Motionen und Postulate der gesetzgebenden Räte im Jahre 2015. Bericht
(16.006)- Redetext
- RedetextChristian Levrat(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
Monsieur le président, c'est à mon tour de vous remercier pour l'invitation d'hier et l'excellence des produits neuchâtelois que nous avons pu déguster tout au long de la journée.
La motion pour laquelle il me revient le plaisir de faire le rapport n'a pas suscité de grand débat: en effet, la commission propose, à l'unanimité, de la classer.
L'objectif de la motion est de faire en sorte que, en cas de conclusion d'accords contre les doubles impositions, les Commissions de politique extérieure soient consultées au préalable sur le mandat de négociation.
L'article 152 alinéa 3 de la loi sur le Parlement prévoit que "le Conseil fédéral consulte les commissions compétentes en matière de politique extérieure sur les orientations principales ... et sur les directives ou lignes directrices concernant un mandat pour des négociations internationales importantes". Cette pratique ne génère de difficultés particulières ni lorsque nous avons affaire à des négociations conventionnelles, en particulier à des négociations bilatérales, ni lorsque nous avons affaire à des négociations multilatérales au sens formel. La question de savoir dans quelle mesure les dispositions s'appliquent à la "soft law", et en particulier aux décisions de l'OCDE, a fait l'objet de quelques débats par le passé et de plusieurs interventions parlementaires ayant trait notamment aux accords contre les doubles impositions et à l'évolution du secret bancaire et des pratiques qui y sont associées. Ce n'est pas un hasard si la motion date de 2009. [PAGE 753]
A la suite de diverses discussions et interventions, notamment en commission, le Conseil fédéral a fini par reconnaître que la pratique ne respectait pas - sinon à la lettre, tout au moins dans l'esprit - la disposition en question, à savoir à l'article 152 alinéa 3, et qu'il convenait donc de la préciser, de manière à garantir que le Département fédéral des affaires étrangères - qui est habitué à ces processus de consultation - tout comme le Département fédéral des finances, et en particulier le Secrétariat d'Etat aux questions financières internationales, s'en tiennent à loi.
Le Conseil fédéral a donc précisé, dans une adaptation de l'ordonnance sur l'organisation du gouvernement et de l'administration, le sens de l'article 152 alinéa 3 et en particulier la notion de "négociation internationale importante", en retenant deux éléments. Tout d'abord, les commissions doivent être consultées si la mise en oeuvre de recommandations ou de décisions, telles que celles de l'OCDE, nécessitait d'adopter ou de modifier de façon importante une loi fédérale, et si la renonciation à la mise en oeuvre de telles recommandations plonge la Suisse dans des difficultés importantes en raison de sa position divergente ou d'une atteinte à sa réputation politique sur le plan international.
La commission s'est déclarée d'accord avec les modifications de pratique envisagées par le Conseil fédéral. Elle a salué la modification de l'ordonnance. La commission se réjouit de constater que cette nouvelle orientation en matière de consultation semble être mise en oeuvre dès maintenant, puisqu'elle a été consultée récemment sur le mandat que donnait le Conseil fédéral au Secrétariat d'Etat aux questions financières internationales en matière de négociation à l'OCDE sur le projet relatif à l'érosion de la base d'imposition et au transfert de bénéfices (BEPS).
Par conséquent, nous constatons que l'objectif de la motion est atteint et que rien ne s'oppose à son classement. Nous vous proposons donc, à l'unanimité, de classer la motion.
- Redetext
- RedetextIvo Bischofberger(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)Schweiz
Gestatten Sie mir vorerst noch im Namen unseres Rates, unserem Präsidenten für den Ausflug von gestern ganz, ganz herzlich zu danken. Wir haben uns auch sehr gefreut, dass der Bundeskanzler uns begleitet hat. Es war eine sehr, sehr sympathische Art und Weise, wie wir diesen Ausflug in freundschaftlicher Art und Weise geniessen durften - ganz herzlichen Dank in Namen unseres Rates! (Beifall)
In Stellvertretung unseres Kommissionspräsidenten Werner Luginbühl habe ich zur Motion 10.3850 von Nationalratskollege de Buman folgende Bemerkungen zu machen: Die Motion de Buman wurde vom Nationalrat am 12. Juni 2012 und vom Ständerat am 13. Dezember 2012 angenommen. Sie verlangt, dass die Abgabe von Wegwerfplastiksäcken verboten wird. Gestützt auf Umsetzungsprobleme hat das Generalsekretariat des UVEK die UREK-NR im Februar 2016 gebeten, die Umsetzung der Motion zu traktandieren. Nachdem die Vertreter der Branche am 23. Mai gleichen Jahres der UREK-NR erklärt hatten, dass der Detailhandel dabei ist, eine Branchenvereinbarung zu erarbeiten, um eine Reduktion des Pro-Kopf-Verbrauchs von Plastiksäcken auf freiwilliger Basis zu erreichen, hat die Kommission dem Nationalrat im Plenum vorgeschlagen, die Motion im Rahmen des Berichtes über Motionen und Postulate der gesetzgebenden Räte im Jahr 2015 abzuschreiben.
Am 7. Juni 2016 ist der Nationalrat der Mehrheit der Kommission gefolgt. Normalerweise erfolgt die Abschreibung einer Motion erst dann, wenn die Motion umgesetzt ist. Der Nationalrat hat gestützt auf eine Absichtserklärung der Branchenorganisation aber bereits entschieden.
Die UREK unseres Rates hat die Branchenorganisationen am 24. Juni gleichen Jahres ebenfalls angehört. Es hat sich herausgestellt, dass die Umsetzung der Motion sehr, sehr schwierig wäre. Die Bundesverwaltung hat dargelegt, dass sie ein generelles Verbot von Plastiksäcken ebenfalls als nicht zweckmässig erachtet. Wird die angestrebte Reduktion der Plastiksäcke aber nicht erreicht, so kann der Bundesrat immer noch entsprechende Massnahmen analog zur Branchenvereinbarung auf Verordnungsebene prüfen. Gestützt auf die Zusicherung der Branchenorganisation, den Verbrauch von Einwegplastiksäcken bis 2025 um 70 bis 80 Prozent zu reduzieren, und in klarer Erwartung, dass dieses Versprechen auch erfüllt wird, beantragt Ihnen unsere Kommission einstimmig, die Motion ebenfalls abzuschreiben.
Ich bitte Sie, dem Antrag Ihrer UREK zu folgen.
- Redetext
- RedetextRaphaël Comte(FDP.Die Liberalen)Schweiz
Je vous salue et déclare la séance ouverte. J'espère que chacune et chacun a pu se remettre de notre visite hier au pays de l'absinthe et je vous remercie toutes et tous pour votre participation nombreuse à cette sortie traditionnelle.
[VS]
- Redetext
- Redetext
- RedetextWalter Thurnherr(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)Schweiz
Ich bin mit dem Antrag der Kommission einverstanden.
- RedetextIsidor Baumann(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)Schweiz
Das Postulat ist beinahe fünf Jahre alt. Es beauftragt den Bundesrat, in einem Bericht die Zukunft der Artillerie darzulegen. Der Bundesrat wollte ursprünglich die Beantwortung dieses Postulates im Rahmen der Weiterentwicklung der Armee vornehmen. Nach dem Nein zum Gripen war aber die Ausgangslage so, dass es schwierig wurde, die Frage des Postulates in der Weiterentwicklung der Armee zu kommentieren bzw. diesen Bericht zu erstellen. Darum hat der Bundesrat dann in der Weiterentwicklung der Armee darauf verzichtet, sich zur Artillerie zu positionieren, und hat einen separaten Bericht zur Zukunft der Artillerie erstellt.
Dieser Bericht wurde am 22. Januar dieses Jahres verabschiedet. Die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerates hat diesen Bericht beraten. Gemäss Artikel 18 Absatz 2 des Geschäftsreglementes des Ständerates geht der Bericht nicht in den Rat, sondern ist der Kommission zur direkten Erledigung zugewiesen. Die Kommission hat sich diesen Bericht ausführlich vorstellen lassen, hat ihn beraten und eigentlich befriedigt zur Kenntnis genommen. Daraus abzuleiten ist, dass die zukünftige Ausrichtung der Artillerie bereits jetzt mit dem Rüstungsprogramm 2016 begonnen hat, insbesondere mit der Beschaffung der Mörser. Je nachdem, was sich mit der Entwicklung zur Beschaffung des Flugzeuges herausstellen wird, und je nach den Ergebnissen der eingesetzten Kommission wird die Zukunft dieses Bereiches definiert.
Die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerates beantragt Ihnen, das Postulat nun abzuschreiben, da dieser Auftrag erfüllt ist bzw. weil dann die entsprechenden Anträge aus diesem Bericht wieder in den Ständerat kommen werden, nicht zuletzt mit den Rüstungsprogrammen oder anderen Beschaffungsanträgen seitens des VBS.
- Redetext
- Abstimmung
- Redetext
- RedetextWalter Thurnherr(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)Schweiz
Herr Ständerat Jositsch hat es gesagt: Die Parlamentarische Versammlung des Europarates verabschiedete im Januar 2011 eine Resolution, die der Motion 11.3005 zugrunde liegt. Die Resolution lädt die Mitgliedstaaten der EU sowie andere beitragende Staaten ein, die EU-Rechtsstaatlichkeitsmission (Eulex) zu unterstützen, damit Fälle von Verschwindenlassen, von Verdacht auf Organhandel, von Korruption und Verbandelung zwischen organisierten kriminellen Gruppen und politischen Kreisen geklärt werden können.
Als Folge der entsprechenden Bemühungen ist später die European Union Special Investigative Task Force gegründet worden. Deren Chefstaatsanwalt ist zum Schluss gekommen, dass genügend Beweise für rechtswidrige Tötungen, Entführungen, Verschwindenlassen, rechtswidriges Festhalten in Lagern, sexuelle Gewalt und andere Formen unmenschlicher Behandlung, Zwangsvertreibungen usw. vorliegen, damit Anklage erhoben werden kann.
Wie gesagt ist zwischenzeitlich entschieden worden, dass ein Sondergericht - formell Teil des kosovarischen Justizsystems, jedoch unabhängig davon agierend und mit voraussichtlichem Sitz in Den Haag - über die von der Special Investigative Task Force ermittelten Fälle urteilen soll. Das Sondergericht soll im Herbst dieses Jahres seine Arbeit aufnehmen. Das ist der Zustand von heute.
Was hat das EDA, was hat die Schweiz gemacht? Die Schweiz hat immerhin in den vergangenen Jahren 28 Experten zur Verfügung gestellt. Die Experten sind in den folgenden Bereichen zum Einsatz gekommen: 4 Experten für Kriegsverbrechen, 4 für Zeugenschutz, 3 für die Menschenrechte, 1 für Migration, 2 für Privatization and Properties, 2 für Investigationen, 12 für den Polizei- und Grenzschutz und 1 für Public Affairs. Heute noch ist ein Experte im Bereich Menschenrechte im Einsatz. Die Schweiz hat in den vergangenen Jahren dafür immerhin 7,2 Millionen Franken ausgegeben.
Die Schweiz hat darüber hinaus diese Task-Force mit einem Experten für die Stelle des Vizestaatsanwalts zu unterstützen versucht. Die EU entschied jedoch - und da sieht man auch schon ein bisschen das Problem -, die Stelle mit einem EU-Bürger zu besetzen. Darüber hinaus führt das EDA in [PAGE 445] Kosovo noch ein Programm zur menschlichen Sicherheit durch, das die Bereiche Vergangenheitsarbeit, politischer Dialog, Stärkung demokratischer Institutionen und humanitäre Entminung umfasst. Dafür gibt das EDA 2016 eine Million Franken aus.
Natürlich hätte es die EU gerne, wenn sich die Schweiz noch an der Finanzierung des obenerwähnten Gerichtshofes beteiligen würde. Aber die Finanzierung des Sondergerichtes ist ohne den Schweizer Beitrag nicht gefährdet. Es ist aus Sicht des Bundesrates besser, die bestehenden, beschränkten Mittel des EDA nun für Dinge zu verwenden, die noch nicht unbedingt überall auf dem Radar sind, statt für die Finanzierung des Sondergerichtes, die nun ohnehin kommen wird.
Der Bundesrat ist deshalb der Meinung, dass er seinen Beitrag zur Unterstützung der Eulex-Mission geleistet hat. Er empfiehlt Ihnen, diese Motion abzuschreiben.
- RedetextDaniel Jositsch(Parteilos)Schweiz
Diese Motion basierte auf einem Bericht des Europarates über mutmassliche unmenschliche Behandlungen von Personen und illegalen Handel mit menschlichen Organen in Kosovo. Dieser Bericht des Europarates hat dazu geführt, dass die Special Investigative Task Force gegründet wurde, um eben die Straflosigkeit dieser grauenhaften Delikte zu verhindern respektive diese Kriegsverbrechen aufzuarbeiten. Das war im Jahre 2011.
In der Motion 11.3005 wurde der Bundesrat vom Parlament aufgefordert, alle notwendigen Mittel zur Umsetzung dieses Anliegens zu ergreifen, um eben diese Special Investigative Task Force zu unterstützen. Diese Motion hat in den Räten eine Mehrheit gefunden. Im August 2015 hat nun das kosovarische Parlament den Weg geöffnet für ein Sondergericht zur gerichtlichen Aufarbeitung der Untersuchungsarbeit, welche die Special Investigative Task Force geleistet hat. Diese Task Force ist eine Untersuchungsbehörde, und es geht nun darum, dass eben auf gerichtlichem Weg im Rahmen dieses Sondergerichtes diese Vorwürfe abgeklärt werden könnten. Entsprechend geht es nun darum, hier die notwendige Unterstützung zu leisten.
Der Bundesrat anerkennt dieses Anliegen, ist aber aufgrund der Sparmassnahmen nicht bereit, einen entsprechenden Beitrag an dieses Gericht zu leisten.
Die APK-SR hat sich mit dieser Frage auseinandergesetzt und ist zur Ansicht gelangt, dass der ursprüngliche Auftrag der Motion, nämlich alle notwendigen Mittel zur Umsetzung des Anliegens zu ergreifen, nicht erfüllt ist, wenn eine gerichtliche Aufarbeitung der entsprechenden Vorwürfe nicht stattfinden respektive nicht unterstützt werden kann.
Entsprechend hat Ihre Kommission mit 4 zu 4 Stimmen bei 1 Enthaltung mit Stichentscheid des Präsidenten den Entscheid gefasst, Ihnen zu beantragen, diese Motion nicht abzuschreiben, weil sie nicht vollständig erfüllt ist.
- Redetext
- Redetext
- Abstimmung
- Redetext
- RedetextWalter Thurnherr(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)Schweiz
Der Bundesrat kann diese vorgeschlagene Branchenvereinbarung als eine sinnvolle Alternative zu Ihrer Motion anerkennen, sofern diese ihm dann einmal vorgelegt wird; die Branche ist aber noch nicht vorstellig geworden. Sie sollte vielleicht einmal beim UVEK vorbeigehen und diese Branchenlösung präsentieren. Wenn dieses Ziel relativ klar formuliert wäre - beispielsweise mit der Angabe von 80 Prozent bis dann und dann -, könnte man sich ein Monitoring durch die Verwaltung durchaus vorstellen; dann sollten die dazu notwendigen Ressourcen auch gesprochen werden. Würde dann das vereinbarte Ziel nicht erreicht, könnte man das Anliegen auf Verordnungsstufe angehen. Ein Verbot wird allerdings auf Verordnungsstufe nicht möglich sein, dies aus juristischen Gründen. Hingegen wäre es möglich, eine Gebühr einzuführen.
Data: OpenParlData · CC BY 4.0