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Erhöhung des Ferienanspruchs

(10.464)Parlamentarische InitiativeErledigt
Schweiz18.06.2010
Profile
Type
Parlamentarische Initiative
State
Erledigt
Parliament
Schweiz
Number
10.464
Start
18.06.2010
References & source
Official record
Official profile
External ID
20100464
Agenda items
Votings(1)
Contributions(35)
Timeline(3)
  • Erledigt
  • Keine Folge gegeben
    Nationalrat
  • Im Rat noch nicht behandelt
Texts(3)
  • Titel des GeschäftesTEXT
    Erhöhung des Ferienanspruchs
  • Eingereichter TextTEXT

    Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 170 des Parlamentsgesetzes reiche ich die folgende parlamentarische Initiative ein:

    Der gesetzliche Ferienanspruch der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Schweiz muss erhöht werden.

  • BegründungTEXT

    Die Arbeit und Umwelt belasten den Gesundheitszustand der Bevölkerung zunehmend. Die Entwicklung zu einer Dienstleistungsgesellschaft, Technologien, die immer mehr Raum einnehmen, und die Verfügbarkeit rund um die Uhr haben die Arbeitswelt grundlegend verändert. Die Arbeitsbelastung und insbesondere der Druck am Arbeitsplatz sind in den vergangenen zwanzig Jahren markant gestiegen.

    Infolge der neuen Kommunikationsinstrumente und -technologien haben die Anforderungen der Unternehmen an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugenommen. Die Arbeitsprozesse werden immer dichter und intensiver, und der Arbeitsrhythmus gewinnt laufend an Tempo.

    Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind nicht allein davon betroffen, dass die Gesellschaft keine Pausen mehr einlegt. Der Nonstop-Aktivismus beeinflusst die ganze Gesellschaft. Auch nachtsüber und am Wochenende, in den Städten, in der Agglomeration und auf dem Land herrscht ununterbrochen reges Tun. Dies hat zur Folge, dass die Lärmemissionen, die Belastung der Umwelt und die Beanspruchung der Ressourcen zunehmen.

    Stress an der Arbeit ist das am häufigsten erwähnte die Gesundheit belastende Risiko. Nach der Studie "Arbeit und Gesundheit" des Staatssekretariats für Wirtschaft aus dem Jahr 2009 leiden etwa zwei Drittel der Erwerbstätigen an ihrem Arbeitsplatz darunter. Stress bei der Arbeit verursacht der Gesellschaft jährlich Kosten in der Höhe von etwa 10 Milliarden Franken.

    Langfristig steht auch die Produktivität der Erwerbstätigen auf dem Spiel. Es gibt praktisch keine Möglichkeit mehr, die verschiedenen Lebensbereiche wie Arbeit, Familie, Freizeit usw. gleichermassen unter einen Hut zu bringen. Die Zunahme von Fällen beruflich bedingter Erschöpfung (Burnout) spricht für sich. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen mehr Zeit, um sich erholen zu können. Dies ist nötig, um gesund zu bleiben. Es geht darum, in die Gesundheit unserer Gesellschaft zu investieren.

    Mit mehr Ferien lässt sich durch die Arbeitswelt verursachter Stress ideal kompensieren. Der gesetzliche Ferienanspruch wurde seit 25 Jahren nicht angepasst. Er muss erhöht werden.

Data: OpenParlData · CC BY 4.0