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Datenerhebung gefährdeter Objektschutzwälder (Richtlinienmotion)

(2025.GRPARL.292)MotionAnnahme und gleichzeitige Abschreibung
Grosser Rat Bern (BE)02.06.2025 – 09.03.2026
Speeches(25)
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25 Results
  • Speech
    Edith Siegenthaler(Sozialdemokratische Partei)
    Grosser Rat
    Präsidentin. Sie haben der Abschreibung zugestimmt.
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    Edith Siegenthaler(Sozialdemokratische Partei)
    Grosser Rat
    Präsidentin. Sie haben die Motion einstimmig angenommen.

    Wir kommen jetzt noch zur Abstimmung über die Abschreibung: Wer der Abschreibung zustimmt, stimmt Ja, wer sie ablehnt, stimmt Nein.

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    Edith Siegenthaler(Sozialdemokratische Partei)
    Grosser Rat
    Präsidentin. Wir kommen zur Abstimmung über diese Motion: Wer die Motion annimmt, stimmt Ja, wer sie ablehnt, stimmt Nein.
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    Speech
    Grosser Rat
    Christoph Ammann, WEU-Direktor. Was will der Vorstoss? Er will die Regierung beauftragen, dass man flächendeckend feststellt, wo wir im Kanton Bern wegen Wildschäden im Schutzwald keine waldbaulichen Massnahmen mehr machen können.

    Zudem, das ist das zweite Anliegen, soll der Kanton aufzeigen, auf welchen Objekten der Schutzwaldflächen seit längerer Zeit Probleme bei der natürlichen Verjüngung bestehen und was man tun soll. Das ist der Auftrag des Vorstosses. Das ist ein Auftrag, den die Regierung längstens kennt. Das sind Aufgabenstellungen, die man längstens angegangen ist und weiterhin angeht. Wir haben keine Differenz zwischen denen, die die Motion eingereicht haben und der Regierung – gerade beim Objektschutzwald. Es ist der Wald, der Siedlungen schützt, Strassen schützt, Eisenbahnlinien, Infrastrukturen.

    Eine funktionierende, klimaangepasste Verjüngung ist zentral. Es ist deshalb für die Regierung auch ein wichtiges Anliegen, dass der Wald diese Schutzfunktionen, alle weiteren Funktionen, die er zugunsten der Allgemeinheit hat, langfristig erfüllen kann, und dass der Kanton selbstverständlich seinen Beitrag leistet. Dazu braucht es Entscheidgrundlagen.

    Ich komme zu Ziff. 1: In Gebieten, wo waldbauliche Massnahmen erschwert sind – dies hat die Regierung in der Antwort aufgezeigt – werden seit Jahren mit dem Wildeinflussgutachten (WEG) erfasst. Das WEG wird alle zwei Jahre erhoben. Es ist ein Gutachten, bei dem man an über 700 Standorten Stichproben vornimmt, nämlich schaut, ob die natürliche Verjüngung im Hinblick auf die waldbaulichen Ziele möglich ist oder wie weit – das wurde in der Debatte angesprochen – der Wildeinfluss die Verjüngung verhindert oder beeinträchtigt. Von diesen Standorten wird dann auf die umliegende Fläche hochgerechnet. So entscheidet das WEG für das ganze Kantonsgebiet. Es ist die Karte, an deren Färbung Sie sehen, welche Fläche bzw. welche Regionen welche Risiken haben oder welchen Zustand man festgestellt hat.

    Das WEG 2023 war das aktuelle Gutachten zum Zeitpunkt als man die Motion eingereicht hat. Dieses hat damals festgestellt, dass rund 18 Prozent der Schutzwaldfläche einen Wildeinfluss hat, der untragbar ist. Wir haben mittlerweile das WEG 2025, das wir Anfang dieses Jahres veröffentlicht haben. Man hat festgestellt und die Erkenntnis, dass vom WEG 2023 zum WEG 2025 der Anteil der untragbaren Flächen auf 23 Prozent angestiegen ist. Das sind Flächen, wo waldbauliche Massnahmen zwar grundsätzlich noch möglich sind, aber sehr, sehr erschwert. Auf diesen Gebieten ist – ich werde noch sagen, was man tun muss – eine Verjüngung nur mit einem riesigen Zusatzaufwand möglich, indem man z. B. schützt. Das kostet enorm und es ist in topografisch schwierigerem Gelände und dort, wo es stotzig wird, auch nicht überall möglich – neben dem, dass es viel kostet.

    Also, die Forderung der Motion, dass der Wildeinfluss im Schutzwald erfasst wird, ist im Kanton flächendeckend sichergestellt. Das ist auch die Erklärung, weshalb wir diesen Punkt als Regierung zur Annahme empfehlen, aber gleichzeitig auch die Abschreibung empfehlen.

    Dann zur Ziff. 2: Das WEG liefert auch eine gute Datengrundlage, wenn es darum geht, die Entwicklung über längere Zeiträume anzuschauen. So können wir also beispielsweise – wie von der Motion gefordert – Objektschutzwaldflächen mit dem Schutzleistungspotenzial mit diesen Klassen 1 bis 4 identifizieren und damit wissen wir auch, wo die Verjüngungsschwierigkeiten bestehen. Entsprechend kann man nachher auch den Handlungsbedarf ableiten.

    Auch zu diesem Thema haben wir belastbare Daten. Die Auswertungen der letzten zehn Jahren zeigen, dass man seit 2015 auf rund neun Prozent der insgesamt 44’000 Hektaren Objektschutzwaldflächen – also auf knapp 4’000 Hektaren – dauerhaft einen problematischen oder untragbaren Wildeinfluss hat. Mit anderen Worten: In diesen Gebieten kann eine natürliche Verjüngung eigentlich nicht mehr stattfinden.

    Die Regierung zeigt in der Antwort auch auf, was man bei einem solchen Handlungsbedarf tun kann. Erster Punkt ist die Jagdplanung. Die Ergebnisse des WEG fliessen direkt in die jagdplanerischen Ziele, die Festlegung der Abschusszahlen ein.

    Der zweite Punkt ist die aktive Bewirtschaftung beispielsweise mit Pflegeeingriffen oder mit Äsungs- und Deckungsangeboten für Wildtiere, womit man versucht, den Druck auf die Verjüngung so zu vermindern. Dann gibt es die Wildschutzmassnahmen. Wir haben regionale Wald-Wild-Konzepte. Wir haben seit dem November des letzten Jahres eine verabschiedete Strategie Wald-Wild-Lebensraum 2040 mit ambitionierten Zielen, mit klar definierten Massnahmen, damit man das Problem lösen kann – nicht von heute auf morgen, das ist allen Beteiligten klar, die das Thema kennen, die die Massnahmen miteinander diskutiert haben und sich geeinigt, verständigt haben. Das braucht ein paar Jahre Zeit. Es sind Massnahmen, bei denen eine Wirkung erst innerhalb von ein paar Jahr feststellbar ist.

    Sie sehen – deshalb bin ich ein bisschen ausführlicher geworden –, dass dem Regierungsrat, aber auch dem zuständigen Amt, der Handlungsbedarf bewusst ist. Wir haben einen Massnahmenkatalog, mit dem wir an das Problem herangehen. Die Wirksamkeit dieser Massnahmen wird auch in Zukunft regelmässig, beispielsweise mit den WEGs, überprüft, und deshalb beantragen wir auch für die zweite Ziffer zwar Annahme, aber auch gerade die Abschreibung. Ich danke.

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    Edith Siegenthaler(Sozialdemokratische Partei)
    Grosser Rat
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    Grosser Rat
    Madeleine Amstutz, Sigriswil (parteilos), Mitmotionärin. Zuerst wollte ich eigentlich nichts sagen, aber zwei Fraktionsvoten haben mich nach vorne gerufen.

    Zum einen an meinen lieben Kollegen Bruno Riem von der FDP: «Wir haben das Gefühl, das tun wir bereits.» Genau das wollen wir ja, dass wir das tun und deshalb darf es nicht abgeschrieben werden.

    Die Mitte-Fraktion hat es richtig gesagt: Es ist ein zunehmendes Problem und genau deshalb sollte man es noch nicht abschreiben und daraus etwas machen.

    Reto Müller, SP-Grossrat, hat es etwa gleich formuliert, er hat gesagt: «Weiterhin beobachten, aber nichts tun.» Dies widerspricht sich ja ein bisschen. Wir wollen ja etwas tun, wir wollen das wirklich im Auge behalten. Deshalb bitte ich, den Vorstoss nicht abzuschreiben.

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    Edith Siegenthaler(Sozialdemokratische Partei)
    Grosser Rat
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    Philippe Messerli(Evangelische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Philippe Messerli, Nidau (EVP), Fraktionssprecher. Je représente ici mon collègue Tom Gerber et je serai bref. Si la demande et le souci des motionnaires nous paraissent parfaitement justifiés, le gouvernement, dans sa réponse, nous paraît démontrer que le canton fait tout ce qui est nécessaire pour protéger les forêts protectrices. Ainsi, comme le propose le Conseil-exécutif, le groupe évangélique acceptera la motion, mais également sans la classer. Merci pour votre attention.
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    Edith Siegenthaler(Sozialdemokratische Partei)
    Grosser Rat
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    Jann Fritz Bangerter(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Jann Fritz Bangerter, Bern (SVP), Fraktionssprecher. Der Schutzwald steht wie ein Bauwerk vor unseren Bürgern und ihrem Eigentum. Die SVP steht einstimmig hinter ihren Sicherheitsansprüchen. Der Schutzwald nimmt eine elementare Funktion im Leben dieser Menschen wahr, die besonders in Berg- und Hügelregionen leben. Er wird aber durch eine Misswirtschaft des Wildtierbestands gefährdet. Wer schon einmal im Wald gearbeitet hat, der weiss: Wenn wir in einer Generation Wirkung sehen wollen, dann müssen wir heute handeln und heute ist der Zeitpunkt, wo wir handeln müssen, weil wir sonst das Leben unserer Bürgerinnen und Bürgern gefährden. Dies können wir nicht tun.

    Wir anerkennen die grossen Bemühungen des Regierungsrates, der schon eine sehr detaillierte und gute Gefahrengutkarte respektive eine Karte zeigt, wo die Probleme in unserem Kanton sind. Aber das Problem zu erkennen, ist nur der Anfang. Handlungen ist das, was es braucht. Die Motion fordert insbesondere in Punkt 2 einen priorisierten Handlungsbedarf. Also, wo sind die Schwerpunkte? Wo müssen wir die wenigen Ressourcen, die wir haben, einsetzen, damit wir unsere Bürgerinnen und Bürger schützen?

    Ich möchte noch zwei kleine Punkte, die schon genannt wurden, replizieren. Eine Gratisproblemlösung, lieber Tom Gerber: Ich möchte das vor allen Bauern, die ihre Herden und Tiere verloren haben, nicht vertreten. Das möchte ich nicht vertreten müssen.

    Es handelt sich um einen Dauerauftrag, den wir nicht abschreiben können. Sagen Sie Ja und schreiben Sie nicht ab. Merci.

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    Edith Siegenthaler(Sozialdemokratische Partei)
    Grosser Rat
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    Reto Müller(Sozialdemokratische Partei)
    Grosser Rat
    Reto Müller, Langenthal (SP), Fraktionssprecher. Es ist so, dass der Einfluss des Rotwilds, von dem wir in unseren Wäldern viel haben, auch bei unserer Fraktion unbestritten ist. Wie der grüne Sprecher gesagt hat, könnte man sich auch darüber unterhalten, ob der Luchs und der Wolf oder allenfalls dann auch sogar der Bär, wenn sie auf die richtigen Tiere gehen würden, helfen könnten.

    Wir sind aber auch der Meinung – und niemand hat etwas gegen Objektschutzwälder, im Gegenteil, sie sind unglaublich wichtig –, dass man den Wildeinfluss nicht nur auf die Wälder soll beschränken können, für die die Schutzfunktion hervorgehoben wird, sondern dass man das für alle Wälder im Kanton Bern betrachten soll. Dafür haben wir bereits ein Instrument. Wir haben das Wildeinflussgutachten, wie es der GLP-Sprecher auch schon gesagt hat, das dies bereits monitort.

    Für unsere Fraktion wäre es wichtiger, dass man über konkrete Massnahmen diskutieren würde, als ein weiteres Gutachten auf Holzfasern bestellt, also ein papierenes Gutachten, das dann letztendlich vielleicht trotzdem nichts mehr bringt. Das wäre dann auch im Sinn eines Verbands, den ich mitvertreten darf, der ein grosser Waldbesitzer im Kanton Bern ist, der Verband bernischer Burgergemeinden. Also, weiter beobachten, aber keinen zusätzlichen Bericht.

    Deshalb nehmen wir an und schreiben ab. Merci vielmals.

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    Edith Siegenthaler(Sozialdemokratische Partei)
    Grosser Rat
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    Bruno Riem(FDP.Die Liberalen)
    Grosser Rat
    Bruno Riem, Wichtrach (FDP), Fraktionssprecher. Wir von der FDP sind ganz und gar nicht gegen den Schutz von unseren Wäldern, im Gegenteil. Aber wir haben das Gefühl, was die Motionäre fordern, macht der Kanton bereits. Ich verzichte darauf, den Inhalt noch einmal zu erläutern, das haben wir ja bereits gehört. Wenn ich die Motion richtig interpretiere, geht es ja eigentlich um den zu hohen Wildtierbestand. Das könnte man auch ohne aufwändige Datenerhebung regulieren.

    Die FDP ist der Meinung, dass der Kanton für die Datenerhebung in Bezug auf die Schutzwälder schon genug tut. Deshalb wird sich eine Mehrheit der FDP der Meinung des Regierungsrates anschliessen und diese Richtlinienmotion annehmen und gleichzeitig abschreiben. Merci.

  • Speech
    Edith Siegenthaler(Sozialdemokratische Partei)
    Grosser Rat
    Präsidentin. Vielen Dank. Bevor wir zum nächsten Sprecher kommen, kann ich auf der Tribüne die Präsidentin von Pro Natura Bern, Verena Wagner, begrüssen. Herzlich willkommen hier im Ratssaal! (Applaus / Applaudissements)

    Wir gehen weiter zur FDP-Fraktion mit Grossrat Bruno Riem.

  • Speech
    Thomas Gerber(Die Grünen)
    Grosser Rat
    Thomas Gerber, Hinterkappelen (GRÜNE), Fraktionssprecher. Beim Lesen dieser Motion habe ich mich ehrlich gesagt zuerst gefragt, was genau die Motionäre eigentlich zusätzlich wollen. Die verlangten Grundlagen existieren bereits. Der Kanton erhebt seit Jahren regelmässig Daten zum Wildeinfluss im Wald, und zwar flächendeckend mit dem Waldeinflussgutachten. Die Daten zeigen sehr genau, wo die Verjüngung funktioniert und wo nicht. In diesem Punkt fordert die Motion also etwas, das bereits gemacht wird.

    Interessant ist aber noch ein ganz anderer Punkt: Wenn man die Debatten hier im Rat verfolgt, stellt man fest, dass viele der gleichen Stimmen, die heute mehr Druck auf das Schalenwild fordern, sonst sehr kritisch gegenüber Grossraubtieren sind. Dabei leisten genau diese Tiere – Wolf, Luchs – einen Beitrag zur Regulierung des Wildbestands, gerade auch in schwer zugänglichem Schutzgebiet. Dort ist die Jagd eingeschränkt möglich. Die Tiere übernehmen also eine gute Aufgabe.

    Oder anders gesagt: Ein Teil der geforderten Wirkung im Schutzwald würde man über die Grossraubtiere praktisch gratis bekommen. Vor diesem Hintergrund scheint mir die Motion alles und nur eines: Die Forderung nach zusätzlichen Berichten zu einem Problem, das bereits gut untersucht ist.

    Die grüne Fraktion unterstützt die Haltung des Regierungsrates – Annahme und gleichzeitige Abschreibung – einstimmig. Danke für die Aufmerksamkeit.

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    Edith Siegenthaler(Sozialdemokratische Partei)
    Grosser Rat
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    Romeo Arnold(Grünliberale Partei)
    Grosser Rat
    Romeo Arnold, Oberhofen (GLP), Fraktionssprecher. Der Motionär adressiert hier ein wichtiges Thema und wie der Regierungsrat schreibt, nimmt man die Einflüsse des Wilds in den Schutzwäldern seit mehreren Jahren schon im Rahmen des Wildeinflussgutachtens auf. Die Erhebung bildet die Grundlage, die in der Motion in Punkt 1 gefordert wird. Weil in gewissen Gebieten der Wildeinfluss sehr gross ist und man nötige Massnahmen nur mit zusätzlichem Aufwand umsetzen kann, beteiligt sich das AWN auch schon seit längerem finanziell an der Umsetzung dieser Massnahmen.

    Im Punkt 2 sind Massnahmen gefordert, damit man auf den Objektschutzwaldflächen mit Schutzleistungspotenzialklassen 1 bis 4 der ungenügenden Verjüngung entgegenwirken kann. Der Regierungsrat listet in seiner Antwort fünf Massnahmen auf, die aus Sicht der GLP sowohl sinnvoll und auch zweckzweckmässig sind.

    Die GLP ist mit der Antwort des Regierungsrates in diesem Sinn zufrieden und empfiehlt deshalb ebenfalls die Annahme, aber dann trotzdem die Abschreibung der Motion.

  • Speech
    Edith Siegenthaler(Sozialdemokratische Partei)
    Grosser Rat
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    Alfons Bichsel(Die Mitte)
    Grosser Rat
    Alfons Bichsel, Merligen (Die Mitte), Fraktionssprecher. Ich sage Ihnen ja nichts Neues, dass ich als Infrastrukturverantwortlicher von Sigriswil auch für den Schutz und die Sicherheit unserer Dörfer und das etwa 200 Kilometer lange Strassennetz zuständig bin. Dabei geht es speziell eben auch um waldbauliche Massnahmen im Schutzwald. Wir arbeiten dabei eng mit dem Forst- und Planungsbüro zusammen und vor allem auch mit dem Amt für Wald und Naturgefahren (AWN). An dieser Stelle möchte ich mich einmal für die gute Zusammenarbeit bedanken und vor allem für die Subventionsbeiträge, die wir von Seiten des Kantons erhalten.

    Wie Sie wissen, haben wir aber eben auf unserem Gemeindegebiet auch grosse Rotwildvorkommen. Dies als Folge auch davon, dass unsere Besucherinnen ins Justistal strömen, damit sie bei der Hirschbrunft dabei sein dürfen. So schön und so imposant die Tiere eben auch sind, sie verursachen auch Schäden. Gemeinsam mit Rehen und Gämsen sind sie eben für den Wildverbiss zuständig. Die Schadenssituation ist bei uns nicht so weit fortgeschritten, dass waldbauliche Massnahmen verunmöglicht sind. Wir sind somit mit der Einschätzung der Regierung einig, dass es eine Wechselwirkung von Schutzmassnahmen wie aber auch passive Massnahmen zum Wildschadenverhüten braucht. Leider nimmt der Wildverbiss aber eben stetig zu, wie wir aus dem Wildeinflussgutachten 2025 lesen können.

    Wir wollen eigentlich keine solchen klassifizierten Flächen, gegen die wir nichts mehr tun können. Die Mitte würdigt die Arbeit des AWN, unterstützt jedoch die Motion einstimmig, bestreitet aber die Abschreibung, so dass der Fokus weiterhin darauf liegt, dass sich die Wildschadensituation nicht zunehmend verschlechtert.

Data: OpenParlData · CC BY 4.0