Antwort BR / Büro
1. Tatsächlich weist das Monitoring der Krankenversicherungs-Kostenentwicklung (MOKKE) für 2021 einen Anstieg der Leistungsmengen um 5,1 Prozent gegenüber 2020 aus. Die Nachholeffekte aufgrund der von 2020 auf 2021 verschobenen Behandlungen sind wahrscheinlich die Hauptursache für diese Entwicklung. Die Nachholkosten lassen sich nicht von den übrigen Kosten unterscheiden. Ein Mittel zur Relativierung des Nachholeffekts besteht darin, den jährlichen Anstieg der Pro-Kopf-Kosten von 2019 bis 2021 zu ermitteln, der laut MOKKE 2,7 Prozent beträgt. Dieser Wert liegt über dem jährlichen Durchschnittswert der letzten 10 Jahre, der sich auf 2,5 Prozent beläuft.
2. Es ist noch zu früh, um sich zur Kostendeckung für 2022 zu äussern, da die definitiven Ergebnisse noch nicht vorliegen. Diese sind erst im Juni 2023 bekannt.
Im Mai 2022 wird unter folgendem Link eine erste Kostenprojektion für das erste Quartal 2022 veröffentlicht: www.bag.admin.ch / Zahlen & Statistiken / Krankenversicherung: Statistiken / Monitoring der Krankenversicherungs-Kostenentwicklung.
Die Prämienentwicklung widerspiegelt die Kostenentwicklung. Wenn die Kosten weiterhin steigen, ist somit für 2023 eine Prämienerhöhung zu erwarten.
Antwort des Bundesrates.