Radio- und Fernsehabgabe steuerlich abziehen
(22.469)- Abstimmung
- RedetextFranziska Ryser(Die Grünen)Schweiz
Mit der parlamentarischen Initiative verlangt der Initiant, dass die Abgabe für Radio und Fernsehen, die pro Haushalt geschuldet ist, steuerlich abgezogen werden kann, weil es sich hierbei um eine Zwangsabgabe handle und es aktuell wichtig sei, die Kaufkraft zu stärken. Dieser Abzug soll sowohl auf Bundes- wie auch auf Kantons- und Gemeindeebene gemacht werden können.
Ich nehme es vorweg: Die WAK-N hat die parlamentarische Initiative am 3. April dieses Jahres behandelt und empfiehlt Ihnen mit 13 zu 11 Stimmen, ihr keine Folge zu geben. Namens der Mehrheit bitte ich Sie, dasselbe zu tun.
Die Mehrheit ist der Ansicht, dass die Umsetzung der parlamentarischen Initiative mit dieser Steuersubvention insbesondere zu einer Zunahme des administrativen Aufwands sowohl für die Steuerpflichtigen als auch für die Steuerbehörden führen würde. Die Abgabe für Radio und Fernsehen wird ja bekanntlich pro Haushalt und nicht pro Person erhoben. Weil die Steuerbehörden nicht wissen, wie viele Personen in einem Haushalt leben, wären aufwendige Vorkehrungen nötig, um sicherzustellen, dass der Abzug nur einmal pro Haushalt vorgenommen würde.
Der Mehrheit ist es weiter ein Anliegen, darauf hinzuweisen, dass sich der Abzug der Abgabe für Radio und Fernsehen nur geringfügig auf die Kaufkraft der Steuerpflichtigen auswirken würde. Bei der direkten Bundessteuer würde sie nämlich zu einer Steuerersparnis von 8 Franken führen. Dafür eine solche Bürokratie loszutreten, wäre nicht verhältnismässig. Der Abzug würde vor allem den wohlhabendsten Steuerpflichtigen zugutekommen, also denjenigen, die hohe Bundessteuern bezahlen, und nicht denjenigen, deren Kaufkraft durch die Inflation derzeit am meisten reduziert wird. Geringverdienende könnten damit nichts sparen.
Die Eidgenössische Finanzverwaltung schätzt die Mindereinnahmen beim Bund auf rund 43 Millionen Franken, bei den Kantonen - weil sie für die Steuererhebung einen Anteil an der Bundessteuer für sich behalten können - auf 12 Millionen Franken sowie auf rund 110 Millionen Franken über alle Kantone hinweg. Mangels verlässlicher Daten sind die Mindereinnahmen auf kantonaler Seite nur eine sehr grobe Schätzung. Für die direkte Bundessteuer könnte man mit dem Abzug Steuerersparnisse zwischen null und Fr. 44.22 erzielen. Im Durchschnitt wären es 8 Franken pro Steuererklärung. Die volkswirtschaftlichen Auswirkungen wären also extrem klein. Die negativen Effekte durch den höheren administrativen Aufwand würden die positiven deutlich übersteigen. Statt das Steuer- und Abgabesystem zu vereinfachen, wird hier nur ein sehr kompliziertes, bürokratisches und nicht zielführendes Steuersubventionsinstrument vorgeschlagen.
Ich bitte Sie deshalb im Namen der Mehrheit der Kommission, dieser parlamentarischen Initiative keine Folge zu geben.
- RedetextThomas Burgherr(Schweizerische Volkspartei)Schweiz
Die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes zahlt dem für die Erhebung der Radio- und Fernsehabgabe zuständigen Unternehmen, der Serafe, jährlich einen Betrag von gegenwärtig 335 Franken pro Haushalt. Diese Ausgabe kann als Zwangsabgabe betrachtet werden, weil die Haushalte den Betrag unabhängig davon bezahlen müssen, ob sie ein Empfangsgerät haben oder nicht. Es war daher für die Minderheit klar, dass die Abgabe steuerlich abgezogen werden kann. Ein solcher Abzug ist eine einfache Möglichkeit, den Steuerzahlern in der Schweiz einen kleinen Teil ihrer Kaufkraft zurückzugeben, dies insbesondere mit Blick auf die Teuerung und die steigenden Lebenshaltungskosten und Energiepreise.
Die beiden Argumente der Verwaltung und der Mehrheit der Kommission greifen zudem nicht.
Das erste Argument lautet, die Tatsache, dass die Haushaltabgabe einer Zwangsabgabe gleichkomme, sei kein juristisches Argument. Da macht es sich die Verwaltung etwas leicht. Denn es ist sehr wohl ein politisches Argument, um das Gesetz zu ändern und damit die juristischen Rahmenbedingungen und Vorgaben entsprechend zu setzen. Es geht hier darum, dass die Abgabe wenigstens noch steuerlich abgezogen werden kann, wenn sie schon allen automatisch aufgebürdet wird. Schliesslich wird damit den Menschen faktisch das verfügbare Einkommen geschmälert.
Auch das zweite Argument gegen den Abzug, wonach er kaum merklich die Kaufkraft erhöhe, ist für mich zu kurz gedacht. Wir sind uns hier in Bundesbern gewohnt, in Millionenbeträgen zu denken. Bei der einfachen arbeitenden Bevölkerung ist es jedoch noch relevant, ob die Fünfzigernote im Portemonnaie bleibt oder nicht. Bei der aktuell sehr ungewissen Wirtschaftslage mit Inflation, Unsicherheiten usw. bringt jede kleine Entlastung etwas. [PAGE 1107]
Vielleicht sollten wir auch im Hinterkopf haben, dass es zahlreiche solche kleinen Entlastungen gibt, die je für sich vielleicht nicht relevant erscheinen - wie hier -, aber in der Menge einen Effekt haben können. Wenn wir nicht irgendwo anfangen, dann bleiben wir dabei, dass wir eigentlich immer mehr Abgaben, Steuern, Staatsausgaben und Personal erfinden. Diese parlamentarische Initiative hier wäre ein kleines Signal, dass wir um Entlastungen gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern bemüht sind.
Ich bitte Sie, dem Antrag unserer Minderheit zuzustimmen.
- RedetextAlexandre Berthoud(FDP.Die Liberalen)Schweiz
Comme je l'ai dit, cette initiative diffère des motions et initiatives qui ont été déposées; en ce qui me concerne, je parle de la suppression ou de la réduction de la redevance, qui correspond à l'aspect fiscal uniquement. Pour le reste, ce n'est pas le sujet de mon intervention parlementaire.
- RedetextMichaël Buffat(Schweizerische Volkspartei)Schweiz
Cher collègue Monsieur le conseiller national Berthoud, ne pensez-vous pas que si on veut vraiment redonner du pouvoir d'achat à nos concitoyens, y compris aux plus modestes, il faudrait plutôt agir sur le montant de la redevance?
- RedetextAlexandre Berthoud(FDP.Die Liberalen)Schweiz
Mon initiative parlementaire est, dans le fond, très simple. Elle a pour but que les contribuables de notre pays puissent déduire le montant de la redevance radio-télévision. A titre liminaire, je tiens à souligner que mon initiative diffère des motions ou initiatives en lien avec la suppression ou la réduction de la redevance déjà déposées, car elle concerne avant tout l'aspect fiscal. Ma réflexion se fonde sur le fait que la redevance radio-télévision peut être considérée comme étant une dépense obligatoire.
En effet, selon les articles 69 et suivants de la loi sur la radio et la télévision, les ménages sont assujettis et doivent s'acquitter de la redevance, peu importe si le ménage dispose ou non d'appareils de réception. Cependant, il n'est pas possible de déduire ce montant des impôts, tant communaux que cantonaux ni de l'impôt fédéral direct. Ma proposition vise évidemment à redonner du pouvoir d'achat à l'ensemble des contribuables. Les plus modestes et les familles seraient davantage concernés que les personnes ayant une plus grande capacité fiscale.
Ma proposition est très simple et facile à mettre en place. Elle n'augmenterait en aucun cas les charges administratives ou bureaucratique de l'administration. L'indication simple dans sa déclaration fiscale par la personne qui paie dans le ménage la redevance radio-télévision serait similaire à la procédure applicable pour le montant payé de l'assurance-maladie ou le montant payé du loyer.
En cette période d'inflation et de hausse des prix de l'énergie, toute augmentation du pouvoir d'achat est évidemment bonne à prendre. Même si l'administration considère que cette baisse est trop faible, je ne partage pas du tout cet avis. En effet, le fait qu'un billet de 20 francs reste dans le porte-monnaie du contribuable est toujours pertinent, en particulier pour les contribuables les plus modestes en cette période d'inflation.
Peut-on considérer ce montant de la redevance Serafe comme étant obligatoire? Mesdames et Messieurs, la LIFD admet d'autres déductions qui n'ont pas de lien direct avec l'augmentation du revenu. Elles concernent généralement le coût de la vie, qui n'est en principe pas admis en déduction. Selon la volonté du législateur, leur justification réside dans le fait que les dépenses dont elles tiennent compte diminuent la capacité économique du contribuable. Ainsi, ce sont des déductions sociopolitiques que le législateur peut décider.
Contrairement aux contributions d'entretien, la redevance radio-télévision doit être payée par chacune et chacun et découle d'une obligation imposée par l'Etat. Cette situation est similaire à celle que je connais dans le canton de Vaud pour les primes d'assurance-maladie. En effet, dans mon canton, nous pouvons déduire les primes d'assurance-maladie comme au niveau fédéral, mais uniquement le montant payé. Ainsi, on exclut le montant de la prime payé par les subsides. Dans sa déclaration, le contribuable indique le montant qu'il a payé et le montant de ses subsides. Il ne doit en aucun cas joindre son avis de prime et la décision d'octroi des subsides.
- Redetext
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