Fuat Köçer · Sozialdemokratische Partei

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Stadtrat (BE)12.06.2025Fuat Köçer (SP), Einzelvotum

Fuat Köçer (SP), Einzelvotum: Ich erlaube mir auch, ein paar Worte dazu zu verlieren, unter anderem als Pädagoge und Schulleiter. Ich frage mich, ob ihr mir bald auch verbietet, im Stadtrat in den kurzen Hosen anzutreten. Ich glaube, in den Bildungsinstitutionen geht es nicht darum, wie angezogen man auftritt, sondern welche Ressourcen vorhanden sind. Es wäre mir lieber, wenn man von eurer Seite, vor allem im Kantonsrat, dem Grossen Rat, mehr Ressourcen zusprechen würde für Bildungsinstitutionen, für Anliegen der Integration. Es ist der falsche Ansatz, so auf die Schule zu schauen. Der Vorstoss ist insofern problematisch, weil er eben einen sehr sexistischen, moralistischen oder moralisierenden Charakter in sich hat. Wer entscheidet, was die Norm ist? Wer entscheidet, wie die Kinder angezogen sein sollen? Nur weil für eine ältere Generation Trainerhosen nicht die Norm sind oder unangemessen sind, heisst das immer noch nicht, dass junge Menschen das nicht anziehen sollten. Vielleicht ist es eben auch genau eine Subkultur, in der sie ihre Freiheiten zum Ausdruck bringen können, indem sie anders angezogen sind und auftreten. Darum erachte ich es eigentlich in dem Ganzen auch eine Chance. Vor allem ist es der falsche Ort, um darüber zu diskutieren. Das städtisch zu reglementieren, macht hinten und vorne keinen Sinn. Je nach Schulstandort kann es punktuell Gegebenheiten geben, bei denen man diesbezüglich Herausforderungen hat. Dann müsste es über die Schulleitung mit den Lehrpersonen zusammen mit den Eltern eine Lösungsfindung geben. Aber städtisch so etwas zu reglementieren, das macht hinten und vorne keinen Sinn, weil nicht überall die gleichen Befindlichkeiten da sind. Und je nach Schulleitung wird es dann auch problematisch. Es müsste auch breiter gefächert gestützt werden. Je nach Grundhaltung der Lehrperson oder der Schulleitung kann etwas schon zu freizügig sein oder als sexualisiert erachtet werden, und jemand anderes findet das ganz normal. Und daher müsste es auch in einem breiteren Konsens angeschaut werden, wenn etwas in dem Sinn als grenzüberschreitend erachtet wird, aber sicher nicht städtisch reglementiert. Merci vielmals.

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Stadtrat

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