Sanierung Schönausteg: Projektierungskredit
(2018.TVS.000095)- SpeechMichael Hoekstra(Grünliberale)PräsidentStadtrat
Präsident: Der ist angenommen worden. Wir kommen zum Traktandum 8.
- Speech
- SpeechMichael Hoekstra(Grünliberale)PräsidentStadtrat
Präsident: Der Antrag ist angenommen worden. Wir stimmen in dem Fall ab über den so bereinigten Antrag des Gemeinderats.
- SpeechSpeechStadtrat
Antrag 1 PVS
Bei der Sanierung des Schönaustegs soll geprüft werden, ob womöglich Schrauben statt Nieten verwendet werden können.
- SpeechSpeechStadtrat
2018.TVS.000095: Antrag 1
Annahme
Ja 55
Nein 5
Enthalten 1 Namensliste 006 - SpeechMichael Hoekstra(Grünliberale)PräsidentStadtrat
Präsident: Merci vielmals, Janosch. Ich frage auch hier in die Runde: Besteht zu dem Geschäft Diskussionsbedarf? Das scheint nicht der Fall zu sein. Ja, wir werden auch hier abstimmen, weil es Anträge hat und weil es dem fakultativen Referendum untersteht. Wir stimmen ab über den Antrag Nummer 1 PVS-zu Traktandum Nummer 7.
- SpeechJanosch Weyermann(Schweizerische Volkspartei)Janosch Weyermann (SVP) für dieStadtrat
Janosch Weyermann (SVP) für die PVS: Noch einmal Merci, Herr Präsident. Dieses Geschäft habe ja nicht vorbereitet. Das wäre Lionel Gaudy gewesen, der sich heute kurzfristig hat entschuldigen müssen. Darum bitte ich um Entschuldigung, wenn ich hier ein bisschen improvisieren muss. Ich probiere hier, aus seinem Kommissionsvotum ein bisschen etwas herauszuziehen. Genau, es geht um den Schönausteg, der mehr als hundertjährig ist. Es handelt sich um einen fast identischen Nachbau des 50 Jahren älteren Altenbergstegs, den ihr sicher auch alle kennt. Der Schönausteg ist letztmals 1987 saniert worden. Er ist im Bauinventar der Stadt Bern als schützenswertes Baudenkmal aufgelistet. Bei den Sanierungsarbeiten oder bei dieser Sanierung geht es vor allem um den Korrosionsschutz der aus Stahl gebauten Brücke, der erneuert werden muss. Stahl in Kombination mit Wasser korrigiert mit der Zeit, das weiss jeder. Dazumal hat man einen Korrosionsschutz verwendet, der Schwermetalle enthalten hat. Das würde man heute wahrscheinlich anders machen. Diese Schicht muss abgetragen werden und nachher ein neuer Standard – Excusez. Die Schicht muss abgetragen werden und nach neuen Standards neu gemacht werden. An ein paar Stellen hat der Stahl durch den Rost bis zu 50% seines Volumens verloren. Das ist eigentlich ein Anzeichen, dass ein Ersatz und eine Sanierung dringend notwendig sind. Der Steg ist insgesamt 55 Meter lang und 3 Meter breit. Er ist stark frequentiert. Und ja, die Sanierung bringt gewisse Herausforderungen mit sich, weil man halt in der Nähe des Wassers arbeitet. Für die Vorgehensweise sind 2 Optionen geprüft worden: Für eine Sanierung vor Ort müsste unter der Brücke eine Pontonierbrücke erstellt werden. Der gesamte Steg müsste möglichst hermetisch eingekleidet werden, damit die Schwermetalle aus der vorhandenen Korrosionsschutzschicht nicht ins Wasser gelangen können. Die Pontonierbrücke müsste dann nachts auch immer noch geöffnet sein, damit die Sanitätspolizei jederzeit mit dem Boot passieren könnte. Da die Sanierung im Winter angedacht ist, soll der Fussverkehr möglichst wenig eingeschränkt werden. Der Stahl muss aufgeheizt werden, damit der Korrosionsschutz aufgetragen werden kann. Aus diesen Gründen hat sich der komplette Abbau der Brücke als die beste Vorgehensweise erwiesen. Zu diesem Zweck werden die Ketten gelöst, so dass der gesamte Steg mit einem sogenannten Pneukran herausgehoben werden kann. Genau, jetzt wird es sehr detailliert und technisch. Das tue ich jetzt, glaube ich, überspringen.
Gerade noch kurz zu den Kosten: Der Realisierungskredit beläuft sich auf 5’000’000 Franken. Er beinhaltet den Projektierungsarbeitskredit in Höhe von 150’000 Franken.
Die Bauarbeiten sollen stattfinden zwischen September 2024 und Mai 2025. Und wie gesagt, wird in dieser Zeit ein provisorischer Steg zur Verfügung stehen. Es ist nachher, aufgrund einer Frage aus der Kommission im Zusammenhang mit dem Denkmalschutz und der Verwendung von Nieten oder Schrauben ein Antrag entstanden, der jetzt auch vorliegt. Ich muss gerade schnell schauen, genau. Der Antrag der PVS lautet, dass bei der Sanierung des Schönaustegs geprüft werden soll, ob womöglich Schrauben statt Nieten verwendet werden können. Die Begründung können sie entsprechend lesen. Schrauben haben gegenüber Nieten fast nur Vorteile. Sie können auf eine bestimmte und vorgängig definierte Kraft zugedreht werden - das sogenannte Drehmoment. Und sie sind grundsätzlich einfacher zu applizieren als Nieten. Genau. Die Kommission empfiehlt euch das Geschäft einstimmig zur Annahme und den Antrag – jetzt muss ich schnell schauen – der Antrag ist meines Wissens auch einstimmig gewesen. Richtig, genau. Die PVS empfiehlt sowohl den Antrag wie auch das Geschäft einstimmig zur Annahme. Besten Dank.
- SpeechMichael Hoekstra(Grünliberale)PräsidentStadtrat
Präsident: Traktandum 7 ist ein Realisierungskredit für die Sanierung des Schönaustegs. Ich übergebe auch hier das Wort der Kommission: für die PVS Janosch Weyermann.
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