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JG

Johann Ulrich Grädel

Active
Eidgenössisch-Demokratische UnionEDU
Grosser RatOberaargau

Mandate
Party
Eidgenössisch-Demokratische UnionSource: EDU
Parliamentary group
EDU
Electoral district
Oberaargau
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Male
Born
1953
Occupation
Unternehmer, Landwirt
Language
lang_d
Contact
Address
Schwarzenbach BE/Huttwil
References & source
Source body
BE
Source updated
29.08.2026
Record updated
30.08.2026
First imported
14.08.2025
Voting record(337334)
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    Grosser Rat
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    Grosser Rat
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Speeches(41)
  1. Speech
  2. Speech
    Grosser Rat
    Johann Ulrich Grädel, Schwarzenbach BE/Huttwil (EDU), Fraktionssprecher. Wir von der EDU sehen es wie die Regierung: annehmen und abschreiben. Es gibt schon geeignete Tools, die helfen. Bei uns im Oberaargau gibt es auch ehrenamtliche Berater. Und eigentlich wäre es ja ganz einfach: Man sollte einfach nicht mehr ausgeben als einnehmen. Aber da gibt es ja auch Politiker, die immer mehr ausgeben als einnehmen, unterstützen, ausgeben, Schulden machen. Man kann die Schulden ja dann auch Sondervermögen nennen.

    Nein, jetzt noch im Ernst: Kurzarbeit, Unfall, Krankheit, Trennung und Scheidung. Das kann natürlich alles zu Schwierigkeiten führen. Auch Steuerschulden können ein Problem sein. Da müssen wir uns überlegen, ob die Quellensteuer eine Lösung wäre. Die Eigenverantwortung und die Finanzen gehören in die Familie, in den Lehrplan, vielleicht auch in die Berufslehre oder in die höheren Schulen. Wenn es jemand nicht im Griff hat, kann er sich jetzt schon beraten lassen. Es gibt also schon genügend Angebote, um sich beraten zu lassen. Deshalb: annehmen und abschreiben. Merci vielmals.

  3. Speech
    Grosser Rat
    Johann Ulrich Grädel, Schwarzenbach BE/Huttwil (EDU), Fraktionssprecher. Bei uns von der EDU leuchten gleich rote Lämpchen, wenn wir hören, es seien neue gesetzliche Grundlagen zu schaffen. Neue Gesetze bringen nichts. Das bringt kein Geld. Wir denken, die heutige Sozialhilfe und die gesetzlichen Grundlagen sind genügend.

    Was ist eigentlich arm? Ich bin vielleicht arm aufgewachsen. Ich ging das erste Mal in die Ferien, als ich mit 20 Jahren in die «grünen Ferien» ging. Meine Mutter hatte 80 Franken Witwenrente und für drei Kinder je 10 Franken im Monat.

    Die Frage ist: Kommen die eingesetzten Mittel immer den Richtigen zugute? Für uns von der EDU sind die Antworten des Regierungsrates schlüssig und wir stimmen so, wie vom Regierungsrat empfohlen. Danke fürs Zuhören.

  4. Speech
    Grosser Rat
    Johann Ulrich Grädel, Schwarzenbach BE/Huttwil (EDU), Fraktionssprecher. Wir reden heute über eine Motion, die nicht nur geschichtliche Sensibilität verlangt, sondern auch politische Ehrlichkeit. Es geht um die Frage, ob der Kanton Bern heute bereit ist, ein zentrales Kapitel seiner eigenen demokratischen Entwicklung sichtbar zu machen. 1653 fand nicht eine Revolte der aufgebrachten Landbevölkerung statt; nein, es war eine Demokratiebewegung. Sie forderte Rechtsstaatlichkeit, politische Mitsprache, Freiheit, Versammlungsrecht, Glaubensfreiheit und Schutz vor Willkür. Diese Anliegen sind im Huttwiler Bauernbrief klar formuliert. Niklaus Leuenberger handelte mit der Obrigkeit von Bern einen Friedensvertrag aus, ohne Blutvergiessen und ohne Zerstörung. Dass der Vertrag gebrochen wurde, die Leute von der Demokratiebewegung verfolgt, verbannt oder hingerichtet wurden, ist ein gut dokumentiertes historisches Unrecht.

    In der Antwort des Regierungsrates sehen wir von der EDU einige Widersprüche. «Wir anerkennen die Bedeutung, doch es soll ohne Folgen bleiben», sagt der Regierungsrat. Der Regierungsrat schreibt in seiner Antwort ausdrücklich, er teile die historische Einschätzung und anerkenne den Beitrag der Bauernkrieger zur Entwicklung des schweizerischen Staatswesens. Ebenso anerkennt der Regierungsrat, dass 1653 wesentlich dazu beigetragen hat, die Schweiz vor dem Absolutismus zu bewahren. Der Regierungsrat meint dazu, eine symbolische Anerkennung sei dennoch nicht sachgerecht. Das ist natürlich ein fundamentaler Widerspruch. Wer die historische Bedeutung anerkennt, ... (Die Präsidentin bittet den Redner, zum Schluss zu kommen. / La présidente demande à l’orateur de conclure.) ... kann die Anerkennung nicht verweigern.

    Dann muss ich halt ein bisschen kürzen, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Heiterkeit / Hilarité) 1653 ... – Ich habe von vorher noch viel, viel Redezeit zugute. (Die Präsidentin sagt, Grossrat Grädel habe noch einen Satz zugute. / La présidente dit que le député Grädel peut encore ajouter une phrase.) Ja. – 1653 ist nicht ein Randthema, 1653 ist unser demokratisches Fundament. Deshalb bin ich froh, wenn Sie allen Punkten dieser Motion – oder dieses Postulats, falls gewandelt wird – zustimmen.

  5. Speech
    Grosser Rat
    Johann Ulrich Grädel, Schwarzenbach BE/Huttwil (EDU), Fraktionssprecher. Wir danken dem Regierungsrat, dass er diese Motion annehmen will. Leider will er sie gleich abschreiben, und wir von der EDU wollen ein Zeichen setzen und sie nicht abschreiben und bitten die Lehrerinnen und Lehrer, die guten Traditionen und das Demokratieverständnis und das friedliche Zusammenleben zu vermitteln. Wir sind ein christliches Land und möchten auch die christliche Kultur weitervermitteln. Deshalb: die Motion annehmen und nicht abschreiben.
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    01.01.2025 – 31.12.2199

Data: OpenParlData · CC BY 4.0