SchKG. Betreibung von UVG-Prämienforderungen
(98.411)- AbstimmungSpeechSchweiz
Abstimmung - Vote
[NAM]
Für Annahme des Entwurfes .... 189 Stimmen
(Einstimmigkeit)
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- Redetext
- Redetext
- Redetext
- RedetextSimon Epiney(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)Schweiz
La commission vous propose de vous rallier à la décision du Conseil national en prévoyant d'exclure de la poursuite par la voie de la faillite le recouvrement des primes de l'assurance-accidents obligatoire et en refusant d'exclure de la poursuite par la voie de la faillite le recouvrement des créances de droit privé jusqu'à 1000 francs.
La commission est d'avis qu'il serait injuste de mettre en péril des PME pour des cotisations aussi basses alors que d'autres primes d'assurances publiques sont soumises à la voie de la saisie.
Quant aux créances inférieures à 1000 francs, la commission partage l'avis du Conseil fédéral selon lequel un commerçant peut être tenté de travailler avec du matériel en leasing, de ne pas payer les factures jusqu'à 1000 francs, car, même inscrit au registre du commerce, il ne serait pas soumis à la faillite pour les montants inférieurs à 1000 francs.
Je vous invite à suivre la commission.
- AbstimmungSpeechSchweiz
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
[NAM]
Für Annahme des Entwurfes .... 113 Stimmen
(Einstimmigkeit)
- Redetext
- RedetextRuth Metzler-Arnold(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)Schweiz
Ich bin sehr froh, dass der Antrag der Minderheit Garbani zurückgezogen worden ist. Mit dem Antrag der Mehrheit zu Ziffer 1 und Ziffer 1bis ist der Bundesrat einverstanden.
Vom Antrag zu Ziffer 1ter hingegen würde Ihnen der Bundesrat abraten. Es geht hier um die Schaffung einer Ausnahme für privatrechtliche Forderungen bis 1000 Franken. Die Betreibungspraxis zeigt nämlich, dass sehr viele Betreibungsforderungen unter 1000 Franken liegen. Mit der vorgeschlagenen Änderung würden Sie also einen grossen Schritt in Richtung Abschaffung der Konkursbetreibung unternehmen. Dadurch würde auch das Grundsystem des SchKG beeinträchtigt, wonach konkursfähige Schuldner der Konkursbetreibung, alle anderen jedoch der Pfändungsbetreibung unterliegen. Forderungen von 1000 Franken mögen zwar auf den ersten Blick als klein erscheinen. Das ist aber relativ, das sehen Sie, wenn Sie zum Beispiel das Stammkapital einer GmbH von 20 000 Franken nehmen; da fallen auch schon 1000 Franken ins Gewicht.
Es stellt sich auch eine ganz praktische Frage: Wie soll verhindert werden, dass die Gläubiger grössere Forderungen in Teilbeträge splitten, um der Konkursbetreibung zu entgehen? Die vorgeschlagene Regelung stellt also nicht nur das System des SchKG auf den Kopf, sondern hat auch ein gewisses Missbrauchspotenzial, und dieses wurde in der Vernehmlassung auch zu Recht kritisiert.
Es kommt noch ein ökonomischer Gesichtspunkt hinzu: Auch wirtschaftlich betrachtet wäre die Ausnahme der kleinen privatrechtlichen Forderungen fragwürdig. In der Vernehmlassung wurde zu Recht darauf hingewiesen, dass dadurch auch die konkursreifen Schuldner künstlich am Leben erhalten würden, zum späteren Schaden der übrigen Gläubiger und auch der Allgemeinheit.
Ich bitte Sie also, Ziffer 1ter zu streichen und dem Bundesrat zu folgen. Damit kommen Sie auf den ursprünglichen Inhalt dieser Parlamentarischen Initiative zurück, wo es um die Prämien der obligatorischen Unfallversicherung geht, um dafür - und nur dafür - eine neue Ausnahme zu machen.
- RedetextJean-Michel Cina(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)Schweiz
Avant de vous présenter la solution décidée par la majorité de la commission, je me permets de vous rappeler le texte actuel de la disposition à modifier. Ceci dit, l'article 43 chiffre 1 de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite (LP) règle les exceptions à la poursuite par voie de faillite et il a la teneur suivante: "Dans tous les cas, la poursuite par voie de faillite est exclue pour: 1. le recouvrement d'impôts, contributions, émoluments, droits, amendes ou autres prestations de droit public dues à une caisse publique ou à un fonctionnaire."
La jurisprudence interprète cette disposition de manière très étroite. Les prestations de droit public ne tombent sous le coup de l'article 43 LP que si, comme le prévoit la loi, elles sont en même temps dues à un créancier de droit public, à une caisse publique. Selon le degré de privatisation d'une tâche publique, des créances de droit public peuvent toutefois être dues également à des créanciers ayant un statut privé. Il en va ainsi des primes d'assurance-accidents expressément visées par l'initiative parlementaire en question. Selon son auteur, l'ancien conseiller national Peter Baumberger, cette disposition oblige les établissements d'assurance-accidents privés à ouvrir des poursuites par voie de faillite pour obtenir le recouvrement de primes, et ce à la différence de la voie prévue pour la Caisse nationale suisse d'assurance en cas d'accidents et les caisses publiques. Cette inégalité de traitement est à éliminer.
Notre Conseil a ainsi donné suite à cette initiative parlementaire. La solution qui vous est présentée par la majorité de la commission prévoit de laisser le chiffre 1 actuel inchangé. En même temps, elle ajoute un chiffre 1bis, justement pour éliminer cette inégalité de traitement. La poursuite par voie de faillite serait donc expressément exclue pour le recouvrement de primes de l'assurance-accidents obligatoire. En plus, et ceci n'a pas fait l'objet de l'initiative parlementaire, la majorité de la commission veut instaurer une exception supplémentaire. Ainsi, le recouvrement de créances de droit privé jusqu'à un montant de 1000 francs ne pourra se faire que par la voie de la saisie et non pas par la voie de faillite. L'argument principal qui motive cette décision consiste à exclure les créances relativement modestes de la lourde procédure de l'exécution générale par voie de faillite. Une telle solution présente indéniablement l'avantage d'une économie de procédure. En résumé, nous pouvons dire que cette solution épargne le débiteur d'un côté, et privilégie le créancier de l'autre.
La commission a adopté cette modification de loi par 13 voix sans opposition et avec 5 abstentions.
- RedetextAnita Thanei(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
Am 20. März 1998 reichte Nationalrat Baumberger eine Parlamentarische Initiative ein, welche verlangt, Artikel 43 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) dahin gehend zu ändern, dass die Prämien der obligatorischen Unfallversicherung inskünftig von der Konkursbetreibung ausgenommen werden. Seinen Vorstoss begründete er dahin gehend, dass heute die privaten Unfallversicherungen, im Unterschied zur Suva und zu anderen öffentlichen Unfallversicherungskassen, verpflichtet sind, bei Prämienforderungen den Weg der Konkursbetreibung einzuschlagen. Diese unterschiedliche Behandlung rechtfertigt sich nicht, da es häufig um kleine Betriebe geht und die Konkursbetreibung gerade für KMU und insbesondere für deren Arbeitnehmende gravierende soziale Folgen hat.
Der Nationalrat hat der Parlamentarischen Initiative Baumberger am 21. April 1999 einstimmig Folge gegeben. Auch wir vertraten die Ansicht, die Ungleichbehandlung zwischen privaten und öffentlichen Kassen sei nicht gerechtfertigt. Mit der Pfändungsbetreibung könne den Interessen der KMU und der Arbeitnehmenden und letztlich auch der Gläubiger besser Rechnung getragen werden.
Ihre Kommission für Rechtsfragen hat in der zweiten Phase überprüft, ob die Revision von Artikel 43 SchKG weiter zu fassen sei, insbesondere ob auch andere im öffentlichen Recht begründete Forderungen - sowie allenfalls auch privatrechtliche Forderungen bis zu einem gewissen Betrag - von der Konkursbetreibung auszunehmen seien. Heute sind gemäss Artikel 43 Ziffer 1 SchKG öffentlich-rechtliche Schulden nur dann ausgenommen, wenn auch ein öffentlich-rechtlicher Gläubiger vorhanden ist.
Wir haben einen ersten Entwurf in die Vernehmlassung geschickt, in dem wir die Ausnahme der Konkursbetreibung für sämtliche im öffentlichen Recht begründeten Forderungen und für privatrechtliche Forderungen bis zu einem Betrag von 1000 Franken vorsahen.
Das Ergebnis war gemischt: Betreffend die öffentlich-rechtlichen Forderungen wurde mehrheitlich zugestimmt; bei den privatrechtlichen Ausnahmen bestanden Vorbehalte. Generell waren die meisten Vernehmlassungsteilnehmenden der Ansicht, dass Pfändungsbetreibungen allenfalls zur Aushöhlung der zukünftigen Konkursmasse führen können und der Ausschluss sämtlicher öffentlich-rechtlicher Forderungen zulasten der übrigen Gläubiger, insbesondere auch der privatrechtlichen, gehen kann. [PAGE 826]
Es besteht bei diesen Ausnahmen generell das Problem, dass das Vollstreckungssubstrat vorgängig durch Pfändungsbetreibungen abgesahnt wird. Deshalb schlägt Ihnen Ihre Kommission nun vor, bei der ursprünglichen Forderung der Parlamentarischen Initiative Baumberger zu bleiben. Das heisst: Gleichstellung sämtlicher Unfallversicherungen und zusätzlich nur privatrechtliche Bagatellforderungen bis zu 1000 Franken von der Konkursbetreibung ausnehmen.
Ich bitte Sie im Namen der Kommission, sowohl auf die Vorlage einzutreten wie auch ihr zuzustimmen.
Der Minderheitsantrag Garbani ist zurückgezogen worden.
- RedetextPeter Hess(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)Schweiz
Angesichts der noch ausstehenden Vernehmlassungsergebnisse beantragt die Kommission gestützt auf Artikel 21quater Absatz 5 GVG, die Frist für die Ausarbeitung der Gesetzesvorlage bis zur Herbstsession 2003 zu verlängern.
[VS]
Angenommen - Adopté
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