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Freizügigkeitsabkommen. Zusatzprotokoll

(04.066)Geschäft des BundesratesErledigt
Schweiz01.10.2004
Speeches(89)
Sorted by Speech date, Descending
89 Results
  • Abstimmung
    Speech
    Schweiz

    Abstimmung - Vote

    [NAM]

    Für Annahme des Entwurfes .... 142 Stimmen

    Dagegen .... 40 Stimmen

    [PAGE 2194]

  • Redetext
    Jean-Philippe Maitre(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)
    Schweiz
  • Redetext
    Fulvio Pelli(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

    Permettete anche a una voce che viene da una regione di frontiera di segnalare l'appoggio a questo passaggio, a questa estensione della libera circolazione al di là delle frontiere della "piccola" Europa verso l'Europa più grande. Per le regioni di frontiera questo accordo rappresenta un passo importante, ma anche un sacrificio importante. Sono le regioni di frontiera quelle che più delle altre hanno bisogno di periodi di adattamento per accettare il nuovo sistema, che è stato scelto alcuni anni or sono e che viene oggi confermato. È un sistema che si basa sulla libertà e non più su regole di polizia; è un sistema dal quale la Svizzera trarrà benefici a medio e lungo termine anche se dovrà iniziare con un periodo difficile.

    Questo accordo rappresenta anche un ritorno ad una collaborazione intensa ed intelligente fra i partner sociali, fra gli imprenditori e i sindacati. Il gruppo radicale-liberale apprezza gli sforzi che sono stati fatti dal mondo imprenditoriale e dal mondo sindacale per tornare ad una collaborazione, che ha garantito il successo della Svizzera nel passato e che garantirà il successo della Svizzera del futuro.

  • Redetext
    Luc Recordon(Die Grünen)
    Schweiz

    Cet accord sur l'extension à l'Est de la libre circulation des personnes a une portée symbolique toute particulière pour notre pays, probablement davantage que l'accord bilatéral II. En effet, il est tout à fait important pour un pays, d'autant plus qu'il ne fait pas partie de l'Europe, de donner un signe positif à cette oeuvre de paix qu'est la construction européenne, au-delà même de ce qu'avaient espéré pendant longtemps ses promoteurs, c'est-à-dire aux confins de l'Europe traditionnelle, touchant par exemple le monde slave et le monde balte. Nous nous y associons aujourd'hui et, à ce titre-là, nous montrons que nous sommes véritablement partie largement prenante de ce travail de construction.

    Par ailleurs, il est clair que, sur les critères spécifiques du développement durable, ce travail est méritoire. Toute oeuvre de paix a sa valeur environnementale, il est à peine besoin de le démontrer, puisqu'il évite à terme d'immenses destructions, d'immenses gaspillages de ressources. Le résultat économique est lui aussi extrêmement clair: des marchés vont s'ouvrir pour nous, comme pour nos pays partenaires et, sur le plan culturel - parlons ici pendant cette session une fois de culture sur un autre plan! -, nous nous engageons également vers une forme d'ouverture, notamment des esprits, dont nous avons montré que nous avions bien besoin!

    Sur le plan social, enfin, cette ouverture à l'Est s'accompagne d'un progrès qui dépasse largement le seul caractère d'accompagnement des mesures que nous avons votées. En effet, notamment en matière de conventions collectives de travail, mais aussi de réglementation sur les travailleurs détachés et d'engagement d'inspecteurs destinés à faire appliquer les règles du droit du travail, nous avons fait oeuvre en faveur de la paix sociale. Je crois que c'est un travail qui doit aussi être salué.

    C'est donc avec énormément de détermination et de satisfaction - une fois n'est pas coutume! - que le groupe des Verts prend acte de ce qu'a fait le Parlement sur ce dossier. Nous nous en félicitons. Nous le voterons avec beaucoup de conviction et vous invitons à faire de même.

  • Redetext
    Jean-Claude Rennwald(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz

    Je ne pensais pas prendre la parole aujourd'hui, mais je ne peux pas laisser passer n'importe quoi.

    Monsieur Schlüer, ces mesures d'accompagnement sont d'abord évidemment dans l'intérêt des salariés, parce qu'elles permettront de lutter contre les dumpings salarial et social et les prévenir; elles sont dans l'intérêt des entreprises, parce qu'elles contribueront à éviter une concurrence déloyale; et enfin, elles sont dans l'intérêt du pays, parce que toute pression à la baisse sur les salaires se répercute négativement sur les rentrées fiscales.

    Je vous prie d'en prendre bonne note.

  • Redetext
    Ulrich Schlüer(Schweizerische Volkspartei)
    Schweiz

    Als die SVP-Fraktion auf die Personenfreizügigkeit eingetreten ist, hat sie klar gesagt, sie sei unter der Bedingung bereit, diese Vorlage mitzutragen, dass die flankierenden Massnahmen nicht zum Schaden des Arbeitsplatzes Schweiz ausgedehnt würden. Wir haben Ihnen zusätzlich vorgeschlagen, den definitiven Entscheid so zu treffen, wie er einst der Bevölkerung versprochen worden ist: So, dass die definitive Entscheidung zur Personenfreizügigkeit 2009 (Antrag Maurer) getroffen werden kann. Die SVP brachte in Vorschlag, mit Kontingentsfestlegungen Zwischenlösungen zu treffen, die keines der Partnerländer, mit denen verhandelt worden ist, in irgendeiner Weise benachteiligt hätten. Wir haben Ihnen diese Überlegungspause in der Hoffnung vorgeschlagen, Sie würden sie nutzen. Sie haben dazu pauschal Nein gesagt.

    Sie haben - und da meine ich vor allem die Arbeitgeberseite und die Exponenten der Arbeitgeber im Parlament - mit einer Kopflosigkeit ohnegleichen in den sozialpartnerschaftlichen Verhältnissen eine Machtverschiebung zugunsten der Gewerkschaften bewerkstelligt, die unseren Arbeitsplatz Schweiz schwer benachteiligt. Wir wurden dabei mit der grotesken Situation konfrontiert, dass Gewerkschafter ihre Anträge zurückziehen konnten, weil jene des Freisinnigen Gysin weiter gingen als diejenigen der Gewerkschaften.

    Es gibt zwar flankierende Massnahmen, die dem Schweizer Arbeitsplatz helfen, die ihn begünstigen würden - sofern dieses Parlament geschlossen, in einer Front dafür eintreten würde -: erstens tiefere Steuern, also Beschränkung der Ausgaben; zweitens verbesserte Arbeitsbedingungen durch Realisierung aller Massnahmen, die den Arbeitsmarkt flexibler gestalten. Auf diese Weise würden wir Arbeit bei uns in der Schweiz behalten.

    Sie haben anders entschieden. Sie geben vor, die Utopie zu bewahren, dass man gleichzeitig Löhne hochhalten und hohe Preise bekämpfen könne. Wer das tut, vertreibt die Arbeit aus der Schweiz! Diesen Weg gehen wir, geht die SVP nicht mit; wir wollen die Arbeitsplätze hier behalten und die dafür erforderlichen Bedingungen schaffen. Wir bedauern, dass Sie diesen Weg nicht gegangen sind, er hätte die Schweiz gestärkt. Jetzt wird der Arbeitsplatz Schweiz geschwächt.

  • Redetext
    Jean-Michel Cina(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)
    Schweiz

    Die CVP sagt Ja zur Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf die neuen EU-Mitgliedländer. Wir sind überzeugt, dass diese Ausdehnung insgesamt positive Auswirkungen auf die Schweiz haben wird. Mit dem Bundesratskollegium und mit Bundesrat Blocher empfehlen wir unserer Bevölkerung: Wagen wir es, packen wir die Chancen, die darin liegen, einen privilegierten Zugang zu schnell wachsenden osteuropäischen Märkten zu erhalten! Absatzchancen für Schweizer Unternehmen werden dadurch erhöht, die Rekrutierung von spezialisierten ausländischen Arbeitskräften wird erleichtert. Mögliche Nachteile sind auf dem Verhandlungsweg ausgeräumt und mit flankierenden Massnahmen reduziert worden. Davon zeugen die ausgehandelten Übergangsfristen, die eine unerwartete Immigration in Grenzen halten werden. Eine Ablehnung der [PAGE 2193] Ausdehnung würde den Bilateralismus gefährden. Europa würde eine Zweiklassengesellschaft nicht akzeptieren und wohl nicht davor zurückschrecken, die Bilateralen I mit der Schweiz zu kündigen, was verheerende Folgen für unser Land haben würde. Diese Gefahr darf nicht einfach negiert werden. Die CVP sagt deshalb Ja zur Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf die neuen EU-Mitgliedländer, sagt Ja zum Bilateralismus und Ja zur Zukunft. Tun Sie dasselbe!

  • Redetext
    Hildegard Fässler-Osterwalder(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz

    Wir beschliessen jetzt eine Vorlage von enormer Bedeutung für unser Land. Sie beinhaltet eine Öffnung gegenüber unseren wichtigsten Handelspartnern, eine Öffnung auch gegenüber Ländern, die wir nicht nur als neuen Markt erkennen, sondern auch als Teil unserer europäischen Kultur und Gesellschaft. Es liegt nun an unserer Wirtschaft, die neuen Möglichkeiten für unser Land nutzbringend auszuschöpfen.

    Die Mehrheit unseres Parlamentes hat ihre Verantwortung wahrgenommen und hat den von den Sozialpartnern erarbeiteten Kompromiss bezüglich der flankierenden Massnahmen in die Gesetzgebung aufgenommen. Es ist auch gelungen, der heute real existierenden Arbeitssituation vor Ort, auf den Baustellen, im Gastgewerbe, beim Reinigungsdienst usw., Rechnung zu tragen und griffige Instrumente gegen Lohndumping und die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen zu fixieren. Diese Massnahmen braucht es heute und nicht erst im Jahr 2011. Nun liegt es an den Kontrollorganen, den beschlossenen Massnahmen auch zum Durchbruch zu verhelfen. Dabei sind die Kantone aufgefordert, die gesetzlich vorgeschriebenen Inspektoren anzustellen und deren Aufgabenerfüllung zu unterstützen.

    Wer heute Nein sagt zur Erweiterung der Personenfreizügigkeit und zu den flankierenden Massnahmen, schadet den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in unserem Land, aber auch den Gewerbebetrieben, dessen müssen Sie sich bewusst sein. Sie sind dann verantwortlich für Lohndrückerei und dafür, dass unsere anständigen KMU in diesem Land kürzere Spiesse und damit Wettbewerbsnachteile haben.

    Die SP-Fraktion sagt Ja zu dieser Vorlage, auch deshalb, weil sie für die EU eine verlässliche Partnerin sein will und weil sie auf keinen Fall die bilateralen Abkommen I mit den wichtigsten Handels- und Gesellschaftspartnern gefährden will.

  • Redetext
    Bruno Frick(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)
    Schweiz
  • Redetext
    Rolf Büttiker(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz
  • Redetext
    Peter Briner(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

    Das hängt zusammen mit dem vorgängigen Entscheid. Rein formell wäre Ziffer II nur dann beizubehalten, wenn die bisherige ständerätliche Version noch Gültigkeit hätte.

    Mit anderen Worten: Sie können Ziffer II streichen.

  • Redetext
    Rolf Büttiker(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz
  • Redetext
    Joseph Deiss(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)
    Schweiz

    Je voudrais confirmer ce qui vient d'être dit par le rapporteur. Du point de vue du Conseil fédéral également, il s'agit de savoir à quel organe le bailleur de services doit fournir les documents nécessaires à un contrôle. En ce qui concerne les relations de travail dans les domaines régis par une convention collective de travail étendue, il s'agit des organes paritaires; pour les autres relations de travail, ce sont des commissions tripartites.

    Concernant les organes paritaires, il y a lieu de souligner que l'article 6 de la loi fédérale permettant d'étendre le champ d'application de la convention collective de travail [PAGE 886] prévoit que le bailleur de services peut exiger que le contrôle soit effectué par un organe de contrôle indépendant des parties à la convention.

  • Redetext
    Peter Briner(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

    Auch dieser Absatz ist vom Nationalrat neu hinzugefügt worden. Es geht darum, wem ein Verleiher die erforderlichen Unterlagen für eine Kontrolle vorzulegen hat. Für Arbeitsverhältnisse im Bereich allgemeinverbindlich erklärter Gesamtarbeitsverträge sind dies die entsprechenden paritätischen Kommissionen, für die übrigen Arbeitsverhältnisse sind es die tripartiten Kommissionen. Bezüglich der paritätischen Kommissionen ist auf Artikel 6 des Bundesgesetzes über die Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeitsverträgen hinzuweisen. Danach kann auch ein Verleiher die Kontrolle durch ein besonderes, von den Gesamtarbeitsvertragsparteien unabhängiges Kontrollorgan verlangen. Auch dieser Absatz hat in der Kommission zu keiner Diskussion geführt.

  • Redetext
    Rolf Büttiker(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz
  • Redetext
    Peter Briner(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

    Der Nationalrat hat Artikel 6 wesentlich erweitert. Diese Fassung will verhindern, dass ganze Arbeitskolonnen aus dem Ausland ohne jegliche Entsendemeldung Arbeiten in der Schweiz verrichten. Sie müssen sich vorstellen: Da telefoniert jemand in ein Amt, und eine halbe Stunde später stehen ausländische Arbeiter mit ihrem "Büsli" an der Baustelle. Das will man nicht.

    Die Widerhandlung wird nach geltendem Entsendegesetz nur mit einer Busse bis 5000 Franken bedroht. Im Rahmen verschiedener Baustellenkontrollen sind vor allem in Grenzkantonen solche Missstände festgestellt worden. Der neue Absatz 2bis hat auch präventiven Charakter und schützt auch jene ausländischen Arbeitgeber, welche ihre entsandten Arbeitnehmenden ordnungsgemäss mit den vorgeschriebenen Meldeformularen den Behörden melden. Es ist also im Wesentlichen ein Absatz für die Bauwirtschaft und die zugewandten Sektoren.

    Mit Absatz 4 kann der Bundesrat verhindern, dass auch Bagatellfälle von dieser Regelung betroffen werden. Er kann Ausnahmen beschliessen.

    Seco, Imes und Bundesrat unterstützen diesen neugefassten Artikel. In der Kommission hat er zu keiner Diskussion geführt.

  • Redetext
    Rolf Büttiker(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz
  • Redetext
    Christoph Blocher(Schweizerische Volkspartei)
    Schweiz

    Zuerst zur rechtlichen Frage: Das Gutachten liegt vor; das Gutachten lautet zusammengefasst: Die Verknüpfung ist verfassungsmässig fragwürdig, aber möglich - also ein guter juristischer Entscheid. Ich glaube, es ist nicht eine rechtliche, sondern eine politische Frage. Wer der Meinung ist, dass man die Freizügigkeit auch ohne flankierende Massnahmen als Lösung einführen könnte, und das tun möchte, der kann nicht für die Verknüpfung sein. Wer der Meinung ist, die Freizügigkeit sei nur mit solchen flankierenden Massnahmen möglich, der ist für diese Verknüpfung. Es ist nämlich eine Conditio sine qua non - das eine nicht ohne das andere.

    In Bezug auf die flankierenden Massnahmen haben Sie klar entschieden: Es ist die Conditio sine qua non, dass die Personenfreizügigkeit kommen muss, damit es solche flankierenden Massnahmen gibt; sonst gibt es keine. Das haben Sie schon entschieden. Jetzt ist die Frage die: Wollen Sie sagen, dass es nur mit flankierenden Massnahmen eine Freizügigkeit gibt und dass es sie ohne diese nicht gibt? Das ist der politische Entscheid, zu dem Sie sich durchringen müssen. Da kann man sich nicht hinter Gutachten verstecken. Das Gutachten besagt: Es ist möglich. Ob es jetzt fragwürdig ist oder nicht, ist jetzt nicht entscheidend. Hier müssen Sie entscheiden.

    Ich darf sagen, dass der Bundesrat stillschweigend von der Personenfreizügigkeit mit den flankierenden Massnahmen - aber nicht ohne diese - ausgegangen ist; sonst hätte er es ja nicht so vorgelegt. Er hat dies aber nicht expressis verbis gesagt. Wir müssen Ihnen den Entscheid überlassen. Aber es ist die Frage, ob man das eine oder das andere will. Das ist politisch zu entscheiden.

  • Redetext
    Maximilian Reimann(Schweizerische Volkspartei)
    Schweiz

    Ich muss ein kurzes Wort an die Adresse von Frau Kollegin Sommaruga richten: Ihre Vorwürfe in Sachen Schengen/Dublin treffen zumindest in Bezug auf mich selber nicht zu. Ich gehörte ja zu jenen Ratsmitgliedern, die Schengen/Dublin abgelehnt hatten.

  • Redetext
    Simonetta Sommaruga(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz

    Ich möchte zuhanden derjenigen, die im Zusammenhang mit dieser Verknüpfung jetzt von politischer Mauschelei oder von "Päckli" sprechen, doch noch auf etwas hinweisen. Wir haben in einem früheren Zeitpunkt bereits eine Verknüpfung gemacht, und zwar beim Schengen-Abkommen. Wir haben dort beschlossen, dass man zu Schengen und Dublin nur Ja sagen kann, wenn man automatisch auch dazu Ja sagt, dass das Grenzwachtkorps den Bestand vom 31. Dezember 2003 beibehalten kann. Bundesrat Blocher hat uns damals darauf aufmerksam gemacht, dass das eine Verknüpfung ist, die zwar juristisch zulässig sei, die aber auch politisch begründet sei. Sie ist nicht zwingend notwendig, um Schengen/Dublin umzusetzen. Dieses Parlament, dieser Rat, hat dem diskussionslos zugestimmt. Es ist uns damals offenbar nicht in den [PAGE 885] falschen Hals geraten, niemand hat damals von politischer Mauschelei oder von "Päckli-Politik" gesprochen. Jetzt, in diesem Fall, soll das plötzlich anders sein.

    Kollegin Brunner - ich muss das nicht wiederholen - hat schon ausgeführt, dass wir dann die einseitige Verknüpfung auch noch eingeführt haben. Ich meine, es ist nichts als richtig, dass wir diesen Weg jetzt zu Ende gehen. Wir haben jetzt den ursprünglichen Weg des Bundesrates verlassen. Wenn ich jetzt aber höre, dass es unter uns Leute gibt, die wegen dieser Verknüpfung auch die Erweiterung der Personenfreizügigkeit ablehnen, dann, muss ich sagen, bin ich davon überzeugt, dass wir diese Verknüpfung wirklich brauchen, auch wenn ich vorhin vielleicht noch geschwankt habe. Denn die erweiterte Personenfreizügigkeit braucht diese flankierenden Massnahmen. Die Bevölkerung hat das bei den Bilateralen I auch so gesehen und hat damals gesagt, die Personenfreizügigkeit brauche flankierende Massnahmen. Hier geht es darum - ich muss das nicht noch einmal diskutieren -, die Wirksamkeit der bereits beschlossenen flankierenden Massnahmen zu verbessern, und deshalb gehören diese zwei Dinge wirklich zusammen.

    Ich hoffe also, dass wir jetzt diese Verknüpfung zustande bringen und dass wir der Bevölkerung aufzeigen können, dass wir damit die Politik von 2001 weiterführen, weil sie der einzige erfolgversprechende Weg ist.

Data: OpenParlData · CC BY 4.0