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Gesundheit als neuer Schwerpunkt der internationalen Zusammenarbeit

(22.3144)MotionErledigt
Schweiz16.03.2022
Speeches(10)
Sorted by Speech date, Descending
10 Results
  • Redetext
  • Redetext
    Ignazio Cassis(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

    Covid-19 hat wirklich deutlich gemacht, wie sehr eine Gesundheitskrise unsere Wirtschaft und Gesellschaft destabilisieren kann. Die Schweiz hat rasch ihren Beitrag zur globalen Bewältigung der Covid-19-Krise geleistet. Nebst der Anpassung von bilateralen Programmen, oft ausgehend von der Entwicklungszusammenarbeit hin zur humanitären Zusammenarbeit, war auch die Unterstützung der multilateralen Organisationen im Gesundheitsbereich wichtig. Sie wissen ja, die meisten dieser Organisationen haben ihren Sitz in Genf. Diese Organisationen spielen eine wichtige Rolle bei der Stärkung der Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern. Gerade in Entwicklungsländern hatte die Corona-Pandemie auch gravierende sozioökonomische und politische Konsequenzen, welche in gewissen Ländern bis heute spürbar sind.

    Die Strategie der internationalen Zusammenarbeit 2021-2024 (IZA-Strategie) hat uns erlaubt, flexibel auf die neue Situation zu reagieren. Entsprechend bleiben die vier thematischen Schwerpunkte der aktuellen IZA-Strategie relevant und werden, wie Sie das vielleicht in der Vernehmlassung gesehen haben, auch in der neuen Strategie weitergeführt. Eine hochwertige und zugängliche Grundversorgung im Gesundheitsbereich gehört zu den Zielen unserer internationalen Zusammenarbeit. Bereits vor der Pandemie hat die DEZA über 10 Prozent ihrer bilateralen Mittel für Gesundheitsprojekte ausgegeben; im Jahr 2021 waren es 23 Prozent. Zusätzlich dazu unterstützt die DEZA Gesundheitsorganisationen wie den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, die WHO und Unaids. Die DEZA verfügt mit der Sektion Gesundheit - das haben Sie von Frau Ständerätin Gmür-Schönenberger gehört - seit Jahren über ein Kompetenzzentrum, das mit den relevanten nationalen und internationalen Gesundheitsakteuren bestens vernetzt ist.

    Notre rapport en réponse au postulat de la Commission de politique extérieure du Conseil national 20.3469, "Mesures pour enrayer la propagation des zoonoses et lutter contre leurs causes", a été publié le 16 août 2023. Ce rapport illustre notre contribution à l'approche "One Health", qui inclut la prévention et la riposte aux pandémies et la lutte contre l'antibiorésistance au niveau international. Cet état des lieux ainsi que les connaissances scientifiques actuelles, de même que nos expériences ont été pris en compte dans l'élaboration de la stratégie de coopération internationale 2025-2028.

    Cette stratégie de coopération internationale a été soumise à la consultation publique jusqu'à la semaine passée. On est en train de recevoir les résultats. Ainsi, vous avez pu constater que le Conseil fédéral propose que la prochaine stratégie de coopération internationale mette l'accent sur le thème de la santé, et ceci, notamment, en raison des risques de chocs pandémiques. Nous mettrons alors en oeuvre la demande de l'autrice de la motion.

    En ce sens, le Conseil fédéral propose de suivre votre commission et d'adopter la motion.

  • Redetext
    Schweiz

    Mit dieser Motion soll der Bundesrat beauftragt werden, die nötigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass bei der internationalen Zusammenarbeit die Gesundheit eine hohe strategische Priorität erhält. Hierfür soll in der Botschaft zur Strategie der internationalen Zusammenarbeit (IZA-Strategie 2025-2028) die Gesundheit als Schwerpunktthema aufgenommen werden. Bundesrat und Nationalrat beantragen die[NB]Annahme der Motion, der Nationalrat mit 136 zu 53 Stimmen.

    Wir alle mussten durch die Pandemie erfahren, wie sehr eine Gesundheitskrise unsere Wirtschaft und Gesellschaft destabilisieren kann. Die Schweiz konnte rasch einen wichtigen Beitrag zur globalen Bewältigung der Covid-19-Krise leisten. Essenziell dafür waren aber unsere Präsenz vor Ort einerseits und unsere lokalen Netzwerke langjähriger Partner andererseits. Neben den bilateralen Programmen war auch die Unterstützung der multilateralen Organisationen im Gesundheitsbereich überaus wichtig.

    Auch die APK-S ist der Meinung, dass eine qualitativ gute und gerechte Gesundheitsversorgung klar zu den Zielen der internationalen Zusammenarbeit gehören muss. Bereits vor der Pandemie hat die DEZA über 10 Prozent ihrer bilateralen Mittel für Gesundheitsprojekte ausgegeben. Im Jahr 2021 waren es sogar 23 Prozent und im letzten Jahr 15 Prozent. Neben den finanziellen Beiträgen der internationalen Zusammenarbeit verfügt die DEZA mit der Sektion Gesundheit über ein Kompetenzzentrum, das bestens mit den relevanten nationalen und internationalen Gesundheitsakteuren vernetzt ist.

    Es ist absolut begrüssenswert, dass das Thema Gesundheit auch in der Strategie der internationalen Zusammenarbeit 2025-2028 einen hohen Stellenwert einnehmen wird. Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit soll rasch auf gesundheitliche Krisen reagiert werden können, sodass das Gesundheitssystem breit gestärkt wird und die Gesundheit der Menschen möglichst erhalten bleibt.

    Die APK-S hat die Motion einstimmig angenommen. Ich bitte Sie, dies ebenso zu tun.

  • Redetext
  • Abstimmung
    Speech
    Schweiz
  • Redetext
    Ignazio Cassis(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

    Covid-19 hat uns daran erinnert, wie sehr eine Gesundheitskrise unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft destabilisieren kann. Die Schweiz hat rasch einen wichtigen Beitrag zur globalen Bewältigung der Covid-19-Krise geleistet. Zentral dafür waren unsere starke Präsenz vor Ort, aber auch unsere lokalen Netzwerke mit [PAGE 447] langjährigen Partnern. Neben diesen bilateralen Programmen war auch die Unterstützung der multilateralen Organisationen im Gesundheitsbereich durch die Schweiz wichtig. Die meisten von ihnen - Sie wissen es - haben ihren Sitz in Genf. Diese Organisationen spielen ja eine zentrale Rolle bei der Stärkung von Gesundheitssystemen in Entwicklungsländern. Gerade in diesen Ländern ist die Corona-Pandemie aber längst nicht mehr nur eine Gesundheitskrise, sie ist inzwischen eine gravierende sozioökonomische und politische Krise. Entsprechend bleiben die vier thematischen Schwerpunkte der aktuellen IZA-Strategie relevant.

    Eine qualitativ gute und gerechte Gesundheitsversorgung gehört zu den Zielen unserer IZA. Bereits vor der Pandemie hat die DEZA über 10 Prozent ihrer bilateralen Mittel für Gesundheitsprojekte ausgegeben. Im Jahr 2021 waren es sogar rund 23 Prozent. Zusätzlich unterstützt die DEZA Gesundheitsorganisationen wie den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, die WHO und Unaids. Als Geberin nimmt die Schweiz Einsitz in den Steuerungsgremien dieser Organisationen. Die DEZA verfügt mit der Sektion Gesundheit seit Jahren über ein Kompetenzzentrum, das mit den relevanten nationalen und internationalen Gesundheitsakteuren gut vernetzt ist.

    Je peux vous assurer que le thème de la santé occupera également une place prépondérante dans la stratégie de coopération internationale 2025-2028, notamment en raison des risques de choc pandémique - nous avons bien appris de cette crise.

    En septembre 2020, vous avez adopté le postulat 20.3469 concernant la lutte contre les zoonoses, déposé par votre Commission de politique extérieure. Le Conseil fédéral finalisera ce rapport sous peu. Cet état des lieux ainsi que les connaissances scientifiques actuelles et nos expériences seront prises en compte dans l'élaboration de la nouvelle stratégie de coopération internationale.

    En ce sens, le Conseil fédéral vous propose d'adopter la motion.

  • Redetext
    Yves Nidegger(Schweizerische Volkspartei)
    Schweiz

    On ne choisit pas les axes stratégiques de la coopération internationale du pays sur la base de faits divers, même si le fait divers en question est la pandémie de COVID-19 et qu'il fut un fait divers important. Les axes de la coopération internationale et de la politique internationale de la Suisse en général doivent être la sécurité et la prospérité de la Suisse, c'est-à-dire son indépendance.

    Que nous propose le Centre? De considérer qu'il serait non seulement bon pour le monde, mais certainement encore meilleur pour les intérêts économiques de la Suisse - comprenez la pharma, la motion ayant été déposée par une collègue bâloise dont les intérêts ne sont pas très éloignés - de faire de la santé une priorité stratégique derrière laquelle la Suisse mettrait son image et son action. Chers collègues, l'arrière-plan de la pandémie de COVID-19 devrait plutôt nous inciter à fuir cette idée-là, parce que le dégât d'image pour la Suisse serait manifeste.

    Je vous rappelle que la manière avec laquelle nous avons réagi politiquement à cela, sous l'angle de la pharma, c'est une commande valant plus de 1 milliard de francs pour 61 millions de doses de vaccins, dont seulement 17 millions ont été utilisées, 10 millions sont déjà passées à la poubelle et 23 autres millions finiront à la poubelle également malgré les prolongations de validité de Swissmedic. On parle ici d'un gaspillage monstrueux portant sur 1 milliard de francs d'engagements de la Confédération pour un résultat désastreux, parce que l'efficacité des 17 millions de doses effectivement injectées est aujourd'hui remise en cause. Le vaccin, apparemment, ne sert à rien, les études les plus récentes montrent que plus on est vacciné et plus on a de chances d'attraper le virus, et des pans entiers du narratif officiel de ce qu'il fallait penser du virus, de son origine, de la manière de le combattre, de l'utilité des mesures liberticides et destructrices d'emploi qui ont été employées - le confinement et le reste -, des pans entiers de ce narratif sont déjà passés dans la catégorie des mensonges de l'histoire, et d'autres pans de ce narratif vont suivre.

    Il s'agit de la calamité majeure et cette gestion de la pandémie restera non pas dans les annales de la politique publique réussie, mais restera comme un exemple de manipulation mentale anxiogène à but finalement financier pour certains grands groupes industriels qui s'en sont mis plein les poches sur le dos du contribuable.

    Chers collègues, si vous voulez faire de cela l'image de la Suisse dans le monde et de la coopération suisse, adoptez cette motion du Centre. Si vous voulez protéger le pays, rejetez-la.

  • Redetext
    Martin Candinas(Die Mitte)
    Schweiz
  • Redetext
    Schweiz

    Mit meiner Motion fordere ich, dass globale Gesundheit zum Schwerpunktthema in der IZA-Strategie 2025-2028 wird. Ich freue mich, dass der Bundesrat meine Motion zur Annahme empfiehlt.

    Die gegenwärtige IZA-Botschaft definiert die strategische Ausrichtung der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit anhand dreier Kriterien. (Glocke und Zwischenruf des Präsidenten: Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir behandeln jetzt parlamentarische Vorstösse; die nächste halbe Stunde können Sie Gespräche ausserhalb des Saales führen. Ich bitte Sie um Ruhe. Frau Schneider-Schneiter, Sie haben das Wort.) Besten Dank, Herr Präsident.

    Die gegenwärtigen Kriterien sind die folgenden: erstens die Bedürfnisse der Bevölkerung in den Entwicklungsländern, zweitens die langfristigen Interessen der Schweizer Aussenpolitik, drittens der Mehrwert der Schweizer IZA im internationalen Vergleich. Das Thema globale Gesundheit liegt im Schnittbereich aller drei Kriterien, deshalb ist es erstaunlich, dass globale Gesundheit gegenwärtig nicht als Schwerpunktthema definiert ist. Die Stärkung der Gesundheitsprogramme ist klar im Interesse der Einkommensschwächsten dieser Welt.

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, es ist wirklich sehr unangenehm, hier zu sprechen, und ich schäme mich auch vor allen auf der Tribüne anwesenden Leuten; es ist wirklich unangenehm! (Glocke und Zwischenruf des Präsidenten: Frau Schneider-Schneiter, Sie dürfen weiterfahren.)

    Gemäss WHO sterben pro Jahr immer noch 400[NB]000 Menschen an Malaria. Durch die Entwicklung saisonaler Malaria-Prävention konnten beispielsweise mit einem von der[NB]DEZA unterstützten Programm zwischen 2009 und 2016 mehr als eine Million junge Menschenleben gerettet werden, indem Kinder Zugang zu qualitativ hochstehender, wirksamer und bezahlbarer Präventivbehandlung hatten. Gesundheitsprogramme retten aber nicht nur Leben; gute Gesundheit ist auch eine Grundvoraussetzung, um die Schule regelmässig zu besuchen und am Arbeitsleben teilnehmen zu können.

    Eine stabile, qualitativ hochstehende Gesundheitsversorgung im globalen Süden schafft ferner viele neue Arbeitsplätze vor Ort. Das dient der wirtschaftlichen Entwicklung und schafft Perspektiven für ein gutes Leben im eigenen Land und ist damit auch im Interesse der Schweizer Aussenpolitik. Diese strebt nämlich stabile und investitionsfreundliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie eine Reduktion der Ursachen von Flucht und irregulärer Migration an. Deshalb hätte auch die SVP ein grosses Interesse daran, diese Motion zu unterstützen. Spätestens seit Covid-19 sind wir uns bewusst, dass Krankheiten nur global bekämpft werden können. Instabile, unzureichende Gesundheitssysteme im globalen Süden wirken sich direkt negativ auf den globalen Norden und damit auch auf die Schweiz aus.

    Die Schweiz bietet in vielerlei Hinsicht einen Mehrwert. Die Nachhaltigkeitsziele der UNO sehen eine verstärkte Einbindung der privaten Wirtschaft als zentralen Hebel an, um Armut zu bekämpfen. Langfristig könnten gemäss Schätzungen der DEZA rund 20 bis 25 Prozent aller DEZA-Massnahmen in Zusammenarbeit mit dem Privatsektor durchgeführt werden. Als führender Life-Sciences-Standort Europas und zentraler Technologie- und Forschungsstandort im Gesundheitsbereich kann die Schweiz dieses Potenzial gerade in der Umsetzung von globalen Gesundheitsprogrammen optimal ausschöpfen.

    Globale Gesundheit als Teil der Entwicklungszusammenarbeit gehört aber auch zur humanitären Tradition der Schweiz. Dem internationalen Genf als Standort der Weltgesundheitsorganisation WHO und damit als Welthauptstadt der globalen Gesundheit kommt eine einzigartige Rolle in der Umsetzung von globalen Gesundheitsprogrammen zu. Eine Stärkung der globalen Gesundheit würde den Interessen der Schweiz dienen, da sie den Standort Genf attraktiver machen und auch den Multilateralismus als aussenpolitisches Instrument der Schweiz weiter stärken würde.

    Die DEZA schreibt auf ihrer Website: "No wealth without health" - kein Wohlstand ohne Gesundheit. In diesem Sinne bitte ich Sie, diese Motion anzunehmen. Ich danke dem Bundesrat dafür, dass er sie zur Annahme empfiehlt.

  • Speech
    Speech
    Schweiz

    Bekämpft - Combattu [GZ]

    (Nidegger) [GZ]

    [VS][GZ]

    Verschoben - Renvoyé

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