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Marcel Preiss · GLP

deKantonsrat
Grosser Rat (TG)10.06.2026
Neben dem im Jahresbericht aufgeführten Ergebnis möchte ich drei Themenbereiche ansprechen, die sowohl aus Sicht der GLP-Fraktion als auch aufgrund der Rückmeldungen aus den Feuerwehren besondere Aufmerksamkeit verdienen. Beschaffungswesen: Bereits im vergangenen Jahr wurde auf die Vorteile der zentralen Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen hingewiesen. Die bisherigen Erfahrungen bestätigen, dass dieser Weg konsequent weitergeführt werden sollte. Die zentrale Beschaffung ermöglicht eine deutliche Entlastung der einzelnen Feuerwehren von aufwendigen Ausschreibungs- und Beschaffungsprozessen. Gleichzeitig können durch die grösseren Beschaffungsvolumen bessere Konditionen erzielt werden, was letztlich zu spürbaren Einsparungen für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler führt. Zudem werden Fahrzeugstandards vereinheitlicht, was Ausbildung, Unterhalt und Einsatzbereitschaft erleichtert. Besonders kleinere Feuerwehren profitieren von diesem Modell, da sie oft nicht über die personellen Ressourcen verfügen, um komplexe Beschaffungsprojekte eigenständig abzuwickeln. Die GLP unterstützt deshalb die konsequente Weiterentwicklung und Förderung der zentralen Beschaffung. Ausbildung: Ein weiterer positiver Entwicklungsschritt ist die verstärkte Ausbildung von Instruktorinnen und Instruktoren. Die Rückmeldung aus der Feuerwehr zeigt deutlich, dass dadurch die Qualität der Ausbildung in den vergangenen Jahren markant gesteigert werden konnte. Von der Maschinistenausbildung über die Fachkurse bis zur Kaderschulung wurden sowohl die fachliche Qualität als auch die Professionalität verbessert. Gut ausgebildete Feuerwehrangehörige bilden das Fundament einer erfolgreichen Brand- und Schadensbekämpfung. Eine hohe Ausbildungsqualität erhöht die Sicherheit der Einsatzkräfte und verbessert gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren im Einsatzfall. Die GLP ist deshalb der Ansicht, dass auch künftig ausreichend Ressourcen für die Aus- und Weiterbildung bereitgestellt und diesem Bereich weiterhin eine hohe Priorität eingeräumt werden sollte. Zum dritten Thema, Prämienpolitik: Das erneut sehr gute Rechnungsergebnis 2025 hatte dazu geführt, dass das risikotragende Kapital um weitere 42.7 Mio. Franken erhöht werden konnte und inzwischen rund 90 % des Zielwertes erreicht sind. Die GLP anerkennt ausdrücklich die solide finanzielle Entwicklung der Gebäudeversicherung. Gleichzeitig stellt sich jedoch die Frage, wie die Versicherten an dieser positiven Entwicklung beteiligt werden könnten. Die deutliche Prämienerhöhung des Jahres 2022 wurde mit der damaligen Kapitalausstattung begründet. Vor diesem Hintergrund erscheint es angezeigt, spätestens beim Erreichen des Zielwertes von 100 % eine teilweise Rückführung dieser Prämienerhöhung zu prüfen und umzusetzen. Aus Sicht der GLP sollte nicht erst gewartet werden, bis das Eigenkapital den maximal vorgesehenen Wert von 820 Mio. Franken erreicht. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die Gebäudeversicherung nicht über eine Staatsgarantie verfügt, im Gegenzug aber von einem interkantonalen Risikoausgleich profitiert. Diese Rahmenbedingungen rechtfertigen eine ausgewogene Prämienpolitik, welche die finanzielle Stabilität sicherstellt, gleichzeitig aber auch die Versicherten angemessen an dem guten Ergebnis teilhaben lässt. Die GLP-Fraktion beantragt dem Verwaltungsrat, spätestens beim Erreichen von 100 % des Zielwertes des risikotragenden Kapitals eine teilweise Rückführung der im Jahr 2022 beschlossenen Prämienerhöhung zu prüfen und dem Grossen Rat entsprechend Vorschläge zu unterbreiten.
Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0