fédération suisse de pêche, les pêcheurs et pêcheuses nous alarment et sont les sentinelles de la santé de nos cours d'eau. Si la pêche va mal, c'est tout l'écosystème aquatique qui va mal. Au moment où on parle, nous sommes à l'extrême limite du point de rupture. Nous devons agir, sinon les conséquences sur la biodiversité, y compris terrestre, seront irréversibles et il n'y aura plus de pêcheurs et plus de pêcheuses. L'équilibre entre l'écologie et l'économie locale est ici indispensable. L'un dépend de l'autre et inversement. Nous devons avoir une vision claire pour l'avenir, avec des objectifs et la volonté politique de prendre des mesures pour atteindre ces objectifs. Pour ce faire, comme nous l'avons fait pour les écrevisses, la motion demande de déployer un plan d'action national pour les poissons.

    Les poissons sont des acteurs essentiels de la biodiversité aquatique. Ils contribuent à la régulation des populations aquatiques et contrôlent la prolifération d'algues et d'autres organismes, préservant ainsi l'équilibre des eaux. Ils participent aussi au cycle du carbone, de l'azote et du phosphore, jouant un rôle crucial dans la filtration de l'eau et la séquestration du carbone. Au-delà de leur importance écologique, les poissons sont également une ressource alimentaire importante. Ils soutiennent une économie locale établie à travers la pêche récréative et professionnelle.

    Comme je vous le disais en préambule, les indicateurs sont sans appel. La situation terrible s'observe sur le terrain et se mesure scientifiquement. Le suivi national de la qualité des eaux de surface Nawa Trend montre une dégradation continue des habitats aquatiques. Le rapport environnemental 2022 du Conseil fédéral confirme que les eaux font partie des milieux les plus menacés et les mesures actuelles ne suffisent malheureusement pas à enrayer la chute de la population piscicole. Par ailleurs, en lieu et place des 50 kilomètres annuels de cours d'eau qui devraient être renaturés, seulement 20 kilomètres le sont, alors que les poissons manquent cruellement de zones à morphologie naturelle pour pouvoir se reproduire. Nos rivières et nos lacs souffrent de la pollution chimique, du manque de zones à morphologie naturelle et de l'impact des centrales hydroélectriques.

    En l'absence d'une stratégie nationale ambitieuse, la situation continuera de se dégrader. Le plan d'action doit s'articuler autour de plusieurs axes clés. Tout d'abord, il est essentiel de restaurer nos écosystèmes dégradés en garantissant un espace suffisant aux cours d'eau et en améliorant la qualité de l'eau. Ensuite, nous devons identifier et protéger les zones aquatiques essentielles, notamment celles qui servent de sites de frai et d'hivernage pour les espèces menacées. Ces espaces doivent être pensés dans une logique de mise en réseau afin d'éviter leur isolement, de la même manière que nous le faisons pour les espèces terrestres.

    De plus, il est primordial de faciliter la migration des espèces, comme celle de la truite lacustre et du corégone, pour leur permettre de boucler leur cycle de vie. Enfin, l'enjeu des micropolluants est crucial. Nous devons doter nos stations d'épuration de technologies avancées capables d'éliminer ces substances nocives.

    Ce plan ne doit pas rester une initiative isolée. Il est impératif qu'une stratégie globale soit mise en place sur le plan fédéral en collaboration avec les cantons et les acteurs du terrain. La création d'un centre de coordination nationale permettrait d'assurer la cohérence et l'efficacité des mesures.

    Nous avons une obligation envers les générations futures. Ignorer la disparition des poissons reviendrait à sacrifier un pan entier de notre écosystème et de notre économie locale. Ce plan d'action est une chance unique d'inverser la tendance, de maintenir la vie dans nos rivières, nos lacs, nos étangs, en garantissant un avenir durable aux espèces qui en dépendent.

    Je remercie le Conseil fédéral, qui accepte de donner suite à la motion, et je vous invite également à la soutenir.

  • Redetext
    Andrea Caroni(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

Data: OpenParlData · CC BY 4.0