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AH

Andreas Hegg

Active
FDP.Die LiberalenFDP
Grosser RatBiel-Seeland

Mandate
Party
FDP.Die LiberalenSource: FDP
Parliamentary group
FDP
Electoral district
Biel-Seeland
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Male
Born
1958
Occupation
Gemeindepräsident
Contact
Address
Lyss
References & source
Source body
BE
Source updated
18.10.2026
Record updated
16.10.2026
First imported
14.08.2025
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Speeches(45)
  1. Speech
    Grosser Rat
    Andreas Hegg, Lyss (FDP), Motionär. Ich zitiere aus einem doppelseitigen Bericht der «Sonntagszeitung» vom 23. November 2025, Überschrift: «Es geht um einen 27-jährigen Tunesier», Titel: «Acht Diebstähle in zwei Stunden, dann die Verhaftung – doch Riad (27) bleibt auf freiem Fuss». Überschrift weiter: «Intensivtäter aus Nordafrika: Sie stehlen, brechen ein und überfallen Menschen, dann verschwinden sie. Serientäter aus dem Maghreb bringen die Schweizer Justiz an ihre Grenzen. Jetzt verfolgen Ermittler sie mit 48-Stunden-Schnell­verfahren.» Jetzt zitiere ich die Leitende Staatsanwältin dieses Falls, sie sagt, Zitat: «Die Intensivtäter aus dem Maghreb tragen bis zu 10, 12 Aliasnamen und sind sehr mobil im ganzen Land unterwegs.» Sie sagt weiter: Diese kriminelle Energie dieser Täter bringe die anderen Asylsuchenden in Verruf.

    Der Maghrebiner ist durch die Staatsanwältin zu einer Busse von 500 Franken verurteilt worden und 1500 Franken Verfahrenskosten. Da sich aber ein Verurteilter innert 10 Tagen gegen einen Strafbefehl wehren kann, hat er natürlich den Stützpunkt verlassen. Er hat keinen festen Wohnsitz, ist untergetaucht und wird wahrscheinlich mit seinem Handeln weiterfahren.

    Ich zitiere weiter: Die Zürcher GLP-Ständerätin Tiana Moser reichte in der letzten Wintersession eine Motion ein, um genau solche Situationen zu entschärfen. Zitat von Tiana Moser: «Es gibt eine Gruppierung, Intensivtäter aus dem Maghreb, die das Schweizer Rechtssystem systematisch ausnutzt, um ihren kriminellen Tätigkeiten nachzugehen.» Das beeinträchtigt unser Sicherheitsgefühl und die Akzeptanz gegenüber Menschen, die wirklich Schutz suchen. Sie sagt weiter, Zitat: «Gegen diese Intensivtäter müssen wir konsequenter vorgehen, um ihnen den Boden zu entziehen.»

    Meine Damen und Herren, die aus dem Maghreb sind nicht alle so, aber es sind einfach auch keine Einzelfälle. Fast täglich hören wir von der Polizei, von Privatpersonen, von Ladenbesitzern von solchen Vorfällen. Die Männer aus dem Maghreb sind eigentlich keine Asylbewerber, das sind Kriminaltouristen, die unser Gastrecht missbrauchen. Die Maghreb-Männer – das sind immer Männer – belästigen junge Frauen, haben ein Frauenbild, das wir nicht akzeptieren können. Sie fallen immer wieder durch deliktische Tätigkeiten auf, ihr Verhalten wird von verschiedenen Ermittlern, aber auch von Privatpersonen als aggressiv, frech, fordernd, beleidigend beschrieben. Diese Männer schaden dem Ruf der anständigen Asylbewerberinnen und Asylasylbewerber und sie fördern in unserer Bevölkerung ein rechtsextremes Denken.

    Als Gemeindepräsident von Lyss hatte ich x-mal solche Fälle, die ich selber miterlebt habe. Das Verhalten dieser Männer gibt in unserem Volk zu reden. Das können wir nicht wegdiskutieren. Immer wieder hört man: «Die machen, was sie wollen, verstossen gegen jegliche Regeln und Gesetze und sie werden nicht zur Rechenschaft gezogen.»

    Abgewiesene Asylbewerber werden nach einem Ladendiebstahl einfach wieder freigelassen – das haben wir in der SiK selber gehört – und sie machen genau gleich weiter wie vorher. Im Gegenzug wird die Normalbevölkerung für jedes Vergehen, jedes Falschparkieren oder ein bisschen zu schnelle Fahren oder sonst andere Vergehen zur Rechenschaft gezogen.

    Werte Damen und Herren, das ist eine Ungleichbehandlung gegenüber unserer Bevölkerung, unseren Familien, die sich anständig benehmen, hier leben, hier arbeiten, ihre Krankenkassen selber bezahlen – das machen die anderen zum Teil nicht –, ihre Miete selbst bezahlen und Steuern zahlen.

    Solche Gäste wollen wir in unserem Land nicht mehr. Wir müssen unsere Bevölkerung vor solchem Verhalten schützen. Und den Volksentscheid, dass abgewiesene Asylbewerber unser Land verlassen müssen – das Staatssekretariat für Migration (SEM) hat nämlich ihr Gesuch geprüft und hat ihren Antrag abgelehnt –, müssen wir umsetzen. Diese Maghreb-Männer könnten ohne Probleme ins Land zurück. Es herrscht nämlich weder Chaos noch Krieg. Ich bitte Sie, unsere Motion zu unterstützen und nicht abzuschreiben.

  2. Speech
    Grosser Rat
    Andreas Hegg, Lyss (FDP), Motionär. Ja, danke vielmals für diese Debatte. Es geht natürlich über das ganze Spektrum. Es wird auch viel zerredet, aber ich muss Ihnen einfach sagen, dass Sie Sicherheit nicht zerreden können. Man kann noch x Argumente dafür und dagegen finden, man kann es einfach nicht zerreden. Und ich weiss nicht, manchmal haben wir teilweise wohl ein unterschiedliches Weltbild.

    Ja, wenn ich zwischendurch höre, wenn wir alle nett miteinander sind und wir uns alle bemühen zu integrieren ... Es geht ja überhaupt nicht um Ausländer für mich. Es geht einfach darum, dass wir alle zusammen sind, wie wir sind, und dann geht es schon gut und so. – Aber die Geschichte zeigt einfach in der Welt ein anderes Bild. Es hat einfach Leute, die sich nicht integrieren wollen, auch Schweizerinnen und Schweizer nicht. Man weiss nie, was passiert. Mir geht es hier nur um die Sicherheit. Und ich hoffe, dass wir nie so einen Fall erleben müssen, wie ich von Lucia erzählt habe. Merci vielmals.

  3. Speech
    Grosser Rat
    Andreas Hegg, Lyss (FDP), Motionär, Fraktionssprecher. In meiner Motion geht es um die Sicherheit von uns allen. Ich glaube, es braucht keine weiteren Erläuterungen, es steht alles im Text. Es ist alles klar dargelegt.

    Erlauben Sie mir ein paar Worte zu einer Geschichte, die ich erlebt habe, die ich gehört habe. Gestern war der 11. März, der 11. März, und eigentlich wollte ich gestern reden, ich hatte mich für gestern vorbereitet. Aber da wir manchmal ein bisschen zu lange reden, rede ich nun eben erst heute. Aber gestern – der 11. März, das ist für manche ein ganz normaler Tag. Für mich würde Francesco Rappa sagen: «Nein, nein, es ist dein Hochzeitstag!» – Richtig, der 11. März ist mein oder unser Hochzeitstag, das ist so.

    Aber bei Daniel Beyeler – er sitzt dort oben ganz rechts (Der Sprecher deutet auf die Tribüne. / L’orateur indique la tribune.) – zu Hause wohnt eine junge Frau, Lucia aus Madrid. Sie wohnt als Au-pair dort, und für sie ist das ein besonderer Tag, warum? Gestern vor 22 Jahren ist ihre Mutter gestorben. Ja, warum erzähle ich dies jetzt? Ihre Mutter kam bei einem Anschlag in Madrid ums Leben. Der Anschlag in Madrid war ein terroristischer Anschlag, 10 Explosionen auf vier Züge.

    Die Tätergruppe war vom Terrornetzwerk Al-Kaida. Der Anschlag hatte 193 Menschen das Leben gekostet und 2000 waren verletzt worden. Die Täter waren mehrheitlich aus Marokko. Ihre Mutter hatte den Chef ungefähr ein paar Wochen vorher gefragt: «Könnte ich früher arbeiten kommen, dann könnte ich am Nachmittag zu Lucia, zu meiner Tochter, schauen?» Der Chef hatte gesagt: «Ja, du kannst früher zur Arbeit kommen», darum hatte sie an diesem Morgen diesen Zug genommen. Schicksal.

    Ja, jetzt werden Sie sagen: Das ist in Madrid, zwischendrin hören wir von Nizza. Wir hören überall so ein bisschen von Terroranschlägen. Aber ich muss Ihnen sagen: Ich bin ein Sicherheitsmensch. 28 Jahre lang habe ich mit Sicherheit zu tun, ich war im Gemeinderat für die Sicherheit zuständig, auch als Gemeindepräsident. Hier bin ich in der SiK – immer Sicherheit, und immer muss man sich überlegen: Wo könnte noch was passieren? Welche Massnahmen müssen wir treffen? Und wenn ich manchmal am Morgen um 7.15 Uhr, 7.30  Uhr durch den Bahnhof Bern gehe, dann habe ich – ich weiss, ich bin geschädigt – ein mulmiges Gefühl. Ich denke: «Wenn hier etwas passiert, wenn jemand spinnt und irgendetwas lanciert – das ist unvorstellbar!»

    Jetzt hören wir aber am letzten Sonntag von unserem Bundesrat Pfister, dass er in der Schweiz vor Terroranschlägen warnt. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) warnt auch vor Terror. Und ich muss Ihnen nicht erklären, dass in unserer Welt im Moment und seit längerer Zeit alles aus den Fugen ist. Es ist besorgniserregend.

    Und ich sage Ihnen, ich bin schon lange, schon länger überzeugt, dass wir in unserem Land verschiedene Personen haben, die radikalisiert sind – oder sie werden es vielleicht noch –, und diese könnten früher oder später gewalttätig werden. Und das bedeutet für mich, dass wir wachsam sein müssen. Wir müssen die Situation immerwährend analysieren und überprüfen. Nur so können wir eventuelle radikale Handlungen eventuell vermeiden.

    Wir haben es schon mehrfach gehört: In anderen Ländern hat man Gruppen evaluiert und hat gesagt, dass sie etwas machen wollten, und man konnte diese verhaften. Für mich ist klar: Nichts zu machen und nichts zu analysieren, das ist aus meiner Sicht fahrlässig und total naiv.

    Der Regierungsrat anerkennt die Bedeutung dieser Thematik und ist bereit, seine Anstrengungen zu intensivieren und auf Bundesebene Einfluss zu nehmen. Er beantragt auch die Annahme der Motion.

    Ich bitte Sie, diese Motion zu unterstützen. Die FDP wird das einstimmig machen. Danke vielmals.

  4. Speech
    Grosser Rat
    Andreas Hegg, Lyss (FDP), Fraktionssprecher. Wenn man das Anliegen hört, hat man auf den ersten Blick schon Verständnis. Ich kann das noch verstehen, dass man das möchte, aber wir von der Fraktion FDP sehen das nicht. Wir sind ganz klar der Meinung, dass es wirklich genug Möglichkeiten gibt, um sich auch zu beschweren. Man kann zur Kantonspolizei, man kann zur Staatsanwaltschaft oder man kann direkt zur Sicherheitsdirektion gehen, man kann zu den Medien – aber ja, dann bin ich nicht immer sicher, manchmal beschuldigen die Medien die Polizei auch zu Unrecht –, man kann zu Behörden gehen, diese sind nämlich weisungsbefugt und können wirksam intervenieren.

    Ich habe manchmal ein bisschen das Gefühl, man habe ein Misstrauen gegen unsere Polizei, und vorher hat André Roggli eigentlich schon alles gesagt. Also: Unsere Polizei hat eine hohe Akzeptanz bei uns in der Bevölkerung, und ich glaube, wir müssen diesbezüglich nicht ein Misstrauen haben.

    Eine solche Ombudsstelle braucht Personal, Sekretariat, Büroräumlichkeiten und so weiter und die Kosten-Nutzen sind für uns im Verhältnis nicht gegeben. Wir haben wirklich das Gefühl, es gebe genug Möglichkeiten.

    Die FDP lehnt diesen Vorstoss ab. Merci.

  5. Speech
    Grosser Rat
    Andreas Hegg, Lyss (FDP), Mitmotionär, Fraktionssprecher. André hat alles gesagt, ich muss nichts ergänzen, darum habe ich es ja schliesslich auch unterschrieben und bin Mitmotionär. Ich finde es eine gute Sache und summa summarum können schlussendlich auch Kosten gespart werden. Es geht weiter auch darum, unseren Rechtsstaat zu wahren. Wir wollen schliesslich die Strafen vollziehen und wir wollen keine Amnestie. Deshalb bitte ich Sie, diese Motion zu unterstützen. Die FDP wird das auch so machen.
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