Zielvereinbarungen für mehr Wertschöpfung und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft

(26.3291)MotionStellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Schweiz19.03.2026
Profile
Type
Motion
State
Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
Parliament
Schweiz
Number
26.3291
Start
19.03.2026
References & source
Official record
Official profile
External ID
20263291
Contributions(7)
Timeline(4)
  • Bekämpft. Diskussion verschoben
  • Antrag: Annahme
    Bundesrat
  • Stellungnahme zum Vorstoss liegt vor
  • Eingereicht
Texts(4)
  • Titel des GeschäftesTEXT
    Zielvereinbarungen für mehr Wertschöpfung und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft
  • Antwort BR / BüroTEXT

    Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.

  • Eingereichter TextTEXT

    Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen der Agrarpolitik 2030+ rechtliche Grundlagen für Zielvereinbarungen mit der Privatwirtschaft insbesondere auch mit dem Detailhandel, zu schaffen.

  • BegründungTEXT

    Mit der Motion 22.4251 hat das Parlament den Bundesrat ausdrücklich verpflichtet, das eigenverantwortliche Engagement der Branche stärker einzubeziehen. Diese Vorgabe ist zentral, denn die jüngsten Entwicklungen im Detailhandel zeigen, dass wirtschaftlicher Druck dazu führen kann, Nachhaltigkeitsziele zugunsten kurzfristiger Preisvorteile abzuschwächen. Wenn einzelne Händler zunehmend auf weniger umwelt- und tierfreundlich produzierte Produkte setzen, entsteht ein direkter Nachteil für die Landwirtschaft, die in nachhaltige Produktionsmethoden investiert.

    Dabei ist unbestritten: Eine produktive und ökologisch verantwortungsvolle Landwirtschaft kann nur bestehen, wenn ihre wichtigsten Marktpartner – insbesondere der Detailhandel – verlässlich handeln. Ohne planbare Absatzkanäle und faire Entschädigung verliert die Landwirtschaft die Grundlage, um langfristig nachhaltig zu produzieren und gleichzeitig ihre gesellschaftlichen Aufgaben wahrzunehmen.

    Vornehmlich der Detailhandel trägt eine Schlüsselfunktion zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung und Konsumentinnen und Konsumenten. Werden verbindliche Ziele definiert, die zentrale Nachhaltigkeitsaspekte aus dem Zukunftsbild abdecken und für alle Händler gelten, entsteht ein fairer und stabiler Rahmen. Dies verhindert, dass einzelne Akteure zulasten der Nachhaltigkeit abweichen, stärkt die wirtschaftliche Planbarkeit für die Landwirtschaft und gewährleistet gegenüber den Konsumierenden, dass die festgelegten Standards nicht unterlaufen werden.

Data: OpenParlData · CC BY 4.0