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Stärkung des Bildungssystems im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (Mint)

(11.4104)MotionErledigt
Schweiz21.12.2011
Speeches(7)
Sorted by Speech date, Descending
7 Results
  • Redetext
    Hans Altherr(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz
  • Redetext
    Alain Berset(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz

    Il est vrai que la Suisse souffre d'une pénurie d'ingénieurs et de spécialistes dans les domaines des mathématiques, de l'informatique, des sciences naturelles et de la technique (MINT), et je crois que ce constat est largement partagé, même si on a observé ces dernières années une légère progression du nombre de diplômés. Enfin, nous sommes tous d'accord pour considérer qu'il faut promouvoir ces disciplines, que c'est un objectif prioritaire pour notre pays à court et à moyen terme.

    Cela dit, il faut bien considérer que la Confédération fait déjà un certain nombre de choses, notamment avec le programme fédéral "Egalité des chances entre femmes et hommes dans les universités", qui sera reconduit entre 2013 et 2016, avec dans ce cadre-là un volet spécial réservé aux MINT. Il y a également un rapport du Conseil fédéral sur la pénurie de spécialistes dans ces domaines, et on constate que les choix déterminants dans ce domaine-là sont faits avant l'âge de 15 ou 16 ans, c'est-à-dire souvent encore durant la période de scolarité obligatoire; cela nous incite à travailler main dans la main avec les cantons, à renforcer aussi les réflexions à ce sujet pour avancer.

    Le Conseil fédéral est donc conscient de l'importance de ce domaine pour la compétitivité et la capacité d'innovation de notre pays; nous sommes prêts à continuer d'oeuvrer avec les cantons pour éveiller et promouvoir l'intérêt des jeunes pour les disciplines concernées. C'est déjà ce que le Conseil fédéral avait affirmé en 2011 dans une déclaration conjointe entre le Département fédéral de l'intérieur, le Département fédéral de l'économie et la Conférence suisse des directeurs cantonaux de l'instruction publique, qui sont ensemble conscients de ces objectifs communs et du travail qu'il y a encore à réaliser dans ce domaine-là.

    Pour faire bref: avec ces arguments, le Conseil fédéral vous propose d'adopter la motion.

  • Redetext
    Anita Fetz(Sozialdemokratische Partei)
    Schweiz

    Wir sind uns alle einig, dass die Förderung der Mint-Berufe bei den Jungen wichtig ist, weil ein wesentlicher Teil des Fachkräftemangels auf diesen Bereich entfällt. Aber man muss auch feststellen: Es wird bereits sehr viel dafür getan. Es gibt über 200 Initiativen von Wirtschaft, Schulen und anderen Institutionen in diesem Bereich; insbesondere die Wirtschaft engagiert sich sehr stark auf der Ebene der Schulen, um den Jungen diese naturwissenschaftlichen und technischen Fächer beliebt zu machen. Man muss auch sagen: Diese Initiativen sind wirkungsvoll. In den letzten drei Jahren hat die Zahl der Studienanfänger in den Mint-Fächern um 20 Prozent zugenommen.

    Mein Vorredner hat aufgezeigt, dass das Problem eigentlich vor allem auf der Ebene der Schulen liegt, dass man da vielleicht noch mehr Bewusstseinsbildung machen kann. Das scheint mir sinnvoll. Allerdings kann der Bundesrat da auch nichts anderes tun, als in der EDK und in anderen Institutionen immer wieder ein gutes Wort dafür einzulegen. Das ist schön, das wird er sicher auch tun.

    Wer dieser Motion zustimmt und damit nicht einfach nur deklarieren will, dass wir im Mint-Bereich mehr Berufsabgänger haben wollen, der muss nachher bei der BFI-Botschaft bei den entsprechenden Institutionen auch die entsprechenden Aufstockungen bewilligen. Sonst ist das einfach eine "Warme-Luft-Übung". Wir sind uns alle einig, wir deklarieren, aber Folgen wird es nicht haben, weil nicht zusätzlich entsprechende Mittel eingestellt sind, man kann damit leben, aber dann braucht es diese Motion nicht. Daran möchte ich Sie einfach erinnern, bevor wir nachher in der BFI-Botschaft über die entsprechenden Aufstockungen reden.

  • Redetext
    Ivo Bischofberger(Christlichdemokratische Volkspartei der Schweiz)
    Schweiz

    Die Ausgangslage ist klar, sie wurde von Kollege Gutzwiller skizziert. Gemäss aktueller Umfrage haben wir auf der Tertiärstufe 16 000 offene Mint-Stellen, wovon jede elfte nicht besetzt werden konnte. Ein Gleiches in der Berufsbildung: Die Nachfrage nach Lehrstellen in anforderungsreichen technischen Berufen liegt deutlich tiefer als das Angebot. Es darf dabei ausserdem nicht [PAGE 781] verhehlt werden, dass der Fachkräftemangel nicht nur im Mint-Bereich besteht, sondern auch in verschiedenen anderen Bereichen - Stichwörter sind Pflegeberufe, Gesundheitswesen und andere mehr.

    Zur Verbesserung dieser sicher unbefriedigenden Situation sind in verdankenswerter Weise auch schon verschiedene Massnahmen eingeleitet worden: Die BFI-Botschaft 2013-2016 sieht eine verstärkte Förderung der qualifizierten Nachwuchskräfte für Wissenschaft und Wirtschaft vor, die ETH fördert diese Fachkräfte in einem separaten Kompetenzzentrum unter dem Titel "Lehren und Lernen", die Universitäten, Fachhochschulen wie auch der Schweizerische Nationalfonds und die Akademien der Wissenschaften bemühen sich hierin ebenfalls mit differenzierten fachspezifischen Angeboten und Initiativen. Nicht unerwähnt bleiben dürfen sicher die Initiativen und Anstrengungen der Organisationen der Berufs- und Arbeitswelt, von Stiftungen, Vereinigungen und last, but not least, sicher auch von "Schweizer Jugend forscht".

    Für die Zukunft - und hier setzt die vorliegende Motion nun an - gilt es, ein Ziel zu verfolgen: Alle Bildungseinrichtungen sollen sich auf allen Ebenen für eine kontinuierliche Förderung dieser Bereiche einsetzen, so speziell auch die Volksschule wie auch die Sekundarstufe I, welche indiskutabel in den Kompetenzbereich der Kantone fallen. Da aber in den vergangenen Jahren aufgrund immer wiederkehrender und für mich persönlich zu häufiger Revisionen in Lehrplan, Curriculum und Stundentafel die Fächer Mathematik, Informatik, Technik und vor allem die Naturwissenschaften im Vergleich zu den geisteswissenschaftlichen Fächern sicher nicht förderlich behandelt wurden, ist es zurzeit ein Gebot der Stunde, dieser Thematik im Volksschulbereich ein spezielles Augenmerk zu schenken. Es geht darum, ein Augenmerk darauf zu legen, dass die Freude, das Interesse, die intellektuelle Neugier an diesen Fächern bei den Schülern - und vor allem bei den Schülerinnen, denn dort liegt meiner Meinung nach ein riesiges Potenzial - bereits auf der Primar- und Sekundarstufe geweckt werden.

    Hierfür sind verschiedene Massnahmen zu treffen, und diese Massnahmen sind nicht nur einzuleiten, sondern dann auch umzusetzen. So ist es ausserordentlich zu begrüssen, wenn der Bundesrat im Rahmen seiner Kompetenzen und entsprechend der Erklärung aus dem Jahr 2011 von EDI, EVD und EDK zu den gemeinsamen bildungspolitischen Zielen für den Bildungsraum Schweiz in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen alles daransetzt, das berechtigte Anliegen der Motion aufzunehmen und weitere erfolgversprechende Massnahmen zu realisieren.

    In diesem Sinne danke ich dem Bundesrat für die Annahme der Motion.

  • Redetext
    Felix Gutzwiller(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz

    Diese Motion fordert den Bundesrat auf, in Zusammenarbeit mit den Kantonen die nötigen Massnahmen zu ergreifen, um die Mint-Kompetenz zu stärken und insbesondere auch die nötigen Mittel in der BFI-Botschaft bereitzustellen. Ich muss Ihnen hier zu diesem Zeitpunkt nicht schildern, weshalb der akute Mangel an Ingenieurinnen und Ingenieuren und entsprechenden Fachpersonen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ein Problem ist. Es ist ausserordentlich wichtig, dass hier Anstrengungen unternommen werden. Es gibt ja auch einen entsprechenden Bericht des Bundesrates zum Mangel an Fachkräften im Mint-Bereich, der unter anderem zum Schluss kommt, dass die Interessen der späteren Studienanfänger weitgehend bereits am Ende der obligatorischen Schulzeit feststehen. Dort sind also Massnahmen angesagt, die von den Kantonen, in deren Kompetenz dies liegt, ergriffen werden müssen.

    Es ist bei der Diskussion dieser Motion auch zutage getreten, dass es in diesem Bereich eine Vielzahl von Massnahmen gibt. Wir haben mit Befriedigung davon Kenntnis genommen, dass etwa das Programm der Schweizerischen Universitätskonferenz "Chancengleichheit von Frau und Mann an den Universitäten" von 2013 bis 2016 weitergeführt werden soll. Insbesondere das Geschlechterthema ist ja auch ein wichtiges Thema der Mint-Förderung. Die Kommission hat auch festgestellt, dass im Rahmen der BFI-Botschaft, deren Differenzen nachher auch noch zur Bereinigung anstehen, entsprechende Massnahmen vorgesehen sind und dass die Mittel im Rahmen der BFI-Botschaft 2013-2016 vorhanden sind, um entsprechende Förderungen vorzunehmen. Man könnte sagen, dass diese Problematik damit erledigt sei. Die Kommission war aber der Meinung, dass es im Hinblick auf die demografische Entwicklung und auf die Bedeutung des Mangels an Mint-Fachkräften richtig ist, dass wir hier diese Motion annehmen.

    Die Kommission hat deshalb - trotz teilweiser Erfüllung der Forderungen im Rahmen der BFI-Botschaft - mit 9 zu 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen beschlossen, Ihnen wie der Bundesrat die Annahme dieser Motion zu empfehlen.

  • Redetext
    Hans Altherr(FDP.Die Liberalen)
    Schweiz
  • Speech
    Speech
    Schweiz

    Angenommen - Adopté

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