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AHV. Ausgleichsfonds

(00.3346)InterpellationErledigt
Schweiz22.06.2000
Speeches(3)
Sorted by Speech date, Descending
3 Results
  • Redetext
    Peter Hess(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)
    Schweiz
  • Redetext
    Kaspar Villiger(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

    Herr Bignasca erkundigt sich mit seiner Interpellation nach der Anlagestruktur des Ausgleichsfonds der AHV. Er wünscht Auskunft, inwiefern sie sich von jener der Pensionskassen unterscheidet. Er fragt dann, ob angesichts des gegenwärtigen Börsenniveaus und der Volatilität der Aktienmärkte - er hat das jetzt auch wieder betont - nicht eine gewisse Vorsicht in Bezug auf Investitionen in Aktien angebracht wäre.

    Gemäss der Verordnung über die Verwaltung des Ausgleichsfonds der AHV werden die Richtlinien für Vermögensanlagen vom Verwaltungsrat des AHV-Ausgleichsfonds erlassen. Dementsprechend hat der Verwaltungsrat die Anlagestrategie - das Anlageuniversum, wie man so schön sagt - und die Anlageorganisation für die Verwaltung der Gelder des AHV-Ausgleichsfonds festgelegt.

    Die Anlagestrategie sieht vor, dass 61 Prozent des Kapitals in auf Schweizerfranken lautende, fest verzinsliche Forderungen zu investieren sind, weitere 5 Prozent sind für Anlagen in Immobilien und Immobilienfonds vorgesehen. Die Quote für Anlagen in Schweizerfranken hat der Verwaltungsrat des Ausgleichsfonds auf 26 Prozent und jene für Fremdwährungsobligationen auf 8 Prozent festgelegt. Der Anteil dieser beiden letzten Kategorien von rund einem Drittel am Anlagevermögen entspricht einer vorsichtigen Anlagepolitik.

    Wenn ich das mit der Pensionskasse des Bundes noch kurz vergleichen kann: Zahlreiche Pensionskassen messen diesem Bereich in ihren Anlagestrategien ein höheres Gewicht zu als der AHV-Ausgleichsfonds. Beispielsweise sieht die Strategie, die der Bundesrat für die Pensionskasse des Bundes festgelegt hat, für Schweizer Aktien eine Quote von 16,5 Prozent, für ausländische Aktien eine solche von 19 Prozent, zusammen also von 35,5 Prozent vor. Auch das ist noch keine fahrlässige Strategie, sie geht aber doch etwas weiter als bei der AHV. Für Fremdwährungsobligationen hat der Bundesrat eine Quote von 11 Prozent festgelegt.

    Entscheidend für das Gesamtrisiko eines Wertschriftenportefeuilles ist die weltweite Diversifikation der Anlagen auf die verschiedenen Anlagekategorien, die das Risiko des Gesamtportefeuilles bei einer angemessenen Rendite auf ein akzeptables Mass reduziert. Es ist unbestritten, dass mit den Anlagen in Aktien und Fremdwährungsobligationen ein höheres Risiko in Form von Wertschwankungen - auch durch Wechselkursschwankungen zum Beispiel - in Kauf genommen wird. Hierin hat Herr Bignasca natürlich Recht. Mit dem höheren Risiko ist aber auch eine höhere Rendite verbunden. So belief sich die Performance der Anlage in Schweizer Aktien - ich nehme jetzt eine etwas längere Periode - 1998 auf 15,8 Prozent, 1999 auf 8,2 Prozent und 2000 auf 9,7 Prozent. Die Performance der Fremdwährungsobligationen belief sich 1998 auf 7,9, Prozent, 1999 auf 8,4 Prozent und 2000 auf 4,6 Prozent.

    Bisher sah das AHV-Gesetz für den AHV-Fonds eine Beschränkung der Aktienanlagen auf Schweizer Titel vor. Mit dieser Beschränkung wurde der AHV-Fonds einem erhöhten Anlagerisiko, nämlich jenem des Schweizer Aktienmarktes, ausgesetzt. Sie haben vor relativ kurzer Zeit beschlossen, im Sinne der Verringerung dieses Risikos diese Beschränkung aufzuheben. Ab 2001 ist der Ausgleichsfonds in der Lage, seine Aktienanlagen weltweit zu diversifizieren. Nun hat der Verwaltungsrat des Ausgleichsfonds der AHV beschlossen, die Anlagestrategie schrittweise, über einen Zeitraum von einigen Jahren hinweg, umzusetzen. Im Moment sind rund 20 Prozent des Anlagevermögens in Schweizer Aktien angelegt. In der Anlagekategorie Fremdwährungsobligationen sind es bis jetzt lediglich 3 Prozent. Das lässt den Schluss zu, dass der Fonds die Anlagestrategie, die auch Herr Bignasca verlangt, mit einer gewissen Vorsicht umsetzt.

    Hierzu muss ich noch allgemein sagen: Als die Börsenkurse immer stiegen und es immer günstiger wurde zu investieren, wurde einem immer vorgeworfen, man investiere zu wenig aggressiv. Viele Kassen haben damals von diesen moderneren, mit einem etwas grösseren Risiko behafteten Anlagestrategien profitiert, aber es war vorauszusehen, dass natürlich sofort die umgekehrte Kritik kommt, wenn die Börsenkurse einmal etwas schlechter werden. Ich meine, man soll nicht übermässige Risiken eingehen, aber ich glaube, dass die Mischstrategien längerfristig richtig sind. Man muss sie aber über einen längeren Zeitraum beurteilen. Es ist ganz klar, dass es einmal ein oder zwei schlechte Jahre geben kann. Aber das kann man durchaus wieder kompensieren, wenn man sich vornimmt, "einen langen Atem" zu haben. Deshalb sollte auch eine momentan schlechtere Börsenlage nicht dazu führen, die ganzen Strategien über den Haufen zu werfen. Vielleicht sollte man die Neuerungen etwas vorsichtiger einführen, solange die Situation schwierig ist.

    Ich habe also für die Sorgen von Herrn Bignasca Verständnis, aber wir sollten uns nicht dazu verleiten lassen, zu Strategien überzugehen, die längerfristig weniger rentabel sind.

  • Redetext
    Giuliano Bignasca(Lega dei Ticinesi)
    Schweiz

    Quando nel giugno del 2000 ho inoltrato questa interpellanza per sapere che fine facevano i fondi dell'AVS investiti in azioni, le borse svizzere e quelle [PAGE 55] mondiali andavano ancora abbastanza bene. Dopo la débâcle di questi ultimi sei mesi mi chiedo: che ne sarà dei soldi dei cittadini che pagano l'AVS investiti in borsa e che ne sarà delle azioni investite in moneta estera allorquando il dollaro sta calando e allorquando tutte le borse straniere non stanno facendo dei grossi exploit?

    Le mie domande sono molto semplici: perché il fondo di compensazione dell'AVS può permettersi di acquistare azioni straniere in un periodo dove tutti sanno che questo mercato sta scendendo? Quali sono allora i risultati del 31 dicembre 2000 di questi fondi d'investimento AVS della zona azionaria?

    Queste sono le domande che rivolgo al consigliere federale Villiger e ai responsabili della questione.

Data: OpenParlData · CC BY 4.0