Roland Wyss · EVP
Grosser Rat (TG)10.06.2026
Allgemein: Die PHTG konnte ihren vierfachen Leistungsauftrag Ausbildung, Weiterbildung, Forschung/Entwicklung und Dienstleistungen gut bis sehr gut erfüllen. Der Lehrpersonenmangel beschäftigt die PHTG weiterhin. Die Weiterentwicklung der Studiengänge ist erfolgreich, und es können erfreuliche Studierendenzahlen ausgewiesen werden. Dies trägt massgeblich zur Entlastung des Lehrpersonenmangels bei. Die Studiengänge haben sich bewährt und nehmen, wie auch die Digitalisierung, einen wichtigen Teil in der Aus- und Weiterbildung ein. Die PHTG widmet sich auch weiteren Herausforderungen wie der zukunftsorientierten Lehre, dem Umgang mit künstlicher Intelligenz oder der Schulleiterausbildung. So wurden im vergangenen Jahr die Regelungen für KI für die Aus- und Weiterbildung überarbeitet. Die Schulleiterausbildung wurde gemeinsam mit den Pädagogischen Hochschulen St. Gallen und Graubünden neu konzipiert und kann nun zweistufig und modular absolviert werden. Personelles: Aktuell findet die PHTG in allen Bereichen gute Mitarbeitende und profitiert dabei von ihrem guten Ruf und der Wahrnehmung als Hochschule mit einer Ermöglichungskultur. Dabei ordnet man dem Lohnniveau oftmals eine untergeordnete Bedeutung zu. Dozierenden mit einem nichtschweizerischen Lehrdiplom setzt die PHTG eine Anerkennung des jeweiligen Lehrdiploms durch die EDK voraus. Studierende: Die wachsende Gruppe von Studierenden aus den Studiengangsvarianten Quest (Quereinstiegsprogramme) und BiSVa (Berufsintegrierte Studienvariante) bereichert die Ausbildung in den Studiengängen Kindergarten-Unterstufe und Primarstufe durch neue Perspektiven. Wie an anderen Schulen ist auch an der PH die psychische Gesundheit der Studierenden ein Thema, allerdings ohne, dass sich ein auffälliger Anstieg abzeichnet. Als häufigste Ursache gelten persönliche oder familiäre Belastungen sowie Mehrfachbelastungen durch die Kombination von Studium, Beruf und Familie. Die PHTG bietet ein breites Betreuungsangebot. Mentoratspersonen, interne Studienberatung und die Beratungsstelle „Fallschirm“ stehen Studierenden in anspruchsvollen Situationen zur Verfügung. Je nach Vorbildung bestehen Unterschiede bei den eintretenden Studierenden. Der Anteil von Studierenden mit Abschluss der Fachmittelschule nimmt zu. Bei den Quereinsteigenden zeigen sich teilweise Unterschiede in der Studierfähigkeit, die nicht immer durch Berufserfahrung vollständig kompensiert werden können. Jahresbericht und Zahlen: Die Erfolgsrechnung 2025 schliesst bei einem Ertrag von 38.3 Mio. Franken und einem Aufwand von 37.8 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von knapp 470’000 Franken ab. Dies ist rund 750’000 Franken besser als budgetiert. Nach Abzug des ausserordentlichen Ergebnisses resultiert ein Gesamtergebnis von plus 483’000 Franken. Die Investitionsrechnung schliesst mit rund 220’000 Franken ab, was einer Unterschreitung von 365’000 Franken gegenüber dem Budget entspricht. Zwei Projekte im Digitalisierungsbereich mussten aus personellen Gründen verschoben werden. Dadurch gab es einerseits personelle Einsparungen, aber eben auch Minderausgaben bei der Investitionsrechnung. Das gute Jahresergebnis wurde durch ein konsequentes Finanzmanagement ermöglicht. Die Eigenkapitalquote gemäss Eigentümerstrategie liegt mit 6 % nach wie vor betriebswirtschaftlich zu tief. Schlussbemerkung und Dank: Im Namen der Subkommission PHTG bedanke ich mich bei der Rektorin Sabina Larcher, der ganzen Hochschulleitung und allen Mitarbeitenden für ihren Einsatz im vergangenen Jahr. Dem ganzen Hochschulrat, insbesondere dem Präsidenten Sebastian Wörwag, danke ich für die umsichtige Leitung der PHTG. Ein spezieller Dank gilt auch meinen Kolleginnen und Kollegen der Subkommissionen DEK und DFS für die eingereichten Fragen und die gute Zusammenarbeit. Die GFK beantragt dem Grossen Rat einstimmig, den Jahresbericht und die Rechnung 2025 der Pädagogischen Hochschule Thurgau zu genehmigen.