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KVG. Versicherung der Familien

(00.443)Parlamentarische InitiativeErledigt
Schweiz04.10.2000
Profile
Type
Parlamentarische Initiative
State
Erledigt
Parliament
Schweiz
Number
00.443
Start
04.10.2000
References & source
Official record
Official profile
External ID
20000443
Agenda items
Contributions(35)
Timeline(5)
  • Erledigt
  • Abschreibung
    Nationalrat
  • Die Frist wird um zwei zusätzliche Jahre verlängert.
    Nationalrat
  • Folge gegeben
  • Im Rat noch nicht behandelt
Texts(3)
  • Titel des GeschäftesTEXT
    KVG. Versicherung der Familien
  • Eingereichter TextTEXT

    Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 21bis des Geschäftsverkehrsgesetzes reiche ich folgende Parlamentarische Initiative in der Form der allgemeinen Anregung ein:

    Das Parlament wird beauftragt, eine Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) zu veranlassen, damit sich Familien mit mehreren Kindern zu günstigeren Bedingungen versichern lassen können.

    Es soll eine Bestimmung eingeführt werden, der zufolge die Prämie für das zweite Kind um 50 Prozent gesenkt wird, sofern der eine Elternteil und das erste Kind bereits bei der gleichen Krankenkasse versichert sind, während das dritte Kind und folgende Kinder von Prämien befreit sein sollen. Diese Massnahmen betreffen die obligatorische Krankenpflegeversicherung.

  • BegründungTEXT

    Nach dem alten Recht hatten die Krankenkassen die Möglichkeit, ihren Versicherten eine Art Familienversicherung anzubieten. Sie konnten für Familien mit mehreren Kindern Prämienerleichterungen und -befreiungen vorsehen. Das KVG gestattet dies nicht mehr, und zahlreiche Versicherungsinstitutionen bedauern, dass sie ihre Offerten nicht mehr wie früher kundenspezifisch gestalten können.

    Familien mit mehreren Kindern müssen in den Genuss von Prämienerleichterungen und -befreiungen kommen können, wenn der eine Elternteil und die Kinder bei der gleichen Kasse versichert sind. Die Prämienverbilligungsbeiträge entlasten zwar gewisse Haushalte, werden aber Familien, die oft für sämtliche Kosten selbst aufkommen müssen und ebenfalls Unterstützung verdienen, nicht gewährt.

    Die Erfahrung zeigt auch, dass die in der Parlamentarischen Initiative vorgeschlagenen Massnahmen die Familienmitglieder dazu ermuntern, ihrer Krankenkasse treu zu bleiben. Da Jugendliche ab 15 Jahren für lange Zeit zur Gruppe der "guten Risiken" gehören, sieht sich die Krankenkasse dadurch für ihr früheres Entgegenkommen entschädigt.

Data: OpenParlData · CC BY 4.0