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Flexibilisierung und Ausbau des Numerus clausus in der Physiotherapie (Richtlinienmotion)

(2025.GRPARL.279)MotionPunktweise beschlossen
Grosser Rat Bern (BE)30.05.2025 – 03.03.2026
Speeches(26)
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26 Results
  • Speech
    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Vizepräsidentin. Der Punkt 4 ist abgeschrieben.
  • Speech
    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Vizepräsidentin. Die Ziff. 4 ist als Postulat ebenfalls angenommen.

    Wir stimmen jetzt noch über die Abschreibung von Punkt 4 ab: Wer den Punkt 4 abschreiben will, stimmt Ja, wer das nicht will, stimmt Nein.

  • Speech
    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Vizepräsidentin. Der Punkt 3 ist abgeschrieben.

    Dann stimmen wir jetzt über das Postulat der Ziff. 4 ab: Wer das Postulat der Ziff. 4 annimmt, stimmt Ja, wer es ablehnt, stimmt Nein.

  • Speech
    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Vizepräsidentin. Auch der Punkt 3 ist als Postulat angenommen.

    Wir stimmen noch über die Abschreibung von Punkt 3 ab: Wer den Punkt 3 abschreibt, stimmt Ja, wer ihn nicht abschreiben will, stimmt Nein.

  • Speech
    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Vizepräsidentin. Sie haben den Punkt 1 als Postulat einstimmig angenommen.

    Wir kommen zur Abstimmung über den Punkt 3, ebenfalls als Postulat: Wer dieses Postulat annimmt, stimmt Ja, wer es ablehnt, stimmt Nein.

  • Speech
    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Vizepräsidentin. Wir kommen zur Abstimmung. Wir stimmen über die Punkte 1, 3 und 4 ab.

    Der Punkt 1 ist in ein Postulat gewandelt. Wer den ersten Punkt als Postulat annimmt, stimmt Ja, wer dies ablehnt, stimmt Nein.

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    Sibylle Plüss-Zürcher(FDP.Die Liberalen)
    Grosser Rat
    Sibylle Plüss-Zürcher, Boll (FDP), Motionärin. Danke vielmals. Ich habe es gehört: Der Grosse Rat nimmt den Fachkräftemangel ernst und erwartet eine aktive Steuerung. Im Sinn der Sache wandle ich die Ziff. 1 in ein Postulat. Und wie gesagt: Es geht um die Versorgungssicherheit – ich nehme Sie beim Wort – und um die Menschen im Kanton Bern, die auf eine funktionierende Rehabilitation angewiesen sind.

    Ich bitte Sie, entsprechend dem Antrag des Regierungsrates dieses Postulat, sprich die Ziff. 3 und 4, anzunehmen und, wenn nicht anders möglich, abzuschreiben. Danke vielmals.

  • Speech
    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Vizepräsidentin. Ich gebe der Motionärin noch kurz das Wort. Die Punkte 2 und 5 sind zurückgezogen. Allenfalls eine kurze Erklärung – Sibylle, du hast das Wort.
  • Speech
    Speech
    Grosser Rat
    Christine Häsler, BKD-Direktorin. Die Regierung teilt die Haltung der Motionärin. Ja, es herrscht ein Fachkräftemangel insgesamt im Gesundheitsbereich und namentlich auch bei der Physiotherapie. Das ist der Regierung bewusst, und auch die Regierung ist selbstverständlich daran interessiert und arbeitet daran, die Versorgungssicherheit zu stärken, und dies auch nachhaltig und langfristig.

    Gleichzeitig sind wir aber auch verpflichtet, die Ausbildungsqualität im Rahmen der real verfügbaren Ressourcen sicherzustellen. Sie haben es vorhin mehrmals erwähnt, verschiedene von Ihnen: Es sind letztlich die Praktikumsplätze, die es braucht, damit wir überhaupt diese Ausbildung gewährleisten können. Die Ausbildungstätigkeit der BFH im Gesundheitsbereich beschränkt sie zudem nicht auf den Kanton Bern. Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Physiotherapie sind in der ganzen Schweiz tätig.

    Die BFH würde sehr gerne alle Personen ausbilden, die sich für diesen Studiengang interessieren und die Voraussetzungen für dieses Studium erfüllen. Aber der Numerus clausus legt die maximale Kapazität halt eben anhand dieser Ausbildungsplätze fest, die im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten, der Infrastrukturen und der Praktikumsplätze überhaupt gewährleistet werden können. Etwas anderes ist gar nicht denkbar.

    Für eine allfällige Erweiterung der Ausbildungskapazitäten an der BFH sind die verfügbaren Praktikumsplätze der limitierende Faktor. In diesem Bereich hat der Kanton Bern schon sehr viel gemacht und das vorhandene Potenzial auf dem eigenen Kantonsgebiet weitgehend ausgereizt. Die BFH ist heute bereits auf die Mithilfe anderer Kantone angewiesen, um tatsächlich zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen zu können. Aber eine rechtliche Handhabe hat die BFH dabei nicht. Es gibt keine Verpflichtung für die anderen Kantone, sich hier zu engagieren.

    Der Numerus clausus ist also kein Instrument, das man aufgrund des Bedarfs einfach beliebig flexibilisieren kann. Er wird vielmehr jedes Jahr so hoch angesetzt, dass die gesamte vorhandene Kapazität an der BFH ausgeschöpft werden kann, und jährlich wird zusätzlich vor dem Beschluss dieser Kapazitätsgrenze wiederum sorgfältig geschaut, ob es die Möglichkeit weiterer Optimierungen gibt, um das noch anzuheben. Die BFH leistet hier also bereits ihren besten Dienst.

    Wir sehen trotzdem den Bedarf. Die Regierung ist ebenfalls daran interessiert und will das stärken, und darum nimmt sie den Punkt 1 auch als Postulat an. Bezüglich der Punkte 3 und 4 beantragt Ihnen die Regierung Annahme und Abschreibung. Die anderen beiden Punkte sind ja zurückgezogen. Danke für die Aufmerksamkeit.

  • Speech
    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
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    Grosser Rat
    Brigitte Hilty Haller, Bern (GRÜNE), Fraktionssprecherin. Die vorliegende Richtlinienmotion hat zum Ziel, die schwierige Situation der Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten im Kanton Bern endlich zu verbessern. Es ist bekannt, dass die Studienplätze an der BFH seit Längerem knapp sind, und je nachdem gibt es die Möglichkeit, dass Interessierte in einem anderen Kanton eine Aufnahmeprüfung machen und schauen, dass sie dort studieren können.

    Man muss aber auch sagen: Es hat in der letzten Zeit Verbesserungen gegeben, und das ist schon einmal gut. Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten leisten wichtige Arbeit, sei es in der Prävention, wenn es darum geht, operative Eingriffe zu vermeiden oder hinauszuzögern, aber vor allem nach operativen Eingriffen, damit die Menschen wieder schnell mobil werden können und möglichst in den Alltag zurückkehren können.

    Man könnte noch viel mehr Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten anstellen, aber leider herrscht auch da ein Fachkräftemangel, und dieser ist spürbar und sichtbar, sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich.

    An dieser Stelle ganz kurz ein Dank an alle Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, an Physioswiss und insbesondere an den Kantonalverband Bern von Physioswiss für ihren Einsatz und ihre Arbeit.

    Die grüne Fraktion anerkennt den Bedarf und wird wie folgt abstimmen. Die Ziff. 1 nehmen wir als Postulat an. Ziff. 3: Annahme. Ziff. 4: Annahme, aber wir bestreiten die Abschreibung. So werden wir abstimmen, diejenigen, die da sind. Danke.

  • Speech
    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
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    Katja Streiff(Evangelische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Katja Streiff, Oberwangen (EVP), Fraktionssprecherin. Der Fachkräftemangel in der Physiotherapie ist real, auch bei uns. Eine gute ambulante Versorgung ist zentral für unsere Patientinnen und Patienten und entlastet das Gesundheitswesen insgesamt. Der Handlungsbedarf ist also für uns unbestritten. Gleichzeitig müssen wir die strukturellen Realitäten anerkennen. Die Studienplätze an der BFH sind bereits erhöht worden. Das eigentliche Nadelöhr sind heute die Praktikumsplätze in den Spitälern und in den grösseren Institutionen. Ohne zusätzliche Praktikumsplätze und Praxisplätze können keine weiteren Studierenden ausgebildet werden, selbst wenn wir hier formell mehr Plätze beschliessen würden.

    Darum unterstützen wir Punkt 1 in Form eines Postulats. Eine weitere Kapazitätserhöhung soll geprüft werden, aber realistisch und abgestimmt auf die verfügbaren Praxisplätze. Die Ziff. 3 und 4 sind für uns faktisch bereits erfüllt, und es besteht in unseren Augen kein zusätzlicher Handlungsbedarf. Wenn wir nachhaltig etwas bewegen wollen, müssen wir bei den Praktikumsplätzen ansetzen und auch die Institutionen stärker in die Verantwortung nehmen. Deshalb folgt die EVP-Fraktion dem Antrag des Regierungsrates bei den noch verbleibenden Punkten. Merci.

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    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
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    Barbara Maurer(Eidgenössisch-Demokratische Union)
    Grosser Rat
    Barbara Maurer, Sumiswald (EDU), Fraktionssprecherin. Auch uns ist der Mangel an Fachkräften in der Physiotherapie nicht entgangen. Wie von der Regierung dargelegt, führt aber der Fachkräftemangel auch dazu, dass weniger Praktikumsplätze zur Verfügung stehen. Wir haben das auch schon gehört. Eine Erhöhung des Numerus clausus ohne die nötigen Praktikumsplätze hilft nicht weiter. Die Aussicht, dass der neue Campus Bern ab Herbst 2029 eine Erhöhung des Numerus clausus ermöglicht und weitere Praxisräume generiert, ist sehr erfreulich. Bis dahin brauchen wir aber noch ein bisschen Geduld.

    Die EDU-Fraktion folgt der Regierung grossmehrheitlich. Punkt 1: Annahme als Postulat, Punkte 3 und 4: Annahme und Abschreibung.

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    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
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    Bernhard Brügger(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
    Bernhard Brügger, Höfen bei Thun (SVP), Fraktionssprecher. Wer schon einmal einen Unfall hatte und physiotherapeutische Unterstützung in Anspruch genommen hat, weiss, wie wichtig diese Leistungen sind. Auch ich war schon einmal darauf angewiesen, dies zu nutzen. Eine gezielte Physiotherapie kann die Genesungszeit deutlich verkürzen. Diese Verkürzung führt nicht nur zu einer schnelleren Rückkehr in den Alltag und ins Berufsleben, sondern spart letztlich auch erhebliche Kosten.

    Der Fachkräftemangel macht auch hier nicht Halt. Aus unserer Sicht liegt das Problem aber nicht primär bei den Studienplätzen, sondern vielmehr bei den fehlenden Praktikumsplätzen. Genau hier besteht eben dieser Engpass. Darauf haben wir politisch leider nur begrenzten Einfluss.

    Im Punkt 1 wird ein Prüfauftrag verlangt, den wir von der SVP als Postulat unterstützen. Die Punkte 3 und 4 unterstützen wir auch. Wir nehmen sie an, verlangen aber die Abschreibung. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

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    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat
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    Hans-Peter Kohler(FDP.Die Liberalen)
    Grosser Rat
    Hans-Peter Kohler, Spiegel b. Bern (FDP), Fraktionssprecher. Der Mangel von Fachkräften im Gesundheitswesen ist ein Dauerthema. Die FDP-Fraktion, für die ich ja spreche, sieht das genau gleich wie die Motionärin. Wir haben diesbezüglich ein Problem. Es ist ein dringendes Problem. Ich war über 30 Jahre im Gesundheitswesen. Was die Physiotherapie leistet, wissen die meisten hier in diesem Saal. Wir müssen schon schauen, dass man zu mehr Ausbildungsplätzen kommt.

    Es geht ja vor allem um den Punkt 1, und die FDP-Fraktion unterstützt den Punkt 1 einstimmig als Motion, denn es ist ja geschrieben: «und dem Grossen Rat einen Vorschlag für eine schrittweise Kapazitätserweiterung um mindestens 20 Studienplätze vorzulegen». Schrittweise – also, die Regierung hat da eine ziemliche Bandbreite, auch zeitlich; sie kann sich Zeit nehmen, um die Umsetzung zu machen.

    Es gibt dann immer wieder die akademische Diskussion, ob Richtlinienpostulat oder Richtlinienmotion, und deswegen unterstützt die Fraktion klar die Richtlinienmotion. Damit hat die Regierung immer noch eine Freiheit, aber ein Richtlinienpostulat ist einfach zu wenig, und das Thema ist viel zu wichtig, als dass man den Punkt 1 als Postulat überweisen sollte. Zwei Punkte sind ja zurückgezogen, und die anderen Punkte wie der Regierungsrat. Also, bitte unterstützen Sie das als Motion. Es ist eine Richtlinienmotion. Merci vielmals.

  • Speech
    Anne Speiser-Niess(Schweizerische Volkspartei)
    Grosser Rat

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