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Michael Elsaesser

Active
FDP.Die LiberalenFDP
Grosser RatEmmental

Mandate
Party
FDP.Die LiberalenSource: FDP
Parliamentary group
FDP
Electoral district
Emmental
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Male
Born
1971
Occupation
lic. oec. HSG / Geschäftsführer
Contact
Address
Kirchberg
References & source
Source body
BE
Source updated
05.09.2026
Record updated
06.09.2026
First imported
14.08.2025
Voting record(346622)
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Speeches(61)
  1. Speech
    Grosser Rat
    Michael Elsaesser, Kirchberg (FDP), Fraktionssprecher. Ich halte mich kurz. Die FDP folgt bei diesem Postulat dem Regierungsrat und wird diesen Vorstoss annehmen und abschreiben. Offenbar haben sich die Motionäre noch ein bisschen der statistischen Trickkiste bedient, um den Eindruck zu erwecken, dass die Anzahl Schwangerschaftsabbrüche im Kanton Bern klar über dem schweizerischen Durchschnitt liegt. Das ist aber nicht der Fall, im Gegenteil.

    Zum Thema Datengrundlage kann man sagen, dass es wahrscheinlich nicht viele medizinische Bereiche mit einer derart umfassenden und auch einheitlichen Datenerhebung gibt. Wir haben es hier mit einer gesetzlich verankerten Vollerhebung zu tun. Die geforderte Erweiterung der Datengrundlage ist aus Sicht der FDP unnötig und vor allem auch unverhältnismässig. Im Bereich der Präventions- und Beratungsangebote sind wir der Ansicht, dass die im Postulat geforderten Massnahmen bereits vollständig und wirksam abgedeckt werden.

    Last but not least möchte ich festhalten, dass die FDP keine Politisierung solcher persönlichen Lebensentscheidungen wünscht. Zusammenfassend sehen wir somit keinen zusätzlichen Handlungsbedarf und empfehlen Ihnen die Abschreibung dieses Postulats. Merci.

  2. Speech
    Grosser Rat
    Michael Elsaesser, Kirchberg (FDP), Fraktionssprecher. Die FDP folgt bei diesem Geschäft dem Antrag des Regierungsrates. Das heisst aber nicht, dass wir das Thema Überschuldung kleinreden wollen, im Gegenteil. Private Überschuldung hinterlässt in der Regel auch langfristig Spuren und kann Existenzen zerstören. Die gute Nachricht: Es gibt bereits heute ein sehr breites und wirksames Portfolio an Präventions- und Unterstützungsangeboten, das der Regierungsrat in seiner Antwort sehr gut beschreibt.

    Aus ökonomischer Sicht haben wir hier bei der vorliegenden Forderung nach mehr Prävention ein Paradebeispiel für stark abnehmende Grenzerträge. Das heisst, mit jedem Franken, den wir noch mehr in die Prävention investieren, haben wir nur noch einen extrem kleinen positiven Effekt aus diesen Massnahmen. Das ist aus unserer Sicht wirtschaftlich nicht sinnvoll.

    Abschliessend erlaube ich mir noch eine Ergänzung zum beschriebenen Angebotskatalog. Es gibt nicht nur Fachstellen und gemeinnützige Organisationen, die die Prävention einer finanziellen Notlage anbieten. Auch gewinnorientierte Unternehmen aus dem Finanzbereich, wie z. B. Banken, sind in diesem Thema teilweise aktiv. Erwähnenswert scheint mir z. B. das Angebot einer mir bestens bekannten Regionalbank, die junge Kundenberatende in die Schulen schickt, um die Jugendlichen unter dem Titel «Schuldenfalle» mit passenden Worten für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren.

    Deshalb unser Fazit: Es wird für die Prävention der Überschuldung bereits sehr viel gemacht, und dies sehr gut. Danke, wenn Sie diese Richtlinienmotion annehmen und abschreiben. Merci.

  3. Speech
    Grosser Rat
    Michael Elsaesser, Kirchberg (FDP), Fraktionssprecher. Ich nehme es vorweg: Die Planungserklärungen 1 bis 6 der GSoK-Mehrheit wird die FDP alle unterstützen. Es handelt sich dabei um überparteiliche, sorgfältig formulierte Punkte, bei denen wir vertieft hinschauen wollen und die wir der GSI für die nächsten zehn Jahre mit auf den Weg geben.

    Ich werde mich nicht zu jeder einzelnen Planungserklärung äussern, sondern halte fest, dass wir seitens der FDP der Meinung sind, dass diese sechs Planungserklärungen die gewählten strategischen Stossrichtungen sowohl inhaltlich als auch vom Detaillierungsgrad her adäquat präzisieren.

    Alle anderen Planungserklärungen, das heisst 1a bis 1c und 7 bis 13, erfüllen unsere vorhin erwähnten Anforderungen an strategische Planungserklärungen nicht. Entweder handelt sich es dabei um Punkte, die angesichts der Planungserklärungen 1 bis 6 redundant sind, oder es sind Punkte, die nicht der korrekten strategischen Flughöhe entsprechen. Die FDP empfiehlt Ihnen darum, die Planungserklärungen 1a bis 1c und 7 bis 13 alle abzulehnen. Danke vielmals.

  4. Speech
    Grosser Rat
    Michael Elsaesser, Kirchberg (FDP), Fraktionssprecher. Wir reden heute über die Opferhilfe, aber worüber debattieren wir genau? Und warum ist diese Frage wichtig? Wir reden über eine Strategie und damit über einen Zeithorizont von rund zehn Jahren. Zentrales Merkmal einer Strategie ist es, dass sie einen langfristigen Handlungsrahmen bereitstellt, einen Handlungsrahmen, der uns in der Zukunft helfen soll, in ganz unterschiedlichen Situationen richtige und vor allem konsistente Entscheidungen zu treffen.

    Alle unter uns, die z. B. schon einmal in ihrer eigenen Organisation eine Strategie entwickelt und formuliert haben, kennen die grössten Herausforderungen von Strategieprozessen, nämlich das Einhalten der richtigen Flughöhe. Sehr oft haben wir eine Art Rückenmark-Reflex, initial viel zu tief gehen zu wollen und statt strategischer Handlungsfelder oder Stossrichtungen einen umfassenden Katalog von Mikromassnahmen zu definieren. Genau in diesem Moment verliert eine Strategie ihren Wert als Handlungsrahmen für zukünftige Entscheidungen.

    Was passiert dann? Wir bleiben quasi auf einem Berg von Massnahmen sitzen, der in fünf Jahren potenziell überhaupt nicht mehr zu der bis dahin veränderten Situation passt. Der Grosse Rat hat 2023 deutlich gemacht, dass ihm die erste Version der Opferhilfestrategie in einzelnen Punkten zu eng gefasst war. Die heute vorliegende Version hat diese Rückmeldungen bzw. die Teilrückweisungsanträge ernst genommen und stellt die kantonale Opferhilfe breiter, klarer und wirksamer auf. Die vorliegende Strategie setzt weiterhin einen klaren Fokus auf häusliche Gewalt, was sachlich absolut begründet ist.

    Häusliche Gewalt ist eine der häufigsten Gewaltformen im Kanton Bern. Sie passiert im sozialen Nahfeld. Sie wiederholt sich oft und hat gravierende Folgen, nicht nur für die direkt betroffenen Personen, sondern auch für Kinder und das weitere Umfeld. Gleichzeitig trägt die neue Strategie der berechtigten Kritik Rechnung, dass Opferhilfe nicht einseitig sein darf. Sie richtet sich an Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche, ältere Menschen und Personen mit besonderen Schutzbedürfnissen.

    Die FDP begrüsst den klaren Fokus der Strategie bei einem gleichzeitig breiten Opferverständnis. Das heisst, es werden Ressourcen dort konzentriert, wo der Bedarf hoch ist, ohne dabei aber andere Betroffene auszublenden. Apropos Ressourcen: Die Opferhilfe ist im Kanton Bern historisch gewachsen. Das hat viele Stärken, bringt aber auch komplexe Strukturen mit sich. Und genau hier setzt die Strategie ebenfalls an. Strukturvereinfachungen und eine bessere Koordination sollen Ressourcen freispielen, die heute in Overheadkosten gebunden sind.

    Die GSI hat sich klar zum Thema Kostenneutralität geäussert. Kostenneutralität bedeutet nicht sparen, sondern die Umverteilung der freien Mittel für den zielorientierten Einsatz zugunsten der Opfer. Diesen Ansatz können wir von der FDP absolut unterstützen.

    Ich komme zurück auf meine einleitenden Worte zum Sinn und Zweck einer Strategie. Für uns hat die vorliegende Version der Opferhilfestrategie die richtige Flughöhe bzw. den richtigen Detaillierungsgrad. Sie steckt das Feld der Opferhilfe umfassend und klar ab und dient damit als passender langfristiger Handlungsrahmen für zukünftige Entscheidungen. Die FDP wird den Gesamtbericht einstimmig genehmigen. Danke vielmals.

  5. Speech
    Grosser Rat
    Michael Elsaesser, Kirchberg (FDP), Fraktionssprecher. Nur ganz kurz: Der FDP leuchtet ein, dass es nicht sinnvoll ist, eine Strafbestimmung für eine Umgehungslösung zu definieren, wenn der zugrundeliegende Prozess noch gar nicht bekannt ist. Gleichzeitig halten wir fest, dass uns das Thema Sanktionierung sehr wichtig ist und dass es wieder aufgegriffen werden muss, sobald die Bestimmungen über die Bezahlkarten verabschiedet sind. Merci.
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