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Zuwanderungsabgabe. Ein liberales Instrument der Zuwanderungssteuerung

(26.4044)MotionIn Ständerat geplant
Schweiz19.06.2026
Profile
Type
Motion
State
In Ständerat geplant
Parliament
Schweiz
Number
26.4044
Start
19.06.2026
References & source
Official record
Official profile
External ID
20264044
Contributions(20)
Timeline(4)
  • In Ständerat geplant
  • Antrag: Annahme
    Bundesrat
  • Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
  • Eingereicht
Texts(4)
  • Titel des GeschäftesTEXT
    Zuwanderungsabgabe. Ein liberales Instrument der Zuwanderungssteuerung
  • Antwort BR / BüroTEXT

    Der Bundesrat ist bereit, gestützt auf seinen Bericht vom 6. Mai 2026 in Erfüllung des Postulats Caroni 23.4365 «Zuwanderungsabgabe. Vor- und Nachteile, mögliche Ausgestaltungen sowie Einbettung» verfassungs- und völkerrechtskonforme Modelle für die Einführung einer Zuwanderungsabgabe weiter zu verfolgen und dem Parlament entsprechende Rechtsgrundlagen zu unterbreiten. Dabei wird er insbesondere berücksichtigen, was das Parlament bezüglich innerstaatlicher Umsetzung der konkretisierten Schutzklausel im Rahmen des Pakets Schweiz-EU (Bilaterale III) entscheidet.



    Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
  • Eingereichter TextTEXT

    Der Bundesrat wird beauftragt, der Bundesversammlung die Rechtsgrundlagen für eine Zuwanderungsabgabe zu unterbreiten. Im Vordergrund steht eine Lenkungsabgabe, die an die Bevölkerung rückverteilt wird. Dabei ist der verfassungs- und völkerrechtliche Rahmen einzuhalten. 

  • BegründungTEXT

    Am 6. Mai 2026 veröffentlichte der Bundesrat seinen Bericht zum Postulat Caroni 23.4365 "Zuwanderungsabgabe. Vor- und Nachteile, mögliche Ausgestaltungen sowie Einbettung". Darin skizziert er die rechtlichen Möglichkeiten für eine solche Abgabe und skizziert neben den Herausforderungen auch ihre Vorteile. 

     

    Zu diesen Vorteilen gehört erstens, dass sich die direkten Gewinner der Zuwanderung im Sinne eines Einkaufs bzw. einer "Kurtaxe" am vorbestehenden Kapital der Schweiz bzw. an den Kosten der Zuwanderung beteiligen und somit die Zuwanderungsgewinne mit der betroffenen Gesamtbevölkerung teilen. Dazu gehört zweitens, dass volkswirtschaftlich effiziente Anreize für eine optimale Zuwanderung gesetzt werden. Eine Zuwanderungsabgabe ist damit ein liberales Instrument der Zuwanderungssteuerung.

     

    Gestützt auf den erwähnten Postulatsbericht soll der Bundesrat die nötigen Rechtsgrundlagen für eine Zuwanderungsabgabe vorlegen. Dabei sind die verfassungs -und völkerrechtlichen Vorgaben einzuhalten. Im Vordergrund steht somit eine Lenkungsabgabe mit Rückverteilung an die Bevölkerung, die namentlich auf Zuwandernde aus Drittstaaten erhoben wird. EU/EFTA-Angehörige sollen im Rahmen der laufenden Schutzklausel-Debatte erfasst werden.

     

    Die Abgabe soll über eine gewisse Dauer geschuldet sein. Sie soll nach Möglichkeit bei den Zuwandernden selbst (statt ihren allfälligen Arbeitgebern) erhoben werden. Sie kann berücksichtigen, welche fiskalischen Leistungen die Zuwandernden bereits erbringen. Die Einnahmen der Lenkungsabgabe sind prioritär an die Bevölkerung zu verteilen.

     

    Im Vordergrund steht die Umsetzung auf Gesetzesstufe. Die Vor- und Nachteile einer Umsetzung auf Verfassungsstufe sollen aber ebenfalls erörtert werden.

Data: OpenParlData · CC BY 4.0