Massenzuwanderung von Eritreern
(15.5524)- RedetextSimonetta Sommaruga(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
Dann schlage ich vor, dass sich diese Geschäftsleute direkt ans SEM wenden.
- RedetextHans Fehr(Schweizerische Volkspartei)Schweiz
Frau Bundespräsidentin, glauben Sie nicht, dass man Äthiopien halt einmal fragen sollte, dass man verhandeln sollte. Verschiedene Geschäftsleute, die jahrzehntelang dort waren und die Situation sehr gut kennen, sagen, es sei überhaupt keine Frage, dass man in Äthiopien mit wenig Geld ein Zentrum einrichten könne; es geht nur mit Geld, es braucht aber relativ wenig, wesentlich weniger, als uns die Beherbergung in der Schweiz kostet.
- RedetextSimonetta Sommaruga(Sozialdemokratische Partei)Schweiz
Der Bundesrat teilt die Meinung des Fragestellers nicht, dass es sich bei Personen aus Eritrea generell nicht um Flüchtlinge handelt. Wie der Bundesrat bereits mehrfach ausgeführt hat, werden in Eritrea regelmässig Deserteure und Wehrdienstverweigerer ohne Gerichtsverfahren von Militärkommandanten beurteilt und nach deren eigenem Ermessen bestraft. Diese Sanktionierungen erfolgen grundsätzlich aus politischen Gründen. Das hat zur Folge, dass Sanktionen wegen [PAGE 1675] Missachtung der Militärdienstpflicht die Flüchtlingseigenschaft begründen können. Eine Wegweisung in einen Drittstaat kann nur verfügt werden, wenn diese zumutbar ist, das heisst, wenn beispielsweise ein Beziehungsnetz im Drittstaat besteht. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass Äthiopien heute bereits 820 000 Flüchtlinge und Asylsuchende zählt. Es gibt keinerlei Hinweise, dass Äthiopien bereit wäre, zusätzliche Personen aus der Schweiz bei sich aufzunehmen.
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