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DV

Daniel Vetterli

Former member
Schweizerische VolksparteiSVP
Grosser RatFrauenfeld

Mandate
Party
Schweizerische VolksparteiSource: SVP
Parliamentary group
SVP
Electoral district
Frauenfeld
Parliament page
Official profile
Personal
Gender
Male
Born
18. Februar 1966
Occupation
Meisterlandwirt
Contact
Address
Oberschlatthof
8259 Rheinklingen
References & source
Source body
TG
Record updated
17.10.2026
First imported
14.08.2025
Interests(2)
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Speeches(151)
  1. Kantonsrat
    Speech
    Grosser Rat
    Ja, ich stehe zum zweiten Mal hier – 2016 und 2017 als Motionär stand ich schon an diesem Ort. Damals war der Thurgau extrem unter Beschuss in der ganzen Schweiz, weil wir einen Alleingang gegangen wären damals. Meine Begrüssung auf Französisch – ich mag Französisch sehr als Sprache und brauche es immer wieder – hatte es ins Radio DRS geschafft. Trotzdem sind wir damals mit einer Stimme unterlegen in der 2. Lesung. Warum kommt der Vorstoss jetzt wieder? Wir erleben ja immer wieder wiederkehrende Vorstösse, so alle acht bis zehn Jahre, mit denselben Inhalten. Ich denke, wirklich zum Entscheid beigetragen haben damals die Versprechungen des Departements, dem Frühfranzösisch ein anderes Gewicht zu geben, es anders darzubieten, eben zu investieren. Diese Versprechen wurden nicht eingelöst, oder die Bemühungen sind kolossal gescheitert. Wir haben von der GLP die Idee eines freiwilligen Französischunterrichts gehört. Ich lehne das zu 100 % ab. Die Art, in der Lektion Französisch zu unterrichten, trifft nicht alle Bedürfnisse oder die Fähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler, die Sprache aufzunehmen. Unser Sohn hat es in der Sekundarschule irgendwann abgewählt, und prompt ist er in der welschen Schweiz im Lehrjahr gelandet und war froh um das bisschen Grammatik etc. Häufig nehmen jene, die es in der Schule nicht auf die Reihe gekriegt haben, doch ein bisschen etwas mit, und wenn sie mit der Sprache konfrontiert sind – eben im Umfeld, wo die Sprache gesprochen wird –, dann geht es plötzlich. Es ist ein anderer Zugang. Ich sage immer: „Il faut chercher une bonne amie, et ça ira“. Ja, wenn man anders berührt wird von der Sprache... Deshalb unbedingt das Obligatorium beibehalten für alle. Das schadet nichts, wenn man wenigstens „Grüezi“ sagen kann in der anderen Sprache. Es ist eine Handreichung der anderen Person gegenüber, und häufig spricht diese dann möglichst korrektes Französisch, ich Hochdeutsch und dann: „Débrouillez vous!“ Also beibehalten, aber aufgrund der Bauchlandung der zusätzlichen Massnahmen eben verschieben auf die Sekundarstufe. Es war schon damals klar, dass die Appenzeller am Schluss der Schule gleich gut Französisch können wie unsere Thurgauer, das wusste man. Bei der Einführung vor 30 Jahren hat man ja diese Untersuchungen gemacht, es war alles klar. Nur die Diskussion um den nationalen Zusammenhalt und den Alleingang Thurgau usw. hat dazu geführt, dass man festgehalten hat am Frühfranzösisch – und eben mit zusätzlichen Ideen noch. Die einzige Idee, die ich gerne gehabt hätte, die aber eben auch nicht umgesetzt wurde, waren Klassenverlegungen ins Welschland. Zwei Wochen in einer welschen Familie leben, das hätte irgendetwas ausgelöst. Man muss spüren, dass Französisch im Alltag gesprochen wird, dass man streiten kann auf Französisch, sich nette Dinge sagen, Essen bestellen etc., und dann geht es. Aber die Schulform, die greift einfach tatsächlich – da gehe ich eigentlich mit der GLP-Fraktion einig – bei etwa 70 %, und bei 30 % geht das eigentlich nicht. Die SVP-Fraktion hat die Motion intensiv diskutiert. Nicht einstimmig, aber mit grosser Mehrheit unterstützt sie die Motion. Ich bitte Sie, dasselbe zu tun. Danke.
  2. Kantonsrat
    Speech
    Grosser Rat
    Ich lebe am Hochrhein in Rheinklingen. Als Jugendliche haben wir ausschliesslich Forellen und Äschen gefangen, denn Alet und Barbe galten als minderwertig – die wollte meine Mutter nicht kochen. Das ist Geschichte. Viele verschiedene Gründe führten zu einer Abnahme des Edelfischbestandes, und dazu hat – das hat Kantonsrat Mathis Müller richtig gesagt – sicher auch die Klimaerwärmung beigetragen. Zurzeit ist effektiv ausgefischt: Wir haben Niedrigwasserstand, und der Rhein ist an fast keinen Stellen mehr so tief, dass die Kormorane die Fische nicht erreichen könnten – mit Tauchgängen von sieben bis zu neun Metern. Die Nachfrage bei unseren Fischern ist frustrierend. Sie fühlen sich vom Kanton im Stich gelassen, weil er sich einmal mehr als Musterknabe verhalten will und die Vergrämung und Bejagung in unserem Gebiet nur äusserst zurückhaltend erlaubt. Wenn sich der Kormoranbestand stabilisiert, ist das vermutlich darauf zurückzuführen, dass er seine eigene Nahrungsgrundlage dezimiert hat. Bitte unterstützen Sie die Motion – nicht, damit „Wilder Westen“ im Thurgau eingeführt wird, sondern damit sich unser Kanton im Verbund mit den Nachbarn rund um den Bodensee für eine wirksame Regulierung des Kormorans sowie eine Förderung der Berufsfischer einsetzt. Die bereits genannten Kantone Bern, Freiburg und Neuenburg machen es vor. Vielen Dank.
  3. Kantonsrat
    Speech
    Grosser Rat
    Es ist ein Irrtum, dass eine weitere Stelle beim Amt für Umwelt dazu beiträgt, die Neophyten oder Neobiota zu reduzieren. Diese Person, sicher sehr gut ausgebildet, mit einem exorbitanten Lohn, wird keine Quaggamuscheln reduzieren, wird keine Pflanzen ausreissen in unseren Wäldern. Sie wird irgendein Konzept erarbeiten – eventuell –, aber sie wird nicht dort ansetzen, wo wir es brauchen. Wir haben Naturschutzgruppen, die sich regelmässig dafür einsetzen, tatsächlich Sträucher und so weiter auszureissen. Aber eine weitere Stelle bringt absolut rein gar nichts, davon bin ich zu 100 % überzeugt.
  4. Kantonsrat
    Speech
    Grosser Rat
    Wenn ein Argument, das erwähnt wurde, nicht zieht, dann ist es das mit den Erträgen, welche die Bauern aus dem Tabakanbau erzielen. Wenn Sie für die Motion sind, wird es wegen Littering sein. Wenn Sie dagegen sind, wenn Sie Nein stimmen, dann ist es deswegen, weil national eine Regelung kommt. Aber der Tabakanbau spielt im Thurgau absolut keine Rolle. Der Tabakanbau wird tatsächlich gestützt von den Tabakfirmen. Da gibt es so ein Agreement, nach dem irgendwelche Promille in eine Kasse gehen, und aus dieser Kasse wird der Tabak finanziert, den vor allem die Luzerner, die im Broyetal usw. nach wie vor produzieren – damit dieser kostendeckend angebaut werden kann. In unserer Region hatte es Tabakanbau, in Stammheim, im Unterthurgau. Sie können aber sehen, dass die klassischen Scheunen zum Teil umgenutzt werden, zu Wohnraum oder für irgendetwas, aber Tabak gibt es da schon lange keinen mehr.
  5. Mitglied GR
    Speech
    Grosser Rat
    Ich danke dem Regierungsrat für die Beantwortung unserer Interpellation und beantrage Diskussion.
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  • Version 1
    01.01.2025 – 04.10.2025
  • Version 2
    04.10.2025 – 31.12.2199

Data: OpenParlData · CC BY 4.0