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HF

Hedy Fürer-Ulrich

Active
Schweizerische VolksparteiSVP-Fraktion 2024/2028
KantonsratSee-Gaster

Mandate
Party
Schweizerische VolksparteiSource: SVP
Parliamentary group
SVP-Fraktion 2024/2028
Parliament
Kantonsrat (SG)
Electoral district
See-Gaster
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Female
Born
1. Januar 1957
Occupation
Bäuerin
Language
German
References & source
Wikidata
Q58698320
Source body
SG
Source updated
28.01.2026
Record updated
17.08.2026
First imported
14.08.2025
Voting record(379)
  1. Nicht abgestimmt
    Kantonsrat
    Result: 110 Yes · 0 No · 2 Abst. · 8 Absent
  2. Ja
  3. Ja
  4. Ja
  5. Enthaltung
    Kantonsrat
    Result: 27 Yes · 54 No · 30 Abst. · 9 Absent
Access badges

No access badges issued.

Speeches(5)
  1. Speech
    Speech
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    Fürer-Rapperswil-Jona (im Namen der SVP-Fraktion): Auf die Motion ist nicht einzutreten.

    «Die digitale Transformation ist weit mehr als die blosse Digitalisierung bestehender Abläufe. Sie stellt einen grundlegenden Wandel von Strukturen, Prozessen und Organisationsformen dar, [...]. Eine konsequent digitale Ausrichtung ermöglicht hierbei schnellere, effizientere, transparentere Abläufe, reduziert Verwaltungsaufwand, spart Kosten [...].» Mit diesen Worten beginnt der Motionswortlaut. Ja, das klingt eigentlich sehr gut und ist für die meisten in diesem Saal nachvollziehbar, da wir uns meistens gekonnt digital im Internet bewegen, wie die vielen Laptops vor uns aufzeigen.

    Es gibt jedoch ein grosses Aber. Nicht alle Personen in diesem Land sind so fortschrittlich wie wir hier im Saal. Ich erinnere mich: Als für die Landwirtschaft vor rund zehn Jahren die Digitalisierung der Strukturdatenerhebung eingeführt wurde, hat meine Nachfrage nach den eingesparten Angestellten ergeben, dass damals noch 1,5 Stellenprozente mehr benötigt wurden. Deshalb besteht bei uns eine gewisse Skepsis, ob da wirklich Kosten eingespart werden können. Auch war ein Teil der Landwirte mit dieser Digitalisierung ziemlich überfordert und benötigte Extraberater, um mit dieser Art von Datenerhebung zurechtzukommen. Hier spreche ich v.a. auch für die etwas älteren Personen in diesem Land. Es gibt sie tatsächlich noch: Personen, die keinen Computer oder Laptop zuhause haben. Diese Personen haben ihr Leben ohne all die Technik gemeistert. Genau auf diese Personen müssen wir heute auch Rücksicht nehmen. Sicher ist, dass die Digitalisierung kommen und auch ihre Vorteile haben wird. Wir dürfen aber nicht nur auf die Digitalisierung setzen, sondern wir müssen auch die bisherigen Praxen weiter beibehalten. Ich bin mir sicher, dass wir in zehn bis 15 Jahren über ein solches Thema nicht mehr diskutieren müssen. Dann ist die Digitalisierung in der Bevölkerung präsent, denn die Jugend lebt ja mit der digitalen Welt. Es braucht einfach noch etwas Zeit, dass meine Generation mit dieser Digitalisierung zurechtkommt. Bedenken wir auch, dass meine Generation früher noch ein Telefon mit Drehscheibe an der Wand hatte. Wir lernen aber immer mehr, mit all den modernen Techniken zurechtzukommen. Das benötigt aber eben einfach Zeit.

  2. Speech
    Speech
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    Fürer-Rapperswil-Jona (im Namen der SVP-Fraktion): Auf die Vorlage ist einzutreten.

    Wir stellen Jahr für Jahr steigende Krankenkassenprämien fest. Sie belasten die Haushaltsbudgets besonders von einkommensschwachen Bürgerinnen und Bürgern. Klar ist aber auch, dass mit dieser Vorlage die Prämien nicht günstiger werden. Was möglich ist, ist ein kleiner Zustupf für jene Haushalte, die es am dringendsten brauchen.

    Doch dieser Nachtrag hat Folgen: Ab dem Jahr 2028 wird unser Kanton rund 60 Mio. Franken mehr für die IPV aufwenden müssen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben im Juni 2024 die Prämien-Entlastungs-Initiative mit 55,5 Prozent abgelehnt. Trotzdem zwingt uns der Gegenvorschlag des Parlamentes nun zu dieser Mehrbelastung, ohne dass die Bevölkerung dazu Stellung nehmen konnte. Ab dem Jahr 2028 gilt die Pflicht, einen Mindestbetrag für die IPV aufzuwenden. Das bedeutet, dass unser Budget um 60 Mio. Franken zusätzlich belastet wird. Deshalb ist es entscheidend, dass wir in dieser Session ein Entlastungspaket schnüren, sonst droht im Jahr 2028 eine Steuererhöhung. Etwas, was die SVP nicht gutheissen kann.

    Wir stellen uns die Frage: Sind die Vorgaben des Bundes wirklich sachgerecht und praxistauglich? Besonders stört uns, dass die IPV allein am steuerbaren Einkommen gemessen wird. Immer häufiger erleben wir, dass Menschen bewusst weniger arbeiten, nur rund 80 Prozent oder weniger, und dadurch Anspruch auf IPV erhalten. Finanziert wird das von den Steuerzahlern, die ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen. Wir hoffen sehr, dass ein solches Vorgehen künftig keine Mehrheiten findet. Sonst müsste das ganze System der IPV-Berechnung hinterfragt werden.

  3. Speech
    Speech
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    Fürer-Rapperswil-Jona ist mit der Antwort der Regierung teilweise zufrieden.

    Auch mir ist bewusst, dass Natur- und Landschaftsschutz sehr wichtig ist. Für mich ist es sehr unverständlich, dass es einzelne Bewohner dieses Lands gibt, die sich nicht an die Vorgaben im Umgang mit solch sensiblen Gebieten halten. Wie bereits in der Interpellation erwähnt, sind in der Gemeinde Rapperswil-Jona solche Ranger im Einsatz, in Zusammenarbeit mit einer Organisation von Uster, Kanton Zürich, und nicht aus dem Kanton Solothurn. Im ersten Abschlussbericht des Ranger-Einsatzes in einem stark frequentierten Gebiet in Rapperswil-Jona während der Vegetationszeit werden 85 Verstösse erwähnt, hauptsächlich von Hundebesitzern, deren Hunde nicht angeleint waren, Verstösse von Bikern oder das Betreten der See-Schutzzone, und dies hauptsächlich von Anstössern, die im Zürichsee ein Bad nehmen wollten.

    Der Kanton kann an Massnahmen zur Erhaltung und Aufwertung von Lebensräumen Beiträge ausrichten. Der Bund wird sich wohl mit 50 Prozent an den Kosten beteiligen, wenn ein Gesuch aus dem Kanton St.Gallen eintrifft. Das ist gesetzlich so geregelt, aber eben, es steht das Wörtchen «kann». Wir wissen, wir werden ab 2026 180 Mio. Franken einsparen müssen. Was mich sehr irritiert: wenn man zum Schutz der Natur eine Organisation aus dem Kanton Solothurn für die Aufgabe der Ranger-Einsätze bestimmt. Das sind rund 140 Kilometer Luftlinie oder zwei Stunden Zugfahrt.

    Bei Frage 4 wird deutlich, dass eine Weiterführung des Pilotprojekts stark von den bereitgestellten Mitteln abhängt. Wie schon erwähnt: Wir müssen 180 Mio. Franken einsparen. In Frage 5 stellt die Regierung fest, dass verschiedene Gemeinden in Eigenregie Naturschutzbeauftragte im Einsatz haben. Wieso macht man im Linthgebiet nicht dieselben Empfehlungen? Rapperswil-Jona hat es vorgezeigt. Der Erhalt der Biodiversität und v.a. die Naturschutz- und Moorgebiete sind zusammen mit den Landwirten auch in Zukunft wichtig und erhaltenswert.

    Für mich stellt sich die Frage, ob solche Steuerausgaben vonseiten Gemeinde, Kanton und Bund wirklich die erwünschte Wirkung erzeugen. Personen, die sich nicht an gesetzliche Regeln halten, werden lediglich in freundlichen Gesprächen auf ihre Verstösse hingewiesen, ohne dass Massnahmen wie Bussgelder vorgesehen sind. Zudem bleibt unverständlich, warum unvernünftige Zeitgenossen nicht dazu verpflichtet werden, sich an den Kosten solcher Einsätze zu beteiligen. Es bleibt daher zu hoffen, dass nach Ablauf des dreijährigen Pilotprojekts entschieden wird, die Steuergelder der vorbildlichen Bürger sorgsam und sinnvoll einzusetzen. Wir sparen dadurch Fr. 75'000.–.

  4. Speech
    Speech
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    Fürer-Rapperswil-Jona: Dem Antrag der SVP-Fraktion ist zuzustimmen.

    Vermutlich bin ich in Rapperswil-Jona eine der Wenigen, die auf das Auto angewiesen sind, da in unserer Region kein öffentlicher Bus fährt. Mit diesem Bau nehmen wir einem hochfrequentierten Gebiet 300 Parkplätze weg. Das ist die Tatsache. 37 brauchen wir selbst. Wenn wir ein Parkhaus bauen, ist bei 60 Parkplätzen noch nicht gewährt, wer diese bezahlt. Vielleicht hat der Stadtrat kommuniziert, dass wir das Parkhaus selbst bauen, aber der Bürger wurde noch nicht gefragt. Das ist immer noch offen. In der heutigen Zeit ist es ein «No-Go», wenn man 37 Parkplätze oberirdisch baut. Das ist ein Gebäude, das nachher mit Erwachsenenbildung wirbt. Da kommen viele von weit her, die nehmen nicht den öV, sondern brauchen das Auto.

    Wir hatten die Situation in unserer Stadt bereits einmal. Wir hatten einen Bushof gebaut. Da waren auch Parkplätze geplant, die wollte man eigentlich stillschweigend streichen. Auf Antrag unserer Partei wurde ein Parkhaus gebaut. Wenn ich jetzt auf diesen Bahnhof fahre und parkieren will, ist dieses Parkhaus meistens voll. Das Bedürfnis ist da. In Rapperswil-Jona sind die Parkplätze meistens teuer, gratis parkiert man bei uns nicht. Es ist also eine Win-win-Situation. Wir haben im Moment Ausgaben, aber es kommen auch wieder Einnahmen herein.

  5. Speech
    Speech
    Mitglied des KantonsratesKantonsrat

    Fürer-Rapperswil-Jona (im Namen der SVP-Fraktion): Auf das Standesbegehren ist nicht einzutreten.

    Allem Anschein nach wurde bei verschiedenen Studien festgestellt, dass unsere Kinder das unkomplizierte Reden nicht mehr lernen. Dieses sollte eigentlich in jeder Familie zur Selbstverständlichkeit gehören. Wie Sie feststellen können, ist das Reden im ganzen Leben sehr wichtig. Schade, dass man sich mit den kleinen Kindern zuhause nicht mehr mit Worten verständigt. Eigentlich wären diese sehr lernfreudig, neue Wörter zu erlernen, damit sie den Eltern ihre Wünsche mit Worten mitteilen können. Die meisten Familien kommen dieser Aufgabe nach und lehren die Kinder, in verschiedenen Dialekten zu kommunizieren. Im Wortlaut des Standesbegehrens wird z.B. festgehalten, ich zitiere: «In unserem Kanton bewegen sich die Ausgaben für Frühe Förderung in der unteren Hälfte der Vergleichskantone. 17,5 Prozent der Kinder zwischen null und vier Jahre sprechen beispielsweise nicht als Hauptsprache Deutsch. Somit ist nach unserer Einschätzung ein Sprachförderungsbedarf ausgewiesen.» Vielleicht nehmen die restlichen 82,5 Prozent ihre Erziehungsaufgaben wahr. Sollen wirklich die Kinderärzte mit noch grösseren Aufgaben belastet werden, um die 17,5 Prozent Kinder zu finden, welche die Sprache – aus welchen Gründen auch immer – nicht richtig erlernen?

    Ist Ihnen bewusst, dass unsere praktizierenden Kinderärzte total überlastet sind? Für die Eltern eines kranken Kindes wird es immer schwieriger, einen Termin für eine Behandlung zu erhalten. Vielfach werden sie in den Notfall der Kinderspitäler verwiesen, die dadurch ebenfalls überlastet sind. Auf keinen Fall sollten diese Ärzte noch Mehraufgaben von uns aufgebrummt bekommen. Im Wortlaut wird auch festgestellt, dass je älter die Kinder sind, umso weniger sie zur Kontrolle zum Kinderarzt gebracht werden. Zu den Zeiten, als die Kinder mit fünf oder sechs Jahren den ersten Kindergarten besuchten und nicht schon vorgängig überall beurteilt und abgeklärt wurden, wurden die drei Untersuche während der Schulzeit noch vorgeschrieben. Ich sehe aktuell bei meinen Enkeln, die den Kindergarten bereits mit vier Jahren besuchten, dass bereits die Kindergartenlehrpersonen feststellen, ob ein Kind ins Schema passt oder nicht. Falls das Kind nicht ins Schema passt, werden den Eltern Empfehlungen abgegeben, wo und bei wem das Kind abgeklärt werden muss, damit es die bestmögliche Förderung erhält. Dafür braucht es keinen Kinderarzt. Solche Lehrer und Lehrerinnen können dies sicher besser beurteilen, da sie sich viele Stunden mit diesen Kindern auseinandersetzen. Für die Eltern stehen ab der Geburt des Kindes auch die Mütter- und Väterberatungen zur Verfügung. Sie werden dort meines Wissens gut beraten. Die meisten Eltern werden ihre Kinder impfen. Dazu ist ein Arztbesuch nötig. Bestimmt wird ein verantwortungsvoller Arzt einen solchen Besuch auch gleich für einen Untersuch der körperlichen und geistigen Gesundheit nutzen. Sie sehen, dass bereits viele Beratungsangebote bestehen, welche die Kinder auf ihre Fähigkeiten testen.

    Wenn wir wirklich möchten, dass alle Kinder im gleichen Altersstadium und wenn möglich vor einem Schuleintritt beurteilt werden, streichen wir doch den verpflichtenden Schuluntersuch vor dem Schuleintritt in die Primarschule. Diese Abklärungen werden durch die Kindergartenlehrpersonen vorgenommen und bei Bedarf für Unterstützung solche auch in die Wege geleitet. Konzentrieren wir doch den Kinderarztbesuch auf das Alter von drei Jahren. Damit kann vor Schuleintritt durch einen Facharzt festgestellt werden, ob das Kind ins Schema für einen Schuleintritt passt oder nicht. Allenfalls kann ein Arzt kontrollieren, ob ein Kind nur eine Fremdsprache oder auch unsere Landessprache spricht. Er kann in einem solchen Fall fordern, dass die Eltern ihr Kind bereits im Vorkindergartenalter in einen Deutschkurs bringen. Dies würde allenfalls auch Eltern motivieren, mit ihrem Kind wieder das Sprechen zu lernen und ihm auch unsere Landessprache zu übermitteln. Für dieses Vorgehen brauchen wir aber nicht den Entscheid des Bundes. Es sollte doch möglich sein, dass der Kantonsrat der Regierung einen solchen Auftrag erteilen kann.

Contributions(23)
Memberships(53)

Images(2)

  • Version 1
    01.01.2025 – 04.10.2025
  • Version 2
    04.10.2025 – 31.12.2199

Data: OpenParlData · CC BY 4.0