Anpassung der Beschaffungsschwellenwerte zur Stärkung der Schweizer Unternehmen

(25.4638)MotionBeratung in Kommission des Nationalrates abgeschlossen
Schweiz18.12.2025
Profile
Type
Motion
State
Beratung in Kommission des Nationalrates abgeschlossen
Parliament
Schweiz
Number
25.4638
Start
18.12.2025
References & source
Official record
Official profile
External ID
20254638
Contributions(17)
Timeline(10)
  • Beratung in Kommission des Nationalrates abgeschlossen
  • Traktandiert
    Kommission für Wirtschaft und Abgaben Nationalrat
  • In Kommission des Nationalrats
  • Zugewiesen an die behandelnde Kommission
  • Annahme
    Ständerat
Texts(4)
  • Titel des GeschäftesTEXT
    Anpassung der Beschaffungsschwellenwerte zur Stärkung der Schweizer Unternehmen
  • Antwort BR / BüroTEXT

    Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.

  • Eingereichter TextTEXT

    Der Bundesrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit den relevanten Branchen Anhang 4, Nr. 2 des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB) um eine berechenbare und transparente Methode zur Festlegung der Schwellenwerte zu ergänzen.
    Auf dieser Grundlage soll er die Schwellenwerte ab 2028 für Lieferungen, Dienstleistungen und Bauleistungen in Verfahren ausserhalb des Staatsvertragsbereichs (selektives Verfahren, Einladungsverfahren und freihändiges Verfahren) spätestens im 3. Quartal 2027 neu festlegen. Dieses Prinzip soll analog für alle folgenden Perioden gelten.

  • BegründungTEXT

    Nach Art. 16 Abs. 1 BöB überprüft der Bundesrat die Schwellenwerte nach Konsultation des InöB periodisch gemäss den internationalen Verpflichtungen. Die periodische Überprüfung hat gemäss Government Procurement Agreement (GPA) alle zwei Jahre zu erfolgen. Bereits im Jahr 2023 blieben die Schwellenwerte des Bundes unverändert, obwohl die Baupreise in den beiden Jahren zuvor im zweistelligen Prozentbereich gestiegen waren. Die EU hat unterdessen ihre Schwellenwerte für öffentliche Liefer-, Dienstleistungs- und Bauaufträge sowie für Wettbewerbe per 1. Januar 2024 erhöht. 

    Um gute Marktbedingungen zu gewährleisten und lokale Schweizer Unternehmen zu stärken, ist es wichtig, den gesamten verfügbaren Spielraum unter Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen zu nutzen und diese Schwellenwerte im Einklang mit der Teuerung anzuheben. Dies würde zudem den administrativen Aufwand für Beschaffungsstellen sowie Unternehmen reduzieren.

    Die Methode kann sich beispielsweise auf branchenbezogene Preisindizes wie den Baupreisindex abstützen.

Data: OpenParlData · CC BY 4.0