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KS

Katja Streiff

Active
Evangelische VolksparteiEVP
Grosser RatMittelland-Süd

Mandate
Party
Evangelische VolksparteiSource: EVP
Parliamentary group
EVP
Electoral district
Mittelland-Süd
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Female
Born
1985
Occupation
Dipl. Pflegefachfrau HF
Language
lang_d
Contact
Address
Oberwangen
References & source
Source body
BE
Source updated
29.08.2026
Record updated
30.08.2026
First imported
14.08.2025
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    Grosser Rat
    Katja Streiff, Oberwangen (EVP), Fraktionssprecherin. Ja, die Belastung durch Ozon ist ein ernstzunehmendes Umwelt- und Gesundheitsproblem. Besonders betroffen sind Kinder und ältere Menschen, aber auch Personen mit Atemwegserkrankungen. Als EVP setzen wir uns seit über 100 Jahren für den Schutz der Gesundheit und für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt und unserer natürlichen Lebensgrundlage ein. Wichtig ist aber dabei, dass wir dort ansetzen, wo wir tatsächlich Wirkung erzielen können.

    Ozon wird nicht direkt ausgestossen – wir haben dies schon von Vorrednern gehört –, sondern es entsteht durch komplexe chemische Prozesse aus verschiedenen Vorläuferschadstoffen. Kurzfristige Verkehrsbeschränkungen oder auch Temporeduktionen können deshalb die tatsächliche Ozonbelastung nur begrenzt beeinflussen. Zum Beispiel Temporeduktionen auf Autobahnen können sinnvoll sein bzw. sind durchaus sinnvoll, auch aus Gründen des Lärmschutzes, aus Verkehrssicherheitsgründen oder eben zur Reduktion von Schadstoffen. Für die Nationalstrassen liegt aber die Zuständigkeit beim Bund. Zudem werden solche Massnahmen auf den Autobahnen auf verschiedenen Abschnitten, wo sie auch angezeigt sind, bereits heute umgesetzt, und das begrüssen wir sehr.

    Mit den bestehenden interkantonalen Informations- und Interventionskonzepten sowie den regelmässigen Überprüfungen der Luftreinhaltemassnahmen verfügen wir bereits jetzt über Instrumente, um auf erhöhte Belastungen zu reagieren und auch die Bevölkerung zu informieren. Wir sehen deshalb keinen Mehrwert darin, zusätzliche kantonale Regelungen, neue Auslösekriterien oder weitere Monitoring-Strukturen aufzubauen.

    Wer die Luftqualität nachhaltig verbessern will, muss die Ursache der Belastung langfristig reduzieren. In unseren Augen misst sich gute Umweltpolitik nicht an der Anzahl der Massnahmen, sondern an ihrer Wirkung. Aus diesen Gründen überzeugen uns die Ziffern 1, 2, 4 und 5 nicht.

    Anders beurteilen wir die Ziffer 3. Die Förderung des Umstiegs auf den öffentlichen Verkehr sowie auch auf den Fuss- und Veloverkehr entspricht den langfristigen Zielen einer nachhaltigen Mobilitätspolitik. Aus Sicht der EVP ist es sinnvoller, attraktive Alternativen zu fördern, als kurzfristige Verbote und Einschränkungen zu erlassen. Wenn Menschen gute Alternativen zum motorisierten Individualverkehr haben, profitieren Umwelt, Klima und Gesundheit dauerhaft. Deshalb unterstützen wir die Begleitmassnahmen, die den öffentlichen Verkehr stärken wollen.

    Die EVP anerkennt das gesundheitspolitische Anliegen dieser Motion. Wir sind aber überzeugt, dass wirksamer Umwelt- und Gesundheitsschutz dort ansetzen muss, wo eben langfristig eine Verbesserung erreicht werden kann. Deshalb beantragen wir hier ziffernweise Abstimmung. Die EVP-Fraktion unterstützt die Ziffer 3 einstimmig und lehnt die Ziffern 1, 2, 4 und 5 ab.

  3. Speech
  4. Speech
    Grosser Rat
    Katja Streiff, Oberwangen (EVP), Fraktionssprecherin. Ja, das Bernische Historische Museum ist seit über 130 Jahren eine der wichtigsten Kulturinstitutionen unseres Kantons. Ich glaube, diesbezüglich sind wir uns alle einig.

    Auch – wie die Vorredner schon gesagt haben – dass es noch nie umfassend saniert wurde, zeigt einfach auf, dass es heute nötig ist. Wir haben das in der Besichtigung als BiK gesehen, das ist auch schon erwähnt worden. Der Handlungsbedarf ist offensichtlich. Die Gebäudetechnik ist stark überaltert und verursacht zunehmend hohe Reparaturkosten. Das Museum verbraucht deutlich mehr fossile Energie als nötig, gleichzeitig bestehen Sicherheitsrisiken aufgrund der ungenügenden Fluchtwege gerade im Westflügel, und das Risiko von Wasserschäden durch Dach, Leitungen und Fenster besteht und nimmt immer mehr zu.

    Besonders ins Gewicht fällt für die EVP-Fraktion aber die eingeschränkte Barrierefreiheit. Das Museum verfügt heute lediglich über einen externen Lift, der regelmässig ausfällt. Die Wartungskosten betragen jährlich mehrere tausend Franken, Ersatzteile sind zum Teil kaum mehr erhältlich. Die Folge ist, dass Menschen im Rollstuhl zeitweise keinen Zugang zu Teilen des Museums haben, und das kann doch einfach nicht sein. Kultur muss in unseren Augen für alle Menschen zugänglich sein. Deshalb begrüssen wir ausdrücklich, dass die hindernisfreie Erschliessung ein zentrales Ziel dieser Sanierung ist. Wer öffentliche Kulturinstitutionen betreibt, muss auch schauen, dass möglichst alle Menschen teilhaben können.

    Ebenso positiv beurteilen wir die geplante Verbesserung für die Besucherinnen und Besucher. Die neue Erschliessung ermöglicht künftig attraktive Rundgänge durch das Museum, die Orientierung wird verbessert, die Aufenthaltsqualität erhöht und das Museum kann seine Ausstellungen zeitgemässer vermitteln. Damit wird das Bernische Historische Museum nicht nur erhalten, sondern auch für die künftigen Generationen weiterentwickelt, und das ist doch ganz in unserem Sinn.

    Die EVP-Fraktion unterstützt auch die Finanzierungslösung. Der Kanton beteiligt sich mit rund einem Drittel an den Gesamtkosten. Wichtig ist für uns dabei, dass die Finanzierung eben auf mehrere Schultern verteilt wird. Der Kredit wird nur wirksam, wenn auch die Stadt Bern und die Burgergemeinde ihre Beiträge leisten. Fällt eine Trägerschaft weg, fällt das gesamte Finanzierungspaket weg. Ebenso wichtig ist für uns die klare Kostenverantwortung. Der beantragte Kredit ist ein absolutes Kostendach, Kostenüberschreitungen können nicht einfach auf den Kanton überwälzt werden, zusätzliche Mittel müssen vom Museum bzw. durch weitere Finanzierungsquellen aufgebracht werden. Dieses Prinzip gilt für alle beteiligten Trägerschaften gleichermassen und schafft die notwendige finanzielle Disziplin. Die EVP unterstützt aus den genannten Gründen den beantragten Kredit.

    Zum Antrag der BiK: Auch diesen erachten wir als sinnvoll. Diese Auflage stellt sicher, dass die notwendigen Erneuerungen des Museums und die weitere Entwicklung des Museumsquartiers möglichst aufeinander abgestimmt werden, aber trotzdem auch unabhängig bleiben. Deshalb werden wir auch diesen Antrag der BiK einstimmig unterstützen. Merci.

  5. Speech
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  • Version 1
    01.01.2025 – 31.12.2199

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