Fuat Köçer
- Party
- Sozialdemokratische Partei
- Parliament
- Stadtrat
- Parliament page
- Official profile
- Gender
- Male
- Born
- 1985
- Occupation
- Schulleiter Oberstufe Bremgarten
- Language
- German
- fuatkoecer@gmail.com
- Source body
- 351
- Record updated
- 06.07.2026
- First imported
- 14.08.2025
- JaStadtratPilotprojekt hindernisfreies und inklusives Bauen (Motion als Richtlinie)Stadtrat (SR) · 02.07.2026Result: 43 Yes · 5 No · 13 Abst. · 18 Absent
- JaStadtratSchutz vor Diskriminierung und Förderung der Teilhabe (Motion)Stadtrat (SR) · 02.07.2026Result: 43 Yes · 20 No · 1 Abst. · 15 Absent
- NeinStadtratSchutz vor Diskriminierung und Förderung der Teilhabe (Motion)Stadtrat (SR) · 02.07.2026Result: 9 Yes · 48 No · 1 Abst. · 21 Absent
- JaStadtratSchutz vor Diskriminierung und Förderung der Teilhabe (Motion)Stadtrat (SR) · 02.07.2026Result: 52 Yes · 6 No · 2 Abst. · 19 Absent
- NeinStadtratSchutz vor Diskriminierung und Förderung der Teilhabe (Motion)Stadtrat (SR) · 02.07.2026Result: 13 Yes · 38 No · 5 Abst. · 23 Absent
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- SpeechFuat Köçer (SP) für die EinreichendenStadtratAgenda item 9: Motion Paula Zysset (JUSO), Sofia Fisch (JUSO), Anna Jegher (JA!), Muriel Graf (AL): Aufsuchende Jugendarbeit in allen Quartieren und in der Innenstadt; Ablehnung/Annahme Postulat
Fuat Köçer (SP) für die Einreichenden: Werte Anwesende, wir sprechen heute nicht über einen Ort, wir sprechen über Sichtbarkeit, Teilhabe und Lebensqualität für junge Menschen im Quartier Holligen. Die vorliegende Motion fordert keine flächendeckende Umverteilung, sondern sie setzt sich für einen konkreten erkannten Bedarf in einem Quartier ein, ein Quartier, in dem heute eben eine Lücke besteht. Diese Lücke wird noch grösser werden, denn unser schnell gewachsenes Quartier hat derzeit viele Kinder, die dann bald einmal zu Jugendlichen werden. Daran muss sich, so sind wir überzeugt, eben auch das soziale Angebot ausrichten, damit es keine Angebotslücke zwischen Europaplatz und Eigenplatz gibt. Der Gemeinderat verweist auf bestehende Angebote und mobile Strukturen. Diese sind wichtig. Aber sie ersetzen kein fixes niederschwelliges Jugendangebot in unmittelbarer Nähe. Der Raum in der Nähe des Eigerplatzes ist schlichtweg zu weit weg für viele Jugendliche aus Holligen. Wer sich mit den Realitäten des Quartiers auseinandersetzt, weiss, ein zentral gelegener, fester Treffpunkt vor Ort wäre ein Signal an die Jugendlichen, dass sie ernstgenommen werden, gerade in einem sich stark wandelnden Quartier wie Holligen. Die Motion widerspricht übrigens keineswegs der gesamtstädtischen Perspektive, im Gegenteil, sie ergänzt sie. Sie erinnert uns daran, dass gesamtstädtische Strategien dann glaubwürdig sind, wenn sie auch auf lokale Lücken reagieren können. Dass die Scheune beim Schloss Holligen nicht geeignet ist, heisst nicht, dass es keine Alternativen gibt. Es bedeutet, dass wir weiterprüfen müssen, mit politischem Willen und nicht mit einem pauschalen Nein. Es geht nicht um Privilegien für ein Quartier, sondern um Ausgleich, um faire Teilhabe an bestehenden Strategien. Die offene Kinder- und Jugendarbeit lebt nämlich vom Vertrauen und Vertrauen entsteht durch Präsenz. Diese Präsenz fehlt in Holligen. Deshalb halten wir an der Motion fest und bedanken uns für die Unterstützung. Vielen Dank.
- SpeechAngemessene Kleidung an Stadtberner SchulenNo. 2024.SR.0291Fuat Köçer (SP), EinzelvotumStadtrat
Fuat Köçer (SP), Einzelvotum: Ich erlaube mir auch, ein paar Worte dazu zu verlieren, unter anderem als Pädagoge und Schulleiter. Ich frage mich, ob ihr mir bald auch verbietet, im Stadtrat in den kurzen Hosen anzutreten. Ich glaube, in den Bildungsinstitutionen geht es nicht darum, wie angezogen man auftritt, sondern welche Ressourcen vorhanden sind. Es wäre mir lieber, wenn man von eurer Seite, vor allem im Kantonsrat, dem Grossen Rat, mehr Ressourcen zusprechen würde für Bildungsinstitutionen, für Anliegen der Integration. Es ist der falsche Ansatz, so auf die Schule zu schauen. Der Vorstoss ist insofern problematisch, weil er eben einen sehr sexistischen, moralistischen oder moralisierenden Charakter in sich hat. Wer entscheidet, was die Norm ist? Wer entscheidet, wie die Kinder angezogen sein sollen? Nur weil für eine ältere Generation Trainerhosen nicht die Norm sind oder unangemessen sind, heisst das immer noch nicht, dass junge Menschen das nicht anziehen sollten. Vielleicht ist es eben auch genau eine Subkultur, in der sie ihre Freiheiten zum Ausdruck bringen können, indem sie anders angezogen sind und auftreten. Darum erachte ich es eigentlich in dem Ganzen auch eine Chance. Vor allem ist es der falsche Ort, um darüber zu diskutieren. Das städtisch zu reglementieren, macht hinten und vorne keinen Sinn. Je nach Schulstandort kann es punktuell Gegebenheiten geben, bei denen man diesbezüglich Herausforderungen hat. Dann müsste es über die Schulleitung mit den Lehrpersonen zusammen mit den Eltern eine Lösungsfindung geben. Aber städtisch so etwas zu reglementieren, das macht hinten und vorne keinen Sinn, weil nicht überall die gleichen Befindlichkeiten da sind. Und je nach Schulleitung wird es dann auch problematisch. Es müsste auch breiter gefächert gestützt werden. Je nach Grundhaltung der Lehrperson oder der Schulleitung kann etwas schon zu freizügig sein oder als sexualisiert erachtet werden, und jemand anderes findet das ganz normal. Und daher müsste es auch in einem breiteren Konsens angeschaut werden, wenn etwas in dem Sinn als grenzüberschreitend erachtet wird, aber sicher nicht städtisch reglementiert. Merci vielmals.
- SpeechFuat Köçer (SP) für die FraktionStadtratAgenda item 14: Motion Fraktion SP/JUSO (Szabolcs Mihaly/Fuat Köçer, SP): Ein Vertiefungsbericht «Volksschule» um das STEK 2016 zu ergänzen
Fuat Köçer (SP) für die Fraktion: Schulraumknappheit ist in Bern nicht mehr etwas, was die Zukunft betrifft, sondern eine Realität, mit der wir bereits heute konfrontiert sind. Auch der Gemeinderat hat die Problematik der Schulraumplanung als grosse Herausforderung bereits erkannt. Die demografischen Veränderungen in unserer Stadt führen zu einer Schulraumknappheit, was eine proaktive, strategische und längerfristige Schulraumplanung mit sich zieht. Eine Integration in die gesamtstädtische Infrastrukturplanung und eine Partizipation der betroffenen Stellen sind unumgänglich. So kann nämlich auch eine breitere Akzeptanz erlangt werden. Die Sicht des Gemeinderats, dass das Problem als Ganzes nicht gelöst wird, indem man verlangt, neben dem STEK, das bereits eine längerfristige Planung mit sich zieht, einen Vertiefungsbericht zu verlangen, ist nachvollziehbar. Die SP/JUSO-Fraktion erachtet es als sinnvoll, dass das Anliegen im Rahmen der angedachten strategischen Infrastrukturplanung geprüft und umgesetzt wird. Dementsprechend werden wir als Fraktion den Vorstoss, wie vom Gemeinderat empfohlen, als Postulat unterstützen und Punkt 1 als Prüfungsbericht annehmen.
- SpeechWeiterentwicklung Schulinformatikplattform WESPNo. 2023.BSS.0077Fuat Köçer (SP), EinzelvotumStadtratAgenda item 12: Weiterentwicklung Schulinformatik-Plattform (WESP); Investitionskredit (Abstimmungsbotschaft)
Fuat Köçer (SP), Einzelvotum: Wie bereits im Fraktionsvotum schon deklariert, werde ich in meiner Fraktion auch den Kredit und die Abstimmungsbotschaft unterstützen. Trotzdem möchte ich aus pädagogischer Sicht kritische Punkte aufgreifen. Für mich stellt sich die Frage, ob man wirklich zum Kindeswohl beiträgt, wenn man diesen Kindern bereits ab der dritten Klasse iPad in die Hände drückt. Das wird Zukunft sein, die Kinder müssen IT-Skills beherrschen. Das ist nicht eine pädagogische, sondern kapitalistisch-marktwirtschaftlich orientierte Sicht. Der Einwand, dass man doch dem ökonomisch benachteiligten Kind ein iPad gibt und so Chancengleichheit und im Idealfall sogar Chancengerechtigkeit erlangen könnte, das stimmt leider aus bildungssoziologistischer Sicht auch nicht. Wenn die Bildungsinstitutionen alle gleich viele Ressourcen bekommen, dass es nachher dann gerechter wird, ist eine Illusion. Das kann man anhand von der Bildungsexpansion in den letzten 40-50 Jahren auch genauer analysieren. Zwar haben Kinder aus sozioökonomisch benachteiligten Familien mit der Bildungsexpansion mehr Tertiär-Abschlüsse erlangt, wie auch Kinder aus privilegierten Familien auch mehr Tertiär-Abschlüsse erreicht haben als wie vor 40 Jahren. Das hat aber aus keiner Sicht zur Chancengerechtigkeit geführt, sondern die Schere noch mehr geöffnet. Wenn alle unabhängig von ihren Ressourcen gleichviel mehr erhalten, wird es nicht gerechter, obwohl es für die Benachteiligten einen positiven Effekt haben kann, bauen die Privilegierten ihre Privilegien aus und es wird noch ungerechter als bisher.
Die Schule kann einfach auch nicht Chancenungerechtigkeit, die daheim entsteht, ganz ausgleichen. Wenn das Kind Tennis spielt, in den Klavierunterricht geht und mit 5 Jahren Mandarin lernt, wird es auch nicht Aufgabe der öffentlichen Schule sein allen Kindern die Angebote anzubieten, mit der Überlegung gleich ist gerecht. Es wird wie in allen gesellschaftlichen Belangen, auch im Bildungswesen, nur gerechter, wenn diejenigen, die weniger haben im Vergleich mehr bekommen. Das Ziel der Schulen kann nicht sein, alle gleich behandeln zu wollen, sondern gerecht zu sein. Das braucht halt auch Mut zur Deprivilegierung. Darum wäre es vielleicht die sinnvollere Idee gewesen, dass die sozioökonomisch benachteiligten Kinder früher mehr Ressourcen bekommen, um grundlegende Informatikskills zu erreichen, anstatt dass alle bereits mit 8 gezwungen werden mit diesen Geräten zu arbeiten. Es ist auch zu erwähnen, dass jedes Kind, das die Volksschule in Bern besuchen wird, in der Laufbahn 2 Geräte zur Verfügung gestellt bekommt, anstatt ein Gerät wie bisher. Was spricht dagegen, dass Kinder wie bisher ab der 5. Klasse ein Gerät bekommen hätten, anstatt iPad, einfach Laptops, die Ende vom 9. Schuljahr ökonomisch abgeschrieben gewesen wären. Ich wäre froh, Franziska, wenn du darauf eingehen kannst. Neben dem wäre ich auch froh, Franziska, auch aus volkswirtschaftlicher Sicht den Mehrwert verstehen zu können oder dass du aufzeigen kannst, wenn alle Lehrpersonen unabhängig von ihren Pensen Laptops bekommen, was man davon hat. Damit ihr euch das etwas vorstellen könnt, 28 Wochenlektionen entsprechen einem Pensum von 100% bei einer Lehrperson. Eine Lehrperson, die 2 Lektionen in einer städtischen Volksschule unterrichtet, hat ein Pensum von rund 7% und einen Laptop zur Verfügung gestellt bekommen. Ist das nötig? Warum wird nicht zum Beispiel ein Laptop ab 40 Stellenprozente zur Verfügung gestellt, wie bisher? Man könnte auch überlegen, dass man bei kleineren Pensen Geräte teilt. Das wäre sicherlich auch aus ökologischer, aber auch aus ökonomischer Sicht gewinnbringender. Danke für die Aufmerksamkeit.
- SpeechWeiterentwicklung Schulinformatikplattform WESPNo. 2023.BSS.0077Fuat Köçer (SP) für die FraktionStadtratAgenda item 12: Weiterentwicklung Schulinformatik-Plattform (WESP); Investitionskredit (Abstimmungsbotschaft)
Fuat Köçer (SP) für die Fraktion: Die SP-JUSO-Fraktion erachtet es als sehr wichtig, dass Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen bereits in der Volksschule mit zeitgemässen Geräten ausgestattet werden. Erstens damit der Unterricht modern und lehrplankonform durch eine funktionsfähige Soft- und Hardwarelösung unterstützt wird und so stattfinden kann. Es gibt nämlich immer wie mehr neue Lehrmittel, die auch Online-Zugang benötigen. Die mobilen Geräte werden also immer wichtiger in der Volksschule. Zweitens können die nötigen Informatikskills unabhängig vom sozioökonomischen Status des Kindes erworben werden. Gleichzeitig muss mit diesen neuen Geräten, die neu bereits ab der dritten Klasse in den Einsatz kommen, achtsam umgegangen werden. Es braucht also ganz klar pädagogische Konzepte, wann und wo, wie viele Geräte eingeschaltet werden können, wie oft sie nach Hause mitgenommen werden können sollen, wie viele Programmzugang Kinder haben dürfen, wie viel Zugriff und Kontrollen die Lehrpersonen über die Geräte haben, mit vielmehr Aufwand das Ganze für die Lehrpersonen verbunden ist. Gleichzeitig braucht das Ganze sicher auch das Bewusstsein der Eltern, damit die Suchtgefahr dieser Mobilgeräte beseitigt werden kann. Diesbezüglich erachte ich auch den SBK-Antrag digitales Gleichgewicht als sehr sinnvoll. Kritischer Umgang mit den digitalen Medien muss unbedingt explizit in so einem Riesenprojekt seinen Platz haben. Dementsprechend werden wir als SP-JUSO-Fraktion dem Kredit von 21,67 Mio. Franken zulasten der Investitionsrechnung, der Abstimmungsbotschaft sowie den SBK-Antrag unterstützen. Danke für die Aufmerksamkeit.
- PostulatMitunterzeichnende/r
- Motion als RichtlinieMitunterzeichnende/r
- Motion als RichtlinieMitunterzeichnende/rErarbeitung und Vorlage einer städtischen PolizeistrategieNo. 2026.SR.0092
- InterpellationErstunterzeichnende/r
- InterpellationMitunterzeichnende/r
- Kommission
- KommissionStadtrat
- Kommissionspräsidium16.01.2020 – 22.01.2021
- Vizepräsidium17.01.2019 – 17.01.2020
- Mitglied14.08.2014 – 24.01.2025
- Fraktion
- Parlament (Legislativrat)
- Partei
Images(2)
- Version 101.01.2025 – 04.10.2025
- Version 204.10.2025 – 31.12.2199
Data: OpenParlData · CC BY 4.0