MeteoSchweiz auf die Kernaufgaben konzentrieren
(26.4347)- Type
- Motion
- État
- Déposé
- Parlement
- Suisse
- Numéro
- 26.4347
- Début
- 30 sept. 2026
- Registre officiel
- Profil officiel
- ID externe
- 20264347
- Johanna GapanyPLR.Les Libéraux-Radicaux
- Hans WickiPLR.Les Libéraux-Radicaux
- Andrea CaroniPLR.Les Libéraux-Radicaux
- Fabio RegazziLe Centre
- Jakob StarkUnion démocratique du centre
- Titre de l'objetTitre suit
- Eingereichter Text
Der Bundesrat wird beauftragt, die Aufgaben des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz zu überprüfen und die gesetzlichen Grundlagen so anzupassen, dass sich das Bundesamt auf seine hoheitlichen und sicherheitsrelevanten Kernaufgaben konzentriert.
Dazu gehören insbesondere:
- offizielle Unwetter- und Naturgefahrenwarnungen;
- meteorologische Messnetze und Wettermodelle;
- Flugwetter sowie die Unterstützung von Behörden und Einsatzorganisationen;
- Bereitstellung meteorologischer und klimatologischer Grunddaten;
- internationaler Datenaustausch.
Angebote, die auch durch private Wetterdienste oder Medien erbracht werden können, sind einzustellen, auszulagern oder wettbewerblich auszuschreiben. Zu überprüfen sind insbesondere gewerbliche Spezialleistungen, Wetterblogs, Freizeit- und Unterhaltungsangebote, Social-Media-Inhalte sowie Publikumsangebote, die mit SRF Meteo oder privaten Anbietern konkurrieren.
Der Bundesrat weist die möglichen Einsparungen bei Personal-, Sach- und Informatikkosten aus.
- Begründung
MeteoSchweiz ist ein Bundesamt des Eidgenössischen Departements des Innern und eine rechtlich unselbstständige Einheit der zentralen Bundesverwaltung.
Im Voranschlag 2026 stehen laufenden Ausgaben von rund 128,7 Millionen Franken Einnahmen von 27,4 Millionen Franken gegenüber. Damit verbleibt ein Nettofinanzierungsbedarf zulasten des Bundes von rund 101,3 Millionen Franken.
Bereits die Motion Grossen 16.4147 «Meteo Schweiz. Konzentration auf Kernaufgaben. Service public stärken» verlangte eine bessere Abgrenzung zwischen staatlicher Grundversorgung und gewerblichen Leistungen. Die damals ebenfalls geforderte kostenlose Bereitstellung der meteorologischen Grunddaten wurde inzwischen weitgehend umgesetzt.
Die Frage, welche weiteren Leistungen zwingend durch ein Bundesamt erbracht werden müssen, bleibt jedoch nach wie vor offen.
In den letzten Jahren wurden die digitalen und publizistischen Publikumsangebote weiter ausgebaut. Beispiele sind drei sprachlich getrennte Instagram-Kanäle sowie Auftritte auf Plattformen wie Threads, Bluesky, LinkedIn, YouTube und Vimeo. Hinzu kommen Wetterblogs, Bilder, Videos, Grafiken und weitere redaktionell aufbereitete Inhalte.
MeteoSchweiz erfüllt in ihrem Grundauftrag wichtige Aufgaben für die Sicherheit der Bevölkerung, der Luftfahrt und der Behörden. Messnetze, Wettermodelle, offizielle Warnungen, Flugwetter und meteorologische Grunddaten müssen auch zukünftig gewährleistet sein. Der Bund soll zuverlässige Daten bereitstellen, Wettermodelle betreiben und offiziell warnen.
Die Bereitstellung und Produktion von Wettergeschichten, Freizeit- und Unterhaltungsinhalten sowie umfassenden Social-Media-Angeboten, entspricht jedoch nicht dem gesetzlichen Auftrag des Bundesamtes. Heute gibt es bereits private Wetterdienste und Medien, diesolche Leistungen anbieten.
Was Private mindestens ebenso gut leisten können, soll nicht zusätzlich durch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler finanziert werden.
Die Motion dient der Fokussierung des Staates auf den wesentlichen Kernauftrag, dem Abbau von Doppelspurigkeiten und der Entlastung des Bundeshaushalts.
Données: OpenParlData · CC BY 4.0