Beat Kohler · GRÜNE
Trotzdem kann ich an den kritischen Punkten, die die Vorrednerin aufgebracht hat, ein bisschen anknüpfen. Für uns ist es natürlich auch ein Wermutstropfen, dass man solche Grossprojekte entgegen der eigentlichen Strategie des Kantons nicht im Eigentum erledigen kann, sondern wieder eine Anmiete macht, mit der man sich auf lange Zeit hinaus bindet, zumal uns die Nebenkosten und auch die Mieten, die man bezahlt, als relativ hoch erscheinen. Angesichts des Drucks, der besteht, um Schulraum zu schaffen, können wir aber die positiven Punkte überwiegen lassen und nehmen deshalb diese Kredite an.
Zu den Auflagen bei Traktandum 91. Es ist für uns klar: Wenn man energiepolitische Ziele hat und sich diese setzt und eine Vorbildrolle wahrnehmen will, dann braucht es auch den entsprechenden Einsatz, selbst wenn man nicht selbst Bauherr ist. Man muss schauen, dass entsprechend gedämmt wird, dass entsprechend die Energiemassnahmen eingehalten werden. Deshalb werden wir dieser Auflage mit Überzeugung zustimmen.
Die Auflage 2, Gesundheitsschutz, ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Auch dieser werden wir zustimmen.
Bei uns umstritten war die Auflage 3. Da sind wir nicht einstimmig. Grundsätzlich ist es wichtig, dass man Aussenplätze sichert. Der Fokus auf die grosse Allmend – weshalb man diesen so festschreiben muss – ist aber nicht für uns alle ersichtlich. Es gibt noch andere Plätze rund um das Wankdorf. Wenn es von der Planung her besser sein kann, könnten diese auch in Betracht gezogen werden. Wir sehen keinen Mehrwert, wenn man das hier so explizit festschreibt.
Zu den Auflagen von Traktandum 92. Was die Eigenständigkeit des Betriebs der Schule angeht: Wenn man langfristig plant – und die Miete ist ja langfristig angedacht –, kann es von uns aus gesehen sinnvoll sein, dass man das Ganze auch als eigenständige Organisation führt. Dies entsprechend zu prüfen, erscheint uns sinnvoll.
Zur Verpflegung: Wir verstehen nicht ganz, weshalb in jüngerer Zeit bei diesen Projekten, die da kommen, jedes Mal über Mensas und Verpflegungsmöglichkeiten in dieser Tiefe hier in diesem Ratssaal diskutiert wird. So wie es hier formuliert ist – mit der Auflage, dass sich die Schülerinnen und Schüler gesund verpflegen können sollen –, können wir grundsätzlich zustimmen.
Die Auflage 3 – wir hatten bei der Berufsfachschule Biel schon einen ähnlichen Antrag –, dass man eine Gesamtplanung macht und nicht nur die Mittelschulen anschaut, sondern auch die Berufsschulen, und das aufeinander abstimmt, ist für uns auch nichts als sinnvoll.
Auflage 4: Wenn der Kanton nicht genug Personalressourcen hat, um Projekte eng zu begleiten, sehen wir immer wieder, dass es am Schluss wesentlich teurer kommt, als wenn man die Personalressourcen bereitgestellt hätte, weil die Gesamtunternehmungen Kosten in Rechnung stellen, die nicht entsprechend geprüft werden können. Entsprechend kommt es immer wieder zu Kreditüberschreitungen. Deshalb finden wir es sehr wichtig, dass diese Projekte eng begleitet werden können und dass die Kontrolle seitens des Kantons erfolgen kann. Wenn wir hier kurzfristig sparen, kann uns das langfristig sehr teuer zu stehen kommen. Wir werden auch die Auflage 4 annehmen. Besten Dank.