Skip to main content

Rasenstrategie der Stadt Bern

(2016.BSS.000084)BerichtErledigt
Stadtrat Bern (BE)28.07.2016
Speeches(19)
Sorted by Speech date, Descending
19 Results
  • Speech
    Tom Berger(FDP.Die Liberalen)
    PräsidentStadtrat

    Präsident: Ihr habt die Strategie zustimmend zur Kenntnis genommen.

  • Speech
    Speech
    Stadtrat

    2016.BSS.000084: Kenntnisnahme

    Zustimmend
    Ja 61
    Nein 0
    Enthalten 1

  • Speech
    Tom Berger(FDP.Die Liberalen)
    PräsidentStadtrat

    Präsident: Vielen Dank, Ursina. Wir würden somit über die Kenntnisnahme dieser Strategie abstimmen. Wenn ihr diese Strategie zustimmend zur Kenntnis nehmen wollt, stimmt ihr Grün, ablehnend ist Rot und ohne Wertung wäre Weiss bzw. enthalten.

  • Speech
    Ursina Anderegg(Grünes Bündnis)
    Ursina Anderegg, Direktorin BSSStadtrat

    Ursina Anderegg, Direktorin BSS: Merci vielmals für das ausführliche und gute Referat, Janina. Und merci vielmals für die lebhafte Debatte und die positive Aufnahme dieser Rasensportstrategie. Wir haben es heute Abend viel gehört und es ist auch schon lange bekannt in der Stadt, dass wir im Vergleich zum Bedarf über zu wenige Rasensportkapazitäten verfügen in Bern. Das ist schon lange ein Thema bei vielen Vereinen unterschiedlichster Sportarten, bei vielen privaten Gruppierungen in der Verwaltung und auch hier im Stadtrat. Am besten wäre es, wir hätten einfach so eine riesige Fläche zur Auswahl, wo wir eine sehr grosse Sportrasenfläche möglichst bald in Betrieb nehmen könnten, um diesem Manko zu begegnen. Aber auch das ist bekannt. So eine Fläche gibt es nicht in der Stadt. Diese sucht man schon sehr lange. Vorher ist Bottigenmoos erwähnt worden. Wir wissen aber auch, dass gleichzeitig der Nutzungsdruck je länger, je mehr zunimmt. Das ist auch sehr logisch in einer Stadt, die am Wachsen ist. Das Manko, das haben wir jetzt. Vereine führen Wartelisten. Und erfreulicherweise, spielen immer mehr Mädchen und Frauen Fussball. Wir gehen auch davon aus, dass die Frauenfussball-EM den Trend noch verstärken wird und dass eben darum noch mehr Druck auf die Rasenflächen geben wird. Ich und der Gemeinderat sind darum froh, dass es uns mit dieser Rasenstrategie gelungen ist, aufzuzeichnen, mit welchen konkreten Massnahmen die fehlenden 12'000 Nutzungsstunden erreicht werden können, wenn wir diese Massnahmen umsetzen können. Diese berechnen sich nicht nur aus dem Fussball, sondern auch aus ganz vielen Sportarten, die heute Abend schon erwähnt wurden. Die Rasenstrategie hat 25 Massnahmen, die wir jetzt umsetzen wollen, die ab sofort eine Erleichterung geben sollten. Es wurde auch schon erwähnt, damit wir auf die 12'000 Nutzungsstunden kommen, ist es wichtig, dass der YB-Campus in Rörswil auch wirklich kommt, damit die ganze Rechnung aufgeht. Wenn der nicht kommt, müssen wir dann sehr schnell einen Plan B haben, damit wir die Nutzungsstunden dann wirklich auch abdecken können. Leider ist das halt etwas, was aber nicht in unseren Händen ist. Ihr alle wisst, was bei solchen Projekten noch alles passieren kann. Darum würde ich sagen, drücken wir einfach alle die Daumen, dass das gelingt mit dem YB-Campus. Und ja, wir werden auch noch dem einen oder anderen Risiko begegnen. Ich würde an dieser Stelle betonen, dass der Massnahmenplan sehr pragmatisch und realistisch geplant ist und auch schon in der MIP zu 90% eingeplant ist. Aber wir sind gleichzeitig auch ambitioniert unterwegs und wir wissen alle, wie es kompliziert werden kann, in einer sich verdichtenden Stadt, wo viele Quartierentwicklungsprozesse und Stadtentwicklungsprozesse am Laufen sind, dass es da zu Verzögerungen kommen kann. Ich freue mich sehr, dass ihr alle mithelfen werdet, damit wir die Massnahmen zeitgemäss und nach Plan umsetzen können. Der Gemeinderat möchte in den nächsten zehn Jahren rund 50 Millionen in dieser Rasensportinfrastruktur investieren. Das ist ein grosser Batzen. Aber wir sind überzeugt davon, dass der Nutzen für die Bevölkerung auch sehr gross ist. Und für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir der Bevölkerung, das ist eigentlich eine klassische öffentliche Aufgabe, dass wir der Bevölkerung diese Sportinfrastruktur auch zur Verfügung stellen müssen. Wir schaffen damit nämlich Tausende von Bewegungsstunden und eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, vor allem auch für jüngere Berner*Innen. Wir fördern eben nicht nur Bewegung, sondern auch sehr wichtige Begegnungsorte, solidarische Erlebnisse, Inklusion und ganz viel Spass. Und vielleicht noch kurz ein Hinweis auf die Rasensportinitiative, die ist ja auch ein paar Mal genannt worden. Die ist eingereicht, das habt ihr mitbekommen, formell und materiell für gültig erklärt worden vom Gemeinderat. Und die Initiative fordert eigentlich die Umsetzung der Rasensportstrategie, nämlich indem sie die 12'000 Nutzungsstunden als Ziel erreicht in der Gemeindeordnung verankert. Mit diesem Geschäft werden wir zu einem späteren Zeitpunkt dann auch wieder in den Stadtrat kommen. Ich bedanke mich auch im Namen des Gemeinderates für das Vertrauen und die positive Kenntnisnahme dieser Strategie und ich betone es gerne nochmal, ich freue mich vor allem, wenn ihr dann mithelft bei den einzelnen Krediten, die ihr sprechen müsst und auch sonst, dass wir grundsätzlich genügend Ressourcen haben, auch im Zusammenhang vielleicht mit Nutzungskonflikten in Bezug auf andere Projekte, die sich dann vielleicht konkurrieren in finanzpolitischen Debatten, dass wir da zusammen vorankommen und genügend Rasensportflächen in der Stadt Bern zur Verfügung haben. Vielen Dank.

  • Speech
    Tom Berger(FDP.Die Liberalen)
    PräsidentStadtrat

    Präsident: Vielen Dank. Gibt es zu dem Geschäft noch Einzelvoten? Das ist nicht der Fall. Dann hat für den Gemeinderat das Wort, Ursina Anderegg.

  • Speech
    Mirjam Arn(Grünes Bündnis)
    Mirjam Arn (GB) für die FraktionStadtrat

    Mirjam Arn (GB) für die Fraktion: Vieles ist schon gesagt worden. Rasensport ist beliebt. Statistisch gesehen werden Rasensportarten auch öfter von jungen Personen ausgeübt als andere Sportarten. Rasensportler*innen sind oft regelmässig auf den Feldern. Für die Förderung der regelmässigen sportlichen Aktivität in der Gemeinschaft ist Rasensport in der Stadt unentbehrlich. Ja, wir wissen, dass der Platz beschränkt ist und 12'000 Nutzungsstunden, die fehlen, sind viel. Darum ist es wichtig, dass man einen guten Plan hat. Die Rasensportstrategie legt den Fokus auf die vermehrte Nutzung bestehender Anlagen und die Verbesserung der Infrastruktur. Das ist aus Ressourcengründen unterstützenswert und kostengünstig. Die Umwandlung von Natur- in Kunstrasenplätze ist zur Erhöhung der Kapazität und Belastbarkeit der Anlagen sehr wichtig, wenn qualitativ hochstehende Materialien gebraucht werden. Das ist aber heutzutage eigentlich kein Problem mehr. Auch die vermehrte Nutzung von Schulrasenplätzen macht Sinn. Und dazu ist noch zu sagen, gerade zu der mobilen Beleuchtung, dass das Sportamt dort schon eine Testphase macht im Holenacker und Ende Sommer gibt es da schon erste Resultate, also das läuft. In der Strategie ist der niederschwellige Zugang zu Rasensport vorangekommen, das ist auch unser grosses Anliegen. Insbesondere die Förderung des aktiven Breitensports, des Vereinslebens und der lebendigen Freizeitsportszene. Auch die explizit erwähnte Förderung des Mädchen- und Frauensports ist zu unterstreichen, gerade im Hinblick auf die Frauen-EM. Im Fussball ist der Frauenanteil gemäss Schweizer Sportobservatorium aktuell 16%, also immerhin ein Siebtel. Mit einer gezielten Verbesserung des Zugangs zu den Fussballfeldern und zu attraktiven Zeiten auch und an zentralen Standorten, erhoffen wir uns eine Zunahme des Mädchen- und Frauenanteils auf dem Stück. Beim Rasensport geht es nicht nur um "Schutten", wir haben es schon gehört. Quidditch ist vielleicht etwas aussergewöhnlich, aber es gibt Rugby, Football, Cricket, Speerwurf, Cup-Golf, Ultimate Frisbee, Feldhockey und ganz viel weiteres. Darum ist zu unterstreichen, dass die Strategie nicht explizit Fussball fördern will, sondern generell Rasensportvereine, was wir sehr unterstützen. Auch die Massnahmen um die Sportplätze wie die Verbesserung der Beleuchtung, die Sanierung der Garderobenanlagen usw. gehören klar zu einer umfassenden Rasensportplanung. Nebenbemerkung: Dass im Rahmen von diesen Massnahmen die Flächen aufgewertet werden können und mit biodiverser Begrünung versehen werden können, ist für uns selbsterklärend. Die GB/JA!-Fraktion nimmt die Strategie positiv zur Kenntnis.

  • Speech
    Tom Berger(FDP.Die Liberalen)
    PräsidentStadtrat

    Präsident: Merci dir. Dann hat noch für die Fraktion GB/JA! das Wort, Mirjam Arn.

  • Speech
    Francesca Chukwunyere(Grüne Freie Liste)
    Francesca Chukwunyere (GFL) für die FraktionStadtrat

    Francesca Chukwunyere (GFL) für die Fraktion: Gerne halte ich ein kurzes Votum zur Rasensportstrategie. Das vorliegende Dokument ist nicht umsonst in der SBK bereits positiv zur Kenntnis genommen worden. Und dieser positiven Kenntnisnahme schliessen wir uns als GFL-Fraktion vollumfänglich an. Da haben die verantwortlichen Verwaltungsstellen wirklich ein sehr pragmatisches, halb-pragmatisches, halb-kurzfristiges und ausgewogenes Dokument erarbeitet, das sowohl sozialen wie ökologischen, wie ökonomischen Aspekten Rechnung trägt und auch der beschränkten Grösse unserer kleinen Stadt. Es ist nicht einfach, bei beschränktem Platzangebot diesen Dimensionen gerecht zu werden und angesichts der Schwierigkeiten ist die Verwaltung nicht einfach eingeknickt, sondern hat sogar regelrecht flexibel und kreativ gehandelt. Etwa hinsichtlich der Erhöhung der Nutzungseinheiten von der Fläche etc., was meine Vorrednerinnen bereits betont haben. Ich habe hier noch einen ganz innovativen Vorschlag. Wir könnten nach dem Prinzip «to rob Peter to pay Paul», die sich anbahnende Verzögerung in der Verwirklichung dieses Campus, wo ist es genau, Richtung Rubigen, könnten wir dank der extremen Verzögerung, die im Viererfeld entstanden ist, ausgleichen und das Viererfeld als Zwischennutzung mit ganz vielen Rasensportfeldern bestücken. Vielen Dank für das Zuhören.

  • Speech
    Tom Berger(FDP.Die Liberalen)
    PräsidentStadtrat

    Präsident: Merci, dann hat als nächstes das Wort für die Fraktion GFL, Francesca Chukwunyere.

  • Speech
    Béatrice Wertli(Die Mitte)
    Béatrice Wertli (Mitte) für die FraktionStadtrat

    Béatrice Wertli (Mitte) für die Fraktion: Eine Strategie ist etwas, das langfristig und nachhaltig sein muss. Die Mitte-Fraktion nimmt diese Strategie zur Kenntnis. Wir müssen aber sagen, dass sie in einigen Punkten zu kurz greift und somit auch unter den Erwartungen bleibt, wenn man eine Strategie angekündigt bekommt. Erstens der Fokus auf Fussball. Auch wenn man Quidditch spielen kann und American Football, die Strategie konzentriert sich in unseren Augen einfach zu stark auf Fussball und berücksichtigt die anderen Sportarten zu wenig. Es sind doch sehr kurzfristige Lösungen. Wir haben gehört, dass das Problem akut ist, dass es erkannt ist und das zeigen nicht nur die Initiativen, sondern auch die zahlreichen Mitteilungen aus den Klubs. Die Massnahmen, die in dieser Strategie vorgeschlagen werden, wie zum Beispiel die Umwandlung von Natur- auf Kunstrasen oder auch die Stärkung der Belegung von Schulrasen, sind eher Not- oder kurzfristige Lösungen als nachhaltige Konzepte. Die Abhängigkeit des YB-Campus könnte auch eher ein riskantes Kalkül sein. Wir hoffen natürlich, dass alles gut kommt, aber dass ein Drittel der benötigten zusätzlichen Kapazitäten durch den zusätzlichen YB-Campus abgedeckt werden, das ist ein riskantes Kalkül. Bei der Finanzierung ist nicht klar, ob die veranschlagten 50 Millionen für alle notwendigen Massnahmen auch ausreichend sind. Wie gesagt, es ist eine Strategie, die in die richtige Richtung geht, die aber erst der Anfang ist. Wichtig, sehr wichtig ist, dass der Bedarf von diesen 12'000 Nutzungsstunden in dieser Strategie anerkannt wird. Wir haben auch gemerkt, als wir Unterschriften gesammelt haben für unsere Volksinitiative «Mehr Rasen für alle», dass dieser Bedarf sehr anerkannt ist und dass es wirklich akut ist. Die Nachfrage, die steigt. Das Interesse an Sport, besonders an Mädchen- und Frauensport, all die Gründe, die wir gehört haben, die brauchen neben dieser Strategie oder dieser Erststrategie weitsichtige Lösungen. Die Initiative «Mehr Rasen für alle» ist sicher verbindlicher, weil sie eben auch verbindlichere Ziele und einen klaren Zeitraum setzt. Darum war immer klar, dass wir an der Initiative festhalten. Und wenn wir gesamthaft über Sportinfrastrukturen nachdenken, immer wieder sind sie ein Thema hier im Rat, sind wir der Meinung, dass es für die Stadt Bern ein Gemeindesportanlagenkonzept, ein GESAK braucht, das alles übergeordnet anschaut und nicht immer nur auf die akuten Probleme kurzfristige Lösungen sucht. Also, die Strategie ist ein erster Schritt, viele weitere sollen noch folgen. Die Initiative, ein GESAK, damit auch der politische Druck und somit auch die Unterstützung für den Sport, für den Breitensport in der Stadt Bern nachhaltig unterstützt wird und weitergeführt werden kann. Danke vielmals.

  • Speech
    Tom Berger(FDP.Die Liberalen)
    PräsidentStadtrat

    Präsident: Merci vielmals. Dann hat als nächstens das Wort für die Fraktion Mitte, Béatrice Wertli.

  • Speech
    Monique Iseli(Sozialdemokratische Partei)
    Monique Iseli (SP) für die FraktionStadtrat

    Monique Iseli (SP) für die Fraktion: Die vorliegende Rasensportstrategie ist nicht nur eine Antwort auf den steigenden Bedarf an Sportflächen, sondern auch eine strategische Investition in die Zukunft unserer Stadt. Als SP-Juso-Fraktion unterstützen wir die Strategie und empfehlen, sie zustimmend zur Kenntnis zu nehmen. Wieso ist diese Strategie so wichtig? Erstens, weil der Bedarf an Rasensportplätzen in Bern klar nachgewiesen ist. Bis im Jahr 2030 fehlen 12'000 Nutzungsstunden pro Jahr. Diese Strategie schafft Kapazitäten. Als Stadt müssen wir in die Infrastruktur investieren, um den steigenden Bedarf zu decken. Ein zentraler Punkt für uns ist die Förderung von Mädchen- und Frauenfussball. Seit 2021 ist die Nachfrage enorm gestiegen. Und es ist auch zu erwarten, dass die Frauen-EM die Tendenz noch verstärkt. Doch das Angebot hinkt hier hinterher. Wenn wir von Gleichstellung sprechen, dann müssen wir auch im Sport für faire Bedingungen sorgen. Konkret heisst das, genügend Trainingsmöglichkeiten, adäquate Infrastruktur und eine faire Verteilung der Plätze. Die Strategie trägt dem Anliegen Rechnung und setzt einen wichtigen Schritt in Richtung Gleichstellung. Für uns ist auch die Verteilung der neuen und sanierten Sportanlagen über die gesamte Stadt zentral. Es reicht aber nicht, wenn wir in einzelnen Quartieren Verbesserungen schaffen, während andere unterversorgt bleiben. Die teilweise Beteiligung von Quartierkommissionen und Sportvereinen zeigt, dass bei der Erarbeitung der Strategie eine breite Abstützung vorhanden ist. Wichtig erscheint uns auch die Koordination mit den umliegenden Gemeinden. Sport endet nicht an der Stadtgrenze. Bei der Erarbeitung der Strategie wurde auch abgeklärt, wie die Situation der Rasensportplätze in angrenzenden Gemeinden aussieht. Und die Lage dort sieht ähnlich aus. Auch bei unseren Nachbarn sind Kapazitäten ausgeschöpft. Ein Ausweichen in umliegende Gemeinden ist keine Option und in der Stadt besteht klar Bedarf nach Ausbau der Rasensportplätze. Diese Strategie ist aber nicht nur für organisierten Vereinsfussball relevant, sondern kommt auch dem breiten Sport insgesamt zugute. Rasensportplätze bieten Platz für Frisbee-Vereine, Rugby-Clubs, Lacrosse-Teams oder Quidditch-Turniere. Kurz, es entsteht ein Bewegungsangebot für die breite Bevölkerung. Investitionen in die Sportinfrastruktur sind auch Investitionen in Gesundheit und das gesellschaftliche Miteinander. Und genau das leistet die Strategie. Es geht nicht um ein Luxusprojekt, sondern um eine notwendige und sinnvolle Investition, auch in den Breitensport. Aus all diesen Gründen unterstützt unsere Fraktion die Strategie. Sie schafft die dringend benötigten Kapazitäten und fördert gezielt den Frauen- und Mädchenfussball, stärkt den sozialen Zusammenhalt und sichert den Berner Sport für die Zukunft. Die SP-Juso-Fraktion empfiehlt euch darum, die Strategie zustimmend zur Kenntnis zu nehmen. Vielen Dank.

  • Speech
    Tom Berger(FDP.Die Liberalen)
    PräsidentStadtrat

    Präsident: Vielen Dank, Thomas. Dann hat für die Fraktion SP/JUSO das Wort Monique Iseli.

  • Speech
    Thomas Hofstetter(FDP.Die Liberalen)
    Thomas Hofstetter (FDP) für die FraktionStadtrat

    Thomas Hofstetter (FDP) für die Fraktion: Wir von der FDP stimmen der neuen Strategie zu, respektive wir nehmen sie positiv zur Kenntnis. Die Strategie ist sehr sauber erarbeitet worden und basiert auf einer realistischen Annahme des künftigen Bedarfs. Auch der Mix aus Massnahmen in dem Bereich Optimierungen und Optionen ist sinnvoll. Einen Makel hat die Strategie, weil man darauf zählt, dass der BSC Young Boys ausserhalb der Stadt Bern sein Projekt realisieren kann. Dort machen wir leider ein Fragezeichen, ob das wirklich innerhalb von einem sehr ambitionierten Zeitplan realisiert werden kann. Umso wichtiger wäre es, dass sich die Stadt Bern Zeit nimmt, sich also jetzt, auf das Szenario einstellt, dass es im Rörswil zu Verzögerungen kommt. Als Zwischenlösung erscheint uns die Option Saali als Übergangslösung sehr spannend und sie muss entsprechend unbedingt verfolgt werden. Zudem könnte man gegebenenfalls prüfen, ob nicht auf dem Areal vom Springgarten zumindest temporär neue Felder realisiert werden können. Das mit Blick auf die neuesten Studien, wonach man nur einen Teil der ursprünglich angedachten Fläche effektiv überbauen kann. Noch zwei Bemerkungen mit stark subjektiver Betrachtung, da mit Interessenbindung. Der FC Breiterain wird von der Stadt Bern schon längere Zeit vertröstet. Der Verein spielt aktuell mit der Ausnahmeregelung des Verbandes und ist auf die Gnade der gegnerischen Teams angewiesen, die explizit einwilligen müssen, mit der ungenügenden Beleuchtung einverstanden zu sein. Es hängt wie ein Damoklesschwert über dem Verein, dass der Verband plötzlich die Ausnahmeregelung kippen könnte. Entsprechend finden wir es wichtig, dass das Projekt «Optimierung Sportplatz Spitalacker» endlich umgesetzt wird. Auch wenn deswegen keine zusätzlichen Nutzungsstunden realisiert werden. Einfach noch ein paar Zahlen zum FC Breitenrain: 630 Juniorinnen und Junioren, 36 Juniorenteams, 85 Trainer, rund 2500 Trainings pro Jahr und das eigentlich auf einem Spielfeld. Unser Stadtratspräsident, Tom Berger, ist Mitglied vom Rugby-Club Bern, der auf der grossen Allmend beheimatet ist. Darum ist es auch sehr interessant, was auf der Allmend passiert. Auf jeden Fall auch aus seiner Sicht. Wir erachten es grundsätzlich als sinnvoll, dass man die Testplanung bzw. das Projekt Neuordnung Allmenden abwartet. Dass da sämtliche Massnahmen aber erst ab 2030 in der Strategie sind, finden wir schwierig. Den Einsatz der mobilen Beleuchtung sollte man bereits vorher möglich machen. Zudem könnte man zumindest bei den einzelnen Feldern mit kleinen Massnahmenverbesserungen bzw. Entwässerungen bewirken, ohne dass es gerade von Anfang an der grosse Wurf sein muss. Mit 5281 gültigen Unterschriften ist die Initiative «Mehr Rasensportfelder für alle» oder die Rasensportinitiative formell zustande gekommen. Die Initiative fordert ein bedarfsgerechtes Angebot an Rasensportfeldern für alle. Die Initiative beweist, dass auch die Stimmvolke mehr Rasensportplätze möchte. Darum ist es extrem wichtig, dass die Rasensportstrategie auch tatsächlich umgesetzt wird und kein Papiertiger ist. Die FDP bittet darum den Gemeinderat, fest Gas zu geben, ein bisschen auf das Gaspedal zu drücken und uns zu zeigen, dass er sportlich unterwegs sein kann. Danke.

  • Speech
    Tom Berger(FDP.Die Liberalen)
    PräsidentStadtrat

    Präsident: Vielen Dank. Dann hat als nächstes für die Fraktion FDP das Wort Thomas Hofstetter.

  • Speech
    Janina Aeberhard(Grünliberale)
    Janina Aeberhard (GLP) für die FraktionStadtrat

    Janina Aeberhard (GLP) für die Fraktion: Ich mache es kurz. Die GLP-EVP-Fraktion dankt der Verwaltung für die sehr ausführliche Rasenstrategie. Wir finden es wichtig, dass die Bisherige überarbeitet wurde, um so das Manko an Rasenflächen, das ja wirklich schon sehr oft ein Thema war, anzugehen. Besonders begrüssen wir, dass ein Massnahmenmix vorgesehen ist, um dafür zu sorgen, dass alle, die eine Rasensportart betreiben oder das künftig machen wollen, auch wirklich die Möglichkeit haben. Insbesondere im Kinder- und Jugendbereich ist das wichtig. Bewegung an der frischen Luft ist wichtig für die physische und psychische Gesundheit. Wir hoffen, dass die angestrebten Ziele erreicht werden können und wir diese Strategie auch wirklich verfolgen in den nächsten Jahren.

  • Speech
    Tom Berger(FDP.Die Liberalen)
    PräsidentStadtrat

    Präsident: Genau, ich gehe davon aus, dass es hier Diskussionsbedarf gibt. Entsprechend könnt ihr euch noch anmelden für die Fraktionsvoten. Ich habe dich abgeschossen, du müsstest dich nochmal schnell anmelden, Entschuldigung. Janina, du kannst noch das Fraktionsvotum für GLP/EVP halten.

  • Speech
    Janina Aeberhard(Grünliberale)
    Janina Aeberhard (GLP) für die KommissionStadtrat

    Janina Aeberhard (GLP) für die Kommission: Die geltende Rasensportstrategie, die damals bereits aufgrund eines Mankos an Rasensportflächen entstanden ist, stammt aus dem Jahr 2016. Die Strategie ist jetzt mit dem vorliegenden Geschäft überarbeitet worden. Von 2007 bis 2021 ist die Nachfrage an Rasenplätzen in der Stadt etwa gleichgeblieben. Ab 2021 gab es eine starke Zunahme, insbesondere Frauen- und Mädchen-Fussball wurde populärer. Mit der Frauen-Fussball-EM dieses Jahr könnte die Nachfrage noch mehr steigen. Als man die bisherige Rasenstrategie erarbeitet hat, hat man die stark steigende Nachfrage an Rasensportflächen noch nicht erahnen können. Gemäss einer Umfrage des Sportamtes aus dem Jahr 2022 planen die Berner Rasensportvereine in den nächsten fünf Jahren, 81 neue Teams zu gründen. Davon 57 im Nachwuchsbereich. Das einfach so, damit ihr ungefähr die Grössenordnung habt, was da an Nachfragen noch besteht. Und neben der steigenden Nachfragen ist das Angebot sogar kleiner geworden, weil das Projekt im Bottigenmoos mit vier Rasenfeldern nicht realisiert werden konnte. Darum ist es nötig geworden, diese Strategie zu überarbeiten. Das Ziel ist, das Manko aufzuzeigen und verbindliche Massnahmen zu definieren, wie das in den nächsten zehn Jahren bis 2035 behoben werden kann. Das Manko an Rasenflächen soll behoben werden, damit vor allem Kinder und Jugendliche weiterhin ihre Rasensportart ausüben können. Die wachsende Nachfrage im Mädchen- und Frauenfussball kann gedeckt werden und damit sich die Rasensportvereine weiterentwickeln können. Die Strategie ist sehr umfangreich und auch ambitioniert. Sie ist kapazitätsorientiert erarbeitet worden. Das heisst, man hat zuerst ermittelt, dass jährlich 12'000 Nutzungsstunden fehlen. Dann hat man verschiedene Massnahmen angeschaut und errechnet, wie viele zusätzliche Nutzungsstunden die einzelnen Massnahmen hergeben. Grob zusammengefasst beinhaltet die Strategie folgende Massnahmen: Trainings sollen optimiert werden, in dem Sinn, dass öfters auf Kleinfeldern trainiert wird. Gewisse Schulrasen sollen noch stärker belegt werden als aktuell. Mit Hilfe von Beleuchtungsanlagen, und zwar auch mobilen Beleuchtungsanlagen, soll die Trainingskapazität auf bestehenden Rasenfeldern erhöht werden. Mit der Umwandlung von Naturrasen, der ohne Vorschriften aufgebaut ist, in einen sogenannten DIN-Rasen – das ist jetzt sehr technisch – werden auch mehr Nutzungsstunden möglich, weil der Rasen einfach strapazierfähiger ist. Die Anzahl an Kunstrasenplätzen soll erhöht werden, um zusätzliche Kapazitäten zu gewinnen. Aktuell gibt es 12 Kunstrasenfelder und man will das erhöhen auf 16. Und an verschiedenen Standorten müssen auch die Garderoben und Duschanlagen saniert oder erweitert werden. Wir hatten gerade so ein Geschäft hier im Rat. Zudem kann mit dem Bau von neuen Sportplätzen natürlich auch das Maximum an Kapazitäten dazugewonnen werden, aber die Flächen der Stadt Bern sind natürlich begrenzt und die Planung und Realisierung von neuen Rasenplätzen braucht auch Zeit. Darum würden solche Massnahmen erst ab 2035 zum Tragen kommen. Die Strategie ist umfangreich, ich habe es schon gesagt, darum hier einfach noch vier Punkte, die wichtig sind zu wissen. Gemäss der Strategie kann das Manko an Rasensportflächen grundsätzlich bis 2030 behoben werden. Zweitens, dass man in dieser Strategie mit dem YB-Campus in Rörswil rechnet und dass man die Strategie anpassen müsste, wenn das nicht zu Stande kommen würde. Das ist halt noch ein sehr grosser Unsicherheitsfaktor. Dass drittens die Umwandlung von Natur- in Kunstrasen notwendig ist, um den Bedarf zu decken. Es gibt nicht viel oder gar keine Alternativen dafür. Und dass die Stadt bis 2030, 2035 Investitionen von ca. 50 Millionen Franken tätigen muss, wovon aber 90% schon in der mittelfristigen Finanzplanung eingestellt sind. In der Kommission ist diese Rasensportstrategie grossmehrheitlich positiv zur Kenntnis genommen worden. Darf ich noch kurz etwas sagen?

  • Speech
    Tom Berger(FDP.Die Liberalen)
    PräsidentStadtrat

    Präsident: Wir kommen zu Traktandum Nummer 14. Das ist die Rasensportstrategie der Stadt Bern. Das ist ein Bericht des Gemeinderats ans Parlament. Wir stimmen zum Schluss über eine Wertung des Berichts ab. Also nicht die Annahme oder Ablehnung des Berichts, sondern einfach, ob wir den zustimmend, ablehnend oder ohne Wertung zur Kenntnis nehmen. Und für die Kommission SBK würde ich Janina Aeberhard das Wort erteilen, wenn sie angemeldet wäre. Janina, du hast das Wort. Vergiss nicht das Pult herunter zustellen.

Data: OpenParlData · CC BY 4.0