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Keine Einbürgerung ohne gute mündliche und schriftliche Sprachkenntnisse

(08.468)Parlamentarische InitiativeErledigt
Schweiz03.10.2008
Profile
Type
Parlamentarische Initiative
State
Erledigt
Parliament
Schweiz
Number
08.468
Start
03.10.2008
References & source
Official record
Official profile
External ID
20080468
Contributions(4)
  • Ada MarraUrheber/inSozialdemokratische Partei
  • Walter WobmannSprecher/inSchweizerische Volkspartei
  • Roberto SchmidtUrheber/inChristlichdemokratische Volkspartei der Schweiz
  • Fraktion der Schweizerischen VolksparteiUrheber/in
Timeline(3)
  • Erledigt
  • Keine Folge gegeben
    Nationalrat
  • Im Rat noch nicht behandelt
Texts(3)
  • Titel des GeschäftesTEXT
    Keine Einbürgerung ohne gute mündliche und schriftliche Sprachkenntnisse
  • Eingereichter TextTEXT

    Gestützt auf Artikel 160 Absatz 1 der Bundesverfassung und Artikel 107 des Parlamentsgesetzes reichen wir folgende parlamentarische Initiative ein:

    Artikel 14 des Bürgerrechtsgesetzes soll folgendermassen ergänzt werden:

    Art. 14 Eignung

    Vor Erteilung der Bewilligung ist zu prüfen, ob der Bewerber zur Einbürgerung geeignet ist, insbesondere ob er:

    ...

    Bst. e

    die Amtssprache der Einbürgerungsgemeinde in Wort und Schrift beherrscht.

  • BegründungTEXT

    Immer öfter werden Leute eingebürgert, welche sich in keiner Schweizer Landessprache verständigen können. Dieser Umstand ist überaus stossend, da die Beherrschung der Sprache nicht nur ein Zeichen für Integration ist, sondern auch deren Voraussetzung. Wenn man sich nicht mit anderen Bürgern verständigen kann, so kann man sich auch nicht integrieren. Darüber hinaus ist die Kenntnis der Amtssprache für die Ausübung der Bürgerpflichten, gerade für die Ausübung der politischen Rechte, unverzichtbar. Wie soll jemand eigenständig abstimmen und wählen, wenn er die Abstimmungsunterlagen nicht lesen kann? Die Haltung, die beispielsweise die Stadt Zürich vertritt, man wolle mit mündlichen Gesprächen anstelle schriftlicher Einbürgerungstests Analphabeten nicht diskriminieren, ist demokratiefeindlich. Es fragt sich, warum jemand das Schweizer Bürgerrecht erhalten will und soll, wenn er sich weder mit seinen Mitbürgern verständigen noch am politischen und gesellschaftlichen Leben der Schweiz teilnehmen kann. Die mündliche und schriftliche Kenntnis der jeweiligen Landessprache ist für die Teilnahme am politischen und sozialen Leben in der Schweiz unverzichtbar und muss daher für die Erlangung des Schweizer Bürgerrechts auch zwingend vorgeschrieben sein.

Data: OpenParlData · CC BY 4.0