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Edith Wohlfender-Oertig · SP

deKantonsrat
Grosser Rat (TG)19.08.2026
Ich danke im Namen der Inter­ pellanten für die rasche und umfassende Beantwortung der dringlichen Interpellation „Verantwortlichkeiten in Sachen Beteiligung der Thurmed AG am Zürcher Oberländer Re­ gionalspital“, dem GZO Wetzikon. Der Regierungsrat legt in dieser dar, dass der Grosse Rat in dieser Angelegenheit aufgrund der Regelungen in der Eigentümerstrategie nicht mitverantwortlich ist. Wenn wir nicht mitentscheiden können, so können wir dank den politischen Instrumenten immerhin darüber diskutieren, was wir über dieses Geschäft der Thurmed AG denken. Die Antworten und Erklärungen sind meines Erachtens nur zum Teil schlüssig. Einige werfen neue Fragen auf, die heute diskutiert werden sollen. Am 13. Juli 2026 schrieb die Spital Thurgau AG auf ihrer Homepage, dass die Thurmed AG dem GZO Spital Wetzikon und dessen Eigentümergemeinden ein Angebot zur strategi­ schen Beteiligung überreicht hat. Wiederholt wird ausgesagt, dass es um eine strategi­ sche Zusammenarbeit gehe. Der Regierungsrat wiederum schreibt in der Beantwortung unserer dringlichen Interpellation auf Seite 5 Folgendes: „Der Regierungsrat wird einer Beteiligung nur zustimmen, wenn für die Thurmed AG als neue Mehrheitseignerin der GZO AG klare wirtschaftliche Vorteile resultieren, stabile Erträge mit grösstmöglicher Wahrscheinlichkeit zu erwarten sind und die Thurmed AG auch im Verwaltungsrat der GZO AG die Stimmmehrheit besitzt.“ Der Regierungsrat führt zwei widersprüchliche stra­ tegische Konzepte auf: Beteiligung oder Übernahme sowie Zusammenarbeit oder Kon­ trolle und Steuerung durch die Thurmed AG. Auch der Kapitaleinsatz der Thurmed AG wird von der strategischen Ausrichtung bestimmt. Dieser Widerspruch muss hier im Rat diskutiert werden – auch weil das Verschuldungsrisiko als Mehrheitsaktionärin ungleich höher ist als mit einer gleichberechtigten Beteiligung. Das „Haifischbecken“ Zürcher Spi­ tallandschaft birgt das Risiko der Streichung von der Spitalliste – siehe auch Artikel in der Thurgauer Zeitung vom 27. Juli 2026.
Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0