Natalie Bertsch
- Party
- Grünliberale
- Parliament
- Stadtrat
- Electoral district
- III - Mattenhof-Weissenbühl
- Seat number
- 70
- Parliament page
- Official profile
- Gender
- Female
- Born
- 1980
- Occupation
- Licence in internationalen Beziehungen und Master in Development Management
- Language
- German
- Source body
- 351
- Record updated
- 04.07.2026
- First imported
- 14.08.2025
- EnthaltenStadtratPilotprojekt hindernisfreies und inklusives Bauen (Motion als Richtlinie)Stadtrat (SR) · 02.07.2026Result: 43 Yes · 5 No · 13 Abst. · 18 Absent
- NeinStadtratSchutz vor Diskriminierung und Förderung der Teilhabe (Motion)Stadtrat (SR) · 02.07.2026Result: 43 Yes · 20 No · 1 Abst. · 15 Absent
- NeinStadtratSchutz vor Diskriminierung und Förderung der Teilhabe (Motion)Stadtrat (SR) · 02.07.2026Result: 9 Yes · 48 No · 1 Abst. · 21 Absent
- JaStadtratSchutz vor Diskriminierung und Förderung der Teilhabe (Motion)Stadtrat (SR) · 02.07.2026Result: 52 Yes · 6 No · 2 Abst. · 19 Absent
- NeinStadtratSchutz vor Diskriminierung und Förderung der Teilhabe (Motion)Stadtrat (SR) · 02.07.2026Result: 13 Yes · 38 No · 5 Abst. · 23 Absent
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- SpeechJahresrechnung 2025No. 2024.FPI.0149MitgliedStadtrat
- SpeechKeine Kommerzielle Werbung im Aussenraum; Revision von Reklamereglement und ggf. Bauordnung der Stadt BernNo. 2021.SR.000119MitgliedStadtratAgenda item 9: Motion Tabea Rai (AL), Jelena Filipovic (GB), Zora Schneider (PdA), Mohamed Abdirahim (JUSO) und Simone Machado (GaP): Keine Kommerzielle Werbung im Aussenraum; Revision von Reklamereglement und ggf. Bauordnung der Stadt Bern; Abschreibung Punkte 1 und 4
Natalie Bertsch (GLP) für die Fraktion: Unsere Positionierung in diesem Geschäft ist ziemlich klar. Wir haben die Motion 2024 abgelehnt, die Planungserklärung miteingegeben und wir unterstützen auch heute den Antrag des Gemeinderates zur Abschreibung.
In der finanziell angespannten Lage der Stadt Bern soll nicht einfach auf die Einnahmen von 5 Mio. Franken verzichtet werden – für uns dann doch lieber konkrete Massnahmen im Budget als ein Verbot, das vor allem symbolischen Charakter hat und, wenn überhaupt, nur sehr indirekt zur Umsetzung der Klimastrategie der Stadt Bern beiträgt.Ganz anders als andere Fraktionen heute Abend begrüssen wir eigentlich aus demokratiepolitischer Sicht, dass der Stadtrat dies heute erneut diskutiert. In unserer Welt, die sich so schnell und unerwartet verändert, braucht es den Mut oder auch die Flexibilität, Geschäfte neu zu überdenken und für das Heute abzuwägen. Ein gut überlegter Meinungswechsel muss nicht zwingend ein Verrat an Identität und Idealen sein, sondern steht auch für einen offenen Geist und die Bereitschaft zum Dialog im politischen Prozess. Und im Sinne des Dialogs, lieber Raffael, und auch weil du immer so gut Werbung für die Abschaffung des Kapitalismus machst, würde mich einfach interessieren, wie ihr euch während der Transition, der Abschaffung des Kapitalismus, die Finanzierung von Sozialprogrammen vorstellt. Es ist eine ernste Frage. Ich denke, sie sprengt ein bisschen den Rahmen dieser Diskussion, aber sehr gerne ein anderes Mal. Es würde mich interessieren.
- SpeechMehr Vielfalt im MonbijouparkNo. 2024.SR.0312MitgliedStadtratAgenda item 11: Motion Natalie Bertsch (GLP), Maurice Lindgren (GLP): Mehr Vielfalt im Monbijoupark; Annahme
Natalie Bertsch (GLP) für die Kommission: Ich halte das Votum für die Einreichenden und Maurice schliesst dann auch noch das Fraktionsvotum an. Im Rahmen der Mitwirkung zur Sanierung des Monbijouparks wurde eine Verpflegungsmöglichkeit direkt im Park gewünscht. Ich kann das gut verstehen, vor allem durch den Spielplatz sind viele Familien mit kleinen Kindern dort und wer kleine Kinder hat, kann das vielleicht nachfühlen. An manchen Tagen ist einfach pures Chaos und man schafft es nicht zu planen und an alles zu denken und ist dann super dankbar, wenn es dort ein kleines gastronomisches Angebot gibt.
Andere Tage sind besser und organisierter und man schafft, was mitzunehmen und auch dafür bietet der Monbijoupark alle Möglichkeiten an, inklusive eine Grillanlage der EWB. Wir persönlich sind oft dort und haben uns gefreut, als der Verein sein Fenster aufgemacht hat. Und wir haben uns auch dort dann länger unterhalten und schon rausgehört von den Mitarbeitern, dass die Organisation so auf Ehrenamt-Basis doch ganz schön herausfordernd ist. Wir haben erstmal die Daumen gedrückt und waren dann oft da, aber der Pavillon war meistens zu.
Und so richtig gewundert hat es uns eigentlich nicht. Wer hat die Energie, neben Arbeit, Familie, Alltag noch ein Gastroangebot zu schmeissen. Die Idee für diese Motion ist dort und dann entstanden. Als Einreichenden möchten wir uns gerne beim Gemeinderat und der Verwaltung für die Antwort bedanken, insbesondere für die Suche nach einer sozialen Trägerschaft, wenn möglich, sowie für die Verankerung der erhöhten Rechtssicherheit mit der anstehenden ZöN-Revision. Es ist sicher eine berechtigte Frage, ob hier eine andere Trägerschaft den Park verändern würde. Gleichzeitig möchte ich euch hier bitten, wirklich die Kinder des Monbijouparks nicht zu unterschätzen. Sie sind genauso, wie Kinder sein sollen: viel zu laut. Es fliegt Sand und die runde Struktur des Pavillons lädt auch ein, dass man da mit dem Trottinett herumfährt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie hier etwas anderes entstehen soll als eine einfache Verpflegungsmöglichkeit, die sich die Mitwirkenden gewünscht haben.
Es gibt aber noch einen anderen Aspekt, der mir bei dieser Motion wichtig ist. Wir werden diese Diskussion über Cafés und Pop-Ups hier wohl noch oft führen, aber es geht auch um etwas anderes. Der Pavillon existiert bereits und es geht auch darum, wie achtsam oder eben nicht, wir mit öffentlichen Geldern umgehen. Wir wurden oft gefragt, was es denn mit diesem Pavillon auf sich hat. Wir haben es versucht zu erklären, aber die normale Reaktion war einfach Kopfschütteln. Der Pavillon steht da, er hat Steuergelder gekostet – 400'000 Franken, um genau zu sein –, und er wird bis auf die Toilette praktisch nie genutzt. Solange der ungenutzt steht, ist er irgendwie auch ein Symbol für fehlenden Lösungswillen und wenig achtsamen Umgang mit öffentlichen Geldern in dieser Stadt. Und ich glaube, dass wir in diesem Rat oft vergessen, dass es für die Mehrheit nicht so wichtig ist, ob es sich um einzelne Parteien, den Gemeinderat oder den Stadtrat handelt. Sie wollen einfach wissen, wie gut wir zusammenarbeiten – alle zusammen – und Lösungen für sehr praktische Probleme finden können.
Man kann jetzt schon sagen, es handelt sich um ein sehr kleines Problem oder es ist auch ein sehr überschaubarer Betrag. Aber wie sollen Wählende uns bei grossen Problemen vertrauen, wenn wir schon die kleinen nicht bewältigen können? Und ich denke, das Mindeste, was man von uns hier erwarten kann, ist, dass wir konsequent sind. Entweder wollen wir politisch keine Verpflegung in öffentlichen Pärken und dann bestellen wir auch kein Pavillon. Aber wenn wir ein Pavillon mit Verpflegungsmöglichkeit bestellen, dann sind wir auch zusammen verantwortlich, eine Lösung zu finden, wenn die ursprüngliche Idee sich nicht umsetzen lässt. Als Grünliberale habe ich wenig Präferenz, ob es ein Quartierverein sein soll oder eine andere Trägerschaft, aber ich finde, wir sollten zuhören, wenn ein Quartierverein sich zurückzieht. Ein Ehrenamt ist irgendwie auch Synonym für unbezahlte Arbeit. Lösungen, die konsequent auf Ehrenamt und unbezahlte Arbeit setzen in dieser Zeit, in der das Leben für viele komplizierter wird, sollte man sich gut überlegen. Wir finden, der Gemeinderat hat uns hier eine gute Lösung zugespielt für ein tolerantes Miteinander verschiedener Ideen, Bedürfnisse und Lebensentwürfe und wir finden, die haben alle im Monbijou Platz und aus dem Grund bitte ich euch, die Motion heute Abend anzunehmen.
- SpeechKitas Stadt Bern: Berichterstattung über die Entwicklung der Spezialfinanzierung Kitas Stadt BernNo. 2021.BSS.000118MitgliedStadtrat
Natalie Bertsch (GLP) für die Fraktion: Unsere Fraktion hat den Monitoring-Report mit viel Interesse zur Kenntnis genommen. Vielleicht nehmen wir das heute für selbstverständlich, aber die Unterstützung von Gutscheinen hat effektiv geholfen, genügend Kitaplätze in der Stadt Bern zu schaffen. Gleichzeitig zeigt der Bericht, dass die Kürzung der Gutscheinsbeiträge sowie die Erhöhung der Kita-Tarife zu einer Reduktion der Nachfrage nach Betreuungspensen geführt haben. Gutscheine und insbesondere deren Höhe bleiben wichtig für die Nachfrage.
Das Monitoring zeigt aber auch, dass die Volatilität in der Nachfrage nach externer Kinderbetreuung bestehen bleibt und deshalb auch schwierig planbar ist. Nur wenn externe Kinderbetreuung bezahlbar und von guter Qualität ist, können Familien wirklich frei entscheiden, wie sie Erwerbs- und Betreuungsarbeit aufteilen wollen. Zudem zeigt der Bericht auch Interessantes. Die meisten Eltern geben ihren Kitas gute bis sehr gute Noten. Dies sowohl für städtische als auch für private Kitas. Das ist jetzt mal sehr positiv. Wir würden es deshalb auch begrüssen, den Aussagen der Eltern Glauben zu schenken und die Qualität von privaten zu städtischen Kitas im Rat etwas weniger polemisch zu diskutieren. Besorgniserregend finden wir, dass viele Familien die Kitakosten als finanziell sehr belastend empfinden und dass diese Belastung zugenommen hat. Dies soll der Gemeinderat ernst nehmen.
Uns ist auch aufgefallen, dass bei steigenden Einkommen die Betreuungspensen abnehmen. In zukünftigen Berichten wäre es spannend zu erfahren, ob Eltern grundsätzlich mit den gewählten Pensen zufrieden sind, ob sie gerne mehr oder weniger Betreuung wünschen und welche Gründe – finanzielle oder andere – dahinterstecken. Wie will der Gemeinderat mit dem Rückgang der Nachfrage nach Kitaplätzen umgehen? In der Einordnung des Antrags vermissen wir zudem die Erwähnung des strukturellen Defizits von 11 Mio. Franken in der Spezialfinanzierung der städtischen Kitas. Wir hätten hier erwartet, dass der Gemeinderat die Empfehlungen aus dem FIKO-Bericht zum Defizit aufnimmt. Vor allem die klare Empfehlung, den Stadtrat künftig aktiver zu informieren. Welche Schlussfolgerung zieht der Gemeinderat aus den finanziellen Belastungen für die Eltern? Wir hoffen, dass die Antwort zu diesen Fragen in die dringend benötigte Kita-Strategie der Stadt Bern einfliessen.
- SpeechGender-Budgeting: Analyse des Finanzhaushaltes zur Steuerung und Erreichung der Gleichstellung aller Geschlechter nutzenNo. 2025.SR.0072MitgliedStadtratAgenda item 16: Postulat: Gender-Budgeting: Analyse des Finanzhaushaltes zur Steuerung und Erreichung der Gleichstellung aller Geschlechter nutzen; Pkt. 1+2 Ablehnung/Pkt. 3+4 Annahme
Natalie Bertsch (GLP) für die Fraktion: Ich nehme es gleich vorweg: Die GLP/EVP-Fraktion wird dem Antrag des Gemeinderates folgen, das heisst Punkt 1 und 2 ablehnen sowie Punkt 3 und 4 annehmen. Wir sind überzeugt, dass der vorgeschlagene Kompromiss sowohl einen Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter leisten kann und gleichzeitig auch der Komplexität einer effektiven Umsetzung und zielgerechten Mittelverwendung gerecht wird. Ich möchte mich aber zuerst bei den Motionärinnen für das Geschäft bedanken. Ich persönlich finde es eine sehr spannende Frage. Wie im Antrag gut beschrieben ist, gibt es weltweit doch einige sehr positive Beispiele zur erfolgreichen Einführung von Gender-Budgeting. Selber habe ich mich beruflich einige Zeit mit dem Thema beschäftigt und war in Indonesien auch in eine Reform involviert, die ein Gender- und Clima-Tagging durchgeführt hat. Mir sind dort allerdings auch die konkreten Herausforderungen einer Umsetzung begegnet. Eine Umfrage des internationalen Währungsfonds zeigt, dass es bei der Umsetzung von Gender-Budgeting nach wie vor erhebliche Herausforderungen gibt, etwa ein Mangel an klaren Leitlinien, an Koordination, aber auch einfach an Fachwissen in der Gender-Analyse und Datenerhebung. Das heisst, Gender-Budgeting entfaltet nur dann seine Wirkung, wenn es richtig umgesetzt wird, und das erfordert beträchtliche Ressourcen. Ich finde es etwas unbefriedigend, wenn man sich vertieft mit dem Thema auseinandersetzt und am Ende sagen muss: Well, it depends. Aber so ist es auch aus unserer Sicht bei diesem Thema, nämlich dass der beträchtliche Aufwand im Verhältnis zur erwarteten Wirkung stehen muss, sonst sind die Ressourcen woanders besser eingesetzt. Die Annahme der Punkte 3 und 4 ermöglichen es, innerhalb der bestehenden Ressourcen, die vorhandenen Daten gezielter für die Förderung der Gleichstellung zwischen den Geschlechtern zu nutzen. Spannend wäre es insbesondere, punktuell die unbeabsichtigten Auswirkungen von Politikmassnahmen auf die Geschlechterergebnisse zu untersuchen.
- InterpellationMitunterzeichnende/r
- PostulatErstunterzeichnende/rEine Familienstrategie für die Stadt BernNo. 2026.SR.0243
- Kleine Anfrage
- Motion als RichtlinieMitunterzeichnende/r
- InterpellationMitunterzeichnende/rSoziales Unternehmertum in der Stadt BernNo. 2026.SR.0117
- Kommission
- Fraktion
- Partei
- Parlament (Legislativrat)
- FraktionGrünliberale/Junge Grünliberale/Evangelische Volkspartei(GLP/JGLP/EVP)Stadtrat
- Mitglied27.03.2024 – 01.01.2025
Images(1)
- Version 101.01.2025 – 31.12.2199
Data: OpenParlData · CC BY 4.0