Antwort vom 12. Juni 2026
zu Frage 1:
Im Zeitraum vom 25. Juni 2021 bis 7. Juni 2026 (4 Jahre und 11 Monate) wurden von der Landespolizei auf dem Streckenabschnitt «Benderer Strasse» in Schaan sowie «Schaaner Strasse» in Gamprin-Bendern 4 Unfälle mit Rotwild registriert. Die Unfälle ereigneten sich zwischen 18.26 und 04.43 Uhr. Zum Kollisionsort können keine genauen Angaben gemacht werden, da diese nicht erhoben werden. Nebst den Meldungen zu Rotwild wurden auf dieser Strecke in Summe inkl. Rotwild 76 Tierkollisionen im erfragten Zeitraum bei der Landespolizei registriert.
zu Frage 2:
Aufgrund von nur 4 gemeldeten Unfällen mit Rotwild lässt sich keine eindeutige Verschärfung der Situation ableiten. Die weitere Entwicklung ist zu beobachten.
zu Frage 3:
In den letzten Jahren wurden in Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Tiefbau und Geoinformation, dem Amt für Umwelt, den Gemeinden und der Jägerschaft diverse Massnahmen diskutiert und beurteilt.
So wurden an der Ortausfahrt Schaan Fahrtrichtung Bendern und an der Ostausfahrt Bendern Fahrtrichtung Schaan Gefahrensignale Wildwechsel aufgestellt.
Auch der Einsatz einer elektronischen Wildwarnanlage, wie sie derzeit in Nendeln im Einsatz ist, wurde geprüft. Aufgrund der gegenüber dem Standort Nendeln unklaren Querungspunkten für das Wild entlang der zwei Kilometer langen Strecke mit Windschutzstreifen wurde diese Massnahme jedoch vorerst zurückgestellt.
zu Frage 4:
Die Herabsetzung der Geschwindigkeit aufgrund von Wildgefahr wurde geprüft, jedoch nicht umgesetzt, da keine klaren räumlichen Querungspunkte für das Wild erkennbar sind.
zu Frage 5:
Die in Frage 3 erwähnten Massnahmen, welche sich nicht nur auf das Rotwild sondern auf alle Wildtiere beziehen, werden weiterhin in Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Tiefbau und Geoinformation der Gemeinde, dem Amt für Umwelt und der Jägerschaft geprüft und die Situation laufend beobachtet. Die Erfahrungen aus der bestehenden Wildwarnanlage in Nendeln werden in die Überlegungen mit einbezogen.