Obligatorischer Italienischunterricht im Gymnasium
(94.3297)- Type
- Interpellation
- State
- Erledigt
- Parliament
- Schweiz
- Number
- 94.3297
- Start
- 17.06.1994
- Official record
- Official profile
- External ID
- 19943297
- Rémy ScheurerLiberal-Demokratische Partei
- Adriano CavadiniFDP.Die Liberalen
- Werner CarobbioSozialdemokratische Partei
- Departement des Innern
- Alain SchweingruberFDP.Die Liberalen
- ErledigtNationalrat
- Erledigt
- Titel des GeschäftesObligatorischer Italienischunterricht im Gymnasium
- Réponse CF / Bureau
Le Conseil fédéral est conscient de la nécessité d'améliorer la communication entre les régions linguistiques. Il a relevé cette nécessité à plusieurs reprises dans les réponses qu'il a faites à diverses interventions parlementaires et il a émis des propositions à cet égard, entre autres dans son message du 4 mars 1991 concernant la révision de l'article constitutionnel sur les langues.
Ce n'est pas la première fois que l'on avance la proposition de rendre obligatoire l'enseignement de l'italien au niveau du gymnase. D'aucuns estimant que la promotion de la troisième langue nationale était insuffisante dans les écoles de maturité, l'enseignement obligatoire de l'italien a été préconisé en 1992 en procédure de consultation au sujet de la révision de l'ordonnance sur la reconnaissance de certificats de maturité. Il se trouve que cette proposition a été rejetée par la majorité écrasante des autorités consultées, et notamment les cantons.
Dès lors, le groupe chargé de la révision de l'ordonnance sur la reconnaissance de certificats de maturité a été chargé d'identifier d'éventuelles alternatives à l'enseignement obligatoire de l'italien, qui comporteraient une amélioration par rapport à la situation actuelle. La commission préconise dès lors :
- la possibilité de choisir l'italien comme deuxième langue nationale ;
- la possibilité de choisir l'italien comme discipline à option spécifique ;
- la possibilité de choisir l'italien comme troisième discipline fondamentale ;
- l'obligation faite aux écoles de proposer un enseignement facultatif de l'italien ;
- le développement des méthodes d'immersion et de la maturité bilingue.
Ces propositions ont été remises en consultation en juin 1994 auprès de milieux intéressés. Le Conseil fédéral n'a pas encore étudié le dossier.
- Eingereichter Text
Hängt die Stärke der Schweiz nicht von einer besseren Achtung der kulturellen Identität der verschiedenen Gemeinschaften ab, aus denen sich unser Land zusammensetzt? Es lässt sich nicht bestreiten, dass die kulturelle Vielfalt eher eine Bereicherung als ein Hindernis ist.
Was hält der Bundesrat von der Einführung eines obligatorischen Italienischunterrichts in den Maturitätsschulen? Welche neuen Massnahmen gedenkt er zu ergreifen, um das Mosaik der verschiedenen Kulturen unseres Landes zu festigen?
- Begründung
Die Gesellschaft "Helvetia Latina", deren Ziel die Verteidigung der lateinischen Sprachgemeinschaften in der Bundesverwaltung und in den Regiebetrieben des Bundes ist, hat kürzlich einstimmig eine Resolution zugunsten eines obligatorischen Italienischunterrichts in den Maturitätsschulen verabschiedet. Diese Resolution wurde dem Eidgenössischen Departement des Innern zugestellt. Die Gesellschaft wollte damit das Departement darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, dass die kulturellen Minderheiten in unserem Land respektiert werden.
Für den Zusammenhalt und die Zukunft eines Landes mit mehreren Sprachen und Kulturen wie der Schweiz ist die Förderung der Landessprachen in der Tat unerlässlich. Unser Wunsch ist es deshalb, dass Bund und Kantone die sich ihnen mit der neuen Regelung für die Anerkennung der kantonalen Maturitätsausweise bietende Gelegenheit wahrnehmen und, zusätzlich zum Französisch- und Deutschunterricht, einen obligatorischen Italienischunterricht einführen. Die Einzelheiten wären mit den interessierten Kreisen noch festzulegen.
Paradoxerweise lässt sich das gegenseitige Einvernehmen in unserem Bundesstaat nur aufrechterhalten, wenn sich die Schweiz für eine echte Öffnung gegenüber Europa entscheidet. Es gilt aber auch im Innern unseres Landes zu handeln und angemessene Massnahmen zu ergreifen, die eine bessere Verständigung zwischen den verschiedenen Kulturregionen fördern. Mit unserem Vorstoss schlagen wir eine solche Massnahme vor.
Hängt die Stärke der Schweiz nicht von einer besseren Achtung der kulturellen Identität der verschiedenen Gemeinschaften ab, aus denen sich unser Land zusammensetzt? Es lässt sich nicht bestreiten, dass die kulturelle Vielfalt eher eine Bereicherung als ein Hindernis ist.
Data: OpenParlData · CC BY 4.0