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Priska Weber-Grunder

Active
Die MitteDie Mitte
Grosser RatOberaargau

Mandate
Party
Die Mitte
Parliamentary group
Die Mitte
Electoral district
Oberaargau
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Female
Born
1983
Occupation
Dipl. Expertin Intensivpflege NDS HF
Contact
Address
Aarwangen
References & source
Source body
BE
Source updated
18.10.2026
Record updated
16.10.2026
First imported
18.08.2025
Voting record(881)
Interests(3)
Access badges

No access badges issued.

Speeches(14)
  1. Speech
    Grosser Rat
    Priska Weber-Grunder, Aarwangen (Die Mitte), Einzelsprecherin. Ich möchte gerne noch als Einzelsprecherin dazu Stellung nehmen. Ich selber arbeite an der Basis im Spital, in der Pflege und Nein, man merkt nichts davon. Man hat keine Kommunikation, was genau in diesem 4+-Regionen-Modell geht. Wenn ich Vorgesetzte aus verschiedenen Regionen frage, ob sie etwas von diesen Zusammenarbeiten merken, kommt ganz klar ein Nein, man merkt nichts davon. Ich bemängele nicht die Arbeit, die gemacht wird, sondern die Kommunikation, die es nach aussen gibt, und die muss sich wirklich wesentlich verbessern.

    Das andere ist, dass die personellen Ressourcen möglichst strategisch sind. Aber wer arbeitet dort? Das sind Leute aus dem Büro. Das sind nicht Leute von der Basis, die wissen, was es braucht. Wenn ich das so sagen darf, ist es einfach für die, welche an der Basis arbeiten, zum Teil sehr schwierig, damit umgehen zu können.

    Ich habe gute Freundinnen und Freunde, die z. B. nicht mehr als 40 Stunden Überzeit auf ihrem Konto haben dürfen, die aber alle zwei bis drei Tage eine WhatsApp-Nachricht erhalten: «Wir suchen Leute, die einspringen.» Ja, springe ich dann ein oder nicht, wenn ich mein Konto schon fast erreicht habe? Ich will ja meine Kolleginnen und Kollegen nicht im Stich lassen, und die Patienten sind auf Betreuung angewiesen. Aber eine strategische Vorgabe ist z. B. eben: nicht mehr als 40 Stunden Überzeit. Das funktioniert einfach nicht. Nehmen Sie bitte Leute von der Basis in die strategischen Kommissionen, die wirklich mitreden können.

    Darum bitte ich Sie: Nehmen Sie es an und schreiben Sie es nicht ab. Es gibt noch viele Kinderkrankheiten zu beheben. Merci vielmals.

  2. Speech
    Spielplätze – Wie weiter?No. 2025.GRPARL.511
    Grosser Rat
    Priska Weber-Grunder, Aarwangen (Die Mitte), Fraktionssprecherin. Die Mitte wird das Postulat einstimmig annehmen. Wir von Die Mitte finden, dass die Begründung des Regierungsrates zu grob gefasst ist und vieles nicht berücksichtigt wird.

    Ich möchte Ihnen dazu einmal gerne zwei Beispiele aus der Praxis geben: Gehen wir mal davon aus, es wird eine Alterssiedlung neugebaut oder neu saniert, in der viele ältere Menschen, die beim Auszug aus ihrem Haus trotzdem weiterhin gerne genug Platz haben. Die meisten ziehen nachher in eine grosse 2-Zimmer- oder in eine 3-Zimmer-Wohnung. Jetzt ist es aber so: Wenn in einer solchen Siedlung bereits zwei oder drei 3-Zimmer-Wohnungen bei z. B. total 30 Wohnungen sind, also ein Zehntel davon, so ist nach heutigem Gesetz des Kantons Bern ein Spielplatz in dieser Alterssiedlung Pflicht. Da stellt sich uns schon die Frage, wie sinnvoll ein Spielplatz überhaupt in einer Alterssiedlung ist und ob dann Grosskinder dieser älteren Leute diesen Spielplatz überhaupt brauchen dürfen. Denn sie wohnen ja nicht dort. Also, wer würde dann haften? Leider konnten wir auf diese Frage bis jetzt keine Antwort finden.

    Ein anderes Beispiel ist: Es wird eine Überbauung an zentraler Lage gebaut. Egal, ob in der Stadt, in der Agglomeration oder auf dem Land. Diese Wohnungen wurden aber eher für kinderlose Paare und für Homeoffice konzipiert, was heutzutage schon normal ist. Es wurden 3- und 4-Zimmer-Wohnungen gebaut. In unmittelbarer Fussnähe – gehen wir einmal von etwa 200, 300 Meter aus – befindet sich der Dorfspielplatz oder eine Schulanlage mit Spielplatz und Sportplatz, der für alle öffentlich zugänglich ist. Weil aber das Gesamtgrundstück dieser Überbauung gerade so knapp die Grösse für einen Spielplatz aufweist, muss jetzt dort auf Biegen und Brechen ein Spielplatz realisiert werden, obwohl dieser Spielplatz mit grösster Wahrscheinlichkeit nie benutzt und irgendwann abgerissen wird. Wäre in einer solchen Situation oder in der Situation der Alterssiedlungen nicht eine Ersatzabgabe viel sinnvoller?

    Es gibt in praktisch jedem Dorf einen oder mehrere Spielplätze, ein Schulhaus oder mehrere Sportplätze, die öffentlich genutzt werden können und, wie Tabea Bossard-Jenni auch schon gesagt hat, sehr rege genutzt werden. Auch diese Anlagen müssen regelmässig instand gehalten werden. Warum soll jetzt der Bauherr Geld in einen nicht genutzten Spielplatz investieren, wenn er stattdessen eine Ersatzabgabe an die Gemeinde zahlen könnte, damit die Gemeinde die öffentlichen Spielplätze, Schulhausplätze oder Sportplätze, die meistens in Fussnähe sind, regelmässig unterhalten oder erneuern kann?

    Wir von Die Mitte finden, dass eine Ersatzabgabe aus ökonomischer und ökologischer Sicht viel sinnvoller ist als das aktuell geltende Gesetz, nach dem auf Biegen und Brechen ein solcher Spielplatz realisiert werden muss. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

  3. Speech
    Grosser Rat
    Priska Weber-Grunder, Aarwangen (Die Mitte), Fraktionssprecherin. Ich möchte dazu Stellung nehmen. Es ist nett gemeint, was Sie wollen. Aber bedenken Sie: Das ist ein Bachelor-Lehrgang. Das heisst: Es ist eine internationale Anerkennung, die diese Leute schlussendlich haben. Es ist kein Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ). Und für ein Studium muss man einfach gewisse Voraussetzungen haben. Das Gleiche gilt, wenn man an der BFH Pflege studiert, Bauwissenschaften, Agronomie oder andere Fächer. Auch hier gibt es gewisse Grundvoraussetzungen, die erfüllt sein müssen. Das ist auch mit ein Grund, warum man nicht ab 16 Jahren studieren kann, sondern ein gewisses Alter haben muss.

    Und dann kommt noch dazu: Es gibt z. B. bezüglich der Pflegeinitiative, die vor vier Jahren war, absolut keine Ergebnisse, obwohl man eine Standesinitiative auf Bundesebene gemacht hat. Darum werden wir von Die Mitte dem Regierungsrat folgen. Beim Punkt 1: Postulat, die Punkte 3 und 4: annehmen und abschreiben. Die Punkte 2 und 5 sind ja zurückgezogen worden. Danke vielmals für Ihre Aufmerksamkeit.

  4. Speech
    Grosser Rat
    Priska Weber-Grunder, Aarwangen (Die Mitte), Fraktionssprecherin. Ich versuche, mich ein bisschen kürzer zu halten als meine Vorgängerinnen und Vorgänger, weil ich denke, jeder hat sich schon seine Meinung gebildet. Doch ich möchte gern noch die Haltung von Die Mitte vertreten.

    Die Mitte wird eine Motion wie auch ein Postulat geschlossen ablehnen. Wir stehen einem separaten Flüchtlingsparlament skeptisch gegenüber. Die Schaffung eines gesonderten Flüchtlingsparlaments bringt für uns eine grosse Herausforderung mit sich, verbunden mit einer parallelen Struktur, die sich nur schwer in unsere politische Struktur integrieren lässt.

    Auch würden weitere Forderungen lautwerden, z. B.: Bräuchte es ein allgemeines Ausländerparlament oder nur ein Flüchtlingsparlament? Ja, was ist es denn jetzt? Nahostkrieg – braucht es dann noch ein Nahostparlament? Oder wenn man auf die Ukraine schaut: ein Ukraineparlament? Oder noch andere? Wir wissen es nicht.

    Was wir sehen, ist, dass die politische Teilhabe zweifellos ein Grundgedanke der Demokratie ist, und dass es sehr viele diverse Anliegen und Probleme gibt, die die Flüchtlinge mit sich bringen. Diese können aber nicht mit einem einzelnen Flüchtlingsparlament behoben werden. Es gibt andere Instrumente, die besser greifen und hinter denen wir stehen können. Es wurde schon erwähnt: Caritas, HEKS usw. Ein allgemeines Flüchtlingsparlament gehört für uns nicht dazu. Danke vielmals für Ihre Aufmerksamkeit.

  5. Speech
    Grosser Rat
    Priska Weber-Grunder, Aarwangen (Die Mitte), Fraktionssprecherin. Wir von der Mitte-Fraktion werden mit ein paar Enthaltungen grossmehrheitlich dagegen stimmen. Ich glaube, es ist allen klar, dass es utopisch ist, Familien in Rückkehrverfahren nach sechs Monaten in einem Zentrum in private Unterkünfte unterzubringen.

    Wir haben im ganzen Kanton Bern eine grosse Wohnungsknappheit und für die drei Dörfer, in denen die Rückkehrzentren sind, wird noch verlangt, dass solche Familien gerade in diesen drei Dörfern untergebracht werden, und dass sie im schulischen Umfeld bleiben können. Die drei Dörfer verfügen gar nicht über genügend Wohnraum. Ich selber wohne in einem solchen Dorf, ich wohne in Aarwangen. Wir haben schlicht den Wohnraum gar nicht.

    Das Zweite, das dazukommt: Nein, die Familien mit Kindern leben nicht 10, 20, 30 Jahre so. Die Familien fallen nach fünf Jahren aus dem Asylstatus und kommen nachher in den Sozialstatus hinein. Das heisst, dann haben sie freie Wohnungswahl und freie Ortswahl, wo sie hinwollen, in welchem Dorf sie wohnen wollen.

    Ein weiterer Punkt, der für uns dagegen spricht, ist, dass diese Familien oft bei einer Nacht- und Nebelaktion von der Polizei abgeholt werden. Ob das richtig ist oder falsch, darüber wollen wir nicht urteilen. Aber wer übernimmt dann die Entsorgung, z. B. der Möbel, die Reinigung der Wohnungen oder den verbleibenden Mietzins? Darauf gibt es in der Motion gar keine Antwort.

    Es ist unumstritten bei uns, dass die Kinder eine grosse Einschränkung haben und nicht wie unsere Kinder aufwachsen können. Es ist uns ganz wichtig, dass die Kinder integriert werden und die gleichen Aktivitäten gerade im Freizeitbereich machen können wie unsere Kinder auch, und dass sie normal beschult werden. Sechs Monate erscheint uns aber strategisch und organisatorisch nicht umsetzbar und viel zu kurzfristig gedacht.

    Ein weiteres Argument, das bei uns von vielen kam, ist, dass man den Familien unnötige Hoffnung macht, dass sie vielleicht trotzdem bleiben können, was ja nicht der Realität entspricht, weil sie sonst nicht in den Rückkehrzentren wären.

    Wir sind der Meinung, dass eine Änderung auf nationaler Ebene geschehen müsste und nicht nur kantonal. Deshalb gibt es bei uns ein paar Enthaltungen bei grossmehrheitlicher Ablehnung. Merci vielmals für Ihre Aufmerksamkeit.

Contributions(12)
Memberships(2)
  • council_legislative
    Grosser RatSource
    • Mitglied01.05.2025 – 31.05.2026
  • parliamentary_group
    Grosser RatSource
    • Mitglied01.05.2025 – 31.05.2026

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