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Zugang zu klinischen Studien verbessern zugunsten von Patientinnen und Patienten

(26.3510)MotionIn Kommission des Nationalrats
Schweiz26.03.2026
Profile
Type
Motion
State
In Kommission des Nationalrats
Parliament
Schweiz
Number
26.3510
Start
26.03.2026
References & source
Official record
Official profile
External ID
20263510
Contributions(7)
  • Andrea Gmür-SchönenbergerUrheber/inDie Mitte
  • Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur SRUrheber/in
  • Departement des InnernFederführendes Departement
  • Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur SRZuständige Kommission
  • Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur NRZuständige Kommission
Timeline(9)
  • In Kommission des Nationalrats
  • Zugewiesen an die behandelnde Kommission
  • Annahme
    Ständerat
  • In Kommission des Nationalrats
  • In Ständerat geplant
Texts(4)
  • Titel des GeschäftesTEXT
    Zugang zu klinischen Studien verbessern zugunsten von Patientinnen und Patienten
  • Antwort BR / BüroTEXT

    Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.

  • Eingereichter TextTEXT

    Der Bundesrat wird beauftragt, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um die Rekrutierung von Patientinnen und Patienten für klinische Studien in der Schweiz wirksam und nachhaltig zu verbessern. Dazu soll er auch die Bekanntheit und die Benutzerfreundlichkeit der Informationsplattform zur Humanforschung in der Schweiz „HumRes“ gegenüber heute deutlich verbessern. Weiter soll der Bundesrat die Nutzung von Gesundheitsdaten für die klinische Forschung vorantreiben. 

  • BegründungTEXT

    Die klinische Forschung ist für die medizinische und wirtschaftliche Innovationskraft der Schweiz strategisch wichtig. Sie ermöglicht Patientinnen und Patienten einen frühen Zugang zu innovativen Therapien, verbessert die Behandlungsqualität und schafft neue Perspektiven für die Behandlung bisher unheilbarer Krankheiten. Gleichzeitig stärkt sie das medizinische Fachpersonal durch den Ausbau von Fachwissen, attraktive Forschungskarrieren und zusätzliche Arbeitsplätze. Dennoch stagniert die Zahl der in der Schweiz durchgeführten klinischen Studien seit Jahren, während diese in anderen Ländern deutlich zunimmt. Die Rekrutierung von Patientinnen und Patienten stellt einen zentralen Engpass bei der Durchführung klinischer Studien dar. Als vergleichsweise kleines Land mit einer begrenzten Bevölkerungszahl und entsprechend limitierten Patientenkollektiven ist die Schweiz besonders stark auf eine effiziente, koordinierte und zielgerichtete Rekrutierung angewiesen. 

     

    Darauf aufbauend eröffnet die verantwortungsvolle Sekundärnutzung von Gesundheitsdaten neue Möglichkeiten, klinische Studien effizienter zu gestalten. Die Nutzung bereits vorhandener Daten kann den Bedarf an zusätzlichen Studienteilnehmenden senken, die Durchführungsdauer verkürzen und die Durchführbarkeit klinischer Studien auch bei begrenzten Patientenzahlen verbessern. Angesichts des wachsenden internationalen Wettbewerbs muss die Schweiz ihre Rahmenbedingungen gezielt verbessern, um langfristig ein attraktiver und führender Standort für klinische Forschung zu bleiben. Die Motion 22.3890 der WBK-S, die von beiden Räten im 2022, resp. 2023 angenommen wurde, nahm dieses Thema auf. Deren Umsetzung ist heute dringend. 

Data: OpenParlData · CC BY 4.0