Absatzförderung für Schweizer Musik nach dem Vorbild der Landwirtschaft
(26.4666)- Type
- Interpellation
- State
- Eingereicht
- Parliament
- Schweiz
- Number
- 26.4666
- Start
- 02.10.2026
- Official record
- Official profile
- External ID
- 20264666
- Miriam LocherSozialdemokratische Partei
- Stefan Müller-AltermattDie Mitte
- David RothSozialdemokratische Partei
- Hasan CandanSozialdemokratische Partei
- Niklaus-Samuel GuggerEvangelische Volkspartei
- Eingereicht
- Titel des GeschäftesAbsatzförderung für Schweizer Musik nach dem Vorbild der Landwirtschaft
- Eingereichter Text
Der Bund unterstützt die Absatzförderung schweizerischer Landwirtschaftsprodukte mit erheblichen Mitteln. 2025 wurden dafür rund 66 Millionen Franken Bundesbeiträge ausgerichtet. Unterstützt werden insbesondere gemeinschaftliche Kommunikationsmassnahmen von Branchen- und Produzentenorganisationen. Ziel ist unter anderem, die Präferenz der Konsument:innen für einheimische Produkte zu erhöhen.
Auch Schweizer Musik steht auf dem heimischen Markt in Konkurrenz zu einem globalen Angebot. Während der Bund das Schweizer Musikschaffen auf verschiedenen Ebenen fördert, besteht bislang kein vergleichbares Instrument zur gemeinschaftlichen Absatz- und Kommunikationsförderung im Inland.
Der Bundesrat wird deshalb um die Beantwortung folgender Fragen gebeten:
1. Wie beurteilt der Bundesrat grundsätzlich die Möglichkeit, nach dem Vorbild der landwirtschaftlichen Absatzförderung gemeinschaftliche Kommunikations- und Absatzförderungsmassnahmen für Schweizer Musik subsidiär zu unterstützen?
2. Wie steht der Bundesrat zur Idee, gemeinsam mit den Organisationen der Schweizer Musikbranche ein Pilotprojekt für eine gemeinschaftliche Absatz- und Kommunikationsförderung von Schweizer Musik zu prüfen, bei dem der Bund – analog zur landwirtschaftlichen Absatzförderung – subsidiär einen Teil der Kosten übernimmt?
3. Wie beurteilt der Bundesrat die Möglichkeit, die gemeinschaftliche Absatz- und Kommunikationsförderung von Schweizer Musik bei der Erarbeitung der Kulturbotschaft 2029–2032 als mögliches Instrument zur Stärkung des Schweizer Musikschaffens zu prüfen?
- Begründung
Die Absatzförderung des Bundes für landwirtschaftliche Produkte zeigt, dass die gezielte Stärkung der Nachfrage nach einheimischen Erzeugnissen ein etabliertes Instrument der Bundespolitik ist. Dabei beteiligt der Bund subsidiär an gemeinschaftlichen Kommunikationsmassnahmen der jeweiligen Branchen.
Ein vergleichbarer Ansatz soll auch für Schweizer Musik geprüft werden. Ziel wäre nicht, den Konsumentinnen und Konsumenten vorzuschreiben, welche Musik sie hören sollen, sondern das einheimische Musikschaffen stärker ins Bewusstsein zu rücken und den bewussten Konsum von Schweizer Musik zu fördern.
Ein solches Instrument könnte die bestehende Kulturförderung auf der Nachfrageseite ergänzen und damit dazu beitragen, die wirtschaftliche Grundlage eines vielfältigen professionellen Musikschaffens in der Schweiz zu stärken.
Data: OpenParlData · CC BY 4.0