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Stärkung der Eidgenössischen Militärakademie an der ETH Zürich (MILAK)

(26.4548)InterpellationEingereicht
Schweiz02.10.2026
Profile
Type
Interpellation
State
Eingereicht
Parliament
Schweiz
Number
26.4548
Start
02.10.2026
References & source
Official record
Official profile
External ID
20264548
Contributions(5)
Timeline(1)
  • Eingereicht
Texts(3)
  • Titel des GeschäftesTEXT
    Stärkung der Eidgenössischen Militärakademie an der ETH Zürich (MILAK)
  • Eingereichter TextTEXT

    Angesichts der aktuellen Weltlage und den dringend nötigen Investitionen in den Sicherheitsbereich ist es angezeigt, Bildung und Forschung zu Sicherheit und Militär zu intensivieren. In den Fokus rückt die Eidgenössische Militärakademie an der ETH Zürich (MILAK), die somit strukturell zu stärken ist. 

     

    In diesem Zusammenhang stelle ich folgende Fragen:

     

    1. Teilt der Bundesrat die Ansicht, dass die militärwissenschaftliche Forschung und Lehre an der MILAK strukturell gestärkt werden soll? Wenn ja, wie?
    2. Unterstützt der Bundesrat die Öffnung der MILAK-Lehrveranstaltungen für zivile Studierende (BA- und MA-Stufe) und eine engere Kooperation der MILAK mit Forschungsinstitutionen im In- und Ausland?
    3. Ist er bereit, die MILAK mit der Durchführung eines Masterstudienganges in militärwissenschaftlichen Studien zu beauftragen?
    4. Ist der Bundesrat bereit, der MILAK das Promotionsrecht zu erteilen?
    5. Ist der Bundesrat bereit, dafür zu sorgen, dass Forschende der MILAK beim SNF antragsberechtigt sind?
    6. Ist der Bundesrat bereit, die MILAK mit zusätzlichen Mitteln auszustatten?
  • BegründungTEXT

    Forschung und Lehre zu Sicherheit und Militär mit einem festen inhaltlichen Bezug zur Schweiz ist hierzulande nur an der Militärakademie an der ETH Zürich institutionell verankert. Gemäss bundesrätlicher Verordnung betreibt sie dies namentlich in den Bereichen Militärgeschichte, Militärsoziologie, Militärökonomie, Militärpsychologie, Strategische Studien sowie Führung und Kommunikation. Zwar gibt es auch an anderen Hochschulen verwandte wissenschaftliche Arbeit, diese ist aber von einzelnen Personen abhängig und nicht strukturell nachhaltig in der Schweizer Hochschullandschaft verankert. 

     

    Die MILAK schliesst diese militärwissenschaftliche Fähigkeitslücke qua Amt. Dabei gilt auch für sie die Wissenschaftsfreiheit, um ihre Forschung und Lehre frei, unabhängig und kritisch betreiben zu können. Zudem ist sie fast die einzige Institution in der Schweiz, die gesellschaftliche Informations- und Bildungsbedürfnisse zu den genannten Themen nachhaltig abdecken kann. In ihrer aktuellen Form ist die MILAK aber strukturell zurückgebunden: Ihre Lehrveranstaltungen können von zivilen Studierenden nicht belegt werden, sie verfügt weder über das Promotionsrecht noch einen Masterstudiengang und ist beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) nicht antragsberechtigt.

     

    Mit einer strukturellen Stärkung der Eidgenössischen Militärakademie an der ETH könnte Forschung und Lehre zu Sicherheit und Militär nachhaltig in der hiesigen Hochschullandschaft verankert und die nationale und internationale Kooperation in diesem Bereich gestärkt werden. 

Data: OpenParlData · CC BY 4.0