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Begründung

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Schweiz

Gemäss einer kürzlich erschienenen Pressemitteilung der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt geben "schmelzende Gletscher chemische Stoffe frei, die über Jahrzehnte im 'ewigen' Eis eingeschlossen waren. Forscher der Empa, der ETH Zürich und der Eawag haben die Sedimentschichten des Oberaarsees analysiert und die Ablagerung schwer abbaubarer organischer Substanzen während der letzten 60 Jahre rekonstruiert ... Darunter (sind) auch chemische Substanzen, die seit Jahren verboten sind und die besser weiter unter Verschluss blieben, etwa die sogenannten POP ('persistent organic pollutants'), schwer abbaubare organische Umweltgifte. Dazu gehören technische Chemikalien, die beispielsweise als Weichmacher in verschiedenen Materialien oder als Pestizide verwendet wurden, aber auch Dioxine. Viele dieser POP sind hormonaktiv, krebserregend und stehen im Verdacht, die Entwicklung von Mensch und Tier zu stören. Zudem sind sie ausgesprochen langlebig und können via Atmosphäre über grosse Distanzen transportiert werden."

Auch wenn dazu bereits Forschungen laufen, stellt sich die Frage, was die Bundesbehörden tun müssen, um den möglichen Folgen dieser neuen Situation beizukommen. Da freigesetzte POP auch den Grundwasserspiegel bedrohen, kann man die Situation mit dem unkontrollierten Ablagern von Abfällen in Gewässern vergleichen.

Data: OpenParlData · CC BY 4.0