Legale und umweltfreundliche Entsorgung von Altbatterien
(08.306)- AbstimmungSpeechSchweiz
Abstimmung - Vote
[NAM]
Für Folgegeben ... 57 Stimmen
Dagegen ... 93 Stimmen
- RedetextSpeechSchweiz
Madame Teuscher, j'aimerais quand même dire ici que la Confédération n'a plus fait de campagne d'information sur le recyclage des piles depuis une quinzaine d'années. Lorsque cette campagne a été faite, les résultats furent tout à fait bons et le recyclage global a beaucoup augmenté. Nous pensons qu'une nouvelle campagne lancée cette année pourra avoir des résultats tout à fait significatifs et permettra d'atteindre véritablement les 80 pour cent préconisés par tous en commission. Encore une fois, je pense que nous devons miser sur des mesures éducatives, sur des mesures qui favorisent le [PAGE 532] recyclage et non pas investir des millions de francs dans un système administratif coûteux, lourd, qui ne produira guère de résultats.
Je vous remercie d'approuver cette philosophie de l'éducation au recyclage qui, finalement, donne de bons résultats dans tous les domaines.
- RedetextFranziska Teuscher(Die Grünen)Schweiz
Die Standesinitiative Bern "Legale und umweltfreundliche Entsorgung von Altbatterien" wurde 2007 im Grossen Rat des Kantons Bern mit 125 zu 2 Stimmen angenommen. Sie geht auf eine Motion einer FDP-Frau zurück - ich sage dies an die Adresse der bürgerlichen Ratsseite, damit auch Sie zur Kenntnis nehmen, dass es sich hier um ein Anliegen handelt, das im Kanton Bern von allen Parteien mitgetragen wird.
Mit seiner Standesinitiative verlangt der Kanton Bern vom Bund wirkungsvolle Massnahmen, damit der Anteil rezyklierter Batterien erhöht werden kann. Der Kanton Bern verlangt, dass man griffige Massnahmen ergreift, um auch in diesem Bereich das Verursacherprinzip durchzusetzen. Vorgeschlagen wird z. B. ein Anreiz über ein Pfand.
Die Recyclingquote bei Altbatterien ist immer noch unbefriedigend. Ziel des Bundes ist es, eine Sammelquote von 80 Prozent zu erreichen. Ich zitiere aus einem Bericht des UVEK von 1998: "Der Rücklauf von Altbatterien und -akkumulatoren ist heute mit nur 60 Prozent ungenügend. Aus ökologischen Gründen wird eine wesentliche Erhöhung der Sammelrate der gebrauchten Batterien und Akkumulatoren angestrebt. Die neuen Regelungen sollen helfen, mindestens 80 Prozent gebrauchter Batterien und Akkumulatoren dem Recycling zuzuführen."
Zwölf Jahre später haben wir die Rücklaufquote von 60 auf 70 Prozent erhöht. Die Kommissionsminderheit will nicht noch einmal zwölf Jahre warten, bis sich die Sammelquote auf 80 Prozent erhöht. Die Kommissionsminderheit will der Standesinitiative Bern Folge geben, weil auch sie davon überzeugt ist, dass es griffigere Massnahmen braucht, um das Ziel von 80 Prozent Rücklauf zu erreichen.
Das Batterienrecycling ist vor allem aus zwei Gründen wertvoll: Zum einen können wir damit den Ressourcenverschleiss einschränken. Beim Recycling können wertvolle Metalle und Legierungen wie Zink oder Quecksilber zurückgewonnen und damit wiederverwendet werden. Gelangen Batterien in den Haushaltabfall - insgesamt tut das in der Schweiz immer noch knapp ein Drittel -, dann finden wir diese Metalle in der Schlacke der Kehrichtverbrennungsanlagen, welche schliesslich auf den Deponien landet. Batterienrückstände sind damit eine allfällige Gefahr für die Umwelt.
Das Bafu hatte angekündigt, dass es 2009 und 2010 zusätzliche Massnahmen ergreifen wolle, um das Recycling von Altbatterien voranzutreiben; insbesondere sollen vermehrt Sensibilisierungskampagnen gemacht werden. Dies genügt jedoch der Kommissionsminderheit nicht, weil mit diesen Sensibilisierungskampagnen, die seit Jahren regelmässig gemacht werden, immer nur erreicht werden kann, dass die geltende Recyclingquote Bestand hat. Wenn wir die Recyclingquote aber auf 80 Prozent hinaufsetzen wollen, dann braucht es zusätzliche griffige Massnahmen, dann braucht es eben - wie der Kanton Bern es vorschlägt - das Verursacherprinzip. Die Kommissionssprecherin und der Kommissionssprecher haben sich beide insbesondere gegen das Pfand ausgesprochen. Hier möchte ich erwähnen, dass das einfach eine Möglichkeit ist, die der Kanton Bern vorschlägt; es ist nicht die einzige. Der Kanton Bern hält fest, dass man auch beim Recycling von Batterien das Verursacherprinzip einführen soll.
Die Minderheit ist überzeugt, dass man das Konsumverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten ändern muss, dass man Anreize schaffen muss, sodass vermehrt wiederaufladbare Batterien gekauft werden. Dies ist heute noch sehr wenig der Fall, weil diese Batterien im Vergleich zu den Einwegbatterien viel zu teuer sind.
Ich bitte Sie, der Standesinitiative Bern Folge zu geben, damit wir beim Batterienrecycling wirklich einen Schritt vorwärtskommen.
- RedetextSpeechSchweiz
Monsieur van Singer, la Confédération souhaite mettre en place à nouveau une campagne d'information et des mesures pour faciliter la récupération des piles. Je pense sincèrement que nous arriverons ainsi à augmenter le taux de récupération pour atteindre ces fameux 80 pour cent qui sont l'objectif visé. Il faut dire qu'au niveau international, la Suisse est bien placée pour ce qui est du recyclage, et je ne crois pas que ce soit en mettant en place un système de consigne très lourd administrativement que nous réussirons à recycler encore plus de piles dans notre pays.
- RedetextChristian van Singer(Die Grünen)Schweiz
Monsieur Favre, vous dites que les deux tiers des piles sont récupérés, mais cela veut quand même dire qu'un tiers n'est pas récupéré, alors est-ce que vous seriez d'accord, si cet objectif de 80 pour cent n'est pas atteint rapidement, que la Confédération prenne des mesures plus contraignantes?
- RedetextSpeechSchweiz
La Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie a examiné l'initiative du canton de Berne lors de sa séance du mois d'août 2009. Elle vous recommande, par 16 voix contre 5 et 2 abstentions, de ne pas donner suite à l'initiative.
Cette initiative vise à ce que la Confédération prenne des mesures pour réduire la proportion des piles usagées jetées de manière illégale à la poubelle. Le principe de causalité devrait être appliqué en introduisant, par exemple, le système de la consigne à l'instar de ce qui se fait pour les bouteilles.
Comme le Conseil des Etats, la commission estime qu'il n'y a pas lieu de légiférer en la matière. La Suisse atteint un taux de récupération exemplaire en comparaison internationale - 70 pour cent en 2008 -, et c'est en rendant la récupération plus facile et en poursuivant la sensibilisation de la population qu'un taux plus élevé de récupération pourrait ou devrait même être atteint. La commission soutient les mesures annoncées par l'Office fédéral de l'environnement qui devraient permettre d'élever le taux de récupération à plus de 80 pour cent. Elle estime elle aussi qu'il n'est pas opportun d'introduire un système de consigne administrativement lourd et coûteux. Les coûts d'un tel système sont pratiquement plus élevés que les coûts d'élimination des batteries. Un système de consigne pourrait par ailleurs provoquer le développement d'un tourisme transfrontalier des piles usagées.
Au niveau de l'effet environnemental, il est important de rappeler que la dispersion de mercure, présent en grandes quantités dans les anciennes batteries, est devenue beaucoup plus faible avec le temps. Les nouvelles batteries comportent moins d'éléments dangereux, ainsi l'effet environnemental d'un supplément de recyclage est relativement modeste selon les experts. Néanmoins, la commission est d'avis qu'il faut continuer de prêcher en faveur du recyclage. Il s'agit ainsi de mettre en place des mesures de sensibilisation et de facilitation qui favorisent le recyclage des batteries par la population, comme le prévoit l'office fédéral, afin d'atteindre un taux de récupération de 80 pour cent. Par contre, il ne faut pas "surbureaucratiser" le concept en créant un système de consigne coûteux et administrativement lourd.
Pour toutes ces raisons, la commission, par 16 voix contre 5 et 2 abstentions, vous recommande donc de ne pas donner suite à cette initiative.
- RedetextElvira Bader(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)Schweiz
"Legale und umweltfreundliche Entsorgung von Altbatterien" - mit dieser Standesinitiative wird der Bund ersucht, mit Massnahmen den Anteil der nichtlegalen Entsorgung von Altbatterien im Hauskehricht zu verringern. Dabei sei das Verursacherprinzip anzuwenden, zum Beispiel mit einem Pfand.
Die Mehrheit Ihrer Kommission ist der Meinung, dass hier kein gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht. Die Schweiz hat bereits heute im Vergleich mit dem Ausland einen sehr hohen Rücklauf. Im Durchschnitt der letzten Jahre sind es 66 Prozent; 2008 waren es sogar 70,6 Prozent. Mit der vorgezogenen Entsorgungsgebühr sind alle Verkaufsstellen angehalten, die Altbatterien kostenlos zurückzunehmen.
Wir teilen die Auffassung, dass die Rücklaufquote bei Altbatterien noch gesteigert werden könnte. Wir erachten jedoch ein Pfand nicht als richtiges Mittel. Es brächte unverhältnismässige administrative Abläufe mit sich, und in Grenzkantonen könnte es zu einem unerwünschten Altbatterientourismus führen. Heute sind Kehrichtverbrennungsanlagen mit wirksamen Rauchgasreinigungssystemen ausgerüstet, die eine belastungsfreie Batterienverbrennung ermöglichen. Umweltfreundliche Batterien im Kompost - das ist das Problem. Hier braucht es Aufklärungsarbeit. Mit zusätzlichen Massnahmen, die das Bafu vorschlägt, und den bereits laufenden Massnahmen soll eine Rücklaufquote von 80 Prozent erreicht werden. Diese Massnahmen beinhalten z. B. das Auflegen von Batterienbags im Detailhandel, an Kiosken usw., die Förderung von aufladbaren Batterien, die Sensibilisierung der Jungen mit Migrationshintergrund und die Information der Konsumentinnen und Konsumenten. Das bedeutet: Erleichterung bei der Rückgabe und immer wieder Sensibilisierung der Bevölkerung.
Aus all diesen Gründen - und nachdem sich die Kommission noch näher über den Stand der Technik bei Batterien und über die Verwertung der Batteriebestandteile orientiert hat - beantragt die Mehrheit der Kommission mit 16 zu 5 Stimmen bei 2 Enthaltungen, der Standesinitiative Bern keine Folge [PAGE 531] zu geben, wie es auch schon der Ständerat einstimmig beschlossen hat.
- Redetext
- RedetextMoritz Leuenberger(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
Ich kann bestätigen, was Herr Büttiker gesagt hat: Wir erachten eher eine Aufklärung als wichtig denn ein gesetzgeberisches Vorgehen. Ein grösseres Problem, das wir immer noch haben, ist jenes, dass der Wille, Batterien zurückzugeben, in unserer Bevölkerung sehr, sehr gross ist, dass es aber immer wieder Leute gibt, die meinen, man könne eine Batterie in den Kompost tun, wenn darauf steht, sie sei umweltfreundlich. Deswegen haben wir in den Kompogasanlagen ständig grüne Batterien, die wir dort wieder herausnehmen müssen. Wenn es uns also gelingt, diesen Teil der Aufklärung auch noch erfolgreich durchzuführen, sind wir auf sehr gutem Weg.
- RedetextRolf Büttiker(FDP.Die Liberalen)Schweiz
Ich bin zwar nur der Sitznachbar von Herrn Schweiger, und der Kommissionspräsident ist auch entschuldigt, aber wir haben diese Initiative in der Kommission genau angeschaut, wir haben sie besprochen, wir haben auch mit dem Bafu Kontakt gehabt und uns überzeugen können, dass wir in der Schweiz bezüglich Altbatterien auf sehr gutem Weg sind. Wir haben uns auch überzeugen können, dass die Rücklaufquote etwa 70 Prozent beträgt. Es sind auch weitere Informationskampagnen geplant, und wir haben uns ein Konzept vorlegen lassen, mit dem eben diese bereits hohe Rücklaufquote noch erhöht werden soll. Das Bafu hat uns auch überzeugt, dass in der Schweiz die Kehrichtverbrennungsanlagen, wenn sie aufgerüstet werden, auch die Möglichkeit haben, diese Altbatterien, die eben den Ansprüchen noch nicht genügen, ohne giftige Reststoffe zu entsorgen.
Es ist nicht so, dass wir die Initiative an und für sich ablehnen, sondern wir sind überzeugt, dass kein gesetzlicher Handlungsbedarf besteht. Deshalb wollen wir der Initiative keine Folge geben. Ich glaube, man darf beruhigt und mit Genugtuung feststellen, dass diese Arbeit gut gemacht wird, und man darf dem Bafu diesbezüglich auch einmal ein Lob aussprechen.
- Redetext
- SpeechSpeechSchweiz
Antrag der Mehrheit
Der Initiative keine Folge geben
[VS]
Antrag der Minderheit
(Teuscher, Girod, Nordmann, van Singer, Wyss Ursula)
Der Initiative Folge geben
[VS]
Proposition de la majorité
Ne pas donner suite à l'initiative
[VS]
Proposition de la minorité
(Teuscher, Girod, Nordmann, van Singer, Wyss Ursula)
Donner suite à l'initiative
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