Folge der Abschaltung von 3G- und 2G-Mobilfunknetzen für ältere Menschen und kritische Anwendungen
(KA 30426)- Type
- Kleine Anfragen
- Parliament
- Liechtenstein
- Number
- KA 30426
- Start
- 02.09.2026
- Official record
- Official profile
- External ID
- 30426
- Beantwortet
- Eingereicht
- Antwort vom 04. September 20264. September 2026
zu Frage 1:
Wie viele Kundinnen und Kunden genau betroffen waren, kann nicht gesagt werden. Insgesamt wurden zu Beginn des Projekts zur Abschaltung rund 740 Geräte identifiziert, die nicht mit 4G/5G funktioniert haben. Ein Teil davon konnte jedoch durch die Änderung von Einstellungen funktionsfähig gemacht werden. Andere wurden ausgetauscht.
Der Regierung liegen derzeit keine spezifischen Erkenntnisse vor, die auf eine besondere Betroffenheit älterer Menschen hindeuten. Bereits vor dieser Massnahme verfügte die überwiegende Mehrheit der Kundinnen und Kunden über ein 4G- oder 5G-fähiges Endgerät.
Die Abschaltung der 2G- und 3G-Netze ist Teil einer internationalen Entwicklung und wird derzeit von zahlreichen Netzbetreibern weltweit umgesetzt. Swisscom hat ihre 2G- und 3G-Sender in Liechtenstein bereits vor der Telecom Liechtenstein AG ausser Betrieb genommen. In den vergangenen Wochen folgte das 2G-Netz der Telecom Liechtenstein AG, wobei nach wie vor ein 3G Netz von Salt Liechtenstein betrieben wird.
zu Frage 2:
Im Vorfeld der Netzabschaltung wurden Endgeräte identifiziert, die keine 4G- oder 5G-Technologie unterstützen. Die betroffenen Kundinnen und Kunden sowie Partner wurden aktiv kontaktiert und über die notwendigen Anpassungen informiert.
Zur Unterstützung des Umstiegs bot die Telecom Liechtenstein AG attraktive Ersatzgeräte an. Zusätzlich standen den Kundinnen und Kunden sowohl die Mitarbeitenden in den Shops als auch der telefonische Kundendienst beratend zur Seite. Die Information der Kunden erfolgte mehrfach und über verschiedene Kanäle, darunter Briefe, SMS-Mitteilungen, Social-Media-Plattformen sowie Berichterstattungen in den Medien.
Aus Sicht der Regierung waren die getroffenen Massnahmen geeignet, die Kundinnen und Kunden frühzeitig zu informieren und beim Umstieg umfassend zu unterstützen.
zu Frage 3:
Die genauen Anwendungen, die auch von Partner-Unternehmen bzw. Geschäftskunden der Telecom Liechtenstein AG angeboten werden, können nicht genannt werden. Es wird auf die Antworten zu den Fragen 1 und 2 verwiesen.
zu Frage 4:
Die Mobilfunktechnologie 5G stellt den aktuellen Stand der technischen Entwicklung dar und bietet gegenüber den älteren Standards 2G und 3G zahlreiche Vorteile, insbesondere hinsichtlich Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit. Aus Sicht der Regierung ergeben sich durch die Abschaltung des 2G-Netzes keine zusätzlichen Risiken für die Versorgungs- oder persönliche Sicherheit. Vielmehr verfügen die neueren Mobilfunkstandards über modernere Sicherheitsmechanismen und sind daher insgesamt als sicherer einzustufen.
zu Frage 5:
Die Telecom Liechtenstein AG ist sich ihrer Verantwortung als landeseigenes Unternehmen bewusst und hat im Zusammenhang mit der Netzumstellung umfangreiche Vorbereitungen und Abklärungen getroffen, um die Kommunikationsversorgung ihrer Kundinnen und Kunden sicherzustellen. Teil dieser Verantwortung ist es, die Netze am Stand der Technik zu halten und dies bedingt auch die Ausserbetriebnahme veralteter Technologien wie 2G.
Die Regierung verfolgt die Entwicklungen aufmerksam und ist im Rahmen ihrer Zuständigkeiten bereit, geeignete Massnahmen zu prüfen und gegebenenfalls einzugreifen, falls sich zeigen sollte, dass Teile der Bevölkerung tatsächlich von grundlegenden Kommunikationsmöglichkeiten ausgeschlossen werden. Aktuell sind der Regierung jedoch keine konkreten Fälle von betroffenen Personen bekannt. Die von der TLI getroffenen Massnahmen erscheinen der Regierung ausreichend und die Situation wird im Austausch mit der TLI weiterverfolgt.
- Frage vom 02. September 20262. September 2026
Nach vorliegenden Informationen wurde das 3G-Netz in Liechtenstein im Jahr 2024/25 abgeschaltet. Gleichzeitig wurde im Juli das 2G Netz abgeschaltet. Beide Schritte betreffen insbesondere ältere Menschen sowie Notrufsysteme und andere sicherheitsrelevante Anwendungen.
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Wie viele Kundinnen und Kunden waren von der Abschaltung des 2G/3G-Netzes betroffen, und welche Erkenntnisse liegen zur Betroffenheit älterer Menschen vor?
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Welche konkreten Massnahmen wurden gesetzt, um insbesondere ältere Personen vor der Abschaltung zu informieren und beim Umstieg zu unterstützen, und wie beurteilt die Regierung deren Wirksamkeit?
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Wie viele Geräte beziehungsweise Anwendungen (zum Beispiel Hausnotrufsysteme, Alarmanlagen, Telecare) waren nach Kenntnis der Regierung noch auf 2G angewiesen?
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Welche konkreten Risiken für Versorgungssicherheit und persönliche Sicherheit sieht die Regierung durch die Abschaltung des 2G-Netzes?
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Welche Verantwortung trägt die Telecom Liechtenstein als staatliches Unternehmen, und ist die Regierung bereit einzugreifen, falls Teile der Bevölkerung faktisch von grundlegender Kommunikation ausgeschlossen werden?
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Data: OpenParlData · CC BY 4.0