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Christian Stricker · EVP

deMitglied GR
Grosser Rat (TG)19.03.2025
Es gibt auch andere Situationen, in denen ich sagen kann: Da traue ich kaum meinen Augen. Wenn ich sehe, wie viele Visiere und Baustellen wir haben bei uns im Thurgau, spricht das auch eine klare Sprache. Wir wissen um das grosse und fortschreitende Bevölkerungswachstum. Es ist ebenso klar für uns, dass eine Nähe zwischen Arbeitsort und Wohnort ideal ist. Meist ist jede Minute, die ich in die Mobilität investiere, eine verlorene Minute, für die ich einen hohen Preis bezahle. Es existieren attraktive Beispiele mit der “Viertelstundenstadt”, aber was unternehmen wir als Thurgau, um hier eine Runde weiterzukommen? Es besteht wirklich Handlungsbedarf, wie es Ratskollege Patrick Siegenthaler aufzeigte. Dieses Gesetz will den Kreis der Unternehmen, die von Forschungsprojekten profitieren, erweitern. Dank dieses Gesetzes wird noch nicht jedes KMU Unterstützung im Bereich Innovation abholen können, aber wesentlich mehr Firmen werden den Zugang bekommen, um innovativ und kreativ Neues zu denken – nicht nur grosse Firmen, die die Kraft haben für den erwähnten, aktuell notwendigen komplexen Papierkrieg. Gleichzeitig findet dieser erwähnte offensichtliche "Braindrain" in andere Kantone statt. Deshalb verdient dieser Versuch, die Innovation zu stärken, eine echte Chance. Mit diesem Gesetz lassen wir einen interessanten und sorgfältig durchdachten Versuchsballon steigen. Ja, Ratskollege Ralph Wattinger: Fragen sind erlaubt und wichtig. Ja, Ratskollege Hans Eschenmoser: Die finanzielle Situation hat sich geändert. Deshalb wird es eine bedachte Überprüfung der Entwicklung brauchen. Die von Ratskollegin Sandrine Nikolic-Fuss erwähnte Effizienz muss sich in der Praxis bewähren. Niemand will einen geldverschlingenden, wirkungslosen Fonds. Wer aber nichts wagt, gewinnt nichts. Als Thurgau wollen und sollen wir deshalb gerade in diesem Bereich eine Runde mutiger werden.
Institution
Grosser Rat

Data: OpenParlData · CC BY 4.0