Skip to main content

Motorisierter Individualverkehr als zusätzlicher Hitzefaktor in Städten – Handlungsbedarf und mögliche Massnahmen

(26.4143)InterpellationEingereicht
Schweiz16.09.2026
Profile
Type
Interpellation
State
Eingereicht
Parliament
Schweiz
Number
26.4143
Start
16.09.2026
References & source
Official record
Official profile
External ID
20264143
Contributions(11)
Timeline(1)
  • Eingereicht
Texts(3)
  • Titel des GeschäftesTEXT
    Motorisierter Individualverkehr als zusätzlicher Hitzefaktor in Städten – Handlungsbedarf und mögliche Massnahmen
  • Eingereichter TextTEXT

    Der Bundesrat wird um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:

    1. Wie gross ist der Beitrag des MIV zur lokalen Hitzebelastung in Schweizer Städten? Welche Erkenntnisse bestehen zur Abwärme von Verbrennungs- und Elektromotoren, Klimaanlagen, Bremsen und weiteren Komponenten?
    2. Welche Messungen oder Modellrechnungen liegen für Schweizer Städte vor, insbesondere zur Wirkung des MIV während Hitzeperioden auf Luft- und Oberflächentemperaturen?
    3. Wie gross ist der Beitrag weiterer anthropogener Wärmequellen wie Gebäude, Klimaanlagen, Industrie, Verkehrsinfrastruktur und Energieverbrauch?
    4. Welche Wirkung haben Strassen, Parkplätze und andere versiegelte Verkehrsflächen auf die lokale Erwärmung und die nächtliche Abkühlung?
    5. Welche Erkenntnisse gibt es zur Wirkung einer Reduktion des MIV während Hitzeperioden auf Temperatur, Luftqualität, nächtliche Abkühlung, Energieverbrauch und gesundheitliche Belastung?
    6. Welche Erfahrungen bestehen in anderen europäischen Städten mit temporären Verkehrsbeschränkungen während Hitzeperioden oder bei gleichzeitig hoher Luftschadstoffbelastung?
    7. Sieht der Bundesrat Bedarf für eine wissenschaftliche Untersuchung zum Beitrag des Verkehrs und anderer anthropogener Wärmequellen zur städtischen Hitzebelastung in der Schweiz?
    8. Hat das ASTRA bereits einen Auftrag entsprechende Forschungsaufträge MIV, Hitze und Klimaanpassung umzusetzen und inwiefern wird ein solcher Auftrag nach diesem Sommer angepasst?
    9. Ist der Bundesrat bereit, bei der Weiterentwicklung der Klimaanpassungsstrategie Massnahmen zur Reduktion anthropogener Wärmequellen, insbesondere des MIV, stärker zu berücksichtigen und Städte und Gemeinden bei entsprechenden Hitzeaktionsplänen zu unterstützen?
  • BegründungTEXT

    Hitzewellen werden in der Schweiz häufiger, intensiver und länger. Besonders betroffen sind Städte und dicht bebaute Siedlungsräume. Der Wärmeinseleffekt kann dazu führen, dass die Temperaturen in Städten insbesondere nachts deutlich über jenen des Umlands liegen. 

    Der motorisierte Individualverkehr (MIV) trägt zur lokalen Erwärmung bei: Fahrzeuge geben während des Betriebs Wärme ab. Für die Schweiz fehlen Erkenntnisse über den konkreten Beitrag des MIV und anderer anthropogener Wärmequellen. Eine bessere Datengrundlage ist wichtig, um die Wirksamkeit möglicher Massnahmen beurteilen zu können.

Data: OpenParlData · CC BY 4.0