Tiana Angelina Moser · glp
Ich erlaube mir noch zwei, drei Bemerkungen zur Motion und gebe hier auch meine Interessenbindung bekannt. Ich bin Präsidentin des Schweizerischen Verbands für Weiterbildung (SVEB). Ich begrüsse die Motion und bedauere es etwas, wenn sie abgeändert wird, weil dadurch der Dringlichkeit der ursprünglichen Motion ein Stück weit nicht Rechnung getragen wird. Sie hat jetzt einen Fokus - das haben Sie gesagt, Herr Kommissionssprecher - auf die Schnittstellen der interinstitutionellen Zusammenarbeit und darauf, die Lücken, die es jetzt gibt, aufzudecken. Meines Erachtens ist es wichtig, dass man hier nicht zu kurz greift, denn gerade die interinstitutionelle Zusammenarbeit greift eben oft erst kurz vor der Arbeitslosigkeit, und das wäre definitiv zu spät. Ich glaube, es ist wichtig, dass man bei der Erarbeitung des Berichtes auch dieser Tatsache Rechnung trägt, und ich glaube auch, Herr Bundespräsident, dass es sehr wichtig ist, dass diese Analyse mit einer hohen Dringlichkeit angegangen wird. Die Umbrüche, die sich auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der Entwicklung der künstlichen Intelligenz abzeichnen, sind sehr gross. Gleichzeitig stellt man aber auch fest, dass die Weiterbildungen eher zurückgehen. Wir haben hier also einen Graben, der auseinanderklafft und der uns politisch, auch auf nationaler Ebene, stark beschäftigen muss.
Gemäss dem Änderungsantrag sollen die Akteure der Berufs- und Weiterbildung aus dem Motionstext gestrichen werden. Ich möchte aber doch darauf hinweisen, dass es wichtig ist, dass diese in der Erarbeitung dieser Analyse und dann natürlich auch in der Umsetzung der Massnahmen berücksichtigt werden. Sie kennen die Bildungspraxis in der Schweiz, und sie wissen eben auch, wo man bei den institutionellen und finanziellen Hürden ansetzen muss, deshalb ist es wichtig, dass sie auch weiterhin einbezogen sind.