Skip to main content
BK

Beat Kohler

Active
Die GrünenGRÜNE/AL
Grosser RatOberland

Mandate
Party
Die GrünenSource: GRÜNE
Parliamentary group
GRÜNE/AL
Electoral district
Oberland
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Male
Born
1974
Occupation
Journalist (Erneuerbare Energien)
Language
lang_d
Contact
Address
Meiringen
References & source
Source body
BE
Source updated
29.08.2026
Record updated
30.08.2026
First imported
14.08.2025
Voting record(337334)
  1. Ja
    Untitled voting
    Grosser Rat
  2. Nein
    Untitled voting
    Grosser Rat
  3. Ja
    Untitled voting
    Grosser Rat
  4. Ja
    Untitled voting
    Grosser Rat
  5. Ja
    Untitled voting
    Grosser Rat
Interests(2)
Access badges

No access badges issued.

Speeches(89)
  1. Speech
  2. Speech
  3. Speech
    Grosser Rat
    Beat Kohler, Meiringen (GRÜNE), Fraktionssprecher. Auch die Fraktion GRÜNE/AL stimmt diesen beiden Krediten einstimmig zu. Diese Projekte erscheinen uns vom Standort und vom Projekt her, wie es aufgegleist ist, sinnvoll. So rasch, wie es hier passiert, wird es kaum an einem anderen Standort möglich sein, Schulraum zu schaffen, und der Bedarf – wir haben es von der BaK-Sprecherin gehört, dass wir diesen Schulraum brauchen – ist mehrfach nachgewiesen.

    Trotzdem kann ich an den kritischen Punkten, die die Vorrednerin aufgebracht hat, ein bisschen anknüpfen. Für uns ist es natürlich auch ein Wermutstropfen, dass man solche Grossprojekte entgegen der eigentlichen Strategie des Kantons nicht im Eigentum erledigen kann, sondern wieder eine Anmiete macht, mit der man sich auf lange Zeit hinaus bindet, zumal uns die Nebenkosten und auch die Mieten, die man bezahlt, als relativ hoch erscheinen. Angesichts des Drucks, der besteht, um Schulraum zu schaffen, können wir aber die positiven Punkte überwiegen lassen und nehmen deshalb diese Kredite an.

    Zu den Auflagen bei Traktandum 91. Es ist für uns klar: Wenn man energiepolitische Ziele hat und sich diese setzt und eine Vorbildrolle wahrnehmen will, dann braucht es auch den entsprechenden Einsatz, selbst wenn man nicht selbst Bauherr ist. Man muss schauen, dass entsprechend gedämmt wird, dass entsprechend die Energiemassnahmen eingehalten werden. Deshalb werden wir dieser Auflage mit Überzeugung zustimmen.

    Die Auflage 2, Gesundheitsschutz, ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Auch dieser werden wir zustimmen.

    Bei uns umstritten war die Auflage 3. Da sind wir nicht einstimmig. Grundsätzlich ist es wichtig, dass man Aussenplätze sichert. Der Fokus auf die grosse Allmend – weshalb man diesen so festschreiben muss – ist aber nicht für uns alle ersichtlich. Es gibt noch andere Plätze rund um das Wankdorf. Wenn es von der Planung her besser sein kann, könnten diese auch in Betracht gezogen werden. Wir sehen keinen Mehrwert, wenn man das hier so explizit festschreibt.

    Zu den Auflagen von Traktandum 92. Was die Eigenständigkeit des Betriebs der Schule angeht: Wenn man langfristig plant – und die Miete ist ja langfristig angedacht –, kann es von uns aus gesehen sinnvoll sein, dass man das Ganze auch als eigenständige Organisation führt. Dies entsprechend zu prüfen, erscheint uns sinnvoll.

    Zur Verpflegung: Wir verstehen nicht ganz, weshalb in jüngerer Zeit bei diesen Projekten, die da kommen, jedes Mal über Mensas und Verpflegungsmöglichkeiten in dieser Tiefe hier in diesem Ratssaal diskutiert wird. So wie es hier formuliert ist – mit der Auflage, dass sich die Schülerinnen und Schüler gesund verpflegen können sollen –, können wir grundsätzlich zustimmen.

    Die Auflage 3 – wir hatten bei der Berufsfachschule Biel schon einen ähnlichen Antrag –, dass man eine Gesamtplanung macht und nicht nur die Mittelschulen anschaut, sondern auch die Berufsschulen, und das aufeinander abstimmt, ist für uns auch nichts als sinnvoll.

    Auflage 4: Wenn der Kanton nicht genug Personalressourcen hat, um Projekte eng zu begleiten, sehen wir immer wieder, dass es am Schluss wesentlich teurer kommt, als wenn man die Personalressourcen bereitgestellt hätte, weil die Gesamtunternehmungen Kosten in Rechnung stellen, die nicht entsprechend geprüft werden können. Entsprechend kommt es immer wieder zu Kreditüberschreitungen. Deshalb finden wir es sehr wichtig, dass diese Projekte eng begleitet werden können und dass die Kontrolle seitens des Kantons erfolgen kann. Wenn wir hier kurzfristig sparen, kann uns das langfristig sehr teuer zu stehen kommen. Wir werden auch die Auflage 4 annehmen. Besten Dank.

  4. Speech
    Grosser Rat
    Beat Kohler, Meiringen (GRÜNE), Fraktionssprecher. Die Fraktion GRÜNE/AL stimmt diesem Kredit für den Radweg einstimmig zu. Wir haben es von der Sprecherin der BaK gehört: In der Kommission wurden die Kosten kritisiert. Es geht um 1 Mio. Franken pro 100 Meter für den Radweg. Für uns ist das so weit in Ordnung. Es ist eine Querung eines Bahngleises. Da fallen entsprechende Kosten an. Für uns ist es v. a. auch in Ordnung im Vergleich zu den 250 Mio. Franken, die man für die 1,5 km lange Umfahrung Oberburg gesprochen hat, von der ja 1,1 km ein Tunnel sind. Sie können selbst rechnen, wie viele Millionen Franken dies pro 100 m Strasse sind.

    Ich sage noch ganz kurz etwas zu den beiden Auflagen, die hier vorliegen. Hans Schori hat vorhin etwas gesagt, das mich ein bisschen zweifeln liess an dem, was wir in der Fraktion diskutiert haben. Wenn er sagt, er werde das künftig bei jedem Geschäft fordern, dann könnte man ja vielleicht noch einmal darüber diskutieren, dass man solche qualitativen Fruchtfolgeflächen-Aufwertungen macht, wenn Fruchtfolgeflächen verloren gehen. Auch hier wieder: In Oberburg geht mit dem Strassenbau rund zehnmal mehr Fläche verloren als jetzt mit dem Veloweg. Auch dafür hätte man eigentlich den Antrag stellen müssen, damit man dort Aufwertungen macht.

    Ich möchte einfach ganz grundsätzlich anfügen, dass ein Realersatz oder Flächenersatz eigentlich nicht möglich ist. Boden ist eine endliche Ressource: Einmal verbrauchten Boden kann man nicht noch ein zweites Mal verbrauchen. Wenn er überbaut ist, ist er überbaut. Daher ist es eigentlich auch müssig, darüber zu diskutieren, ob wir dann mehr Fläche für die Ernährungssicherheit schaffen. Wir haben nur den Boden zur Verfügung, der da ist – dies ist vielleicht einfach auch zu bedenken bei den nächsten grossen Ausbauprojekten, über die wir hier in diesem Saal befinden werden. Irgendeinmal kann man auch nicht mehr mit der Aufwertung von anderem Boden mehr Fruchtfolgeflächen sichern. Verbrauchter Boden ist einfach verbraucht. Deshalb haben wir eigentlich bei uns in der Fraktion die Auflage ablehnend beurteilt.

    Bei der zweiten Auflage geht es um die Entschädigung des Grunds, des Bodens. Da haben wir ein gewisses Unverständnis. Wir haben hier in diesem Saal in der letzten Session – wenn ich richtigliege – über die höheren Entschädigungen für Landwirtschaftsboden diskutiert und haben die Ansätze verdreifacht. Dass man jetzt hier für einen Einzelfall wieder eine neue Regelung machen will, verstehen wir nicht.

    Zudem: Wenn ein Bauer wegen Lands von 6000 m² in seiner Existenz gefährdet ist und man ihm die Existenzsicherung zugesteht, könnten wir Folgeforderungen auslösen, die wir nicht ganz im Griff haben. Dementsprechend werden wir diese Auflage sicher ablehnen.

  5. Speech
    Grosser Rat
    Beat Kohler, Meiringen (GRÜNE), BaK-Sprecher. Das Geschäft betrifft, wie gesagt, den Hochwasserschutz am Lamm- und Schwanderbach in den Gemeinden Brienz, Schwanden und Hofstetten. Der ursprüngliche Ausgangspunkt waren die Gefahrenkarten von 2010, die gezeigt haben, dass ein grosser Teil der Siedlungsgebiete von Brienz und Schwanden in der roten und blauen Gefahrenzonen liegen und in Hofstetten in der gelben Zone. Daraus entstand das Wasserbauprojekt Hochwasserschutz Lamm- und Schwanderbach. Dieses unterstützte der Grosse Rat bereits 2019 mit einem Kantonsbeitrag von 6,5 Mio. Franken an die beitragsberechtigten Kosten von 18,5 Mio. Franken.

    Die Anlagenteile, die im ursprünglichen Projekt vorgesehen waren, sind bereits umgesetzt. Dazu gehören zwei Geschiebesammler, einer im Kienholz und einer im Roossi. Dazu gehört auch ein grosser Damm oberhalb der Siedlungsteile Kienholz. Die bereits umgesetzten Massnahmen machen aber keinen Sinn, wenn man die Bauten weiter oben im Graben nicht ertüchtigt, weil bei einem Grossereignis davon auszugehen ist, dass die alten Sperrenbauwerke versagen würden. Deshalb braucht es jetzt einen Zusatzkredit.

    Weshalb weiss man das und weshalb wusste man es 2019 nicht? Die Schäden an den Sperren im Lammbach kamen erst nach einem starken Niederschlagsereignis im Jahr 2024 zum Vorschein. Damals gab es verschiedene Murgänge und die Verbauungen wurden freigelegt. Deshalb konnte man den tatsächlichen Zustand erst dann richtig erkennen. Diese Sperren sind sehr alt. Sie wurden nach einem Grossereignis im Kienholz im Jahr 1896 gebaut. Ab 1914 fing man an, den Graben zu verbauen. Mit dem nachschiebenden Material wurden die Sperren fortlaufend verschüttet, und deshalb konnte man sie nicht mehr einsehen.

    Nachdem die Sperren aber beim Unwetter im Jahr 2024 freigelegt wurden, zeigte sich, dass der Beton nicht mehr in einem guten Zustand ist und dass die Anlagen korrodieren. Es gab vorne an den Sperren auch Kolkerscheinungen, das heisst, es hat vor den Sperren Löcher ausgeschwemmt, sodass die Fundamente sichtbar wurden und man davon ausgehen muss, dass bei einem weiteren Ereignis die Sperren nach vorne zusammenbrechen könnten.

    Zudem ist davon auszugehen, dass aufgrund der Klimaerwärmung eine weitere Zunahme von Starkniederschlägen erfolgen wird. Insofern handelt es sich bei diesem Zusatzkredit auch um klassische Klimaanpassungskosten. Dass das tatsächlich eintreffen könnte, hat man gerade anfangs dieser Woche gesehen. Sie haben es in den Medien mitbekommen: Wir hatten in diesem Gebiet wieder Starkniederschlag. Zum Glück ist an den Sperren nichts passiert. Dieses Mal hat es die Wasserversorgung erwischt, indem es zu Verunreinigungen gekommen ist.

    Die Sanierung der Sperren im Lammbachgraben ist schwierig. Die Zugänglichkeit ist sehr schwierig. Die Baustellen im Graben können nur mit Seilbahnen erschlossen werden. Baumaschinen können nicht direkt hinfahren. Das macht das Projekt technisch aufwendig und teuer. Zusätzlich muss man sehr grosse Aushub- und Sicherungsarbeiten vornehmen, um überhaupt in den Fundationsbereich dieser Sperren zu kommen. Die Zielsetzung ist v. a. die Ertüchtigung dieser rund hundertjährigen Sperren. Geplant sind unter anderem eine neue stabile Rückverankerung und eine Kolksicherung, das heisst, dass man vor der Sperre den Grund betoniert, damit dort keine Löcher mehr entstehen können.

    Die Mehrkosten für die zusätzlichen Arbeiten belaufen sich auf beitragsberechtigte 10 Mio. Franken. Davon soll der Kanton 35 Prozent übernehmen, also rund 3,6 Mio. Franken. Weil im früheren Verpflichtungskredit bereits eine Teuerung eingerechnet war, die rund 890’000 Franken ausmacht, braucht es jetzt effektiv noch einen Zusatzkredit von 2,72 Mio. Franken. Die Subventionen fliessen an die Schwellenkooperationen Schwanden und Brienz. Die Schwellenkooperation Brienz hat die Bauherrschaft inne.

    Trotz der erhöhten Kosten bleibt das Projekt kostenwirksam. Der Nutzen-Kosten-Faktor sinkt zwar von ursprünglich 2,4 auf 1,4, liegt aber damit immer noch in einem günstigen Bereich. Auch der Bund hat seinen Beitrag an die Mehrkosten bereits in Aussicht gestellt. Die Arbeiten dienen letztlich dazu, das Siedlungsgebiet unterhalb der Wildbäche gegen künftige, leider häufiger zu erwartende Starkniederschläge und Murgänge besser zu schützen.

    Angesichts der riesigen Schuttmengen im Lammbachgraben ist der Graben als Rückhaltgebiet dafür wichtig. Es hat sich im Einzugsgebiet viel Material angesammelt und das Gefahrenpotenzial ist gross. Schätzungen gehen davon aus, dass bei einem Extremereignis bis zu einer Million Kubikmeter Material hinter den Sperren mobilisiert werden könnten. Bei einem 300-Jahr-Ereignis rechnet man mit über 200’000 Kubikmetern Material, das durch den Graben hinauskommen könnte.

    Der Zusatzkredit ermöglicht die nötige Sanierung, damit das Zusammenspiel der bereits umgesetzten Massnahmen und der Sanierungen der Sperren Brienz, Schwanden und Hofstetten künftig besser vor Murgangereignissen schützen kann. Die Kommission empfiehlt Ihnen einstimmig, diesen Kredit anzunehmen.

Contributions(74)
Memberships(7)

Images(1)

  • Version 1
    01.01.2025 – 31.12.2199

Data: OpenParlData · CC BY 4.0