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Nutztierhaltung. Antibiotikaverbrauch

(00.3170)InterpellationErledigt
Schweiz24.03.2000
Speeches(7)
Sorted by Speech date, Descending
7 Results
  • Redetext
    Hanspeter Seiler(Schweizerische Volkspartei)
    Schweiz

    Die Interpellantin ist teilweise befriedigt.

    [PAGE 946]

  • Redetext
    Pascal Couchepin(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

    Tout d'abord, il faut rappeler peut-être pour ceux d'entre vous qui ne sont pas spécialistes de ces questions, qu'il y a un usage des antibiotiques qui est interdit dans l'élevage des animaux de rente: c'est l'utilisation d'antibiotiques comme stimulateurs de croissance. C'est un peu étrange d'imaginer que, dans le passé, il arrivait assez fréquemment que des producteurs d'animaux utilisent les antibiotiques comme stimulateurs de croissance. De surcroît, ils donnaient souvent aux animaux des antibiotiques qui étaient trop vieux pour les humains.

    Alors, le problème est celui de la délimitation entre cette interdiction et l'usage d'antibiotiques pour maintenir la santé des animaux qui, comme les humains, peuvent être occasionnellement affectés de maladies infectieuses.

    Personne ne conteste qu'il est souhaitable de pouvoir continuer, dans le cas de maladies qui justifient ce traitement, de recourir aux antibiotiques pour les animaux.

    Mais il est vrai aussi que l'on constate que la surveillance de cette frontière, qui est nécessaire (dans le sens de ce qu'a dit M. Leu, c'est-à-dire pour que les animaux soient bien traités et qu'ils aient aussi "une bonne réputation" dans l'opinion publique, et pour que les gens aient confiance dans les produits que fournit l'agriculture), et qui relève de l'autorité cantonale, ne donne pas satisfaction.

    La base légale est suffisante. C'est le contrôle qui n'est pas suffisant. Là, il faudra entreprendre quelque chose. L'objectif visé est de créer une structure supracantonale qui fera appel à des vétérinaires indépendants qui seront chargés de faire respecter les prescriptions dans plusieurs domaines, dont celui de l'utilisation des antibiotiques.

    On a cité l'exemple de l'Amérique. Je croix que c'est un bon exemple. Même dans l'intérêt de la compétitivité de l'agriculture, il est souhaitable qu'on lutte contre les abus qui peuvent intervenir dans l'usage des antibiotiques et contre d'autres pratiques contraires à un traitement respectueux des animaux.

    Nous n'allons pas jusqu'à demander la vente des produits thérapeutiques vétérinaires dans les pharmacies. Mais un renforcement des prescriptions et surtout la collaboration des cantons et la mise sur pied de cette superstructure à l'échelle de la Confédération nous paraissent souhaitables.

  • Redetext
    Josef Leu(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)
    Schweiz

    Im einleitenden Teil der Antwort hält der Bundesrat fest: "Die Aufzeichnungspflicht in das Behandlungsjournal soll den fachgerechten therapeutischen Einsatz sicherstellen." Diese Aussage lässt den Schluss zu, dass dem Aspekt "Prävention statt Therapie" noch zu wenig Beachtung geschenkt wird. Es braucht hier ein Umdenken. Die Tiergesundheit bzw. ihre Förderung und Erhaltung sowie allenfalls ihre Wiederherstellung sollten ins Zentrum der Bemühungen gerückt werden. So wichtig alle Massnahmen zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit auch sind: Sie werden dennoch nicht ausreichen - das wurde vorhin auch erwähnt -, Tiere frei und unbelastet von Krankheiten zu halten. Tierarzneimittel werden immer nötig sein, sei es zur Prophylaxe oder sei es zur Therapie. Dennoch hat die alte Weisheit "Vorbeugen ist besser als heilen" ihren Sinn.

    Auf diesem Konzept aufgebaut und von der öffentlichen Hand im Sinne von Anschubinvestitionen gefördert, haben der vorhin erwähnte Schweinegesundheitsdienst und auch die Flächensanierungen in den Schweinebetrieben Grossartiges vollbracht. Es kommt dazu, dass jede Anwendung von Arzneimitteln bei Tieren nicht nur mit Tierschutz zu tun hat. Die Anwendung bei Nutztieren betrifft ganz besonders auch den Schutz des Konsumenten. Es geht also um Lebensmittelsicherheit. Damit ist ein grosses öffentliches Interesse verbunden. Wir haben erlebt, wie Fehlverhalten Einzelner oder auch nur schon Skandalvermutungen zu für alle Betroffenen schmerzlichen Markteinbrüchen, Vertrauens- und Imageverlusten geführt haben.

    Herr Bundesrat, ich möchte Sie auffordern, gerade auch im Bereich der Gesundheitsdienste bzw. der öffentlichen Förderung dieser Instrumentarien Zeichen zu setzen. Gerade Amerika, das in seiner Agrarpolitik stark auf den Freihandel setzt, fördert diese Gesundheitspolitik in den Tierbeständen stark, und zwar im Sinne eines guten, effektvollen Marktauftrittes. Ich danke, wenn Sie sich in diesem Bereich engagieren.

  • Redetext
    Marcel Scherer(Schweizerische Volkspartei)
    Schweiz

    Der Verbrauch von Antibiotika in der Tierhaltung kann selbstverständlich nicht auf Null heruntergefahren werden, da auch Tiere krank werden; das ist eine ganz normale Sache. Wir sind jedoch sehr bestrebt, möglichst wenig Antibiotika einzusetzen, und dies vor allem im Zusammenhang mit der Flächensanierung bei der Schweinehaltung. Sie wissen, dass die Flächensanierung bei der Schweinehaltung so weit fortgeschritten ist, dass bereits auf der Hälfte des schweizerischen Gebietes die Schweinebestände saniert sind und die Schweine also für Krankheiten nicht mehr so anfällig sind.

    Ich möchte nun Kollegin Sommaruga bitten, uns zu unterstützen. Denn in den bilateralen Verträgen ist zum Beispiel vorgesehen, dass lebende Tiere vom Ausland durch die Schweiz transportiert werden dürfen. Wir betrachten es als ein sehr grosses Gefahrenpotenzial, dass Tiere, die krank durch die Schweiz geführt werden, unsere Tiere anstecken. Es wäre uns ein grosses Anliegen, dass wir da einen Konsens finden und die bilateralen Verträge so abändern oder dabei so mitmischen könnten, dass wir ja nicht zulassen müssen, dass lebende Tiere durch die Schweiz transportiert werden.

  • Redetext
    Toni Eberhard(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)
    Schweiz

    Ich möchte mich nur zu den Fragen 4 und 5 äussern. Die Landwirtschaft hat natürlich ein Interesse daran, dass der Einsatz von Antibiotika zurückgeht. Seit Anfang 1999 ist es ja verboten, Antibiotika vorbeugend via Tierfutter einzusetzen. Das bringt in der ersten Phase natürlich eine grössere Gefahr, vor allem bei einem Stallwechsel, dass die Tiere erkranken. Deshalb müssen sie in der Therapie vermehrt mit Medikamenten behandelt werden.

    Auf die Frage 4 antwortet der Bundesrat, dass hier die Tiergesundheit wichtig ist. Das kann ich bestätigen. Wir haben jetzt begonnen, gerade in der Schweinehaltung, flächendeckende Sanierungen vorzunehmen. Das läuft so ab, dass in einer Gemeinde alle Tiere aus dem Stall entfernt werden und durch Tiere ersetzt werden, welche frei von gewissen Krankheiten sind. Vorgängig müssen die Betriebe desinfiziert werden. Dass man eine solche Aktion nur gemeindeweise durchführen kann, hängt damit zusammen, dass die nötigen Tiere nicht vorhanden sind. Eine Wiederansteckung kann nur durch die Luft passieren oder durch Transporte von Tieren, die erkrankt sind.

    [PAGE 945] In diesen Gemeinden wird eine flächendeckende Kontrolle durch den Tiergesundheitsdienst durchgeführt. Wenn ein Tier erkrankt, muss dieser Betrieb erneut saniert werden. Es ist deshalb logisch, dass es eine gewisse Zeit braucht, bis in Kantonen mit grosser Tierdichte alle Betriebe saniert sind. Deshalb bin ich der Meinung, dass Punkt 4 der Antwort des Bundesrates wichtig ist. Es ist wichtig, dass sich der Bund hier weiterhin engagiert und mithilft, dass diese flächendeckenden Sanierungen durchgeführt werden können.

    Zu Frage 5: Hier geht es um den Tierarzneimittelmarkt. Die Schweiz hat sehr hohe Tierarzneimittelpreise. Die Medikamente sind sehr teuer. Wir stehen nun vor der Ausgangslage, dass wir eine Marktöffnung für unsere Produkte haben. Wir müssen wettbewerbsfähiger werden; im Strategiepapier des Bundesamtes zu "Horizont 2010" wird noch vermehrte Wettbewerbsfähigkeit verlangt.

    Natürlich haben hohe Medikamentenpreise auch einen Einfluss auf ihren Einsatz. Wenn sie sehr teuer sind, ist man eher zurückhaltend. Wenn von uns mehr Wettbewerb gefordert wird, wenn wir marktfähig sein müssen, sind wir andererseits auch darauf angewiesen, dass auf dem Medikamentenmarkt für Tiere Wettbewerb herrscht und dass diese hohen Preise zurückgehen.

    Deshalb bin ich der Meinung - die Landwirte sind genügend ausgebildet, sie nehmen die Verantwortung wahr -, dass auch hier der Markt geöffnet werden muss, damit wir wettbewerbsfähige Preise haben.

  • Redetext
    Simonetta Sommaruga(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz

    Ich möchte dem Bundesrat für seine Antwort auf meine Interpellation danken. Ich bin froh, dass der Bundesrat die Einschätzung teilt, dass es für den Einsatz von Tierarzneimitteln respektive von Antibiotika nach wie vor keine einheitliche Kontrolle gibt, und auch anerkennt, dass es bezüglich dieses Problems keine unabhängige Überwachung gibt.

    Der Bundesrat sagt auch, dass die Befangenheit der Tierärzte und Tierärztinnen ein Problem ist. Wenn nämlich ein Tierarzt, der selber Antibiotika verschreibt, gleichzeitig auch Verstösse ahnden soll und sogar Verwarnungen aussprechen muss, ist das unmöglich. Der Bundesrat wünscht deshalb eine Lösung und sagt, dass er eine gesetzliche Grundlage schaffen muss.

    Meine Frage an Sie, Herr Bundesrat Couchepin: Ist der Bundesrat bereit, diese gesetzliche Grundlage zu schaffen, oder muss hier das Parlament aktiv werden?

    Der Bundesrat hält in seiner Antwort auch fest - ich bin dankbar, dass das endlich auch von offizieller Seite bestätigt wird -, dass das beste Mittel, um Tiere gesund zu halten und damit auch den Einsatz von Antibiotika zu verhindern oder zu reduzieren, die artgerechte Tierhaltung ist. Der Bundesrat erwähnt auch verschiedene Massnahmen, mit denen er die Tiergesundheit fördern will: Forschungsprogramme oder Ausbildungsmöglichkeiten. Mir fehlt aber, Herr Bundesrat Couchepin, ein Mittel, nämlich die Anreize an die Landwirtschaft, zur Senkung des Antibiotikaverbot ebenfalls beizutragen. Der Antibiotikaverbrauch in der Nutztierhaltung ist in den letzten Jahren dauernd gestiegen. Ich glaube, Anreize wären ein wichtiger zusätzlicher Weg, um dem Einhalt zu gebieten.

    Ich möchte deshalb den Bundesrat noch fragen, ob er bereit ist, die Direktzahlungen in der Landwirtschaft vermehrt so einzusetzen, dass nur noch tiergerechte Haltung unterstützt wird. Das auch als Beitrag zur Senkung des Antibiotikaverbrauches.

  • Speech
    Speech
    Schweiz

    Erklärung Urheberin/Urheber: teilweise befriedigt

    Déclaration auteur/auteurs: partiellement satisfait

    [VS]

    Diskussion verschoben - Discussion renvoyée

Data: OpenParlData · CC BY 4.0