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KC
lic. iur.

Katja Christ

Active
Grünliberale ParteiFraktion GL
SchweizBasel-Stadt

Mandate
Party
Grünliberale ParteiSource: glp
Parliamentary group
Fraktion GL
Parliament
Schweiz
Electoral district
Basel-Stadt
Chamber / sector
NR
Seat number
2
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Female
Born
1. August 1972
Marital status
verheiratet
Occupation
Advokat/in
Language
German
Contact
Address
Gerbergasse 48
4001 Basel
Also active in
Einwohnerrat (BS)
Grünliberale ParteiFormer
Grosser Rat (BS)
Grünliberale Partei· Grünliberale Partei· RiehenFormer
References & source
Wikidata
Q77074962
Source body
CHE
Source updated
08.10.2026
Record updated
02.11.2026
First imported
14.08.2025
Voting record(8575)
  1. Ja
  2. Ja
  3. Ja
  4. Ja
  5. Ja
Interests(16)
Access badges(2)
  • Gast
    Ordas Daniel
    30.09.2025 – 31.12.2199Schweiz
  • Gast
    Wolf Renate Anne
    30.09.2025 – 31.12.2199Schweiz
Speeches(298)
  1. Redetext
    Schweiz

    Ja, grundsätzlich sind wir hier auf Bundesebene und beschliessen, was auf Bundesebene beschlossen werden kann. Die Kantone müssen für sich beschliessen, wie sie diese Angelegenheit in ihrem Kanton demokratiepolitisch regeln, ob sie dafür eine Volksabstimmung zulassen wollen oder nicht.

  2. Redetext
    Schweiz

    Zweimal hat die Schweiz Olympische Winterspiele ausgetragen: 1928 und 1948 in St. Moritz. Seither sind mehrere Anläufe gescheitert, an zu grossen Ambitionen und am fehlenden Rückhalt in den Regionen. Die Kandidatur 2038 zieht daraus die richtigen Lehren. Die GLP sieht darin eine grosse Chance. Wir können die Vielfalt unseres Landes und unserer politischen Tradition international sichtbar machen, den Zusammenhalt stärken und Bewegung und Sport in der ganzen Schweiz fördern.

    Olympische Spiele in der Schweiz müssen ökologisch nachhaltig sein, auf bestehende Infrastruktur aufbauen, finanziell vertretbar bleiben und von den Standortkantonen und -gemeinden mitgetragen werden. Das vorliegende Konzept erfüllt diese Anforderung. Es setzt konsequent auf bestehende Anlagen und eine dezentrale Durchführung: Keine Neubauten auf der grünen Wiese, keine Gigantomanie, sondern Spiele, die zur Schweiz passen. Von modernisierten Anlagen profitiert der Breitensport weit über 2038 hinaus.

    Auch den Bundesbeitrag von maximal 200 Millionen Franken plus Sicherheitskosten erachten wir als vertretbar. Kantone und Gemeinden beteiligen sich mindestens gleich stark. Eine private Defizitgarantie von mindestens 200 Millionen Franken ist vorgesehen, und der Bund übernimmt kein Defizit. Von Swiss Olympic, der Trägerorganisation, und dem Bundesrat erwarten wir höchste Standards bei Nachhaltigkeit und Transparenz und ein konsequentes "Built-to-budget"-Prinzip. Dasselbe Bekenntnis erwarten wir vom IOC.

    In der Detailberatung unterstützen wir grundsätzlich die Anträge der Mehrheit. Sie stärken, was uns wichtig ist, Nachhaltigkeit und Transparenz, sehen keine Sonderregelungen und eine jährliche Berichterstattung an die Kommissionen vor.

    Dem Antrag der Minderheit Prelicz-Huber zur Kompensationsstrategie stehen wir skeptisch gegenüber. Die Forderung ist juristisch unscharf und greift in kantonale Kompetenzen ein. Weil wir aber die Forderung grundsätzlich richtig finden und um einer allfälligen Skepsis in der Bevölkerung Rechnung zu tragen, werden wir diese unterstützen.

    Zum Referendum, zum Antrag der Minderheit Hug und zum Einzelantrag Roth David, der die Abstimmung zusätzlich auf Juni 2027 festlegen will: Die GLP-Fraktion lehnt beide ab. Vorweg: Das Parlamentsgesetz lässt es mit einer Kann-Vorschrift zu, einen Grundsatzbeschluss von grosser Tragweite dem Referendum zu unterstellen. Die Frage ist also nicht, ob wir dürfen, sondern ob es richtig ist. Wir sagen aus drei Gründen Nein.

    1. Die Mitsprache ist gesichert, dort, wo sie hingehört. Gemäss dem Antrag der Mehrheit zu Artikel 2 Buchstabe e setzt die Beteiligung von Kantonen und Gemeinden die nötigen parlamentarischen und, wo vorgesehen, direktdemokratischen Beschlüsse voraus. Das ist kein Feigenblatt. Graubünden hat 2013 und 2017 Nein gesagt, das Wallis 2018, und jedes Mal war die Kandidatur vom Tisch. Die Austragungsregionen haben das letzte Wort. Wer echte Mitsprache will, stimmt bei Buchstabe e dem Antrag der Mehrheit zu.

    2. Über das Geld des Bundes entscheidet weiterhin dieses Parlament. Dieser Beschluss bewilligt keinen Kredit. Den Beitrag legt uns der Bundesrat später mit Kreditanträgen vor, einen allfälligen Armeeeinsatz mit einer Botschaft. Der Einzelantrag betont, es gehe nicht um ein Finanzreferendum. Doch abgestimmt würde über den Auftrag, eine Kandidatur mit einem Bundesbeitrag zu unterstützen, faktisch also doch über Bundesgeld. Ein Finanzreferendum kennt unsere Verfassung auf Bundesebene bewusst nicht.

    3. Der Einzelantrag Roth David schafft ein Sonderverfahren. Er legt den Abstimmungstermin fest für ein Referendum, das noch niemand ergriffen hat. Publikation und Frist sollen so vorgezogen werden, dass es knapp auf Juni 2027 reicht. Üblicherweise legt der Bundesrat den Termin aber erst fest, wenn ein Referendum zustande gekommen ist. Wenn wir in Artikel 2 Buchstabe g festhalten, dass es für diese Spiele keine Sonderregelung gibt, sollten wir auch beim Verfahren keine Lex Olympia schaffen. Das Zeitproblem löst der Juni-Termin nicht, er verschiebt es nur. Der privilegierte Dialog mit dem IOC ist befristet. Die Kandidatur hinge ein halbes Jahr in der Schwebe, gegenüber dem IOC, den privaten Garantiegebern und den Kantonen, die ihre eigenen Beschlüsse vorbereiten. Das schwächt die Schweiz in der entscheidenden Phase.

    Die GLP-Fraktion bittet Sie deshalb, den Antrag der Minderheit Hug und den Einzelantrag Roth David abzulehnen, auf den Bundesbeschluss einzutreten und ihm im dargelegten Sinn zuzustimmen; für moderne und nachhaltige Olympische und Paralympische Winterspiele 2038 in der Schweiz.

  3. Redetext
    Schweiz

    Basel hat im Sommer 2025 gleich zweimal gezeigt, was internationale Grossanlässe bewirken können. Im Mai war die St. Jakobshalle Bühne des Eurovision Song Contest, und im Juli fand im "Joggeli" das Final der Frauenfussball-EM statt. Als Baslerin habe ich erlebt, was solche Anlässe auslösen können: eine Stadt und ein Land, die zusammenrücken, Publikum aus dem ganzen Dreiland und ein Schub für den Frauenfussball weit über den Final hinaus.

    Genau solche Impulse ermöglicht diese Vorlage. Die GLP-Fraktion unterstützt sie mit Überzeugung und stimmt beiden Entwürfen zu.

    Die Schweiz ist ein hervorragender Gastgeber. Kurzbahn-EM im Schwimmen, Bob- und Skeleton-WM, Judo-WM, Basketball-EM der Frauen - diese Anlässe bringen internationalen Spitzensport zu uns, begeistern das Publikum und stärken Tourismus und Gewerbe in den Regionen. Wir begrüssen, dass das BASPO und Swiss Olympic von Sportgrossanlässen verlangen, dass sie vorbildlich organisiert sind und mit den Klimazielen des Bundesrates übereinstimmen und dass ab 2027 das Instrument "Eventkit" zum Einsatz kommt. Nun gilt es, diese Grundsätze für jeden einzelnen Anlass in konkrete Konzepte zu übersetzen. Das ist eine Chance. Mit kurzen Wegen, einem dichten ÖV-Netz und Hallen mitten in den Städten kann die Schweiz zeigen, dass Spitzensport und Klimaschutz zusammenpassen.

    Die Vorlage ist haushaltsneutral. Die Kosten werden innerhalb des VBS kompensiert. Wir schätzen diese Budgetdisziplin und bitten den Bundesrat, transparent aufzuzeigen, wie die Kompensation erfolgt. Besonders überzeugt uns, dass 3 Millionen Franken für Sportfördermassnahmen vorgesehen sind. Ein Anlass dauert eine Woche, gute Nachwuchsförderung wirkt über Jahre. Wenn Kinder ihre Idole live erleben und danach selbst den Weg in einen Verein finden, ist das Geld sehr gut investiert. Wir unterstützen deshalb auch, dass der Bundesrat nicht nur über die eingesetzten Mittel, sondern auch über die erzielte Wirkung berichtet.

    Die Verlängerung der Verpflichtungsfrist bis Ende 2029 befürworten wir vollumfänglich. Sie kostet keinen zusätzlichen Franken und ermöglicht, dass bewilligte, aber verzögerte Projekte realisiert werden. Wie wertvoll solche Anlagen sind, zeigt die Region Basel mit ihren nationalen Leistungszentren für Kanuslalom und Bogenschiessen. Wir begrüssen, dass das VBS das Nationale Sportanlagenkonzept (Nasak) von 1996 überarbeitet, und regen an, die Nachhaltigkeit dabei zu einem zentralen Kriterium zu machen.

    Nelson Mandela hat gesagt: "Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern. Er hat die Kraft, zu inspirieren. Er hat die Kraft, Menschen zu vereinen, wie es sonst kaum etwas vermag." Diese Kraft wollen wir nutzen. Die GLP-Fraktion stimmt beiden Entwürfen zu, damit internationale Sportanlässe auch künftig ein Gewinn sind - für den Sport, für die Regionen und für die ganze Schweiz.

  4. Redetext
  5. Redetext
Contributions(392)
Memberships(56)

Images(3)

  • Version 1
    01.01.2025 – 04.10.2025
  • Version 3
    04.10.2025 – 31.12.2199
  • Version 13
    04.10.2025 – 31.12.2199

Data: OpenParlData · CC BY 4.0